Die ÖVP gewann die Wahl trotz einem Minus von 3,52 Prozentpunkten. Platz zwei ging an die SPÖ, die drittplatzierte FPÖ verlor ebenfalls
Quelle: eins?ref=rss“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Der Standard


Abelardo de la Espriella schneidet bei der Präsidentschaftswahl überraschend deutlich vor dem Linkskandidaten Iván Cepeda ab. Die Wähler setzen auf eine harte Hand gegen Guerilla und Kriminalität.
Quelle: gewinnt–ersten-wahlgang-in-kolumbien-ld.10009274″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Neue Zürcher Zeitung

Paris Jackson öffnet sich und spricht über ein dunkles Kapitel in ihrem Leben. Die junge Frau hatte mit Drogen- und Alkoholproblemen zu kämpfen. In dieser Zeit wurde sie unausstehlich, wie sie nun ehrlich offenbart.

Es ist ein ungeschönter Einblick in die Welt von Paris Jackson, 28. Die Tochter von Michael Jackson, †50, gesteht offen in dem Podcast „Trying Not To Die“ von Jack Osbourne, 40, wie ihre Alkohol- und Drogensucht ihre Persönlichkeit veränderte. (Lesen Sie auch: Diane Kruger + Norman Reedus: Filmreifes Familienglück!…)
Ursprünglich berichtet von: Gala
Im Gespräch mit dem Sohn von Ozzy Osbourne, †76, erklärt die Schauspielerin offen wie nur selten wie die Erkrankung sie veränderte. So seien einige Verhaltensweisen „wirklich hässlich“ gewesen, die sie damals an den Tag gelegt habe. „Das ist moralisch gesehen wirklich ein abscheuliches Verhalten, denn ich wurde zu Freundlichkeit erzogen – nicht zu Nettigkeit, Nettsein ist mir völlig egal –, sondern zu Freundlichkeit“, führt sie dabei über ihren eigentlichen Charakter aus. „Freundlich sein, den Leuten in die Augen schauen, den Kellner nach seinem Namen fragen, um ihn später auf die Rechnung zu schreiben, einfach Kleinigkeiten, die zeigen, wie man mit Menschen umgeht.“ All das habe sie gelernt und sie habe immer einen „moralischen Kompass“ gehabt – selbst wenn sie „eine Lügnerin, eine Betrügerin, ein Miststück, eine Diebin“ sei. Doch von den positiven Seiten war irgendwann nichts mehr zu erkennen. (Lesen Sie auch: Ralf Schumacher + Étienne Bousquet-Cassagne)
Es sind sehr harte Worte, die sie sich selbst an den Kopf wirft, die jedoch noch tiefer gehen, als sie über ihre Sucht spricht. „Wenn ich trinke, ist der weg der moralische Kompass. Der ist wie weggeblasen, und ich werde zu einem sehr rachsüchtigen Menschen.“ Mit ihrer Offenheit macht sie deutlich, wie sehr Rauschmittel einen verändern können und was es bedeutet, wenn einen die Krankheit völlig einnimmt.
Schon in der Vergangenheit hat sie kein Geheimnis daraus gemacht, wie schlecht es ihr ging. Mit 17 habe Paris Jackson sich erstmals in Behandlung wegen der Sucht begeben. Sie habe jedoch schon vorher gemerkt, dass etwas nicht stimmte. „Ich habe mich sehr lange selbst verletzt, bevor ich überhaupt Alkohol oder Drogen genommen habe […] Schon als Kind hatte ich ein gestörtes Verhältnis zu übermäßigem Essen und zu Essen im Allgemeinen“, erinnert sie sich im Gespräch. (Lesen Sie auch: Phänomen Quot: Das der &;parasozialen)
Erst im Januar sprach die 28-Jährige über ihren heutigen Umgang mit der Sucht. Ihr sei es mittlerweile sehr wichtig, „das Leben so zu nehmen, wie es kommt“. „Nach ein paar Jahren wurde alles sehr, sehr schwer. Es fühlte sich wie eine Ewigkeit an. Und ich hatte nicht mehr die gleichen Überlebensstrategien, die ich sonst benutzt hatte, um damit klarzukommen. Ich musste lernen, das Leben so anzunehmen, wie es ist“, führte sie auf Instagram über ihre Reise im Januar 2026 an. Weiter schrieb sie: „Eine therapieresistente schwere Depression ist echt ätzend. Genauso wie komplexe posttraumatische Belastungsstörung und Zwangsstörung. Wenn du so einen Mist hast oder etwas Ähnliches, bist du nicht allein. Halt durch, und falls dir heute noch niemand gesagt hat, dass er dich liebt: Ich liebe dich.“ Es ist der harte Weg einer jungen Frau, der die ungeschönte Realität sehr ehrlich darlegt.

Verwendete Quellen: Podcast „Trying Not To Die“, instagram.com (Lesen Sie auch: Katy Perry: Sängerin Triumphiert vor Gericht)


Schrecklicher Unfall im US-Bundesstaat Virginia: Ein Bus fuhr nahezu ungebremst in ein Stauende und erfasste mehrere Autos. Besonders tragisch ist das Schicksal einer Familie.

Der Tod einer ganzen Familie macht das Ausmaß der Katastrophe greifbar, die sich auf der Interstate 95 im US-Bundesstaat Virginia abspielte: Ein Ehepaar sowie ihre beiden Kinder waren auf dem Weg zu einer Hochzeit, als ihr Auto in einen schweren Unfall verwickelt wurde. Die Familie stammte aus Massachusetts und wollte nach South Carolina. Die Eltern waren 44 und 45, die Kinder sieben und 14 Jahre alt. (Lesen Sie auch: Kein Transit am Alpen-Pass: Protest und Sperre…)
Ein Reisebus war in den frühen Morgenstunden auf mehrere Fahrzeuge aufgefahren. Der Bus hatte sich offenbar mit hoher Geschwindigkeit einem Stau vor einer Baustelle genähert, ohne rechtzeitig abzubremsen. Die Wucht des Aufpralls löste eine Kettenreaktion aus: Ein SUV wurde gerammt und gegen das Auto der Familie geschleudert, das anschließend Feuer fing.
Für die Eltern und ihre beiden Kinder gab es keine Rettung mehr – eine ganze Familie wurde innerhalb von Sekunden ausgelöscht. Insgesamt gab es bei dem schweren Unfall nach Angaben der Polizei fünf Tote: Eine 25 Jahre alte Frau aus Massachusetts kam ebenfalls ums Leben. Außerdem wurden mehr als 40 Menschen verletzt. (Lesen Sie auch: Frankreich Portugal: In Ausgesetzte)
Unter den Verletzten befindet sich auch der Busfahrer. Gegen den 48-Jährigen wurde bereits Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben, weitere Anklagepunkte sind möglich. Nach bisherigen Erkenntnissen könnte überhöhte Geschwindigkeit eine entscheidende Rolle gespielt haben. Außerdem wird untersucht, ob Faktoren wie Müdigkeit oder mögliche Kommunikationsprobleme eine Rolle gespielt haben.
In dem Bus saßen 34 Passagiere. Einige sagten dem lokalen Sender WAFB, der Fahrer sei rücksichtslos und zu schnell gefahren. Auch nachdem er das erste Fahrzeug gerammt habe, sei der Bus nicht gestoppt. „Es scheint ziemlich klar, dass, falls überhaupt gebremst wurde, die Bremswirkung aufgrund der Geschwindigkeit und der Heftigkeit des Aufpralls minimal war“, sagte einer der Ermittler bei einer Pressekonferenz. (Lesen Sie auch: Platt Snacken: „Kuddelmuddel“ ist Plattdeutsches Wort)
Quellen: AP, WAFB, „Washington Post“

(Lesen Sie auch: Platt Snacken: „Kuddelmuddel“ ist Plattdeutsches Wort)
Ursprünglich berichtet von: Stern


Seit Freitag kann man Vorschläge für das Jugendwort des Jahres einreichen. Online gilt „Mehrzweckeier“ als Favorit. Was dahinter steckt – und was Kanzler Merz damit zu tun hat.

Seit Jahren wählt der Langenscheidt-Verlag das Jugendwort des Jahres. Spätestens seit Susanne Daubner den Sieger mit ernster Miene in der „Tagesschau“ verliest, hat sich online ein Wettbewerb entwickelt, besonders absurde Einträge an die Spitze zu bekommen. Dieses Jahr sollen es die „Mehrzweckeier“ werden. Das dürfte vor allem Bundeskanzler Friedrich Merz wenig gefallen.
Dabei ist die Wahl durchaus ernst gemeint. Mit dem Jugendwort des Jahres soll die Veränderung in der Sprache dokumentiert werden, erklärt der Verlag. Und das mit Erfolg: Die letzten Sieger wie „lost“, „cringe“ und zuletzt „das crazy“ werden tatsächlich von vielen Jugendlichen und Erwachsenen, die es immer noch gerne wären, im Alltag benutzt. Auch bei den Mehrzweckeiern ist das zumindest online der Fall – wenn auch in einem sehr speziellen Kontext. (Lesen Sie auch: Premiumdienste WhatsApp: Neue)
Das auf den ersten Blick sinnfreie Wortgebilde hat nämlich eine Bedeutung, die man zunächst kaum vermuten würde: Es drückt eine Ablehnung der Politik des amtierenden Bundeskanzlers aus. Konkret bezieht es sich auf einen Ausspruch, mit dem ein Schüler bei einer Demo seinen Protest gegen die unter Merz wiedereingeführte Wehrpflicht ausdrückte: „Merz leck Eier“ hatte der 18-Jährige auf ein Plakat geschrieben.
Das rief die Ordnungskräfte auf den Plan. Das Plakat wurde beschlagnahmt, es wurden Ermittlungen wegen „übler Nachrede und Verleumdung gegen Personen des politischen Lebens“ eingeleitet. Schüler, die auf folgenden Demonstrationen aus Solidarität denselben Slogan verwendeten, wurden vorübergehend festgenommen.
Um diesen Ärger zu vermeiden, machte schnell die Verballhornung die Runde. Dass es sich bei den Mehrzweckeiern um einen Bezug auf das Plakat handelt, daraus machen viele der Posts in den sozialen Netzwerken kaum einen Hehl. In Zusammenstellungen von Bildern wird etwa die Vielseitigkeit der Mehrzweckeier gelobt, man könne sie als Türstopper nutzen, zum Aufbocken von Stühlen – oder eben daran lecken. Illustriert wird das Ganze dann mit einer Fotomontage, in der der Kanzler an einem Ei leckt. (Lesen Sie auch: Amazon Angebot: – im Check: Balkonkraftwerk)
Dass die Mehrzweckeier eine echte Chance haben, es auf der Langenscheidt-Liste weit nach oben zu schaffen, liegt an einer Online-Kampagne. Bei der Langenscheidt-Wahl werden zunächst die zehn am häufigsten eingereichten Begriffe vorgestellt, unter denen dann abgestimmt werden kann. Vor allem bei Reddit arbeiten Nutzer fleißig daran, die Neuschöpfung häufig genug einzureichen. „Ich habe meinen Teil getan“, verkündet etwa ein Nutzer unter einem Post, der den Beginn der Einreichung vermeldet.
Dass Reddit-Kampagnen Erfolg haben konnten, zeigte sich schon im Jahr 2000. Die Reddit-Gemeinschaft „ich_iel“ hatte damals den Begriff „Hurensohn“ unter die Top 10 gebracht – weil der Satz „Sprich Deutsch, du Hurensohn“ zum Running Gag geworden war. Der Verlag entschied sich allerdings, den Vorschlag von der Liste zu entfernen.

Auch bei den Mehrzweckeiern könnte das passieren. Bei der Abstimmung muss man bestätigen, keinen beleidigenden, rassistischen oder extremistischen Begriff eingereicht zu haben. Je nach Interpretation könnte Langenscheidt den Begriff als beleidigend bewerten. Auch, wenn er für die meisten vorwiegend für Protest steht. (Lesen Sie auch: Fahrdienstvermittler Uber)
Quellen: Langenscheidt-Abstimmung, Reddit
Ursprünglich berichtet von: Stern


Mary Roos erzählt auf Facebook von einer Zugfahrt, die ein Nachspiel hatte.
Quelle: schlagerstar–feiert-witzige-zugfahrt-6a1c1b1cbf5b78f90d009f75″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Bild

2024 ist „Yellowstone“ nach der fünften Staffel zu Ende gegangen – doch vorbei ist es mit dem von Taylor Sheridan („Tulsa King“) entworfenen Western-Kosmos noch lange nicht. Mit „1883“, „1923“, „Marshals“ und „Dutton Ranch“ sind bereits vier Prequel-Serien erschienen. Und auch im Ansch…
quot-mandalorian/“ title=“"The Mandalorian And Grogu" bricht mit einer 50 Jahre alten Tradition: Das gab es bei einem "Star Wars"-Kinofilm“>filmstarts.de/nachrichten/1000206141.html“>Originalartikel veröffentlicht auf Filmstarts
Quelle: Filmstarts.de

Der sechsmonatige Grundwehrdienst soll nicht verlängert werden, verpflichtende zweimonatige Übungen aber wieder eingeführt werden, schlägt die SPÖ vor. ÖVP pocht auf Verlängerung, Neos auf Stärkung der Miliz
Quelle: quot/“ title=“Phänomen Quot: Das der &;parasozialen“>plan-der-mitte?ref=rss“ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Der Standard

Noch immer werden 90 Prozent aller Ehen in Indien von den Eltern arrangiert. Wer über Freunde und Familie nicht fündig wird, kann sich professionelle Hilfe holen. Zu Besuch bei einer Eheagentur.
Quelle: liebe-in-indien-eine-ehe-ist-eine-verbindung-zwischen-zwei-familien-sagt-der-heiratsvermittler-ld.1916932″ target=“_blank“ rel=“nofollow“>Neue Zürcher Zeitung

Ralf Schumacher hat am Samstag in Saint-Tropez seinen Verlobten Étienne Bousquet-Cassagne geheiratet.

Ex-Formel-1-Pilot Ralf Schumacher, 50, und sein Verlobter Étienne Bousquet-Cassagne, 36, haben am Samstagnachmittag in Saint-Tropez geheiratet. Um 17:18 Uhr betraten die beiden laut „Bild“-Zeitung im identischen dunkelblauen Anzug mit weißem Hemd und hellblauer Krawatte das Rathaus der südfranzösischen Stadt. Kameraleute des Bezahlsenders Sky begleiteten das Paar, das dort in der Dokumentation „Ralf und Étienne – Wir sagen Ja“ zu sehen ist. (Lesen Sie auch: Phänomen Quot: Das der &;parasozialen)
Unter den Geladenen befand sich laut „Bild“ auch Peter Hardenacke, 50, Sky-Formel-1-Experte und Ralf Schumachers Kollege. Hardenacke ließ keinen Zweifel daran, wie er die Verbindung einschätzt. Gegenüber der Zeitung sagte er: „Ich freue mich für ihn, ich wünsche ihm alles Glück der Welt. Ich glaube, er hat den richtigen Partner gefunden.“
Gegen 18 Uhr sollen Ralf Schumacher und Étienne Bousquet-Cassagne das Rathaus durch den Hinterausgang verlassen haben. Anschließend soll das frisch vermählte Paar standesgemäß mit einem Luxusmotorboot zur eigentlichen Feier in ein Restaurant gefahren sein. (Lesen Sie auch: Katy Perry: Sängerin Triumphiert vor Gericht)
Auf dem Weg zur Hochzeit nimmt das Paar seine Fans in der Sky Original Doku-Follow „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“ mit. Ab dem 21. Mai starteten die Folgen bei Sky und Wow, die letzte Episode begleitet sie an ihrem großen Tag und ist ab dem 6. Juni zu sehen.
Kennengelernt haben sich der ehemalige Rennfahrer und der französische Geschäftsmann in Monaco. Dort tauschten die beiden ihre Handynummern aus, wie Bousquet-Cassagne in der Doku erzählte. Seit 2022 sind sie ein Paar. In der zweiten Folge besuchten sie gemeinsam das Luxushotel, in dem später ihr erstes Date stattfand – und erinnerten sich an die Anfänge ihrer Beziehung. (Lesen Sie auch: Michael Naseband: Ehefrau Tanja (†46) „ist in…)
„Ich war verliebt auf den ersten Blick“, erzählte Ralf Schumachers Partner strahlend. „Bei mir hat’s etwas länger gedauert“, erwiderte Ralf. Étienne erinnerte sich, dass er zunächst mehrfach vergeblich versucht habe, Kontakt aufzunehmen: „Ich habe ihm zwei, drei, nein, fünf Nachrichten geschickt, aber nie eine Antwort bekommen.“ Einige Monate später meldete sich Ralf schließlich doch – und aus den beiden wurde ein Paar. Im Juli 2024 machte Schumacher die Beziehung öffentlich, verbunden mit seinem Coming-out.

Verwendete Quelle: bild.de (Lesen Sie auch: Michael Naseband: Ehefrau Tanja (†46) „ist in…)
Ursprünglich berichtet von: Gala


Vor der Sperre des Alpenpasses herrschte Alarmstimmung: Verkehrskollaps, Chaos, Stillstand. Nichts wurde wahr. Am Brenner selbst wurde lautstark gegen die Verkehrsflut demonstriert.

Das befürchtete Verkehrschaos wegen der Sperre des Brenners ist ausgeblieben. Vor, während und danach kam es nach Angaben der Behörden zu keinen größeren Störungen. „Es ist überraschend ruhig. Es ist ein normaler Sonntag“, sagte Alexander Holzedl vom Autobahnbetreiber Asfinag. „Es sieht sehr, sehr gut aus“, so ein Sprecher des österreichischen Autofahrerclubs ÖAMTC. Die Urlauber hätten sich offenbar gut auf die Brenner-Sperre eingestellt.
Auch auf den bayerischen Zufahrtsstrecken und in Italien floss der Verkehr. Die Polizei in Tirol wies nach eigenen Angaben während der Sperre 219 Lkw zurück, die über den Pass wollten.
Anlass der Blockade am Samstag von 11 Uhr bis 19 Uhr war eine Demonstration auf der Brenner-Autobahn. Laut Polizei protestierten mehrere Tausend Menschen gegen die seit Jahrzehnten steigende Verkehrsflut.
Bürgermeister: Mit der Geduld am Ende (Lesen Sie auch: Frankreich Portugal: In Ausgesetzte)
„So kann es einfach nicht mehr weitergehen“, sagte Karl Mühlsteiger als Initiator der Demonstration. Die Schmerzgrenze der Bevölkerung im Wipptal sei erreicht. „Wir kollabieren mittlerweile unter den extremen Abgasen“, sagte Mühlsteiger, der auch der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner ist. Zu den Forderungen der Demonstranten zählt ein erweiterter Lärmschutz und die Verlagerung des Schwerverkehrs auf die Schiene. „Das geht heute in die Geschichte Tirols ein“, meinte Mühlsteiger – und kündigte an, dass die Bevölkerung auch nach diesem Aktionstag nicht ruhen werde.
Kritik der Demonstranten auch an Deutschland
Fast 11 Millionen Autos und rund 2,5 Millionen Lastwagen haben 2025 laut Autobahnbetreiber Asfinag die mautpflichtige Autobahn benutzt. Damit ist die Strecke die verkehrsreichste Nord-Süd-Verbindung der Alpen. Nach Berechnungen des Ökologie- und Verkehrsverbands VCÖ fuhren vergangenes Jahr fast dreimal so viele Lkw über den Brenner wie über alle Alpen-Transitstrecken der Schweiz.
Bürgermeister: Historischer Tag (Lesen Sie auch: Platt Snacken: „Kuddelmuddel“ ist Plattdeutsches Wort)
Unter den Gewinnern des Protesttags waren Hunderte Radfahrer, die den 1.370 Meter hohen Pass dieses Mal ohne lästigen Autoverkehr bewältigten. Und auch die Café-Betreiberin Zsuzsanna Kornyik strahlte übers ganze Gesicht. Selten habe ihr die Arbeit so Spaß gemacht. „Es ist sehr angenehm. Sonst muss ich oft lange warten, bis ich die Gäste auf der anderen Straßenseite bedienen kann“, sagt die 48-Jährige, die seit 20 Jahren Lokale auf der Passhöhe betreibt. Normalerweise rauscht Auto an Auto an ihrem Café am Brenner vorbei. An diesem Samstag aber ist alles anders.
Minister: 150 Millionen Euro für Lärmschutz
Österreichs Verkehrsminister Peter Hanke (SPÖ) verwies in einer Stellungnahme nach Ende der Demonstration darauf, dass in den kommenden Jahren rund 150 Millionen Euro in den Lärmschutz entlang des Brennerkorridors investiert würden. Zugleich bleibe der Verkehr am Brenner eine europäische Herausforderung, die langfristig nur im Dialog mit den Nachbarstaaten Deutschland und Italien gelöst werden könne, betonte der Minister.
Tirols Ministerpräsident Anton Mattle (ÖVP) wandte sich an die Regierungen in Italien und Deutschland sowie die EU. „Berlin, Rom und Brüssel müssen einsehen, dass der Brennerkorridor nicht einfach nur ein Verkehrsweg, sondern ein wichtiger Lebensraum ist.“ Mattle forderte eine Korridormaut, ein intelligentes Verkehrsmanagementsystem und die Verlagerung auf die Schiene.
Zukunftshoffnung: Brennerbasistunnel (Lesen Sie auch: Platt Snacken: „Kuddelmuddel“ ist Plattdeutsches Wort)

Eine Jahrhundertbauwerk – der 64 Kilometer lange Brennerbasistunnel – soll einmal für eine sehr attraktive Eisenbahn-Verbindung nach Italien sorgen. Nach der für 2032 geplanten Fertigstellung des Tunnels wird die Fahrzeit um rund 60 Minuten im Vergleich zu heute verkürzt.
Es ist allerdings wegen Problemen beim Bahn-Zulauf auf deutscher Seite damit zu rechnen, dass der Tunnel anfangs nicht mit voller Kapazität betrieben wird.
Für die 15.000 Bewohner des Wipptals bedeutete die achtstündige Komplettsperre einen Vorgeschmack auf erhoffte stillere Zeiten. Wo sonst ununterbrochen die Motoren lärmen, herrschte oftmals völlige Ruhe. Für die Menschen mag es wie eine Zeitreise gewesen sein – in die Jahre ohne Tourismusboom und unentwegt dröhnender Lastwagen, die die Lieferketten lückenlos bedienen.
Gericht machte Bahn für Demonstration frei
Bisherige Demonstrations-Versuche waren wegen eines drohenden Verkehrskollapses nicht genehmigt worden. Das Landesverwaltungsgericht Tirol meinte diesmal dagegen: „Eine Untersagung der Demonstration gegen eine hohe Verkehrsbelastung mit einer hohen Verkehrsbelastung zu begründen, führt im Grunde die Versammlungsfreiheit ad absurdum“, so der Richterspruch. (Lesen Sie auch: Frühere Monarchin: Dänische Königin Margrethe II. aus…)
Im österreichischen Bundesland Tirol wird bald eine weitere wichtige Alpenroute kurzzeitig wegen Demonstrationen gesperrt. Der Fernpass ist am 27. Juni von 10.00 bis 12.00 Uhr nicht befahrbar, wie die Tiroler Landesregierung mitteilte. Der Termin fällt mit dem Ferienbeginn in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland zusammen.
„Wir hoffen, dass von den Kundgebungen keine Signalwirkung ausgeht“, sagte eine Sprecherin des ADAC Südbayern. Weder die Erlaubnis der Kundgebung am Brenner noch die am Fernpass könnten als Blaupause für andere Vorhaben gesehen werden, da Genehmigungen von Demonstrationen immer Einzelfallentscheidungen seien. „Stand jetzt rechnen wir nicht damit, dass es regelmäßig zu solchen Situationen kommen wird“, so die Sprecherin.
Streit mit Italien
Wie es beim Transit weitergeht, wird auch vor Gericht entschieden. Italien will eine Aufweichung der Tiroler Maßnahmen gegen den Lkw-Verkehr, wie Nacht- und Wochenendfahrverbote sowie Blockabfertigung. Rom hat vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) geklagt, weil Umweltargumente den Waren- und Personenverkehr über die Alpenroute nicht unverhältnismäßig einschränken dürften. Am 16. Juli könnte mit dem Schlussantrag des EuGH-Generalanwalts Campos Sánchez-Bordona eine Vorentscheidung fallen. Mit einem Urteil wird für den Herbst oder Anfang 2027 gerechnet.
Ursprünglich berichtet von: Stern
