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Ende der Einspeisevergütung: Was bedeutet

Ariane Nagel Ariane Nagel 28. März 2026 5 Min. Lesezeit 703 Aufrufe 0

Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung für kleinere Photovoltaikanlagen in Deutschland sorgt für Diskussionen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hält die Förderung für überflüssig, da sich Solaranlagen auch ohne sie lohnen würden. Ein entsprechender Gesetzesentwurf liegt vor, der jedoch noch nicht beschlossen ist. Was bedeutet das für Besitzer von Solaranlagen und wie können sie auch ohne Einspeisevergütung von ihrer Anlage profitieren?

Symbolbild zum Thema Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)

Hintergrund zur Einspeisevergütung

Seit dem Jahr 2000 regelt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaikanlagen. Ziel war es, den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern. Betreiber von Solaranlagen erhielten für jede Kilowattstunde Strom, die sie ins öffentliche Netz einspeisten, eine feste Vergütung. Diese Vergütung war über einen Zeitraum von 20 Jahren garantiert und sollte den Anlagenbetreibern eine langfristige Planungssicherheit geben. Die Höhe der Vergütung wurde im Laufe der Jahre immer wieder angepasst und sank mit zunehmender Verbreitung der Solarenergie. Die Bundesnetzagentur bietet detaillierte Informationen zur aktuellen Förderung.

Aktuelle Entwicklung: Abschaffung für Neuanlagen unter 25 kW geplant

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) möchte die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen mit einer Nennleistung unter 25 Kilowatt abschaffen. Ein entsprechender Referentenentwurf aus ihrem Ministerium liegt vor. Demnach sollen Haushalte sich zukünftig selbst darum kümmern, was mit dem Solarstrom passiert, den sie nicht selbst verbrauchen können. Ein Kabinettsbeschluss zu dieser Gesetzesnovelle steht jedoch noch aus. Der Koalitionspartner SPD lehnt den Plan bisher ab. (Lesen Sie auch: Halbmarathon Berlin 2026 Strecke: 2026: Streckenänderungen)

Die geplante Änderung betrifft ausschließlich Neuanlagen. Für bestehende Anlagen bleibt die bei Inbetriebnahme festgelegte Vergütung in der Regel für 20 Jahre bestehen. Wie der BR berichtet, würde die Abschaffung der Einspeisevergütung bedeuten, dass Anlagenbetreiber stärker auf den Eigenverbrauch ihres Solarstroms setzen müssen.

Reaktionen und Stimmen zur geplanten Abschaffung

Die Pläne zur Abschaffung der Einspeisevergütung stoßen auf Kritik. Befürworter der Energiewende befürchten, dass der Ausbau der Solarenergie dadurch gebremst wird. Sie argumentieren, dass die Einspeisevergütung ein wichtiger Anreiz für private Haushalte sei, in eine Solaranlage zu investieren. Kritiker der Einspeisevergütung sehen in ihr hingegen eineSubventionierung, die nicht mehr zeitgemäß sei. Sie argumentieren, dass Solaranlagen mittlerweile so günstig geworden seien, dass sie sich auch ohne Förderung lohnen würden.

Photovoltaik lohnt sich auch ohne Einspeisevergütung

Auch ohne Einspeisevergütung kann sich eine Photovoltaikanlage lohnen. Der Schlüssel dazu ist ein hoher Eigenverbrauch des erzeugten Solarstroms. Je mehr Strom ein Haushalt selbst verbraucht, desto weniger Strom muss er aus dem öffentlichen Netz beziehen und desto weniger Stromkosten hat er. Durch den Eigenverbrauch lassen sich die Stromkosten erheblich senken. (Lesen Sie auch: Bucks – Spurs: Brisantes NBA-Duell am 28.…)

Um den Eigenverbrauch zu erhöhen, gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Anpassung der Anlagengröße: Die Anlagengröße sollte so gewählt werden, dass sie zum Stromverbrauch des Haushalts passt. Eine zu große Anlage produziert mehr Strom, als der Haushalt verbrauchen kann, und der überschüssige Strom wird dann ohne Vergütung ins Netz eingespeist.
  • Installation eines Stromspeichers: Ein Stromspeicher ermöglicht es, den Solarstrom zu speichern und später zu verbrauchen, wenn die Sonne nicht scheint. Dadurch kann der Eigenverbrauch deutlich erhöht werden.
  • Intelligente Steuerung: Eine intelligente Steuerung kann den Stromverbrauch im Haushalt automatisch an die Solarstromproduktion anpassen. So können beispielsweise Waschmaschine und Geschirrspüler dann eingeschaltet werden, wenn die Sonne scheint und viel Solarstrom produziert wird.

Ingenieur.de berichtet, dass sich Photovoltaikanlagen auch ohne Einspeisevergütung lohnen, wenn der Eigenverbrauch optimiert wird.

Detailansicht: Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)

Was bedeutet das für die Zukunft?

Die geplante Abschaffung der Einspeisevergütung könnte dazu führen, dass sich der Fokus der Solarenergie stärker auf den Eigenverbrauch verlagert. Dies könnte die Entwicklung von Stromspeichern und intelligenten Steuerungssystemen beschleunigen. Auch neue Geschäftsmodelle, wie beispielsweise die Vermietung von Solaranlagen, könnten an Bedeutung gewinnen. Unabhängig von der Einspeisevergütung bleibt die Solarenergie ein wichtiger Baustein der Energiewende. Durch den Ausbau der Solarenergie kann Deutschland unabhängiger von fossilen Energieträgern werden und seine Klimaziele erreichen. (Lesen Sie auch: Franziska Gritsch triumphiert im NorAm Cup: Alle…)

Tabelle: Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen (Beispielwerte)

Anlagengröße Vergütungssatz (Cent/kWh) Gültig ab
Bis 10 kWp 7,78 Januar 2024
10 bis 40 kWp 7,45 Januar 2024
40 bis 100 kWp 6,31 Januar 2024

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Einspeiseverguetung
Symbolbild: Einspeiseverguetung (Bild: Picsum)