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Marla Svenja Liebich in Tschechien gefasst: Flucht

Ariane Nagel Ariane Nagel 9. April 2026 4 Min. Lesezeit 626 Aufrufe 0

Marla Svenja Liebich, eine in Deutschland verurteilte Rechtsextremistin, ist in Tschechien gefasst worden. Die Festnahme erfolgte am Donnerstag, dem 9. April 2026, in der Nähe der deutsch-tschechischen Grenze, nachdem Liebich sich seit August 2025 der Justiz entzogen hatte.

Symbolbild zum Thema Marla Svenja Liebich
Symbolbild: Marla Svenja Liebich (Bild: Picsum)

Hintergrund: Wer ist Marla Svenja Liebich?

Marla Svenja Liebich, die früher unter dem Namen Sven Liebich bekannt war, ist eine bundesweit bekannte Figur der rechtsextremen Szene. Liebich wurde im Juli 2023 vom Amtsgericht Halle wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten ohne Bewährung verurteilt, wie der Spiegel berichtet. Die Berufung und Revision gegen das Urteil blieben erfolglos.

Anstatt die Haftstrafe im Frauengefängnis Chemnitz anzutreten, tauchte Marla Svenja Liebich unter und setzte sich ins Ausland ab. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) hatte Liebich selbst angegeben, sich der Strafverfolgung entziehen zu wollen. (Lesen Sie auch: Justin Hood: Der Darts-Aufsteiger und sein Weg…)

Festnahme in Tschechien

Nach monatelanger Fahndung konnte Marla Svenja Liebich nun in Tschechien gefasst werden. Wie die BILD berichtet, erfolgte die Festnahme in der Nähe von Schönbach (Luby), einer tschechischen Stadt nahe der deutschen Grenze. Oberstaatsanwalt Dennis Cernota bestätigte die Festnahme und die Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Behörden.

Laut BILD wurde Liebich in Männerkleidung und mit Glatze gefasst. Beim Zugriff habe Liebich noch erfolglos versucht zu fliehen. Die tschechische Polizei nahm Liebich auf Grundlage eines europäischen Haftbefehls fest. Nun soll ein Auslieferungsverfahren eingeleitet werden, um Liebich zurück nach Deutschland zu überführen.

Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle bestätigte gegenüber der ZEIT, dass Liebich sich dem Zugriff kurzzeitig entziehen wollte. (Lesen Sie auch: PassagierSchiff "MS Ana" in Wien versenkt –…)

Juristische Folgen und Ausblick

Mit der Festnahme von Marla Svenja Liebich steht nun die Frage der Auslieferung nach Deutschland im Raum. Das eingeleitete Auslieferungsverfahren kann laut Oberstaatsanwalt Cernota einige Tage bis Wochen dauern. Nach der Auslieferung muss Liebich die verhängte Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wegen Volksverhetzung, übler Nachrede und Beleidigung antreten.

Der Fall Marla Svenja Liebich zeigt, dass sich Personen, die sich der Justiz entziehen wollen, nicht dauerhaft verstecken können. Die Zusammenarbeit zwischen deutschen und tschechischen Behörden hat zur Festnahme geführt.

Bedeutung des Falles

Der Fall Marla Svenja Liebich verdeutlicht die konsequente Verfolgung von Straftaten, auch wenn sich die Täter ins Ausland absetzen. Die Festnahme sendet ein Signal an die rechtsextreme Szene, dass der Rechtsstaat auch über Ländergrenzen hinweg funktioniert. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien in diesem Fall unterstreicht die Bedeutung internationaler Kooperation bei der Bekämpfung von Kriminalität. (Lesen Sie auch: PassagierSchiff "MS Ana" in Wien versenkt: Kapitän)

Detailansicht: Marla Svenja Liebich
Symbolbild: Marla Svenja Liebich (Bild: Picsum)

Das Bundesamt für Justiz informiert detailliert über das Auslieferungsverfahren.

Häufig gestellte Fragen zu marla svenja liebich

Illustration zu Marla Svenja Liebich
Symbolbild: Marla Svenja Liebich (Bild: Picsum)