Neues Krokodil im Tiergarten Schönbrunn

Der Tiergarten Schönbrunn hat einen neuen Bewohner: Ein 30 Jahre altes Beulenkrokodil-Männchen ist in das Terrarienhaus eingezogen. Das Besondere an dem Neuzugang ist seine ungewöhnliche Vorgeschichte: Das Krokodil lebte zuvor zehn Jahre lang in einem Schrebergarten in Thüringen, bevor es von den Behörden beschlagnahmt wurde.

Tiergarten Schönbrunn: Ein Zuhause für Tiere in Not
Der Tiergarten Schönbrunn, offizielle Website, ist bekannt für seine Bemühungen im Artenschutz und die Aufnahme von Tieren in Not. Immer wieder finden beschlagnahmte oder verwaiste Tiere ein neues Zuhause in dem Wiener Zoo. Der Tiergarten bietet den Tieren nicht nur eine artgerechte Umgebung, sondern trägt auch zur Aufklärung der Bevölkerung über die Bedürfnisse und den Schutzstatus der jeweiligen Arten bei.
Die Geschichte des Tiergartens Schönbrunn reicht bis ins Jahr 1752 zurück, was ihn zum ältesten noch bestehenden Zoo der Welt macht. Ursprünglich als Menagerie für Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen gegründet, wurde der Tiergarten im Laufe der Zeit zu einer modernen zoologischen Einrichtung, die sich dem Artenschutz, der Forschung und der Bildung verschrieben hat. (Lesen Sie auch: Daniel Altmaier überrascht bei den BMW Open…)
Aktuelle Entwicklung: Ein Krokodil findet ein neues Zuhause
Das 30 Jahre alte Beulenkrokodil-Männchen sorgte bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass es illegal in einem Schrebergarten in Thüringen gehalten wurde. „Als die Besitzer die Haltungsbedingungen nicht mehr erfüllen konnten, wurde es von den Behörden beschlagnahmt“, erklärte Dr. Markus Baur, Leiter der Auffangstation für Reptilien in München, wie ORF Wien berichtet. Nach der Beschlagnahmung kam das Krokodil zunächst in die Auffangstation in München.
Der Transport des Krokodils von München nach Wien verlief reibungslos in einer spezialisierten Box, wie die Kleine Zeitung berichtet. Im Tiergarten Schönbrunn erwartet das Krokodil nun ein Weibchen. Nachdem das alte Männchen im September des Vorjahres verstorben war, freut sich der Tiergarten, wieder ein Paar halten zu können. „Für den Fortbestand der Zoopopulation ist dieses Paar genetisch besonders wertvoll“, so Tiergartendirektor Stephan Hering-Hagenbeck, laut Kurier.
Beulenkrokodile: Eine bedrohte Art
Beulenkrokodile sind in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet – im Süden Mexikos, in Guatemala und Belize – stark bedroht. Vor 40 Jahren waren sie wegen ihres Leders fast ausgerottet. Dank Zuchtprogrammen, wie beispielsweise im Zoo Atlanta, konnte die Art jedoch erfolgreich ausgewildert werden, sodass sie heute nicht mehr als gefährdet gilt. (Lesen Sie auch: Nobelpreisträgerin Mohammadi: Kritischer Gesundheitszustand)
Reaktionen und Einordnung
Die Geschichte des Schrebergarten-Krokodils hat in den Medien und in der Bevölkerung großes Interesse hervorgerufen. Viele Menschen zeigen sich betroffen über die nicht artgerechte Haltung des Tieres in der Vergangenheit, aber auch erleichtert darüber, dass es nun ein besseres Zuhause gefunden hat. Die Verantwortlichen des Tiergartens Schönbrunn betonen, dass der Fall des Krokodils einmal mehr verdeutlicht, wie wichtig es ist, sich vor der Anschaffung eines exotischen Tieres umfassend über dessen Bedürfnisse zu informieren und sich gegebenenfalls fachkundige Beratung einzuholen.
Tiergarten Schönbrunn: Bedeutung für den Artenschutz
Der Tiergarten Schönbrunn spielt eine wichtige Rolle im Artenschutz. Durch die Haltung und Zucht bedrohter Tierarten trägt er dazu bei, deren Bestände zu sichern. Darüber hinaus engagiert sich der Tiergarten in verschiedenen Artenschutzprojekten vor Ort in den jeweiligen Verbreitungsgebieten der Tiere. So unterstützt er beispielsweise Projekte zum Schutz der Beulenkrokodile in Mittelamerika.
Die Aufnahme des Schrebergarten-Krokodils ist ein weiteres Beispiel für das Engagement des Tiergartens im Bereich des Tierschutzes. Der Tiergarten bietet dem Krokodil nicht nur ein artgerechtes Zuhause, sondern trägt auch dazu bei, das Bewusstsein für die Problematik illegaler Tierhaltung zu schärfen. (Lesen Sie auch: rtl.de im Fokus: Streaming, News und die…)

Besucherzahlen im Tiergarten Schönbrunn
Der Tiergarten Schönbrunn erfreut sich großer Beliebtheit bei Besuchern aus dem In- und Ausland. Die folgende Tabelle zeigt die Besucherzahlen der letzten Jahre:
| Jahr | Besucherzahl |
|---|---|
| 2023 | 2.600.000 |
| 2024 | 2.750.000 |
| 2025 | 2.800.000 |
Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Fall des Beulenkrokodils aus dem Schrebergarten zeigt, wie wichtig die Arbeit von Auffangstationen und Tiergärten ist. Sie bieten Tieren in Not nicht nur ein Zuhause, sondern tragen auch dazu bei, das Bewusstsein für den Artenschutz und die Problematik illegaler Tierhaltung zu schärfen. Der Tiergarten Schönbrunn wird sich auch in Zukunft für den Schutz bedrohter Tierarten einsetzen und Tieren in Not ein Zuhause bieten.
Häufig gestellte Fragen zu tiergarten schönbrunn
Wie alt ist das Beulenkrokodil, das neu in den Tiergarten Schönbrunn gekommen ist?
Das Beulenkrokodil, das im April 2026 in den Tiergarten Schönbrunn einzog, ist 30 Jahre alt. Zuvor lebte es zehn Jahre lang in einem Schrebergarten in Thüringen, bevor es von den Behörden beschlagnahmt wurde. Nun soll es im Tiergarten mit einem Weibchen für Nachwuchs sorgen. (Lesen Sie auch: Mette-Marit sagt ab: Warum die Kronprinzessin in…)
Warum ist der Tiergarten Schönbrunn so wichtig für den Artenschutz?
Der Tiergarten Schönbrunn spielt eine bedeutende Rolle im Artenschutz, indem er bedrohte Tierarten hält und züchtet, um ihre Bestände zu sichern. Zudem engagiert er sich in Artenschutzprojekten in den natürlichen Lebensräumen der Tiere und trägt zur Aufklärung der Bevölkerung über die Bedeutung des Artenschutzes bei.
Woher kam das Beulenkrokodil, bevor es in den Tiergarten Schönbrunn gebracht wurde?
Das Beulenkrokodil lebte zuvor zehn Jahre lang in einem Schrebergarten in Thüringen, Deutschland. Die Haltung dort entsprach nicht den Bedürfnissen des Tieres, weshalb es von den Behörden beschlagnahmt und in eine Auffangstation gebracht wurde, bevor es in den Tiergarten Schönbrunn umzog.
Was sind die besonderen Merkmale von Beulenkrokodilen?
Beulenkrokodile, die im Süden Mexikos, in Guatemala und Belize beheimatet sind, zeichnen sich durch ihre markanten Knochenwülste auf dem Schädel aus. Diese Krokodilart war einst stark gefährdet, konnte aber durch Zuchtprogramme und Auswilderungen vor dem Aussterben bewahrt werden.
Welche Rolle spielt der Tiergarten Schönbrunn bei der Rettung beschlagnahmter Tiere?
Der Tiergarten Schönbrunn nimmt regelmäßig beschlagnahmte Tiere auf und bietet ihnen ein artgerechtes Zuhause. Durch die Aufnahme von Tieren wie dem Beulenkrokodil aus dem Schrebergarten trägt der Tiergarten dazu bei, das Bewusstsein für illegale Tierhaltung und die Bedeutung des Tierschutzes zu schärfen.


