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Riester-Reform: Was Sparer jetzt wissen müssen

Hannes Nagel Hannes Nagel 17. April 2026 4 Min. Lesezeit 603 Aufrufe 0

Die Riester-Rente steht vor einem Umbruch: Ab 2027 soll ein neues Altersvorsorgedepot die bisherige Form ablösen. Dies betrifft rund 16 Millionen Deutsche, die aktuell einen Riester-Vertrag haben. Für sie stellt sich nun die Frage, wie sie mit ihren bestehenden Verträgen umgehen sollen und welche Optionen sich ihnen bieten.

Symbolbild zum Thema Riester
Symbolbild: Riester (Bild: Picsum)

Hintergrund der Riester-Rente

Die Riester-Rente wurde 2002 eingeführt, um die private Altersvorsorge zu stärken, da die gesetzliche Rente allein oft nicht ausreicht, um den Lebensstandard im Alter zu sichern. Der Staat fördert diese private Vorsorge durch Zulagen und Steuererleichterungen. Kritiker bemängeln jedoch seit Jahren, dass die Riester-Rente besonders Geringverdiener nicht ausreichend erreicht und Ungleichheit verstärkt, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. (Lesen Sie auch: Reform Altersvorsorge Riester: -Rente)

Aktuelle Entwicklung: Das neue Altersvorsorgedepot

Mit der Einführung des neuen Altersvorsorgedepots im Jahr 2027 stehen Riester-Sparer vor wichtigen Entscheidungen. Laut einem Bericht der BILD müssen die 16 Millionen betroffenen Sparer nun prüfen, ob sie ihre Verträge weiterzahlen, beitragsfrei stellen, in das neue Altersvorsorgedepot wechseln oder kündigen. Jede dieser Entscheidungen hat individuelle Konsequenzen für die Förderung, die anfallenden Kosten und die letztendliche Rendite. Ein Wechsel in das neue Altersvorsorgedepot kann sich laut FOCUS online besonders für Sparer ab 55 Jahren lohnen.

Kritik und Reformen der Riester-Rente

Die Riester-Rente stand in den vergangenen Jahren immer wieder in der Kritik. Ein Hauptvorwurf ist, dass sie gerade Menschen mit geringem Einkommen nicht ausreichend erreicht. Eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), die in der Süddeutschen Zeitung zitiert wird, zeigt, dass viele Menschen auf die Förderung verzichten, entweder weil sie sich das Sparen nicht leisten können oder weil die Produkte als zu kompliziert wahrgenommen werden. Seit ihrer Einführung im Jahr 2002 wurde die Riester-Rente mehrfach reformiert, um ihre Attraktivität zu steigern und die genannten Probleme zu beheben. (Lesen Sie auch: Reform Altersvorsorge Riester: – beschlossen: Was Anleger)

Was bedeutet die Reform für Riester-Sparer?

Die Einführung des neuen Altersvorsorgedepots bedeutet für Riester-Sparer vor allem eins: Handlungsbedarf. Sie sollten sich einen Überblick über ihre bestehenden Verträge verschaffen und die verschiedenen Optionen sorgfältig prüfen. Dabei spielen individuelle Faktoren wie Alter, Einkommen, Risikobereitschaft und die persönliche finanzielle Situation eine wichtige Rolle. Es ist ratsam, sich unabhängig beraten zu lassen, um die bestmögliche Entscheidung zu treffen. Informationen und Beratung bietet beispielsweise die Verbraucherzentrale.

Ausblick auf die Zukunft der Altersvorsorge

Die Reform der Riester-Rente ist ein wichtiger Schritt, um die private Altersvorsorge in Deutschland zukunftsfähig zu machen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob das neue Altersvorsorgedepot tatsächlich die gewünschte Wirkung erzielt und mehr Menschen dazu bewegt, privat für das Alter vorzusorgen. Unabhängig davon ist es wichtig, dass sich jeder Bürger frühzeitig mit dem Thema Altersvorsorge auseinandersetzt und individuelle Lösungen findet, die den eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten entsprechen. (Lesen Sie auch: Altersvorsorgedepot Riester: -Nachfolger beschlossen: Was)

Häufig gestellte Fragen zu Riester

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Riester
Symbolbild: Riester (Bild: Picsum)