Eingewanderte Tierarten: Goldschakal Erobert Österreich

Waschbären auf dem Dachboden, eine Schleimspur im Salatbeet – in Österreich sind einige Tiere heimisch geworden, die ursprünglich nicht hier vorkamen. Diese sogenannten invasiven Arten finden hierzulande ideale Lebensbedingungen und können die heimischen Ökosysteme beeinträchtigen. Eingewanderte Tierarten konkurrieren mit heimischen Arten um Nahrung und Lebensraum oder fressen diese sogar.

Eingewanderte Tierarten: Der Goldschakal breitet sich aus
Der Goldschakal, der Wolf und Fuchs ähnelt, breitet sich laut dem deutschen Wildtierexperten Felix Böcker von der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg auch in Österreich aus. Erstmals 1997 nachgewiesen, haben die Tiere hierzulande bereits Nachwuchs gezeugt. Da sie unter Schutz stehen, dürfen sie nicht gejagt werden. Ob sie Schaden anrichten, ist laut Geo.de noch unklar. Goldschakale jagen vor allem kleine und mittelgroße Säugetiere. (Lesen Sie auch: Heißluftballon Texas: Insassen in 280 Metern Höhe…)
Die wichtigsten Fakten
- Invasive Arten können heimische Ökosysteme gefährden.
- Der Goldschakal breitet sich in Österreich aus, ist aber geschützt.
- Riesen-Zecken sind potenzielle Krankheitsüberträger.
- Es gibt Programme zur Regelung des Umgangs mit invasiven Arten.
Riesen-Zecken auf dem Vormarsch?
Weniger harmlos ist eine andere eingewanderte Art: die Riesen-Zecke. Vereinzelte Exemplare der Hyalomma-Zecke werden auch in Österreich gefunden, eine flächendeckende Verbreitung gibt es aber noch nicht. Anders sieht es in der italienischen Provinz Triest aus, wo sich diese potenziellen Krankheitsüberträger bereits angesiedelt haben. Wie Welt.de berichtet, können diese Zecken gefährliche Krankheiten übertragen.
Wie gefährlich sind eingewanderte Tierarten für heimische Ökosysteme?
Manche neu eingeschleppte Arten – beispielsweise Insekten – können giftig sein oder Ernten bedrohen. Dies stellt ein Problem dar, das weltweit Beachtung findet. Es gibt internationale Programme, die den Umgang mit invasiven Arten regeln, beispielsweise auf europäischer Ebene. Laut Peta.de ist es wichtig, die Ausbreitung invasiver Arten zu kontrollieren, um das ökologische Gleichgewicht zu schützen.
In Österreich ist das Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus (BMLRT) für den Umgang mit invasiven Arten zuständig. Es arbeitet eng mit den Bundesländern zusammen, um Maßnahmen zur Kontrolle und Eindämmung zu koordinieren.
Der Japankäfer: Eine Gefahr für die Landwirtschaft?
Der Japankäfer (Popillia japonica) ist eine weitere Art, die in Europa zunehmend Probleme verursacht. Ursprünglich aus Japan stammend, wurde er in den USA und später in Europa eingeschleppt. Seine Larven fressen an den Wurzeln von Gräsern und Kulturpflanzen, während die Käfer selbst Blätter, Blüten und Früchte befallen. Dies kann zu erheblichen Schäden in der Landwirtschaft und im Gartenbau führen. Maßnahmen zur Bekämpfung des Japankäfers sind oft schwierig und aufwändig.
Was sind die Folgen für Österreich?
Die Ausbreitung eingewanderter Tierarten stellt Österreich vor Herausforderungen. Es gilt, die Auswirkungen auf die heimische Flora und Fauna zu minimieren und Schäden in der Landwirtschaft zu verhindern. Frühzeitige Erkennung und Bekämpfung sind entscheidend, um die heimischen Ökosysteme zu schützen. Die Tagesschau.de berichtet regelmäßig über die Herausforderungen, die durch invasive Arten entstehen.

Dieser Artikel basiert auf einer Meldung von: Stern
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