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Jan Wenzel Schmidt: AfD-Fraktion schließt Abgeordneten

Hannes Nagel Hannes Nagel 3. März 2026 3 Min. Lesezeit 9 Aufrufe 0

Die AfD-Bundestagsfraktion hat den Abgeordneten Jan Wenzel Schmidt ausgeschlossen. Dieser Schritt erfolgte im Zuge einer Debatte über Vetternwirtschaft innerhalb der Partei, die Schmidt selbst initiiert hatte. Die Entscheidung wurde auf einem Antrag der Fraktionsspitze um Alice Weidel und Tino Chrupalla getroffen.

Symbolbild zum Thema Jan Wenzel Schmidt
Symbolbild: Jan Wenzel Schmidt (Bild: Picsum)

Hintergrund: Die Vetternwirtschaftsdebatte in der AfD

Die Debatte um Vetternwirtschaft innerhalb der AfD war von Jan Wenzel Schmidt selbst angestoßen worden. Interne Streitigkeiten in der AfD Sachsen-Anhalt führten dazu, dass Schmidt, der von 2022 bis Februar 2025 Generalsekretär des AfD-Landesverbandes war, mit anderen Führungskräften in Konflikt geriet. Dabei wurden Vorwürfe laut, Schmidt habe sein Bundestagsmandat genutzt, um private Geschäftsbeziehungen, unter anderem nach China, aufzubauen. Der Deutsche Bundestag bietet weitere Informationen zur Arbeit der Abgeordneten. (Lesen Sie auch: Orf News: Tausende Österreicher wegen Nahost-Konflikt)

Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt: Die aktuelle Entwicklung

Die AfD-Fraktion im Bundestag hat mit dem Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt den zweiten Abgeordneten seit der Bundestagswahl im Februar vor einem Jahr verloren. Damit zählt die Fraktion nun noch 150 Abgeordnete. Zuvor hatte bereits Sieghard Knodel aus Baden-Württemberg die Fraktion verlassen, nachdem der Bundesverfassungsschutz die Gesamt-AfD als gesichert rechtsextremistisch eingestuft hatte. Diese Einstufung darf nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung jedoch nicht mehr erfolgen. Laut Deutschlandfunk wurde Schmidt zudem rufschädigendes Verhalten vorgeworfen.

Reaktionen und Stimmen zum Ausschluss

Jan Wenzel Schmidt selbst bezeichnete die Entscheidung der AfD-Fraktion als falsch. Andere Mitglieder der Fraktion kommentierten Schmidts Fernbleiben von der entscheidenden Sitzung mit den Worten: „Letzte Chance verpasst“. Innerhalb der Partei gab es unterschiedliche Meinungen über den Umgang mit der Vetternwirtschaftsaffäre. Einige, darunter Vertraute von Björn Höcke, drängten auf Konsequenzen, wie RP Online berichtet. (Lesen Sie auch: Aschaffenburg 2026: Warum die Stadt am Main…)

Was bedeutet der Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt für die AfD?

Der Ausschluss von Jan Wenzel Schmidt könnte die ohnehin schon vorhandenen internen Spannungen innerhalb der AfD weiter verstärken. Die Partei steht nun vor der Herausforderung, die entstandenen Konflikte zu bewältigen und das Vertrauen ihrer Wähler zurückzugewinnen.

Überblick: Mitgliederentwicklung der AfD-Bundestagsfraktion

Datum Ereignis Auswirkung auf Mitgliederzahl Mitgliederzahl
Bundestagswahl (Februar Vorjahr) Start 152
Mai Vorjahr Austritt Sieghard Knodel -1 151
3. März 2026 Ausschluss Jan Wenzel Schmidt -1 150

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Jan Wenzel Schmidt
Symbolbild: Jan Wenzel Schmidt (Bild: Picsum)