Janosch wird 95: So sieht das private Leben von Janosch und Ehefrau Ines auf Teneriffa

Der sensible Kinderbuchautor und Illustrator Janosch feiert seinen 95. Geburtstag. Wie der aussieht und wie Horst Eckert, so heißt er eigentlich, mit Ehefrau Ines auf Teneriffa lebt: GALA hat sich auf Spurensuche begeben.
Mit Figuren wie dem kleinen Tiger, dem kleinen Bären, der Tigerente und Günter Kastenfrosch hat Janosch die Kindheit von etlichen Menschen verzaubert. Und das seit über 50 Jahren. Am Mittwoch, 11. März 2026, feiert der einfühlsame und beliebte Kinderbuchautor sowie Illustrator, der mit echtem Namen Horst Eckert heißt, seinen 95. Geburtstag.
Janosch feiert 95. Geburtstag in „Ruhe“ mit Ehefrau Ines auf Teneriffa
Eine große Party wird einer der erfolgreichsten Autor:innen des 20. sowie 21. Jahrhunderts, der über 300 Werke veröffentlicht haben soll, aber nicht veranstalten. Janosch wolle „seine Ruhe haben“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP laut „Spiegel“ die Janosch-Gesellschaft. Vermutlich wird er mit seiner Ehefrau Ines Eckert die abgelegene Stille auf Teneriffa genießen.
Seit mittlerweile über 40 Jahren lebt der Autor der erfolgreichen Kinderbücher „Oh wie schön ist Panama“, „Post für den Tiger“ und „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ mittlerweile auf der spanischen Urlaubsinsel. Er bewohnt dort mit seiner Lebensgefährtin seit einigen Jahren ein recht einfaches Haus, das – wie passend – zurückgezogen in den Bergen des Hinterlandes von Teneriffa liegt.
© Teutopress
Das liebt Ines an ihrem Janosch
Mit Ines Eckert ist Janosch seit 1980 liiert. Doch erst 2013 heiratete das Paar, wird in der „Lebenslinien“-Biografie „Janosch – ja ist gut, nein ist gut“ des „Bayerischen Rundfunks“ im Jahr 2009 berichtet. Da kam auch Ines selbst zu Wort. Sie erinnerte sich an die Liebesanfänge und erzählte:
Ich fühlte mich ihm irgendwie sehr nah, schon von Anfang an. Da er auch so einfach ist.
Über Janoschs Charakter sagt Ines weiter: „Ich empfinde ihn nicht als verschrobenen Künstler mit irgendwelchen Macken“. Das gefalle ihr.
Das Ehepaar setzt sich für den Tierschutz ein
Zunächst hätten Ines Eckert und der ursprünglich aus Oberschlesien stammende Kinderbuchautor in getrennten Wohnungen gelebt, bis sie später zusammengezogen seien und nie wieder getrennt wurden. Mit Ines hat Janosch auch die Stiftung Canarina gegründet, die sich „für den Schutz und Erhalt der Umwelt und den Tierschutz auf den Kanarischen Inseln einsetzt“, heißt es auf der dazugehörigen Webseite.
© fundacioncanarina.org
Skurrile Geschichte über die Entstehung seines Künstlernamens
Im „Lebenslinien“-Porträt gewährt Janosch nicht nur seltene Einblicke in sein Privatleben und erzählt von seinen Reisen nach Mexiko und Ibiza, sondern erinnert sich auch an die skurrile Anekdote, wie er zu seinem Künstlernamen kam.
Das sei tatsächlich durch eine Verwechslung passiert. Denn sein erster Verleger dachte, ein Mann namens Janosch sei bei ihm angemeldet gewesen. „Auf den hat er gewartet, aber dann kam ich“, erinnert sich der Kinderbuchautor in der BR-Biografie von 2009. Der Verleger habe dann gesagt: „Jetzt heißt du so, das ist egal“.
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Janosch erschafft Tigerentenwelt als Trotzreaktion auf schlimme Kindheit
Und noch heute, 66 Jahre nach seinem ersten Kinderbuch „Die Geschichte von Valek dem Pferd“ lieben Klein wie Groß die zauberhaften Janosch-Geschichten. Eine heile Welt, die der Illustrator als Trotzreaktion auf seine schlimme Kindheit geschaffen hatte. Denn Janosch war wütend, berichtete er in der „Lebenslinien“-Biografie des BR.
Darin schilderte er die „Quälerei in der Hitlerjugend“, außerdem seien seine Eltern, die beide tranken, ihm gegenüber gewalttätig gewesen. Nach den furchtbaren Erlebnissen wollte Janosch „ein Kitschbuch“ machen. „Es muss ein Kuschelbär dabei sein und der Bär muss eine Reise machen und er muss einen Freund haben“, betonte er. Und genau in diese heile Welt tauchen weiterhin Leser:innen von 0 bis 99 ab. Denn Janosch ist für jeden da.
Verwendete Quellen: spiegel.de, „Lebenslinien“-Porträt: „Janosch – ja ist gut, nein ist gut“ des „Bayerischen Rundfunks“, abgerufen unter: youtube.com, fundacioncanarina.org, ndr.de
Quelle: Gala


