Lufthansa 100 Jahre: Ns-Vergangenheit und Globaler Aufstieg

Lufthansa 100 Jahre: Vom NS-System zum globalen Player
Die Lufthansa feiert 100 Jahre. Doch wer steckt hinter der Airline, die einst durch Enteignung entstand und nach dem Zweiten Weltkrieg neu aufgebaut wurde? Wie gelang der Aufstieg zu einem globalen Player, der durch die Corona-Pandemie fast zusammenbrach?

Die wichtigsten Fakten
- Gründung 1926 unter politischem Druck durch Fusion zweier Fluggesellschaften.
- Verstrickung in das NS-System führte 1945 zum Verbot durch die Siegermächte.
- Neugründung nach dem Krieg und Wiederaufstieg mit staatlicher Unterstützung.
- Lange Zeit ablehnende Haltung gegenüber Frauen im Cockpit.
- Technologischer Fortschritt als Erfolgsfaktor.
| Event | Ergebnis | Datum | Ort | Schlüsselmomente |
|---|---|---|---|---|
| Lufthansa Gründung | Fusion zweier Airlines | 1926 | Deutschland | Politische Einflussnahme, Enteignung |
Die Anfänge: Enteignung und NS-Verstrickung
Die Geschichte der Lufthansa begann 1926 unter keinem guten Stern. Die Reichsregierung forcierte die Fusion der beiden damals erfolgreichsten Fluggesellschaften, um eine staatliche Fluglinie zu schaffen und die hohen Subventionen zu bündeln. Die Eigentümer wurden enteignet, wie Stern berichtet. Von Beginn an waren spätere NS-Größen wie Erhard Milch, der später den Aufbau der Luftwaffe verantwortete, im Vorstand der Luft Hansa AG vertreten.
Erhard Milch war eine Schlüsselfigur im NS-Regime und maßgeblich am Aufbau der Luftwaffe beteiligt. Seine Rolle im Vorstand der Lufthansa in den Anfangsjahren verdeutlicht die enge Verflechtung zwischen der Fluggesellschaft und dem NS-System. (Lesen Sie auch: Elektronische Parkscheibe: Wann ist Sie Wirklich erlaubt?)
Das Verbot und die Neugeburt
Die tiefe Verstrickung der Lufthansa in das NS-System führte 1945 dazu, dass die Siegermächte die Fluggesellschaft als paramilitärische Organisation einstuften und verboten. Nach dem Krieg erwarb eine Firma namens „Luftag“ die Markenrechte und benannte sich in Deutsche Lufthansa um. Es entstand sogar kurzzeitig eine Lufthansa-Ost, die sich nach einem Rechtsstreit in Interflug umbenannte.
Der Wiederaufstieg mit Boeing und staatlicher Hilfe
Mit dem Staat als Haupteigentümer, der 90 Prozent der Anteile besaß, kämpfte sich die Lufthansa zurück in den europäischen Markt. Der Einsatz der Boeing 707 ab 1960 markierte den Beginn eines steilen Aufstiegs. Sinkende Ticketpreise und steigende Passagierzahlen machten die Lufthansa zu einem globalen Player. Das Wort „Lufthansa“ wurde zu einem Synonym für „Made-in-Germany“.
Wie lange wehrte sich die Lufthansa gegen Frauen im Cockpit?
In Sachen Gleichberechtigung hinkte die Lufthansa lange hinterher. Anfangs durften Stewardessen nicht verheiratet sein. In den 1970er Jahren wurden die Miniröcke so kurz, dass sie sich ungewollt entblößten, wenn sie sich zu den Gepäckfächern hochreckten. Erst 1988 flogen die ersten beiden Co-Pilotinnen auf Inlandsflügen. (Lesen Sie auch: Happy Easter 2026: Datum, Hintergründe und Traditionen)
Die ersten beiden Co-Pilotinnen der Lufthansa starteten erst 1988 auf Inlandsflügen. Dies zeigt, dass die Fluggesellschaft im Vergleich zu anderen Unternehmen lange Zeit eine konservative Haltung gegenüber Frauen in Führungspositionen einnahm.
Technologischer Fortschritt als Erfolgsfaktor
Technisch war die Lufthansa dagegen stets weit vorn. Sie setzte früh auf moderne Flugzeuge und innovative Technologien, was zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit beitrug. Der Einsatz der Boeing 707 war ein entscheidender Schritt für den Aufstieg der Airline.
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Lufthansa hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Vom NS-System über das Verbot bis hin zum globalen Player hat die Airline viele Höhen und Tiefen erlebt. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie haben gezeigt, wie fragil der Erfolg sein kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Lufthansa in Zukunft positionieren wird. (Lesen Sie auch: iPhone Tipps und Tricks: Geheime Gesten für…)

Häufig gestellte Fragen
Wann wurde die Lufthansa gegründet?
Die Lufthansa wurde im Jahr 1926 durch die Fusion von zwei bestehenden Fluggesellschaften gegründet. Diese Fusion wurde von der damaligen Reichsregierung forciert, um eine starke, staatliche Fluglinie zu schaffen.
Warum wurde die Lufthansa nach dem Zweiten Weltkrieg verboten?
Die Lufthansa wurde nach dem Zweiten Weltkrieg von den Alliierten verboten, da sie als paramilitärische Organisation eingestuft wurde. Dies lag an ihrer engen Verstrickung mit dem NS-Regime und ihrer Rolle während des Krieges.
Welche Flugzeugtypen trugen zum Aufstieg der Lufthansa bei?
Der Einsatz der Boeing 707 ab dem Jahr 1960 war ein entscheidender Faktor für den Aufstieg der Lufthansa. Dieses Flugzeug ermöglichte es der Airline, kostengünstiger zu fliegen und neue internationale Routen zu erschließen. (Lesen Sie auch: Uffizien Hackerangriff: Alarmsignal für Museen Weltweit)
Wie stark war der Staat an der Lufthansa beteiligt?
Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Staat mit 90 Prozent der Anteile Haupteigentümer der Lufthansa. Diese staatliche Unterstützung trug maßgeblich zum Wiederaufbau und zur Etablierung der Fluggesellschaft bei.


