Märtha Louise von Norwegen: Aktueller Status 2026 und Kontroversen

Prinzessin Märtha Louise von Norwegen steht auch im April 2026 weiterhin im Fokus der Öffentlichkeit, geprägt von ihrer einzigartigen Position zwischen königlicher Herkunft und einem selbstgewählten spirituellen Pfad. Ihre Entscheidungen, insbesondere ihre Ehe mit dem US-amerikanischen Schamanen Durek Verrett, haben in Norwegen und international für anhaltende Diskussionen gesorgt. Diese Entwicklungen werfen ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich moderne Königshäuser stellen müssen, wenn Mitglieder traditionelle Erwartungen durchbrechen.
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Märtha Louise von Norwegen ist die Tochter von König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen und steht an vierter Stelle der norwegischen Thronfolge. Sie ist bekannt für ihre Aktivitäten im Bereich der Alternativtherapie und ihre Ehe mit dem Schamanen Durek Verrett, die am 31. August 2024 stattfand. Die Prinzessin hat im November 2022 ihre offiziellen königlichen Pflichten niedergelegt, um ihre kommerziellen Unternehmungen klarer vom Königshaus zu trennen.
Inhaltsverzeichnis
- Das Wichtigste in Kürze
- Biografie einer Prinzessin: Märtha Louise von Norwegen
- Der Bruch mit der Tradition und die Rolle im Königshaus
- Ehe mit Durek Verrett: Kontroversen und öffentliche Wahrnehmung
- Durek Verrett: Der Schamane im Kreuzfeuer der Kritik
- Finanzielle Herausforderungen der Prinzessin
- Öffentliche Meinung und die Zukunft des norwegischen Königshauses
- Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Märtha Louise von Norwegen
- Fazit: Märtha Louise von Norwegen – Zwischen Pflicht und persönlicher Freiheit
Das Wichtigste in Kürze
- Märtha Louise von Norwegen, geboren am 22. September 1971, ist die Tochter von König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen und steht an vierter Stelle der Thronfolge.
- Sie heiratete am 31. August 2024 den US-amerikanischen Schamanen Durek Verrett.
- Im November 2022 legte sie ihre offiziellen königlichen Pflichten nieder, behielt aber ihren Prinzessinnentitel, um ihre kommerziellen Aktivitäten vom Königshaus zu trennen.
- Ihre Geschäftsbeziehungen und die kontroversen Äußerungen ihres Ehemannes Durek Verrett haben wiederholt zu Kritik und einer Belastung für das norwegische Königshaus geführt.
- Ein im September 2024 veröffentlichter Umfrage zufolge sprachen sich fast 70 Prozent der Norweger dafür aus, dass Märtha Louise ihren Prinzessinnentitel ablegen sollte.
- Ihr Reitsportunternehmen „Hest360 AS“ musste im November 2025 aufgrund finanzieller Schwierigkeiten und fehlender Investoren aufgelöst werden.
- Im April 2026 wird Prinzessin Märtha Louise als Beispiel für die Debatte um die Doppelrolle von Royals herangezogen, insbesondere im Hinblick auf ihren Neffen Prinz Sverre Magnus.
Biografie einer Prinzessin: Märtha Louise von Norwegen
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen wurde am 22. September 1971 in Oslo geboren. Als älteste Tochter von König Harald V. und Königin Sonja wuchs sie in der norwegischen Königsfamilie auf. Ihre Geburt fiel in eine Zeit, in der in Norwegen noch die männliche Thronfolge galt. Dies änderte sich 1990, wodurch sie nachträglich in die Thronfolgelinie aufgenommen wurde und aktuell den vierten Platz einnimmt, nach ihrem Bruder Kronprinz Haakon und dessen Kindern Prinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus.
Märtha Louises Leben war von Beginn an von öffentlichem Interesse begleitet. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Physiotherapeutin, widmete sich jedoch zunehmend alternativen Therapien und spirituellen Praktiken. Von 2007 bis 2018 leitete sie ein eigenes Zentrum für Alternativtherapie, das in Norwegen als „Engelsschule“ bekannt wurde und sich auf Hellsehen und Kommunikation mit Engeln und Verstorbenen konzentrierte. Diese Aktivitäten riefen bereits früh Kritiker auf den Plan, die eine Kommerzialisierung ihres königlichen Titels befürchteten. Ähnliche Debatten um die Vereinbarkeit von öffentlicher Rolle und persönlichen Unternehmungen finden sich auch bei anderen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, wie etwa bei Sarah Jessica Parker, die ebenfalls ihre Karriere abseits traditioneller Pfade erfolgreich gestaltet.
Ihre erste Ehe ging Märtha Louise von Norwegen im Jahr 2002 mit dem Schriftsteller Ari Behn ein. Aus dieser Ehe stammen ihre drei Töchter: Maud Angelica, Leah Isadora und Emma Tallulah. Die Ehe wurde 2017 geschieden, und Ari Behn verstarb tragischerweise im Dezember 2019 durch Suizid, ein Ereignis, das die Prinzessin tief prägte und über das sie später offen sprach.
Der Bruch mit der Tradition und die Rolle im Königshaus
Prinzessin Märtha Louise von Norwegen hat sich über die Jahre hinweg immer wieder von den traditionellen Erwartungen an ein Mitglied eines Königshauses gelöst. Bereits 2002 verzichtete sie auf das Prädikat „Königliche Hoheit“ und auf eine Apanage, um ihren eigenen Lebensunterhalt zu verdienen und sich ihren persönlichen Interessen widmen zu können. Dieser Schritt war ein deutliches Zeichen für ihren Wunsch nach mehr Freiheit und Eigenständigkeit, wenngleich er auch zu Diskussionen führte.
Ein entscheidender Wendepunkt in ihrer öffentlichen Rolle ereignete sich am 8. November 2022. In Absprache mit König Harald V. gab Märtha Louise bekannt, dass sie keine offiziellen Aufgaben für das norwegische Königshaus mehr wahrnehmen werde. Ziel war es, eine klarere Trennlinie zwischen ihren privaten kommerziellen Aktivitäten und ihrer Zugehörigkeit zur königlichen Familie zu ziehen. Trotz dieses Schrittes durfte sie ihren Titel als Prinzessin von Norwegen behalten, was die Komplexität ihrer Position unterstreicht. Der Hof betonte, dass sie und Durek Verrett ihre Verbindung zum Königshaus nicht für kommerzielle Zwecke in sozialen Medien oder anderen geschäftlichen Kontexten nutzen dürfen.
Die Entscheidung, ihren Titel zu behalten, aber die Pflichten abzulegen, wurde in der norwegischen Öffentlichkeit kontrovers diskutiert. Viele sahen darin einen Kompromiss, der die anhaltenden Spannungen zwischen Tradition und Moderne innerhalb der Monarchie aufzeigte. Insbesondere die Verbindung zu Durek Verrett und dessen umstrittene Geschäftspraktiken hatten den Druck auf das Königshaus erhöht, eine klare Position zu beziehen.
Ehe mit Durek Verrett: Kontroversen und öffentliche Wahrnehmung
Die Beziehung zwischen Prinzessin Märtha Louise von Norwegen und dem US-amerikanischen Schamanen Durek Verrett sorgte seit ihrer öffentlichen Bekanntgabe im Mai 2019 für beträchtliches Aufsehen. Das Paar heiratete schließlich am 31. August 2024 in Geiranger, einem malerischen Ort in Norwegen. Die Hochzeit, die von vielen als „Skandal-Hochzeit“ bezeichnet wurde, spiegelte die unkonventionelle Natur ihrer Beziehung wider.
Die öffentliche Wahrnehmung der Ehe ist stark von den kontroversen Ansichten und Geschäftspraktiken Durek Verretts geprägt. Verrett, der sich selbst als Schamane und geistiger Heiler bezeichnet, wurde von norwegischen Medien häufig als Hochstapler und Verschwörungstheoretiker kritisiert. Seine Behauptungen, Krebs sei eine selbstgewählte Krankheit, 5G-Technologie sei eine Verschwörung und er könne das Altern umkehren, stießen auf breite Ablehnung und wurden als pseudowissenschaftlich eingestuft.
Die Verflechtung von Märtha Louises royalem Status mit Verretts kommerziellen Unternehmungen und kontroversen Äußerungen belastete das Ansehen des norwegischen Königshauses erheblich. Eine Umfrage vom September 2024 ergab, dass fast sieben von zehn Norwegern die Forderung unterstützten, Märtha Louise den Prinzessinnentitel abzuerkennen. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Akzeptanz der Monarchie durch die Entscheidungen einzelner Mitglieder beeinflusst werden kann. Die Situation von Heather Locklear, einer anderen Persönlichkeit des öffentlichen Lebens, die ebenfalls mit wiederkehrenden Schlagzeilen über ihr Privatleben zu kämpfen hat, zeigt Parallelen im Umgang der Medien mit Prominenten und deren persönlichen Entscheidungen.
Durek Verrett: Der Schamane im Kreuzfeuer der Kritik
Durek Verrett, geboren am 17. November 1974, ist eine zentrale Figur in den Diskussionen um Märtha Louise von Norwegen. Als selbsternannter Schamane und Alternativtherapeut hat er durch seine Medienpräsenz und seine kontroversen Aussagen immer wieder für Schlagzeilen gesorgt.
Zu den umstrittensten Punkten zählen:
- Pseudowissenschaftliche Behauptungen: Verrett vertritt die Ansicht, dass Kinder Krebs bekommen, weil sie es wollen, und behauptet, Chemotherapie sei ineffektiv und diene nur der Bereicherung von Ärzten. Des Weiteren verkauft er Produkte wie Medaillons, die angeblich gegen Covid-19 helfen sollen.
- Verschwörungstheorien: Er bezeichnet sich selbst als Reptil und vertritt die Reptilien-Verschwörungstheorie. Auch die 5G-Technologie sieht er als eine Verschwörung zur Versklavung des Planeten.
- Persönliche Anschuldigungen: Im Oktober 2024 wurden schwere Vorwürfe sexueller Belästigung gegen Durek Verrett laut. Er soll zudem bereits in der Vergangenheit wegen verschiedener Verbrechen verhaftet und angeklagt worden sein und saß im Gefängnis. Seine Mutter erhob im April 2023 ebenfalls schwere Vorwürfe gegen ihn.
Diese wiederholten Kontroversen haben nicht nur Durek Verretts eigenen Ruf, sondern auch das Ansehen des norwegischen Königshauses beeinträchtigt. Politische Wissenschaftler und Historiker äußerten Bedenken, dass die Verbindung zu Verrett die Monarchie in Norwegen lächerlich mache und als peinlich empfunden werde. Die Königsfamilie sah sich gezwungen, sich öffentlich von seinen Geschäftspraktiken zu distanzieren und forderte Märtha Louise auf, die Nutzung ihres Titels für kommerzielle Zwecke einzustellen. Weitere Details zu Durek Verretts Hintergrund und den Kontroversen sind auf seiner Wikipedia-Seite verfügbar.
Finanzielle Herausforderungen der Prinzessin
Neben den Debatten um ihre Rolle im Königshaus und die Kontroversen um ihren Ehemann sah sich Märtha Louise von Norwegen in den letzten Jahren auch mit erheblichen finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Berichte aus dem Jahr 2020 zeigten, dass ihr Vermögen seit 2017 stark gesunken war und sie zu diesem Zeitpunkt keine nennenswerten Vermögenswerte besaß.
Ein Beispiel für ihre geschäftlichen Schwierigkeiten ist ihr Reitsportunternehmen „Hest360 AS“. Dieses Unternehmen, das sie im Jahr 2020 gegründet hatte, musste im November 2025 aufgrund anhaltender finanzieller Probleme und fehlender Investoren aufgelöst werden. Im Jahr 2024 verzeichnete „Hest360 AS“ ein Minus von 320.000 norwegischen Kronen (rund 27.400 Euro). Die Umsätze waren drastisch gesunken, und die Schulden stiegen auf umgerechnet 16.000 Euro an. Die Geschäftsführerin Carina Scheel Carlsen bestätigte gegenüber „TV 2“, dass das Unternehmen keine neuen Partner finden konnte und daher geordnet geschlossen wurde.
Darüber hinaus gab es im Januar 2025 Berichte, dass Märtha Louise und Durek Verrett angeblich Hochzeitsrechnungen in Höhe von über einer Million Kronen nicht bezahlt hätten und dass die Prinzessin erhebliche Hypothekenschulden auf ihre Immobilien habe. Dies unterstreicht die finanzielle Unsicherheit, mit der sich Märtha Louise von Norwegen konfrontiert sieht, insbesondere da sie seit 2002 keine Apanage vom norwegischen Staat mehr erhält.
Öffentliche Meinung und die Zukunft des norwegischen Königshauses
Die anhaltenden Diskussionen um Märtha Louise von Norwegen und Durek Verrett haben weitreichende Auswirkungen auf die öffentliche Meinung und das Ansehen des norwegischen Königshauses. Eine Umfrage von Norstat im September 2024, veröffentlicht von NRK, zeigte, dass fast sieben von zehn Norwegern (69 Prozent) der Meinung waren, Prinzessin Märtha Louise sollte ihren Prinzessinnentitel ablegen. Nur 16 Prozent sprachen sich dafür aus, dass sie ihn behalten sollte. Gleichzeitig sank das Vertrauen in die norwegische Königsfamilie: Nur noch 62 Prozent der Befragten unterstützten die Monarchie, verglichen mit 68 Prozent im August desselben Jahres.
Diese Entwicklung ist auch im Kontext der Debatte um Prinz Sverre Magnus relevant, Märtha Louises Neffen. Im April 2026 warnte eine Royal-Expertin vor einer potenziellen „Doppelrolle“ für Prinz Sverre Magnus, der ebenfalls kommerzielle Interessen verfolgt, und zog Parallelen zu den umstrittenen Aktivitäten seiner Tante Märtha Louise von Norwegen. Die Expertin äußerte die Sorge, dass er nicht in die gleiche Situation geraten sollte wie sie, indem er royale Pflichten mit privaten Einnahmen vermischt. Diese Diskussionen zeigen, dass das norwegische Königshaus bestrebt ist, klare Linien zu ziehen, um das Ansehen der Monarchie zu schützen.
Die Zukunft des norwegischen Königshauses hängt maßgeblich davon ab, wie es gelingt, Tradition und moderne Erwartungen in Einklang zu bringen. Die Entscheidungen von Märtha Louise sind ein Präzedenzfall für die Herausforderungen, mit denen sich europäische Monarchien im 21. Jahrhundert konfrontiert sehen, insbesondere im Umgang mit Mitgliedern, die einen unkonventionellen Lebensweg einschlagen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Märtha Louise von Norwegen
| Aspekt | Information | Quelle |
|---|---|---|
| Voller Name | Märtha Louise von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg | |
| Geburtsdatum | 22. September 1971 | |
| Eltern | König Harald V. und Königin Sonja von Norwegen | |
| Thronfolge | Platz 4 | |
| Ehepartner | Durek Verrett (seit 31. August 2024) | |
| Kinder | Maud Angelica Behn, Leah Isadora Behn, Emma Tallulah Behn | |
| Offizielle königliche Pflichten | Niedergelegt am 8. November 2022 | |
| Titel | Prinzessin von Norwegen (ohne Prädikat „Königliche Hoheit“) |
Fazit: Märtha Louise von Norwegen – Zwischen Pflicht und persönlicher Freiheit
Märtha Louise von Norwegen verkörpert wie kaum eine andere europäische Prinzessin das Spannungsfeld zwischen königlicher Tradition und dem Streben nach persönlicher Autonomie. Ihre Entscheidungen, sich einer spirituellen Laufbahn zu widmen und einen unkonventionellen Partner zu wählen, haben ihr sowohl Bewunderung als auch vehemente Kritik eingebracht. Im April 2026 bleibt ihr Status als Prinzessin zwar bestehen, doch ihre Rolle im öffentlichen Leben ist klar von ihren kommerziellen Unternehmungen getrennt. Die anhaltenden Debatten um ihre Person und die Auswirkungen auf das norwegische Königshaus zeigen, dass die Balance zwischen royalem Erbe und individueller Freiheit eine ständige Herausforderung darstellt. Märtha Louise von Norwegen wird voraussichtlich auch in Zukunft eine Figur bleiben, die polarisiert und die Diskussion über die moderne Monarchie prägt.


