Wie viel Alkohol verträgt ein Fußballfan im Stadion, bevor er vor die Tür gesetzt wird? Die Antwort ist kompliziert, denn die Promillegrenzen variieren je nach Verein und Stadionordnung. Während einige Klubs tolerant sind, kennen andere keine Gnade. Wer also sichergehen will, sollte es nicht übertreiben oder sich vorab informieren.

Ergebnis & Fakten
- Promillegrenzen variieren stark zwischen den Bundesliga-Stadien.
- Einige Vereine setzen auf Kulanz, andere auf strikte Regeln.
- Ausschlaggebend ist oft das Verhalten des jeweiligen Fans.
- Stark alkoholisierte Personen können auch ohne Überschreitung eines Promillewertes des Stadions verwiesen werden.
Die Promille-Politik der Bundesliga
Die Frage nach dem Alkohol im Stadion ist brisanter als man denkt. Während das Bier für viele Fans zum Stadionerlebnis dazugehört, sehen die Vereine die Sache differenzierter. Laut einer Meldung von Bild gibt es keine einheitliche Regelung. Einige Vereine handhaben es lockerer, andere rigoroser. Entscheidend ist oft das Verhalten des Fans.
Ein friedlicher Fan mit einem Bier in der Hand wird in der Regel weniger Aufmerksamkeit erregen als jemand, der pöbelnd und torkelnd auffällt. Die meisten Vereine setzen auf das Augenmaß des Sicherheitspersonals. Wer negativ auffällt, muss mit Konsequenzen rechnen – unabhängig vom Promillewert.
Ausschlaggebend für ein Stadionverbot ist nicht nur der Alkoholpegel, sondern auch das Verhalten. Aggressives oder ungebührliches Auftreten kann unabhängig vom Promillewert zum Ausschluss führen. (Lesen Sie auch: Promille Grenze Stadion: Was Gilt Beim Hannover…)
Wo droht der Rauswurf?
Die Spanne der erlaubten Alkoholmenge ist breit. Einige Vereine tolerieren bis zu 0,8 Promille, während andere bereits bei 0,5 Promille die Reißleine ziehen. Wieder andere verzichten ganz auf eine klare Promillegrenze und verlassen sich auf die Einschätzung des Sicherheitspersonals. Es ist also Vorsicht geboten, um nicht unerwartet vor den Stadiontoren zu landen.
Es gibt aber auch Ausnahmen: Bei einigen Spielen oder in bestimmten Bereichen des Stadions kann Alkoholverbot herrschen. Das gilt vor allem bei Risikospielen oder in Familienblöcken. Hier wird besonders auf ein friedliches und alkoholfreies Umfeld geachtet. Es lohnt sich also, vor dem Stadionbesuch einen Blick in die Stadionordnung zu werfen.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) selbst gibt keine Promillegrenze vor. Die Verantwortung liegt bei den Vereinen, die ihre eigenen Regeln aufstellen. Diese sind in der jeweiligen Stadionordnung festgelegt. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich vor dem Spielbesuch informieren. Die Stadionordnungen sind in der Regel auf den Webseiten der Vereine einsehbar.
Die DFL setzt auf Prävention und appelliert an die Eigenverantwortung der Fans. Übermäßiger Alkoholkonsum soll vermieden werden, um ein sicheres und angenehmes Stadionerlebnis für alle zu gewährleisten.
Was bedeutet das für den Fan?
Für den Fan bedeutet das vor allem: Augen auf beim Alkoholkonsum. Wer sich unsicher ist, sollte lieber ein Bier weniger trinken. Denn am Ende entscheidet das Sicherheitspersonal, ob man ins Stadion darf oder nicht. Und wer einmal draußen ist, hat nicht nur das Spiel verpasst, sondern muss auch mit weiteren Konsequenzen rechnen. (Lesen Sie auch: Hannover 96 Aufstieg: Der Schwur für die…)
Ein Stadionverbot kann nämlich nicht nur für das aktuelle Spiel gelten, sondern auch für zukünftige. Zudem können Vereine bei Fehlverhalten Regressansprüche geltend machen. Wer also unter Alkoholeinfluss randaliert, muss nicht nur mit einer Anzeige rechnen, sondern auch mit einer saftigen Rechnung des Vereins.
Informieren Sie sich vor dem Stadionbesuch über die geltenden Promillegrenzen und Verhaltensregeln. Diese sind in der Stadionordnung des jeweiligen Vereins festgelegt.
Wie kontrollieren die Vereine den Alkoholkonsum?
Die Vereine setzen auf verschiedene Maßnahmen, um den Alkoholkonsum im Stadion zu kontrollieren. Dazu gehören:

- Sichtkontrollen durch das Sicherheitspersonal
- Atemalkoholtests bei Verdacht
- Verkaufsbeschränkungen von alkoholischen Getränken
- Informationen und Appelle an die Fans
Atemalkoholtests werden in der Regel nur bei auffälligen Personen durchgeführt. Wer sich weigert, an einem solchen Test teilzunehmen, muss damit rechnen, des Stadions verwiesen zu werden. Auch der Verkauf von Alkohol kann eingeschränkt werden, beispielsweise wenn ein Fan bereits stark alkoholisiert ist. Das Sicherheitspersonal ist angehalten, verantwortungsvoll mit dem Thema Alkohol umzugehen und im Zweifelsfall einzuschreiten. Die Sportschau berichtet regelmäßig über Sicherheitsmaßnahmen in Stadien. (Lesen Sie auch: Trainerwechsel Bundesliga Sommer: Sieben neue Coaches?)
Häufig gestellte Fragen
Gibt es eine bundesweit einheitliche Promillegrenze in Fußballstadien?
Nein, es gibt keine bundesweit einheitliche Promillegrenze. Jeder Verein legt seine eigenen Regeln fest, die in der jeweiligen Stadionordnung zu finden sind. Diese können von strikten Grenzwerten bis hin zu einer Beurteilung nach Verhalten reichen.
Was passiert, wenn ich im Stadion mit zu viel Alkohol auffalle?
Wer mit zu viel Alkohol im Stadion auffällt, riskiert einen Platzverweis. Dies kann auch dann geschehen, wenn keine Promillegrenze überschritten wurde, aber das Verhalten des Fans Anlass zur Sorge gibt (z.B. Aggressivität).
Kann ich wegen Trunkenheit im Stadion ein bundesweites Stadionverbot bekommen?
Ein bundesweites Stadionverbot ist möglich, wenn das Fehlverhalten schwerwiegend ist. Dies ist jedoch eher die Ausnahme. In der Regel wird ein Stadionverbot vom jeweiligen Verein ausgesprochen und gilt nur für dessen Spiele.
Wo finde ich die Stadionordnung meines Lieblingsvereins?
Die Stadionordnung ist in der Regel auf der Webseite des jeweiligen Vereins zu finden. Oft gibt es auch Aushänge im Stadion selbst, auf denen die wichtigsten Regeln zusammengefasst sind. (Lesen Sie auch: Fans wollen Klub-Anteile – 17-Millionen-Ansturm beim HSV?)
Darf ich mein eigenes Bier mit ins Stadion nehmen?
In den meisten Stadien ist es nicht erlaubt, eigene Getränke mitzubringen. Dies gilt insbesondere für alkoholische Getränke. Ausnahmen sind in der Regel nur bei besonderen gesundheitlichen Gründen möglich.




