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Drogenskandal im Münchner Fußball: Kicker unter falschem

Hannes Nagel Hannes Nagel 18. März 2026 4 Min. Lesezeit 323 Aufrufe 0

Ein handfester Skandal erschüttert den Münchner Amateurfußball: Ein 34-jähriger Kicker der SpVgg Haidhausen soll nicht nur unter falschem Namen gespielt, sondern auch kiloweise Drogen verkauft haben. Die Enthüllungen könnten für den Verein schwerwiegende Konsequenzen haben.

Symbolbild zum Thema Kicker
Symbolbild: Kicker (Bild: Picsum)

Hintergrund: Die SpVgg Haidhausen und ihr Top-Torjäger

Die SpVgg 1906 Haidhausen ist ein traditionsreicher Fußballverein aus dem gleichnamigen Münchner Stadtteil. In der Kreisliga 3 kämpft die Mannschaft um den Aufstieg. Ein wichtiger Baustein für den Erfolg war zuletzt Mateo V., ein 34-jähriger Stürmer, der in 14 Spielen neun Tore erzielte. Doch nun stellt sich heraus: Mateo V. ist offenbar nicht der, der er vorgibt zu sein.

Aktuelle Entwicklung: Verhaftung und Drogenfund

Anfang Dezember 2025 wurde der Kicker in Sendling verhaftet, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Die Ermittler werfen ihm vor, in großem Stil mit Drogen gehandelt zu haben. Er soll unter falschem Namen einen gefälschten Ausweis genutzt haben, um sich 2018 bei der SpVgg Haidhausen anzumelden. (Lesen Sie auch: Gala Liverpool: unter Zugzwang: -Spiel als letzte…)

Wie die Bild-Zeitung schreibt, soll der wahre Name des Spielers Nico sein. Die Polizei kam ihm auf die Schliche und fand Rauschgift in seiner Wohnung.

Mögliche Konsequenzen für den Verein

Dem Tabellenführer der Kreisliga 3 droht nun ein heftiger Punktabzug. Da Mateo V. nicht spielberechtigt war, könnten alle Spiele, in denen er eingesetzt wurde, als verloren gewertet werden. Das wären insgesamt 27 Punkte. „Wir wussten von nichts“, beteuert Giuseppe Scialdone, der Vorstand der SpVgg 1906 Haidhausen, gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Der Verein hofft nun auf eine faire Lösung.

Reaktionen und Stimmen

In der Münchner Fußballszene ist der Schock groß. Ein ehemaliger Gegenspieler beschreibt den 34-Jährigen gegenüber WEB.DE als „unscheinbaren Typen“, der jedoch ein extrem guter Fußballer sei. Er sei in der Münchner Fußball-Community bestens bekannt gewesen, da er bereits für mehrere Vereine gespielt habe. (Lesen Sie auch: Barselona – Newcastle United: Barcelona)

Kicker als Drogendealer: Was bedeutet das für den Amateurfußball?

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseiten des Amateurfußballs. Er zeigt, wie Kriminelle versuchen könnten, Vereine für ihre Zwecke zu missbrauchen. Es stellt sich die Frage, wie Vereine sich besser vor solchen Machenschaften schützen können. Der Fall SpVgg Haidhausen dürfte in Zukunft jedenfalls für erhöhte Aufmerksamkeit bei der Registrierung neuer Spieler sorgen.

Ausblick

Die Ermittlungen gegen den Kicker dauern an.Klar ist aber schon jetzt: Der Verein wird Zeit brauchen, um diesen Schock zu verarbeiten. Die SpVgg Haidhausen selbst hat angekündigt, die Vorfälle intern aufarbeiten zu wollen. Wie genau das geschehen soll, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Rolle des DFB

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat sich bislang noch nicht offiziell zu dem Fall geäußert. Es wird erwartet, dass der Verband die Ermittlungen aufmerksam verfolgen und gegebenenfalls Konsequenzen für den Verein ziehen wird. Der DFB hat in den vergangenen Jahren verstärkt Maßnahmen zur Bekämpfung von Kriminalität im Fußball ergriffen. So gibt es beispielsweise ein bundesweites Hinweis- und Meldesystem, über das verdächtige Vorfälle gemeldet werden können. Weitere Informationen dazu finden sich auf der Webseite des DFB. (Lesen Sie auch: Afrika Cup: -: Senegal verliert Titel nachträglich)

Detailansicht: Kicker
Symbolbild: Kicker (Bild: Picsum)

Tabelle: Aktuelle Situation in der Kreisliga 3 (Beispiel)

Um die Auswirkungen des möglichen Punktabzugs zu verdeutlichen, hier eine fiktive Tabelle der Kreisliga 3 (Stand: 18. März 2026):

Platz Verein Punkte
1 SpVgg Haidhausen (vor Punktabzug) 45
2 FC Bayern München III 40
3 TSV 1860 München IV 35
4
1 SpVgg Haidhausen (nach Punktabzug) 18

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Kicker
Symbolbild: Kicker (Bild: Picsum)