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Roland Weißmann tritt als ORF-General zurück: Vorwürfe

Ariane Nagel Ariane Nagel 9. März 2026 4 Min. Lesezeit 453 Aufrufe 0

Roland Weißmann, Generaldirektor des Österreichischen Rundfunks (ORF), ist am Sonntag mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurückgetreten. Dies geschah, nachdem eine ORF-Mitarbeiterin Vorwürfe wegen sexueller Belästigung gegen ihn erhoben hatte. Weißmann selbst weist die Anschuldigungen zurück, wie der ORF in einer Aussendung mitteilte.

Symbolbild zum Thema Roland Weißmann
Symbolbild: Roland Weißmann (Bild: Picsum)

Hintergrund der Vorwürfe gegen Roland Weißmann

Die Vorwürfe gegen Roland Weißmann beziehen sich auf ein Fehlverhalten, das sich angeblich zu Beginn seiner Amtszeit als ORF-General im Jahr 2022 ereignet haben soll. Laut einem Bericht von Der Standard soll es sich um unangemessenes Verhalten gegenüber einer Mitarbeiterin handeln. Der ORF bestätigte in einer Aussendung, dass die Vorwürfe der sexuellen Belästigung in den vergangenen Tagen von einer Mitarbeiterin erhoben wurden.

Aktuelle Entwicklung und Details zum Rücktritt

Der Rücktritt von Roland Weißmann erfolgte unter dem Druck des ORF-Stiftungsrats. Wie DiePresse.com berichtet, wurde Weißmann vom Stiftungsrat aufgefordert, innerhalb weniger Tage zurückzutreten, obwohl er die Vorwürfe bestritten hatte. Sein Anwalt, Oliver Scherbaum, erklärte, dass seinem Mandanten der genaue Sachverhalt bis zum Rücktritt nicht vorgelegen habe. Um Schaden vom Unternehmen abzuwenden, sei Weißmann jedoch zu diesem Schritt bereit gewesen. (Lesen Sie auch: Rheinbahn Streik: Aktuelle Infos & Auswirkungen am…)

Der Vorsitzende des Stiftungsrates, Heinz Lederer, und sein Stellvertreter, Georg Schütze, betonten, dass der im Raum stehende Vorwurf eine rasche und transparente Aufklärung in enger Kooperation mit der ORF-Compliance-Stelle erfordere. Dabei müsse der Schutz der betroffenen Person oberste Priorität haben.

Interimistische Leitung durch Ingrid Thurnher

Nach dem Rücktritt von Roland Weißmann übernimmt Radiodirektorin Ingrid Thurnher interimistisch die Leitung des ORF. Dies bestätigte profil.at. Thurnher wird die Geschäfte führen, bis im August die neue ORF-Führung vom Stiftungsrat gewählt wird. Es besteht die Möglichkeit, dass das Bestellverfahren vorgezogen wird.

Reaktionen und Stimmen zum Rücktritt

Der Rücktritt von Roland Weißmann hat in der österreichischen Medienlandschaft für Aufsehen gesorgt. Zahlreiche Medien berichteten über die überraschende Wendung und die Hintergründe. Die schnelle Reaktion des ORF-Stiftungsrats und die prompte Einleitung von Maßnahmen zur Aufklärung des Sachverhalts wurden von einigen Beobachtern positiv hervorgehoben. (Lesen Sie auch: Osterferien 2026: Termine, Reiseziele & clevere Spartipps)

Die Oppositionsparteien forderten eine umfassende Aufklärung der Vorwürfe und eine transparente Neubesetzung der ORF-Generaldirektion. Es wurde betont, dass der ORF als öffentlich-rechtlicher Sender eine besondere Verantwortung habe und höchste Standards in Bezug auf Integrität und Compliance einhalten müsse.

Was bedeutet der Rücktritt von Roland Weißmann für den ORF?

Der Rücktritt von Roland Weißmann stellt den ORF vor eine Reihe von Herausforderungen. Zunächst muss die interimistische Leitung durch Ingrid Thurnher sicherstellen, dass der Sendebetrieb reibungslos weiterläuft und die laufenden Projekte fortgesetzt werden können. Gleichzeitig muss der Stiftungsrat ein transparentes und faires Verfahren zur Neubesetzung der Generaldirektion durchführen.

Der Vorfall könnte auch Auswirkungen auf das Image des ORF haben. Es ist wichtig, dass der Sender die Vorwürfe ernst nimmt und umfassend aufklärt, um das Vertrauen der Öffentlichkeit nicht zu verlieren. Zudem muss der ORF sicherstellen, dass alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor sexueller Belästigung geschützt sind und ein respektvolles Arbeitsumfeld gewährleistet ist. (Lesen Sie auch: Halbmarathon Weltrekord Lissabon: Jacob Kiplimo holt)

Die Neubesetzung der Generaldirektion bietet dem ORF die Chance, sich neu aufzustellen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.

Detailansicht: Roland Weißmann
Symbolbild: Roland Weißmann (Bild: Picsum)

Zukünftige Herausforderungen und Chancen für den ORF

Der ORF steht vor großen Herausforderungen. Der Medienmarkt ist im Umbruch, die Konkurrenz durch Streamingdienste und andere Online-Anbieter wächst. Gleichzeitig muss der ORF seinen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen und ein vielfältiges und hochwertiges Programmangebot für alle Bevölkerungsgruppen anbieten.

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, muss der ORF seine Strukturen modernisieren, seine digitalen Angebote ausbauen und neue Zielgruppen erschließen. Zudem muss der Sender seine finanzielle Basis sichern und seine Unabhängigkeit von politischen Einflüssen wahren. Die neue Generaldirektion wird eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung dieser Aufgaben spielen. (Lesen Sie auch: Nicole Büttner: FDP-Generalsekretärin nach Wahldebakel)

Tabelle: Bisherige ORF-Generaldirektoren seit 1967

Name Amtszeit
Gerd Bacher 1967–1974
Otto Oberhammer 1974–1978
Gerd Bacher 1978–1986
Thaddäus Podgorski 1986–1990
Gerhard Zeiler 1990–1994
Monika Lindner 1994–1998
Gerhard Weis 1998–2001
Monika Piel 2002–2006
Alexander Wrabetz 2007–2021
Roland Weißmann 2022–2026

Häufig gestellte Fragen zu roland weißmann

Weitere Informationen zum Österreichischen Rundfunk finden Sie auf der offiziellen Webseite des ORF.

Illustration zu Roland Weißmann
Symbolbild: Roland Weißmann (Bild: Picsum)