Zug erfasst Auto an Bahnübergang in St. Margrethen

Am Donnerstagmittag ereignete sich in St. Margrethen in der Schweiz ein Unfall an einem Bahnübergang. Ein Auto wurde zwischen den sich schließenden Schranken eingeschlossen und von einem Zug erfasst. Glücklicherweise konnten der 62-jährige Fahrer und seine zwei Mitfahrer das Fahrzeug rechtzeitig verlassen, bevor der Zug das Auto touchierte. Der Vorfall ereignete sich an der Grenzstrasse in der Nähe der Vorarlberger Grenze.

Hintergrund zum Thema Bahnübergangssicherheit
Bahnübergänge stellen neuralgische Punkte im Schienenverkehr dar. Sie sind Schnittstellen zwischen Straßen- und Schienenverkehr und bergen ein hohes Unfallrisiko. Umso wichtiger sind funktionierende Sicherheitseinrichtungen und das korrekte Verhalten aller Verkehrsteilnehmer. Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB setzen auf ein mehrstufiges System, um die Sicherheit an Bahnübergängen zu gewährleisten. Dazu gehören:
- Technische Sicherungssysteme wie Schranken, Lichtzeichen und akustische Signale
- Regelmäßige Wartung und Überprüfung der Anlagen
- Aufklärungskampagnen für Verkehrsteilnehmer
Trotz dieser Maßnahmen kommt es immer wieder zu Unfällen, oft aufgrund menschlichen Versagens. Die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle SUST untersucht solche Vorfälle, um die Ursachen zu ermitteln und Empfehlungen zur Verbesserung der Sicherheit auszusprechen. (Lesen Sie auch: Jörg Hartmann im "Tatort": Lotto-Chico bekommt Gastrolle)
Der Unfall in St. Margrethen im Detail
Der Unfall ereignete sich am 13. März 2026 gegen 12:50 Uhr an einem Bahnübergang in St. Margrethen. Ein 62-jähriger Autofahrer befuhr mit seinem Wagen die Grenzstrasse in Richtung Rheinstrasse, als sich die Schranken senkten und sein Fahrzeug auf den Gleisen blockierten. Laut Solothurner Zeitung konnten der Fahrer und seine Mitfahrer das Auto verlassen und sich in Sicherheit bringen. Ein aus St. Gallen kommender Zug leitete eine Notbremsung ein, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern. Der Zug streifte das Auto, wodurch Sachschaden entstand. Die Höhe des Schadens ist noch unbekannt.
Die Kantonspolizei St. Gallen und Sachverständige der SBB nahmen den Unfall auf. Während der Unfallaufnahme war der Bahnbetrieb eingeschränkt.
Reaktionen und Verhaltenstipps
Die Kantonspolizei St. Gallen rät Autofahrern, in solchen Situationen die Schranken zu durchfahren. Diese verfügen über Sollbruchstellen und können durchbrochen werden. Auch die ÖBB appellieren zur Durchfahrt. „Wenn Autofahrer von Schranken eingesperrt sind „hilft nur noch: Gas geben!“, so die ÖBB. Die Schrankenbäume sind so konstruiert, dass sie nachgeben. (Lesen Sie auch: Kölner Treff: Wer sind die Gäste in…)
Der Vorfall in St. Margrethen erinnert an einen ähnlichen Fall in Vorarlberg. Auch dort prallte ein Zug gegen ein Auto, das auf einem Bahnübergang stecken geblieben war. Glücklicherweise wurde auch in diesem Fall niemand verletzt, wie vorarlberg.ORF.at berichtet.
Bahnübergang: Was bedeutet das für die Zukunft?
Derartige Vorfälle verdeutlichen die Notwendigkeit, die Sicherheit an Bahnübergängen weiter zu verbessern. Neben technischen Maßnahmen spielen auch die Sensibilisierung und Schulung der Verkehrsteilnehmer eine wichtige Rolle. Autofahrer müssen sich der Gefahren bewusst sein und im Ernstfall richtig reagieren. Die Empfehlung, die Schranken notfalls zu durchbrechen, sollte daher verstärkt kommuniziert werden. Auch die regelmäßige Überprüfung und Wartung der Bahnübergänge ist entscheidend, um technische Defekte frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

Schweizer Bahnübergänge im Vergleich
Die Schweiz verfügt über ein dichtes Bahnnetz. Daraus resultiert eine hohe Anzahl von Bahnübergängen. Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht über die verschiedenen Arten von Bahnübergängen und deren Sicherungsmaßnahmen: (Lesen Sie auch: Stefan Raab: TV-Comeback mit Barbara Schöneberger bei…)
| Art des Bahnübergangs | Sicherungsmaßnahme | Anzahl |
|---|---|---|
| Nicht technisch gesicherte Bahnübergänge | Andreaskreuze | ca. 300 |
| Technisch gesicherte Bahnübergänge mit Lichtzeichen | Lichtzeichen | ca. 500 |
| Technisch gesicherte Bahnübergänge mit Schranken | Schranken | ca. 1200 |
Häufig gestellte Fragen zu bahnübergang
Häufig gestellte Fragen zu bahnübergang
Was soll ich tun, wenn ich an einem Bahnübergang von sich schließenden Schranken eingeschlossen werde?
In diesem Fall ist es ratsam, die Schranke mit dem Auto zu durchbrechen. Die Schranken sind so konstruiert, dass sie an Sollbruchstellen nachgeben. Dies ist sicherer, als im Gefahrenbereich zu verharren und auf einen Zug zu warten.
Welche Rolle spielt die Sichtweite an einem Bahnübergang für die Sicherheit?
Eine freie Sicht auf die Strecke ist entscheidend. Bewuchs oder parkende Fahrzeuge können die Sicht behindern und das Risiko von Unfällen erhöhen. Daher ist es wichtig, dass die Bereiche um Bahnübergänge freigehalten werden, um eine optimale Sicht zu gewährleisten.
Wie oft werden Bahnübergänge in der Schweiz auf ihre Sicherheit überprüft?
Die SBB führt regelmäßige Kontrollen und Wartungsarbeiten an allen Bahnübergängen durch. Die genauen Intervalle hängen von der Art des Bahnübergangs und der Frequentierung ab. Ziel ist es, technische Defekte frühzeitig zu erkennen und die Funktionsfähigkeit der Sicherheitseinrichtungen zu gewährleisten. (Lesen Sie auch: Cate Blanchett: Die Karriere einer Ikone –…)
Was sind die häufigsten Ursachen für Unfälle an Bahnübergängen?
Die häufigsten Ursachen sind menschliches Fehlverhalten, wie Unaufmerksamkeit, Missachtung von Signalen oder das Unterschätzen der Geschwindigkeit eines Zuges. Auch technische Defekte an den Sicherungseinrichtungen können zu Unfällen führen, sind aber seltener.
Gibt es Bestrebungen, Bahnübergänge in der Schweiz zu reduzieren oder aufzulösen?
Ja, die SBB und der Bund verfolgen das Ziel, die Anzahl der Bahnübergänge langfristig zu reduzieren. Dies geschieht durch den Bau von Über- oder Unterführungen oder die Zusammenlegung von Wegen. Dadurch soll die Sicherheit erhöht und der Verkehrsfluss verbessert werden.
Weitere Informationen zum Thema Bahnübergang und Sicherheit finden Sie auf der Webseite der SBB.



