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  • Steuererklärung Fitnessstudio: Wie Sie

    Steuererklärung Fitnessstudio: Wie Sie

    Grundsätzlich können Arbeitnehmer Krankheitskosten in der Steuererklärung angeben. Doch die Regeln sind kompliziert. Diese Tabelle verrät, ob Sie profitieren könnten.

    Symbolbild zum Thema Steuererklärung Fitnessstudio
    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)

    Der Staat wünscht sich gesunde Steuerzahler. Ja, wirklich. Denn das Einkommen fitter Arbeitnehmer bieten dem Fiskus auch künftig Aussicht auf Steuereinnahmen daraus. Wer Geld ausgeben muss, um Krankheiten behandeln zu lassen, kann daher im Steuerjargon „außergewöhnlich belastet“ sein. Aber wann ist man das? Und womit genau?

    Erste Voraussetzung: Die Kosten für Gesundung wurden von der Krankenkasse oder einer privaten Versicherung nur teilweise oder gar nicht übernommen. Zweitens: Die Maßnahmen wurden von Ärzten oder Heilpraktikern verordnet: per Rezept oder Attest. Mündliche Empfehlungen wie etwa „Machen Sie mehr Sport“ oder „Ernähren Sie sich gesünder“ genügen nicht, um Ausgaben für Fitnessstudio oder Diätprodukte bei der Steuer abzusetzen. Auch die Kosten für rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke, etwa gegen Migräne, die Kassen oder Versicherer nicht erstatten, erkennt das Finanzamt allenfalls mit der entsprechenden ärztlichen Verordnung beziehungsweise einem Attest an. (Lesen Sie auch: Steuererklärung: Wie Sie Fitnessstudio und Medikamente von…)

    Grundsätzlich können folgende ärztlich verordnete oder attestierte Genesungsaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden:

    • Ärztliche Behandlungen
    • Heilbäder, Krankengymnastik
    • Rechnungen von Heilpraktikern oder Homöopathen
    • Medikamente und Zuzahlungen in der Apotheke
    • Medizinische Hilfsmittel
    • Krankenhausaufenthalte
    • Fahrtkosten zum Arzt, Krankenhaus, Krankengymnastik etc.

    Für Arbeitnehmer kann es sich also durchaus lohnen, Rezepte, Atteste, Rechnungen und Quittungen für solche Aufwendungen, die sie innerhalb eines Jahres selbst bezahlt haben, zu sammeln. Die Maßnahmen müssen der Heilung einer Erkrankung dienen, sie erträglicher machen oder deren Folgen lindern.

    Steuererklärung: Fallbeispiel Fitnessstudio

    Unter Voraussetzungen können also – im Einzelfall – auch Kosten für ein Trainings- oder Fitnessstudio steuerlich geltend gemacht werden: Die Übungen müssen ärztlich verordnet, also medizinisch notwendig sein, und sie müssen von Fachpersonal, etwa Physiotherapeuten, angeleitet und überwacht werden. Und: Die Übungen müssen per Rechnung gesondert ausgewiesen sein. Der Nachweis des Monatsbeitrags für ein Studio genügt nicht. Der Mitgliedsbeitrag in einem Reha-Verein, der seine Kurse in einem Fitnessstudio abhält, hat hingegen Chancen auf steuerliche Anerkennung – wenn die Mitgliedschaft ärztlich verordnet ist. (Lesen Sie auch: Steuererklärung Krankheitskosten: So Sparst Du mit Fitnessstudio)

    In der Steuerpraxis zeigt sich: Die Finanzämter prüfen mittlerweile sehr genau die medizinische Notwendigkeit und auch die Maßnahmen. Wenig Chancen auf Anrechenbarkeit haben zum Beispiel Kosten für alternative Behandlungsmethoden, die wissenschaftlich (noch) nicht anerkannt sind. Ein Massagegerät lässt sich ebenfalls nicht absetzen, da es ein Heilmittel ist, das auch von Gesunden genutzt werden kann. Und auch Aufenthalte in Sanatorien oder Klimatherapie am Toten Meer haben in der Regel keine Chance auf steuerliche Anerkennung. In solchen und ähnlichen Fällen wird das Finanzamt Gutachten des Amtsarztes oder des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) einfordern.

    Damit nicht genug: Der Wunsch nach gesunden Steuerzahlern hat Grenzen. Der Gesetzgeber hat Einkommenslimits für außergewöhnliche Belastungen festgelegt. Anders gesagt: Krankheitskosten sind bis zu einer gewissen Höhe zumutbar, also steuerlich nicht wirksam.

    Detailansicht: Steuererklärung Fitnessstudio
    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)

    Wer also als kinderloser Single mehr als 51.130 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen hat, muss außergewöhnliche Belastungen, darunter Krankheitskosten, in Höhe von bis zu sieben Prozent davon, also mindestens rund 3.580 Euro, selbst tragen. Diese sogenannten zumutbaren Belastungen sind für Steuerzahler mit Kindern geringer. Bevor man also den Aufwand rund um Belege und Nachweise betreibt, lohnt sich die individuelle Prozentrechnung: Kommen im Jahr höhere Kosten für außergewöhnliche Belastungen zusammen als die gesetzlich zumutbaren? Das können neben Krankheitskosten auch Pflege- und Kurkosten, behinderungsbedingte Kosten, Bestattungskosten und unter Umständen auch die nicht versicherungsgedeckten Wiederbeschaffungskosten für Hausrat sein – etwa nach einem Wohnungsbrand. (Lesen Sie auch: Steuererklärung Krankheitskosten: So Sparen Sie bei Arzt…)

    Es zeigt sich: Das deutsche Einkommensteuerrecht trägt stellenweise sozialstaatliche Züge. Für Arbeitnehmerhaushalte, die es in einem Jahr besonders hart trifft, kann in Summe die Grenze der zumutbaren Belastungen durchaus überschritten sein – und damit ein finanzieller Ausgleich der Härte möglich. Das gilt vor allem für Menschen mit mittleren und niedrigeren Einkommen. Doch es zeigt sich auch: Ohne Steuerberatung oder die Unterstützung durch die Lohnsteuerhilfevereine ist in solchen Fällen eine ordentliche Steuererklärung kaum zu machen.

    Ursprünglich berichtet von: Stern

    Illustration zu Steuererklärung Fitnessstudio
    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)
  • Steuererklärung Fitnessstudio: Wie Sie

    Steuererklärung Fitnessstudio: Wie Sie

    Grundsätzlich können Arbeitnehmer Krankheitskosten in der Steuererklärung angeben. Doch die Regeln sind kompliziert. Diese Tabelle verrät, ob Sie profitieren könnten.

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    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)

    Der Staat wünscht sich gesunde Steuerzahler. Ja, wirklich. Denn das Einkommen fitter Arbeitnehmer bieten dem Fiskus auch künftig Aussicht auf Steuereinnahmen daraus. Wer Geld ausgeben muss, um Krankheiten behandeln zu lassen, kann daher im Steuerjargon „außergewöhnlich belastet“ sein. Aber wann ist man das? Und womit genau?

    Erste Voraussetzung: Die Kosten für Gesundung wurden von der Krankenkasse oder einer privaten Versicherung nur teilweise oder gar nicht übernommen. Zweitens: Die Maßnahmen wurden von Ärzten oder Heilpraktikern verordnet: per Rezept oder Attest. Mündliche Empfehlungen wie etwa „Machen Sie mehr Sport“ oder „Ernähren Sie sich gesünder“ genügen nicht, um Ausgaben für Fitnessstudio oder Diätprodukte bei der Steuer abzusetzen. Auch die Kosten für rezeptfreie Schmerzmittel aus der Apotheke, etwa gegen Migräne, die Kassen oder Versicherer nicht erstatten, erkennt das Finanzamt allenfalls mit der entsprechenden ärztlichen Verordnung beziehungsweise einem Attest an. (Lesen Sie auch: Steuererklärung: Wie Sie Fitnessstudio und Medikamente von…)

    Grundsätzlich können folgende ärztlich verordnete oder attestierte Genesungsaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden:

    • Ärztliche Behandlungen
    • Heilbäder, Krankengymnastik
    • Rechnungen von Heilpraktikern oder Homöopathen
    • Medikamente und Zuzahlungen in der Apotheke
    • Medizinische Hilfsmittel
    • Krankenhausaufenthalte
    • Fahrtkosten zum Arzt, Krankenhaus, Krankengymnastik etc.

    Für Arbeitnehmer kann es sich also durchaus lohnen, Rezepte, Atteste, Rechnungen und Quittungen für solche Aufwendungen, die sie innerhalb eines Jahres selbst bezahlt haben, zu sammeln. Die Maßnahmen müssen der Heilung einer Erkrankung dienen, sie erträglicher machen oder deren Folgen lindern.

    Steuererklärung: Fallbeispiel Fitnessstudio

    Unter Voraussetzungen können also – im Einzelfall – auch Kosten für ein Trainings- oder Fitnessstudio steuerlich geltend gemacht werden: Die Übungen müssen ärztlich verordnet, also medizinisch notwendig sein, und sie müssen von Fachpersonal, etwa Physiotherapeuten, angeleitet und überwacht werden. Und: Die Übungen müssen per Rechnung gesondert ausgewiesen sein. Der Nachweis des Monatsbeitrags für ein Studio genügt nicht. Der Mitgliedsbeitrag in einem Reha-Verein, der seine Kurse in einem Fitnessstudio abhält, hat hingegen Chancen auf steuerliche Anerkennung – wenn die Mitgliedschaft ärztlich verordnet ist. (Lesen Sie auch: Steuererklärung Krankheitskosten: So Sparst Du mit Fitnessstudio)

    In der Steuerpraxis zeigt sich: Die Finanzämter prüfen mittlerweile sehr genau die medizinische Notwendigkeit und auch die Maßnahmen. Wenig Chancen auf Anrechenbarkeit haben zum Beispiel Kosten für alternative Behandlungsmethoden, die wissenschaftlich (noch) nicht anerkannt sind. Ein Massagegerät lässt sich ebenfalls nicht absetzen, da es ein Heilmittel ist, das auch von Gesunden genutzt werden kann. Und auch Aufenthalte in Sanatorien oder Klimatherapie am Toten Meer haben in der Regel keine Chance auf steuerliche Anerkennung. In solchen und ähnlichen Fällen wird das Finanzamt Gutachten des Amtsarztes oder des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) einfordern.

    Damit nicht genug: Der Wunsch nach gesunden Steuerzahlern hat Grenzen. Der Gesetzgeber hat Einkommenslimits für außergewöhnliche Belastungen festgelegt. Anders gesagt: Krankheitskosten sind bis zu einer gewissen Höhe zumutbar, also steuerlich nicht wirksam.

    Detailansicht: Steuererklärung Fitnessstudio
    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)

    Wer also als kinderloser Single mehr als 51.130 Euro zu versteuerndes Jahreseinkommen hat, muss außergewöhnliche Belastungen, darunter Krankheitskosten, in Höhe von bis zu sieben Prozent davon, also mindestens rund 3.580 Euro, selbst tragen. Diese sogenannten zumutbaren Belastungen sind für Steuerzahler mit Kindern geringer. Bevor man also den Aufwand rund um Belege und Nachweise betreibt, lohnt sich die individuelle Prozentrechnung: Kommen im Jahr höhere Kosten für außergewöhnliche Belastungen zusammen als die gesetzlich zumutbaren? Das können neben Krankheitskosten auch Pflege- und Kurkosten, behinderungsbedingte Kosten, Bestattungskosten und unter Umständen auch die nicht versicherungsgedeckten Wiederbeschaffungskosten für Hausrat sein – etwa nach einem Wohnungsbrand. (Lesen Sie auch: Steuererklärung Krankheitskosten: So Sparen Sie bei Arzt…)

    Es zeigt sich: Das deutsche Einkommensteuerrecht trägt stellenweise sozialstaatliche Züge. Für Arbeitnehmerhaushalte, die es in einem Jahr besonders hart trifft, kann in Summe die Grenze der zumutbaren Belastungen durchaus überschritten sein – und damit ein finanzieller Ausgleich der Härte möglich. Das gilt vor allem für Menschen mit mittleren und niedrigeren Einkommen. Doch es zeigt sich auch: Ohne Steuerberatung oder die Unterstützung durch die Lohnsteuerhilfevereine ist in solchen Fällen eine ordentliche Steuererklärung kaum zu machen.

    Ursprünglich berichtet von: Stern

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    Symbolbild: Steuererklärung Fitnessstudio (Bild: Picsum)
  • Bayerns Obst ist Top-Verdiener – Exklusiv! Der Gehaltsreport der Basketball-Bundesliga

    Bayerns Obst ist Top-Verdiener – Exklusiv! Der Gehaltsreport der Basketball-Bundesliga

    FC Bayerns Wunsch-Transfer verrechnet?“>Bayern zahlt in der BBL Spitzenlöhne, andere Klubs locken mit Extras statt Gehalt.

    Quelle: Bild

  • Vorschau für den 3. Juni 2026 – So geht es heute bei GZSZ weiter

    Vorschau für den 3. Juni 2026 – So geht es heute bei GZSZ weiter

    Die Vorschau zur Folge GZSZ von heute, dem 3.6.2026, lesen Sie hier.

    Quelle: bild.de/unterhaltung/tv-fernsehformate/gzsz-vorschau-heute-muss-jo-gerner-hinter-gitter-6a16b03e3b7096456ac83d78″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Bild

  • Für Fans von "Charmed“ und "A Discovery Of Witches": Neue Fantasy-Serie entfesselt ungezügelte Hexen-Magie

    Für Fans von "Charmed“ und "A Discovery Of Witches": Neue Fantasy-Serie entfesselt ungezügelte Hexen-Magie

    Hexen, die mit ihrer Magie aufwachsen, sind im Fantasy-Genre eine Sache. Hexen, die ihre Kräfte erst später entdecken und mit diesen dann umzugehen lernen müssen, eine andere – und eben diese stehen in „Witch Season“ im Mittelpunkt, dem ersten Band der geplanten „Broken Coven“-Romanreihe von Juli

    quot;The End Of Oak Street" mit Anne Hathaway und Ewan McGregor“>filmstarts.de/nachrichten/1000207041.html“>Originalartikel veröffentlicht auf Filmstarts

    Quelle: Filmstarts.de

  • Patientenanwalt: Gastpatienten hängen mit fehlendem Personal zusammen

    Patientenanwalt: Gastpatienten hängen mit fehlendem Personal zusammen

    Laut Patientenanwalt Gerhard Jelinek gibt es in Wien „zu wenige Kassenärzte“. Beim Thema Gastpatientinnen und -patienten forderte er Lösungen von der Politik

    Quelle: personal-hat-mit-gastpatienten-zu-tun?ref=rss“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Der Standard

  • Es ist der erste Deal nach Buffett: Berkshire Hathaway kauft den US-Häuslebauer Taylor Morrison

    Es ist der erste Deal nach Buffett: Berkshire Hathaway kauft den US-Häuslebauer Taylor Morrison

    Die grösste Beteiligungsgesellschaft der Welt setzt darauf, dass sich der schwächelnde amerikanische Immobilienmarkt bald erholt.

    Quelle: erste-deal-nach-buffett-berkshire-hathaway-kauft-den-us-haeuslebauer-taylor-morrison-ld.10009399″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Neue Zürcher Zeitung

  • Gouverneurswahl in Kalifornien: Der Republikaner Steve Hilton qualifiziert sich wohl für die Stichwahl im November

    Gouverneurswahl in Kalifornien: Der Republikaner Steve Hilton qualifiziert sich wohl für die Stichwahl im November

    Kalifornien wählt die Nachfolge des demokratischen Gouverneurs Gavin Newsom. Laut vorläufigen Resultaten qualifiziert sich neben Hilton auch der ehemalige demokratische Gesundheitsminister Xavier Becerra für die entscheidende Runde.

    Quelle: Neue Zürcher Zeitung

  • Regina Zindler (†78): "TV Total"-Ikone

    Regina Zindler (†78): "TV Total"-Ikone

    Mit einem Wort schrieb Regina Zindler TV-Geschichte: Aus ihrem „Maschendrahtzaun“ machte Stefan Raab einen Kult-Hit. Nun ist sie gestorben. 

    Symbolbild zum Thema Regina Zindler
    Symbolbild: Regina Zindler (Bild: Picsum)

    Regina Zindler ist tot. Die Sächsin, die 1999 mit einem einzigen Wort zur Kultfigur des deutschen Fernsehens wurde, starb bereits am 5. Mai 2026 in ihrer Heimatstadt Zwickau. Sie wurde 78 Jahre alt. Wie die „Bild“ berichtet, erlag Zindler einer schweren Krebserkrankung. Aus ihrem Ausspruch „Maschendrahtzaun“ hatte Stefan Raab, 59, 1999 einen großen Hit gemacht. (Lesen Sie auch: Michael Naseband: Ehefrau Tanja (†46) „ist in…)

    Regina Zindler wurde durch „Maschendrahtzaun“ berühmt

    Begonnen hatte Zindlers ungewöhnliche Karriere vor einem Fernsehgericht. 1999 trat sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Gerd Trommer aus dem sächsischen Auerbach in der Sat.1-Show „Richterin Barbara Salesch“ auf. Der Streitpunkt: ein Knallerbsenstrauch, der nach Zindlers Ansicht zu dicht an ihrem Maschendrahtzaun wuchs. Die Klage wurde abgewiesen.

    Ein Nachbarschaftsstreit am Maschendrahtzaun machte Regina Zindler zum Phänomen.
    © Uwe Meinhold/ddp

    (Lesen Sie auch: Sir Kenny Dalglish: Liverpool-Legende Offenbart)

    Doch nicht der Fall selbst sorgte für Aufsehen, sondern die Art, wie Zindler im breiten sächsischen Dialekt das Wort „Maschendrahtzaun“ aussprach. Raab griff die Szene in seiner Sendung „TV total“ auf und schnitt Zindlers markantes „Maschendrahtzaun“ in einen eigens produzierten Song. Der Erfolg war enorm: Das Lied stieg Ende November 1999 auf Platz eins der deutschen Charts ein und behauptete die Spitze mehrere Wochen in Folge.

    Rund eine Million Mal verkaufte sich der Titel, in Deutschland gab es dreimal Gold, in Österreich Platin. Für Raab blieb es der einzige Nummer-eins-Hit als Interpret. Zindler selbst erhielt einen freiwilligen Anteil von zehn Pfennig pro verkaufter CD. (Lesen Sie auch: Anreise Kader: Zur WM: DFB- Fliegt nach…)

    Ruhm wurde zur Belastung

    Der plötzliche Rummel hatte für Zindler auch eine dunkle Seite. Schaulustige belagerten ihr Grundstück, stahlen Stücke ihres Zauns und beschädigten ihr Eigentum. Dem Druck hielt sie nicht stand: Mit ihrem Mann zog sie zwischenzeitlich nach Berlin, ehe das Paar später nach Sachsen zurückkehrte. Dort lebte Zindler bis zuletzt zurückgezogen. Mit Raab hatte sie inzwischen Frieden geschlossen. „Auf den Herrn Raab bin ich nicht mehr böse. Der hat ja nur sein Lied gemacht. Ich hab damals mein Einverständnis gegeben“, erklärte sie der „Bild“ 2014.

    Ihre Urne wurde dem Bericht zufolge am vergangenen Freitag in einem anonymen Gemeinschaftsgrab auf dem Zwickauer Hauptfriedhof beigesetzt. So habe es Zindler selbst gewünscht. Ihr Ehemann pflegte sie bis zuletzt zu Hause. (Lesen Sie auch: Toni Garrn mit neuem Partner: Turtelnd bei…)

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    Symbolbild: Regina Zindler (Bild: Picsum)

    Verwendete Quelle: bild.de

    Ursprünglich berichtet von: Gala

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    Symbolbild: Regina Zindler (Bild: Picsum)
  • Tierischer Einsatz: Ausgebüxte Kühe Spazieren

    Tierischer Einsatz: Ausgebüxte Kühe Spazieren

    Sechs Kühe sorgen in einer Klinik in Nordhessen für Aufregung: Sie marschieren in die Notaufnahme und sogar ins Treppenhaus des Krankenhauses. Wie der tierische Ausflug endete.

    Symbolbild zum Thema Tierischer Einsatz
    Symbolbild: Tierischer Einsatz (Bild: Picsum)

    Tierischer Einsatz in einem Krankenhaus: Sechs ausgebüxte Kühe sind in die Notaufnahme der Kreisklinik Wolfhagen in Nordhessen spaziert. Wie die Polizei mitteilte, waren acht freilaufende Tiere auf Wanderschaft in Richtung Krankenhaus. Ein Passant alarmierte deswegen am Morgen die Polizei. (Lesen Sie auch: Frühere Monarchin: Dänische Königin Margrethe II. aus…)

    Helfer konnten demnach zwei der Kühe auf dem Parkplatz der Klinik festsetzen. Sechs Tiere marschierten allerdings in das Gebäude. Sie gelangten laut Polizei durch die mit einem Bewegungsmelder versehene Tür zur Notaufnahme hinein. Anschließend seien sie sogar durch das Treppenhaus in den zweiten Stock gelaufen, hieß es. 

    Tiere haben Spuren hinterlassen (Lesen Sie auch: Frühere Monarchin: Dänische Königin Margrethe II. aus…)

    Der Besitzer konnte die tierischen Besucher laut Mitteilung gemeinsam mit der Polizei und Helfern schnell dingfest machen und wieder nach draußen bringen. Mit einem Treibwagen sei es für die Ausreißer dann zurück auf ihre rund einen Kilometer entfernte Weide gegangen. 

    Verletzt wurden den Angaben zufolge weder Menschen noch die Tiere. Allerdings hätten die Tiere offenbar angesichts der eigenen Aufregung verschiedene Ausscheidungen im Krankenhaus hinterlassen, hieß es. „Ob die Kühe der Klinik tatsächlich einen Besuch abstatten wollten oder sich nur verirrt hatten, bleibt wohl das Geheimnis der Vierbeiner“, schloss die Polizei. (Lesen Sie auch: Wildschwein Einkaufszentrum: Tierischer Besuch in Berlin!)

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    Symbolbild: Tierischer Einsatz (Bild: Picsum)

    Ursprünglich berichtet von: Stern

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    Symbolbild: Tierischer Einsatz (Bild: Picsum)
  • Kaufverhalten Mehr: Mehr Onlinekäufe

    Kaufverhalten Mehr: Mehr Onlinekäufe

    Lieferdienste statt Einkaufsbummel: Die Menschen in Deutschland kaufen immer mehr online. In einigen Warengruppen ist die Bestellung im Internet längst Standard – nicht nur aus Bequemlichkeit.

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    Symbolbild: Kaufverhalten Mehr (Bild: Picsum)

    Während viele Verbraucher beim Einkaufen in Geschäften sparen, sitzt das Geld beim Onlineshopping offenkundig lockerer. Die Menschen in Deutschland kaufen häufiger und mehr im Internet. Das zeigt der aktuelle Online-Monitor des Handelsverbands Deutschland (HDE). Immer öfter kommen dabei KI-Assistenten zum Einsatz, etwa um Preise zu vergleichen.

    „Der Onlinehandel kann sich ein Stück weit von der schlechten Umsatzentwicklung im Einzelhandel abkoppeln“, sagte der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Laut Verbandsprognose dürften die Online-Umsätze in Deutschland 2026 nominal um 4,3 Prozent steigen. Im stationären Handel wird nur ein Plus von 1,6 Prozent erwartet.

    Der HDE führt den starken Zulauf online auch darauf zurück, dass ältere Nutzer öfter im Internet kaufen. Bei den über 55-Jährigen sei die Zahl der Onlineshopper 2025 mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent überdurchschnittlich stark gestiegen. (Lesen Sie auch: Tarifverhandlungen Verdi: Kündigt)

    Deutlich mehr Lebensmittel und Drogeriewaren online bestellt

    2025 wurden hierzulande laut HDE online gut 92 Milliarden Euro mit Neuwaren umgesetzt – knapp 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Prozentual war der Anstieg damit deutlich größer als stationär. Besonders kräftig wuchs der Umsatz mit Produkten des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel und Drogeriewaren (plus 10,4 Prozent), weil Verbraucher zunehmend online bestellen – zum Beispiel bei Lieferdiensten. Bei Elektronik oder Mode liegt der Online-Anteil jedoch deutlich höher.

    Laut HDE-Konsumbarometer, einer monatlichen Haushaltsbefragung, hat sich die Verbraucherstimmung zwar leicht verbessert, bleibt aber schwach. 

    Warum ist der Onlinehandel davon offensichtlich weniger betroffen? „Den Konsumenten ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis derzeit besonders wichtig“, sagt E-Commerce-Expertin Karolin Junker de Neui von der Digitalberatung Etribes. Dieses Bedürfnis lasse sich online besser erfüllen. „Dort ist es einfacher, den günstigsten Preis zu finden.“ Sie sieht beim Onlinekauf weitere Vorteile wie die größere Produktauswahl sowie Bequemlichkeit. „Der Weg in die Innenstadt kostet Zeit und Geld.“ (Lesen Sie auch: Wirtschaftskonferenz Merz: Warnt)

    „Ende des klassischen Einkaufsbummels“

    Das spiegeln auch Umfragedaten wider. Bei Bekleidung und Schuhen kaufen bereits 65 Prozent überwiegend online und gehen nur noch selten in den Laden, wie eine repräsentative Erhebung des Instituts Appinio zeigt. Bei Elektronik und Handys liegt der Anteil bei 58 Prozent, bei Haushaltsgeräten und Technik bei 54 Prozent. Junker de Neui sieht ein „Ende des klassischen Einkaufsbummels“ für bestimmte Warengruppen. Für die Umfrage wurden im April 1.000 Menschen zwischen 15 und 65 Jahren befragt.

    Die Ausgaben für Konsumgüter verteilen sich inzwischen fast zu gleichen Teilen auf online und stationär – mit wachsendem Anteil für das Internet. So gaben 50 Prozent an, häufiger online einzukaufen als im Vorjahr, ähnlich viele gleich oft. Was Kunden davon abhält, dies noch öfter zu machen? Am häufigsten genannt werden fehlende Möglichkeiten zum Anfassen und Anprobieren (73 Prozent), komplizierte Retouren (67 Prozent) und zu lange Lieferzeiten (60 Prozent).

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    KI darf helfen, aber nicht entscheiden (Lesen Sie auch: Deutsche Bahn: -Pünktlichkeit im Mai Knapp über…)

    Den stärksten Einfluss auf die Wahl eines Onlineshops hat laut Appinio der günstigste Preis. Wichtig sind den Kunden außerdem Lieferzeit und Verfügbarkeit, Werbeaktionen und Rabatte sowie Bewertungen anderer Kunden. Allerdings vertrauen sechs von zehn Befragten einem KI-Assistenten bereits mehr als einer klassischen Kundenrezension.

    Künstliche Intelligenz spielt beim Onlinekauf eine immer größere Rolle. Konsumenten nutzen sie vor allem zum Sparen. 60 Prozent wünschen sich, dass KI die Preise optimiert. Die Kontrolle abgeben wollen viele jedoch nicht. 60 Prozent lehnen autonome Käufe ab. Auch bei Alltagsprodukten wie Waschmittel will jeder Zweite jede Entscheidung selbst treffen. 

    „Es gab auch Zeiten, da konnte sich niemand vorstellen, Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen“, sagt Expertin Junker de Neui. Sie erwartet, dass die Offenheit der Konsumenten weiter wächst.

    Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Rüstungsindustrie: Rheinmetalls riskanter Expansionskurs)

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  • iPhone-Konzern: Apple siedelt Zentrum für App-Entwickler in Berlin

    iPhone-Konzern: Apple siedelt Zentrum für App-Entwickler in Berlin

    Apples Zentren für App-Entwickler gab es bisher in Asien und am kalifornischen Sitz des Konzerns. Beim ersten Standort in Europa entschied sich der iPhone-Riese für Deutschland.

    apple-4540504.html“ title=“Apple“ class=“taxonomy-entity organization“>Apple wird sein erstes europäisches Zentrum zur Unterstützung von App-Entwicklern in Berlin ansiedeln. Der Standort im Stadtbezirk Mitte soll in diesem Jahr öffnen, wie der iPhone-Konzern ankündigte. Es wird das fünfte Apple Developer Center nach Bengaluru, Shanghai, Singapur und dem Konzernsitz Cupertino. 

    In den Zentren veranstaltet Apple unter anderem Workshops für Programmierer und will ihnen Entwicklerwerkzeuge für Plattformen des Konzerns näherbringen. Apple ist darauf angewiesen, dass die Apps nahtlos quer über verschiedene Geräte des Konzerns wie iPhones, Mac-Computer und iPad-Tablets funktionieren. Zudem ist Apple in einem Betriebssystem-Wettstreit mit der bei Google entwickelten Android-Plattform.

    Quelle: Stern