FHM.
Home News Jason Collins verstorben: NBA-Pionier und LGBTQ+-Ikone…
News

Jason Collins verstorben: NBA-Pionier und LGBTQ+-Ikone stirbt mit 47 Jahren

FHMADMIN FHMADMIN 13. Mai 2026 9 Min. Lesezeit 34 Aufrufe 0

Die Welt trauert um eine wahre Ikone: Jason Collins, der als erster offen schwuler Basketballspieler in einer großen US-Profiliga Geschichte schrieb, ist am 12. Mai 2026 im Alter von 47 Jahren verstorben. Die Nachricht von seinem Tod, der auf eine aggressive Form von Hirntumor, ein Glioblastom des Stadiums 4, zurückzuführen ist, erschüttert die Sportwelt und die LGBTQ+-Gemeinschaft zutiefst. Dieser Artikel würdigt das außergewöhnliche Leben und das bahnbrechende Vermächtnis von Jason Collins, dessen Mut und Engagement weit über das Spielfeld hinausreichten.

Jason Collins war nicht nur ein respektierter NBA-Spieler, sondern auch ein unermüdlicher Verfechter für Gleichberechtigung und Inklusion. Sein öffentliches Coming-out im Jahr 2013 war ein Wendepunkt im Profisport und inspirierte unzählige Menschen weltweit.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Jason Collins ist am 12. Mai 2026 im Alter von 47 Jahren verstorben.
  • Die Todesursache war ein Glioblastom des Stadiums 4, ein aggressiver Hirntumor, der im September 2025 diagnostiziert wurde.
  • Er war der erste aktive männliche Profisportler in einer der vier großen nordamerikanischen Ligen, der sich 2013 öffentlich als schwul outete.
  • Collins spielte 13 Saisons in der NBA für Teams wie die New Jersey Nets und die Brooklyn Nets.
  • Nach seiner aktiven Karriere wurde er ein engagierter Botschafter für die NBA und setzte sich weiterhin für LGBTQ+-Rechte ein.
  • Im Mai 2025 heiratete er seinen Ehemann, den Filmproduzenten Brunson Green.
  • Seine Trikotnummer 98 trug er zu Ehren von Matthew Shepard, einem Opfer eines schwulenfeindlichen Verbrechens von 1998.

Nachruf auf Jason Collins: Ein Leben im Zeichen des Wandels

Am 12. Mai 2026 verlor die Welt mit Jason Collins eine Persönlichkeit, die durch ihren Mut und ihre Entschlossenheit nicht nur den Sport, sondern auch die Gesellschaft nachhaltig prägte. Der ehemalige NBA-Spieler Jason Collins, geboren am 2. Dezember 1978, verstarb im Alter von 47 Jahren an den Folgen eines Glioblastoms des Stadiums 4. Diese Diagnose wurde im September 2025 öffentlich bekannt gegeben, und Collins hatte seitdem einen tapferen Kampf gegen die Krankheit geführt. Sein Tod hinterlässt eine tiefe Lücke, aber sein Vermächtnis als Pionier für LGBTQ+-Rechte im Profisport wird unvergessen bleiben.

Jason Collins war bekannt für seine zähe Verteidigung und seine Rolle als „Glue Guy“ auf dem Spielfeld, jemand, der das Team zusammenhielt. Außerhalb des Courts wurde er jedoch zu einer noch größeren Kraft, als er 2013 als erster aktiver männlicher Athlet in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL) seine Homosexualität öffentlich machte. Diese Entscheidung forderte nicht nur seinen persönlichen Mut, sondern eröffnete auch eine wichtige Debatte über Inklusion und Vielfalt im Sport.

Frühes Leben und NBA-Karriere: Der Weg zum Profisportler

Jason Paul Collins wurde am 2. Dezember 1978 in Northridge, Kalifornien, geboren. Zusammen mit seinem Zwillingsbruder Jarron Collins, der ebenfalls eine NBA-Karriere einschlug, spielte er an der Harvard-Westlake School in Los Angeles erfolgreich Basketball. Seine College-Karriere setzte er an der Stanford University fort, wo er sich als herausragender Verteidiger etablierte und 2001 sogar zum Third-team All-American gewählt wurde.

Im NBA-Draft 2001 wurde Jason Collins von den Houston Rockets an 18. Stelle ausgewählt, jedoch umgehend zu den New Jersey Nets getradet. Dort spielte er die längste Zeit seiner Karriere und erreichte mit dem Team 2002 und 2003 zweimal die NBA Finals. Obwohl er nie ein Scoring-Star war, war Jason Collins ein geschätzter Center, der für seine physische Verteidigung, seine Fähigkeit, Screens zu stellen, und seine defensive Intelligenz bekannt war. Er absolvierte insgesamt 13 Saisons in der NBA, spielte für Teams wie die Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves, Atlanta Hawks, Boston Celtics, Washington Wizards und zuletzt die Brooklyn Nets. Im Durchschnitt erzielte er in 735 regulären Saisonspielen 3,6 Punkte und 3,7 Rebounds pro Spiel.

Das historische Coming-out 2013: Ein Wendepunkt im Profisport

Der wohl bedeutendste Moment in Jason Collins‘ öffentlichem Leben war sein Coming-out am 29. April 2013. In einem emotionalen Essay für Sports Illustrated erklärte er: „Ich bin ein 34-jähriger NBA-Center. Ich bin schwarz. Und ich bin schwul.“ Mit dieser mutigen Erklärung wurde Jason Collins der erste aktive männliche Athlet in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen, der sich zu seiner Homosexualität bekannte. Er drückte den Wunsch aus, dass er nicht der Erste sein müsste, der diesen Schritt wagte, betonte aber die Notwendigkeit, das Gespräch zu beginnen.

Sein Coming-out war das Ergebnis eines langen inneren Kampfes, der sich während des NBA-Lockouts 2011 intensivierte, als ihm die Ablenkung durch den Basketball fehlte. Er hatte seine Sexualität zunächst im November 2011 einem Freund und später Familienmitgliedern offenbart. Collins‘ Entscheidung, seine Geschichte öffentlich zu teilen, fiel auch unter dem Eindruck des Boston-Marathon-Anschlags, der ihm die Vergänglichkeit des Lebens vor Augen führte und ihn motivierte, authentisch zu leben.

Ein weiteres symbolträchtiges Detail war seine Entscheidung, die Trikotnummer 98 zu tragen. Diese Zahl wählte er zu Ehren von Matthew Shepard, einem jungen Mann, der 1998 Opfer eines schwulenfeindlichen Mordes wurde. Collins bezeichnete die Nummer als „eine Aussage an mich selbst, meine Familie und meine Freunde“.

Reaktionen und anhaltende Wirkung: Unterstützung und Inspiration

Die Reaktionen auf Jason Collins‘ Coming-out waren überwiegend positiv und von großer Unterstützung geprägt. Ehemaliger US-Präsident Barack Obama lobte seinen Mut und betonte die Bedeutung eines solchen Vorbilds für junge LGBTQ+-Personen. Auch NBA-Legenden wie Kobe Bryant und der damalige NBA-Commissioner David Stern sprachen ihre Unterstützung aus. Adam Silver, der aktuelle NBA-Commissioner, würdigte Collins für seinen „Einfluss und seine Wirkung, die weit über den Basketball hinausgingen“.

Nach seinem Coming-out und seiner Rückkehr zu den Brooklyn Nets im Februar 2014, wo er der erste offen schwule Spieler in einem Spiel einer großen US-Profiliga wurde, war sein Trikot mit der Nummer 98 zeitweise das meistverkaufte NBA-Trikot. Dies zeigte die breite Akzeptanz und den Wunsch der Öffentlichkeit nach mehr Inklusion im Sport. Jason Collins wurde zu einem gefragten Sprecher und Botschafter für die LGBTQ+-Gemeinschaft. Er nahm an UN-Podiumsdiskussionen über Homophobie im Sport teil, marschierte bei Pride-Paraden und wurde 2014 von Präsident Obama in den President’s Council on Fitness, Sports and Nutrition berufen. Sein Engagement setzte sich bis zuletzt fort, unter anderem bei Inklusions-Workshops für LGBTQ+-Jugendliche und ihre Verbündeten, wie im April 2025 bei einem Final Four Inclusion Clinic.

Gerade in Deutschland, wo die Debatte um Diversität und Inklusion im Sport ebenfalls an Bedeutung gewinnt, war Jason Collins‘ Geschichte ein wichtiges Signal. Sie zeigte, dass Mut und Authentizität Barrieren überwinden können und dass der Weg zu einem offeneren Sport auch hierzulande weiter beschritten werden muss. Die NBA selbst hat sich durch seine Geschichte zu einem Vorreiter in der Förderung von Vielfalt entwickelt, und Collins spielte eine entscheidende Rolle dabei, diesen Wandel voranzutreiben.

Der mutige Kampf gegen den Hirntumor: Eine letzte Herausforderung

Im September 2025 gab die Familie von Jason Collins bekannt, dass er sich einer Behandlung wegen eines Hirntumors unterzog. Im Dezember 2025 enthüllte Jason Collins selbst, dass er an einem Glioblastom des Stadiums 4 litt – einer der tödlichsten Formen von Hirnkrebs. Die Krankheit kam „unglaublich schnell“ und verursachte Symptome wie Gedächtnisverlust und Konzentrationsschwierigkeiten. Er beschrieb seinen Zustand als einen Kampf, der ihn an sein Coming-out erinnerte: „Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wieder in dieser Position bin, wo ich vielleicht der Erste bin, der diese Wand durchbricht“.

Collins heiratete im Mai 2025 seinen langjährigen Partner, den Filmproduzenten Brunson Green. Sein Ehemann und seine Familie standen ihm während seines Kampfes gegen die Krankheit bei. Trotz der düsteren Prognose – durchschnittlich 11 bis 14 Monate Lebenserwartung bei dieser Art von Tumor – zeigte Collins seinen unerschütterlichen Kampfgeist. Er suchte nach innovativen Behandlungsmethoden, unter anderem in einer Klinik in Singapur, und hoffte, dass sein Kampf auch anderen Betroffenen zugutekommen könnte. Seine Entschlossenheit, seine Geschichte zu teilen, auch in den schwierigsten Zeiten, unterstrich einmal mehr seine Rolle als Inspiration und Vorkämpfer für Transparenz und Offenheit.

Das Vermächtnis von Jason Collins: Eine bleibende Inspiration

Jason Collins‘ Einfluss reicht weit über seine sportlichen Leistungen hinaus. Er wird als „Wegbereiter für Gleichheit“ und „Verfechter der LGBTQ+-Inklusion im Sport“ in Erinnerung bleiben, wie die Stanford University in einer Erklärung zu seinem Tod festhielt. NBA-Commissioner Adam Silver betonte, dass Collins „nicht nur für das Brechen von Barrieren in Erinnerung bleiben wird, sondern auch für die Freundlichkeit und Menschlichkeit, die sein Leben prägten und so viele andere berührten“.

Seine Geschichte hat gezeigt, dass Authentizität und Selbstakzeptanz im Sport und in der Gesellschaft von entscheidender Bedeutung sind. Er hat den Weg für zukünftige Generationen von Athleten geebnet, die sich nicht länger verstecken müssen. Jason Collins‘ Leben ist ein Beweis dafür, dass wahrer Mut darin besteht, zu sich selbst zu stehen und andere dazu zu ermutigen, dasselbe zu tun. Sein Tod ist ein großer Verlust, doch sein Vermächtnis als NBA-Pionier und LGBTQ+-Ikone wird weiterleben und inspirieren.

Wie Jason Collins selbst sagte, als er über die Auswirkungen seines Coming-outs sprach: „Your life is so much better when you just show up as your true self, unafraid to be your true self, in public or private. This is me. This is what I’m dealing with.“ Diese Worte behalten ihre Gültigkeit, nicht nur in Bezug auf seine sexuelle Orientierung, sondern auch im Angesicht seiner Krankheit. Er lebte und starb als ein Mann, der sich selbst treu blieb und damit die Welt veränderte.

Jason Collins: NBA Karriere-Statistiken (Reguläre Saison)

Saison Team Spiele Punkte pro Spiel Rebounds pro Spiel Assists pro Spiel
2001-02 New Jersey Nets 77 4.5 3.9 1.1
2002-03 New Jersey Nets 81 5.7 4.5 1.1
2003-04 New Jersey Nets 78 5.9 5.1 2.0
2004-05 New Jersey Nets 80 6.4 6.1 1.3
2005-06 New Jersey Nets 71 3.6 4.8 1.0
2006-07 New Jersey Nets 80 2.1 4.0 0.6
2007-08 NJN/MEM 74 1.9 2.4 0.3
2008-09 Minnesota Timberwolves 31 1.8 2.3 0.4
2009-10 Atlanta Hawks 24 0.7 0.6 0.2
2010-11 Atlanta Hawks 49 2.0 2.1 0.4
2011-12 Atlanta Hawks 30 1.3 1.6 0.3
2012-13 BOS/WAS 38 1.1 1.6 0.2
2013-14 Brooklyn Nets 22 1.1 0.9 0.2
Karriere 735 3.6 3.7 0.9

Quelle: Basketball-Reference.com, NBA.com

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Jason Collins

Wann und woran ist Jason Collins verstorben?

Jason Collins ist am 12. Mai 2026 im Alter von 47 Jahren an einem Glioblastom des Stadiums 4, einer aggressiven Form von Hirnkrebs, verstorben.

Warum ist Jason Collins eine Ikone für die LGBTQ+-Gemeinschaft?

Jason Collins wurde zur Ikone, weil er 2013 als erster aktiver männlicher Profisportler in einer der vier großen nordamerikanischen Profiligen (NBA, NFL, MLB, NHL) öffentlich seine Homosexualität bekannt gab. Dieser mutige Schritt war ein Meilenstein für die Sichtbarkeit und Akzeptanz von LGBTQ+-Personen im Profisport.

Für welche NBA-Teams spielte Jason Collins?

Jason Collins spielte während seiner 13-jährigen NBA-Karriere für mehrere Teams, darunter die New Jersey Nets, Memphis Grizzlies, Minnesota Timberwolves, Atlanta Hawks, Boston Celtics, Washington Wizards und zuletzt die Brooklyn Nets.

Welche Bedeutung hatte seine Trikotnummer 98?

Jason Collins trug die Trikotnummer 98 zu Ehren von Matthew Shepard, einem jungen Mann, der 1998 Opfer eines schwulenfeindlichen Mordes wurde. Die Nummer war eine persönliche Aussage und ein Symbol seines Engagements für die LGBTQ+-Rechte.

Hatte Jason Collins einen Ehemann?

Ja, Jason Collins heiratete im Mai 2025 seinen langjährigen Partner, den Filmproduzenten Brunson Green.

Wie ging Jason Collins mit seiner Krankheit um?

Jason Collins ging offen mit seiner Glioblastom-Diagnose um, teilte seine Erfahrungen öffentlich und suchte nach innovativen Behandlungsmethoden. Er nutzte seine Plattform, um das Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen und Hoffnung für andere Betroffene zu spenden, ähnlich wie er es bei seinem Coming-out getan hatte.

Fazit: Jason Collins – Ein Athlet, ein Aktivist, eine Legende

Jason Collins war mehr als nur ein Basketballspieler; er war ein Pionier, dessen Leben und Wirken einen tiefgreifenden Einfluss auf den Profisport und die Gesellschaft hatten. Sein mutiges Coming-out im Jahr 2013 brach eine der letzten Barrieren im Männersport und ebnete den Weg für unzählige andere. Sein unermüdlicher Kampf gegen das Glioblastom, den er mit der gleichen Offenheit und Entschlossenheit führte, wie er sein wahres Ich lebte, ist ein weiteres Zeugnis seiner außergewöhnlichen Stärke.

Jason Collins wird als Symbol für Authentizität, Mut und den unbedingten Glauben an Gleichberechtigung in Erinnerung bleiben. Sein Vermächtnis wird Generationen von Athleten und LGBTQ+-Personen inspirieren, ihre Wahrheit zu leben und für eine inklusivere Welt einzustehen. Die NBA, die Sportwelt und die gesamte LGBTQ+-Gemeinschaft verlieren einen außergewöhnlichen Menschen, dessen Wirkung weit über seinen Tod hinausreichen wird. Sein Leben mag am 12. Mai 2026 geendet haben, doch seine Geschichte als Jason Collins, der Mann, der sich selbst treu blieb, wird für immer weiterleben.