Schlagwort: Absatzrückgang

  • Mineralwasser-Absatz in Österreich sinkt: Einwegpfand

    Mineralwasser-Absatz in Österreich sinkt: Einwegpfand

    Der Mineralwasser-Markt in Österreich erlebt einen deutlichen Rückgang. Im Jahr 2025 sank der Absatz um 12 Prozent, was zu einem Abwärtstrend führt. Hauptursache für diesen Rückgang ist laut dem Forum Natürliches Mineralwasser die Einführung des Einwegpfands für PET-Flaschen.

    Symbolbild zum Thema Mineralwasser
    Symbolbild: Mineralwasser (Bild: Picsum)

    Hintergrund: Mineralwasser-Konsum in Österreich

    Österreich war lange Zeit ein Land mit hohem Mineralwasser-Konsum. Die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigem Wasser aus den Alpenquellen trug maßgeblich dazu bei. Zahlreiche Marken, wie Vöslauer, Römerquelle und Gasteiner, haben sich etabliert und prägten den Markt. Der Pro-Kopf-Konsum lag in den vergangenen Jahren konstant hoch, was Mineralwasser zu einem wichtigen Bestandteil der österreichischen Getränkekultur machte.

    Das Forum Natürliches Mineralwasser, ein Zusammenschluss der bedeutendsten Mineralwasserunternehmen Österreichs, wurde 1987 gegründet. Zu den Mitgliedern zählen unter anderem Alpquell, Astoria, Frankenmarkter, Gasteiner, Juvina, Lebensquell, Long Life, Montes, Peterquelle, Preblauer, Römerquelle, SilberQuelle, Steirerquell, Tiroler Quelle, Vitus-Quelle, Vöslauer und Waldquelle. Diese Unternehmen repräsentieren einen Großteil des österreichischen Mineralwasser-Marktes. (Lesen Sie auch: Mette Marit: -Marits Sohn Marius Borg Høiby…)

    Aktuelle Entwicklung: Absatzrückgang im Detail

    Wie VOL.AT berichtet, wurden im Jahr 2025 in Österreich 614 Millionen Liter Mineralwasser abgefüllt. Im Vergleich dazu waren es im Jahr 2024 noch 700 Millionen Liter. Dies entspricht einem Rückgang von rund 12 Prozent. Der Absatzrückgang betrifft sowohl Mineralwasser mit Kohlensäure als auch stilles Mineralwasser, wobei Mineralwasser mit Kohlensäure mit einem Marktanteil von 57 Prozent weiterhin die beliebteste Variante ist. Stilles Mineralwasser erreicht einen Anteil von 28 Prozent, während Mineralwasser mit wenig Kohlensäure 15 Prozent des Marktes ausmacht.

    Der Pro-Kopf-Konsum sank ebenfalls deutlich. Im Jahr 2025 wurden pro Kopf 74 Liter Mineralwasser konsumiert. Zum Vergleich: In den Jahren zuvor lag der Pro-Kopf-Konsum deutlich höher. Dieser Rückgang spiegelt die veränderten Konsumgewohnheiten der Österreicher wider.

    Ein wesentlicher Faktor für den Absatzrückgang ist die Einführung des Einwegpfands auf PET-Flaschen. Dieses Pfandsystem soll Anreize schaffen, PET-Flaschen wiederzuverwerten und die Umweltbelastung zu reduzieren. Allerdings hat die Einführung des Pfands auch dazu geführt, dass Konsumenten vermehrt auf andere Getränke oder auf Leitungswasser umsteigen, um die zusätzlichen Kosten und den Aufwand zu vermeiden. Laut Kleine Zeitung sehen Experten hier einen klaren Zusammenhang. (Lesen Sie auch: Dominik Kohr im TV: Bundesliga-Rekordhalter bei "Wer…)

    Reaktionen und Stimmen zum Absatzrückgang

    Die Mineralwasserproduzenten reagieren besorgt auf den Absatzrückgang. Sie sehen im Einwegpfand eine zusätzliche Belastung für die Konsumenten und befürchten langfristige Auswirkungen auf den Markt. Einige Unternehmen haben bereits Maßnahmen ergriffen, um den Rückgang zu kompensieren, beispielsweise durch verstärkte Marketingaktivitäten oder die Einführung neuer Produkte in umweltfreundlicheren Verpackungen.

    Auch Konsumenten äußern sich unterschiedlich zum Einwegpfand. Während einige die Maßnahme begrüßen und bereit sind, den zusätzlichen Aufwand in Kauf zu nehmen, sehen andere darin eine unnötige Belastung und bevorzugen alternative Getränke. Die Debatte um das Einwegpfand und seine Auswirkungen auf den Mineralwasser-Markt wird in Österreich weiterhin intensiv geführt.

    Detailansicht: Mineralwasser
    Symbolbild: Mineralwasser (Bild: Picsum)

    Was bedeutet der Absatzrückgang für die Zukunft?

    Der Absatzrückgang im Mineralwasser-Markt könnte langfristige Auswirkungen haben. Es ist denkbar, dass sich die Konsumgewohnheiten der Österreicher dauerhaft verändern und der Pro-Kopf-Konsum von Mineralwasser weiter sinkt. Die Mineralwasserproduzenten stehen vor der Herausforderung, innovative Lösungen zu finden, um den Markt wieder anzukurbeln und die Konsumenten von den Vorteilen ihres Produkts zu überzeugen. Dazu könnten beispielsweise die Entwicklung umweltfreundlicherer Verpackungen, die Einführung neuer Geschmacksrichtungen oder die verstärkte Bewerbung der gesundheitlichen Vorteile von Mineralwasser gehören. (Lesen Sie auch: Ralf Rangnick nominiert Kader für WM-Tests mit…)

    Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Aufklärung der Konsumenten über die Bedeutung von nachhaltigem Konsum und die Vorteile des Einwegpfands. Wenn es gelingt, die Konsumenten davon zu überzeugen, dass das Pfandsystem einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leistet, könnte dies dazu beitragen, die Akzeptanz zu erhöhen und den Absatzrückgang zu verlangsamen. Informationen zum Thema bietet beispielsweise das Umweltbundesamt.

    Häufig gestellte Fragen zu Mineralwasser

    Absatzentwicklung von Mineralwasser in Österreich

    Jahr Abgefüllte Menge (Millionen Liter) Absatzveränderung Quelle
    2024 700 VOL.AT
    2025 614 -12% VOL.AT

    Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

    Illustration zu Mineralwasser
    Symbolbild: Mineralwasser (Bild: Picsum)