Schlagwort: Altersteilzeit

  • Jobausstieg: Mit diesen Tricks können Sie früher in Rente gehen

    Jobausstieg: Mit diesen Tricks können Sie früher in Rente gehen

    Keine Lust mehr aufs Arbeiten, aber eigentlich noch zu jung für die Rente? Diese Möglichkeiten gibt es, um deutlich vor der Regelzeit in den Ruhestand zu gehen.

    Allen Klagen über Fachkräftemangel zum Trotz haben nicht wenige Unternehmen Interesse daran, ältere Mitarbeitende loszuwerden. Nicht zuletzt, um Platz für junge Leute zu schaffen, zum Beispiel in Branchen, deren Arbeit sich besonders stark digitalisiert. Für Arbeitnehmer muss dies nicht zwangsläufig nur schlecht sein. Mitunter ist ein Frühstart Richtung Rente möglich.

    Ruhestand mit 62: Handicap und Altersrente

    Beschäftigte, die einen sogenannten Grad der Behinderung (GdB) von 50 Prozent und mehr haben, können statt frühestens mit 63 schon mit 62 Jahren ihren Ruhestand beginnen. Ihre Regelaltersrente würde mit 65 Jahren starten. Der Ausstieg mit 62 kostet maximal 10,8 Prozent Abschlag vom Regelbetrag. Ohne Handicap werden bis zu 14,4 Prozent abgezogen. Entscheidend ist der bewilligte Grad der Behinderung zu Rentenbeginn – nicht der davor oder der nach dem Rentenstart.

    Ob eine 50-prozentige oder größere Einschränkung vorliegt, entscheidet auf Antrag das regionale Versorgungsamt. Die Gründe für ein solches Handicap sind sehr vielfältig, unter anderem schweres Bronchialasthma, schwere Allergien, schwere chronische Schmerzen, Herz-, Kreislauf- und Krebserkrankungen sowie Schlaganfall. Eine Liste bietet unter anderem das Internetangebot der Stiftung MyHandicap. 

    Umstieg mit 61: Arbeitslosenversicherung und Minijob

    Es ist grundsätzlich weder schön noch erstrebenswert, aber unter bestimmten Umständen kann der Verlust des Jobs durch Kündigung vom Arbeitgeber verkraftbar sein. Zumindest finanziell, und ab einem Alter von 61 Jahren. Denn: Wer 58 Jahre oder älter ist, hat Anspruch auf zwei Jahre Arbeitslosengeld. Das gilt, sofern man in den 30 Monaten vor dem Gang zur Arbeitsagentur mindestens zwölf Monate pflicht- oder freiwillig versichert war. Es handelt sich also um eine Versicherungsleistung, für die Arbeitnehmer und Arbeitgeber zuvor Beiträge gezahlt haben.

    Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem Bruttoeinkommen in den zwölf Monaten vor Beginn der Arbeitslosigkeit. Die Arbeitsagentur berechnet ein sogenanntes Leistungsentgelt. 60 Prozent davon ist der Betrag, den Arbeitslose pro Tag ausgezahlt bekommen. Sofern es unterhaltspflichtige Kinder gibt, werden 67 Prozent ausgezahlt. Individuell und als Monatswert berechnen lässt sich das sehr einfach mit dem Online-Rechner der Bundesagentur für Arbeit.

    Ein Beispiel: Für den jährlichen Brutto-Durchschnittsverdienst in Vollzeit von rund 53.000 Euro jährlich ergibt sich ein monatliches Arbeitslosengeld von rund 1700 Euro – bei Steuerklasse I oder IV, und ohne Kind(er). Bei Steuerklasse III für Verheiratete würden rund 1900 Euro ausgezahlt. Hinzuverdienen dürfen Arbeitslose 165 Euro monatlich, ein kleiner Minijob ist also erlaubt. Verdienste darüber werden auf das Arbeitslosengeld angerechnet. Gestattet sind maximal 15 Wochenstunden.

    Wer mit 61 gekündigt wird, sollte zudem eine Abfindung erhalten. Gesetzliche Basis ist ein halbes Bruttomonatsgehalt pro Beschäftigungsjahr. Das ergäbe bei zehn Jahren Anstellung beim letzten Arbeitgeber rund 22.000 Euro Abfindungsbetrag. Bestünde die Arbeitslosigkeit bis zum Alter von 63 Jahren, stünden bis dahin also rund 900 Euro monatlich aus der Abfindung zur Verfügung; außen vor sind Steuern (für Abfindungen nach der Fünftel-Regel) und etwaige Zinsgutschriften (zum Beispiel als Tagesgeld-Anlage). Das ergibt im Rechenbeispiel für Steuerklassen I oder IV also eine monatlich verfügbare Summe von bis zu 2765 Euro. Entscheidend: Die Arbeitslosenversicherung zahlt unter anderem die Beiträge zur Rentenversicherung weiter, bis zu zwei Jahre, also für 61-Jährige bis zum frühestmöglichen Beginn der Altersrente.

    Fallstricke: Ohne ordentliche Kündigung durch den Arbeitgeber kann die Arbeitsagentur die Auszahlung des Arbeitslosengeldes bis zu drei Monate sperren. Sie unterstellt dann Einvernehmlichkeit beim Beenden des Jobs. Und: Die Arbeitsagentur verlangt Mitwirkung der Jobsuchenden, auch über die Suche eines Minijobs hinaus. Arbeitssuchend ist also nicht gleich Frührente. Die Rente selbst fällt zudem etwas geringer aus, da die Arbeitslosenversicherung typischerweise geringere Beiträge einzahlt als jene zuvor im Anstellungsverhältnis.

    Ob ein Umstieg mit 61 in Richtung Rente mit 63 gangbar ist, hängt also sehr stark von den individuellen Umständen Betroffener ab. Der Weg ist möglich, aber steinig.

    Ausstieg mit 60: Altersteilzeit und Nebentätigkeit

    Altersteilzeit, kurz „ATZ“ genannt, ermöglicht Beschäftigten ab 57 Jahren den Ausstieg aus dem sprichwörtlichen Hamsterrad – mithin schon ab 60. 

    So funktioniert es: Arbeitgeber und Arbeitnehmer schließen einen Vertrag von bis zu sechs Jahren Laufzeit. Möglich ist dann folgendes: In den ersten drei Jahren, der Aktivphase, wird die Arbeit regulär fortgesetzt. In den folgenden drei Jahren, der Passivphase, sind Arbeitnehmer dann freigestellt, quasi „in Frührente“. Wer solch einen Vertrag mit 57 Jahren startet, ist mit 60 raus aus dem Betrieb – und geht dann mit 63 in die Altersrente. Möglich sind neben diesem sogenannten Blockmodell auch andere Varianten. Start, Ende und Gesamtlaufzeit einer Altersteilzeit können Unternehmen und Beschäftigte grundsätzlich frei verhandeln: als Haustarifvertrag, in Form einer Betriebsvereinbarung oder individuell. Ein Anspruch auf Vereinbarungen einer Altersteilzeit besteht jedoch für keinen der Beteiligten.

    Die Altersteilzeit kostet etwas. Und zwar Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Für die gesamte Altersteilzeit, also bis zu sechs Jahre, wird ein neues, reduziertes Gehalt berechnet. Grundformel: Letztes Gehalt geteilt durch zwei, plus 20 Prozent davon als Aufstockungsbetrag. Und: Die Sozialversicherungsbeiträge zahlt der Arbeitgeber weiter. Anständige Altersteilzeitverträge bieten Beschäftigten durchaus etwas mehr Aufstockung, sodass das ATZ-Gehalt 80 bis 90 Prozent der bisherigen Bezüge beträgt. Denn: das reduzierte Gehalt schmälert die spätere Altersrente. Liegt deren Beginn vor dem Regeleintritt, also zum Beispiel bei 63 Jahren, kommen noch Rentenabschläge von bis zu 14,4 Prozent hinzu.

    Um das reduzierte Gehalt aufzubessern, dürfen ATZler grundsätzlich eine Nebentätigkeit aufnehmen. Es gelten dafür die Genehmigungsregeln ihres Unternehmens. Dabei dürfen Haupt- und Nebentätigkeit zusammen 48 Wochenstunden nicht überschreiten. Achtung: Das gilt auch für die Passivphase. Nicht erlaubt ist, passive ATZ-Beschäftigte zum Beispiel projektweise wieder für die Firma tätig werden zu lassen. Keine Grenze gibt es indes seit 2023 bei der Höhe des Hinzuverdienstes in der genehmigten Nebentätigkeit. Relevant ist dieser nur noch in der Einkommensteuererklärung.

    Quelle: Stern

  • Vorzeitig in Rente: So Gelingt der Frühe Ausstieg aus dem Job

    Vorzeitig in Rente: So Gelingt der Frühe Ausstieg aus dem Job



    Jobausstieg: Mit diesen Tricks können Sie früher in Rente gehen

    Vorzeitig In Rente: So klappt der Ausstieg aus dem Arbeitsleben früher

    Wer keine Lust mehr aufs Arbeiten hat, aber noch zu jung für die reguläre Rente ist, hat verschiedene Möglichkeiten, früher in den Ruhestand zu gehen. Ob durch Schwerbehinderung, Arbeitslosigkeit oder andere Modelle – es gibt Wege, den Ruhestand vor der Regelaltersgrenze zu genießen.

    Steckbrief: Vorzeitiger Ruhestand
    Vollständiger Name Vorzeitiger Ruhestand
    Geburtsdatum Nicht zutreffend
    Geburtsort Nicht zutreffend
    Alter Nicht zutreffend
    Beruf Nicht zutreffend
    Bekannt durch Möglichkeit, früher aus dem Berufsleben auszusteigen
    Aktuelle Projekte Planung des individuellen Ruhestands
    Wohnort Nicht zutreffend
    Partner/Beziehung Nicht zutreffend
    Kinder Nicht zutreffend
    Social Media Nicht zutreffend

    Ruhestand mit 62: Schwerbehinderung als Schlüssel

    Beschäftigte mit einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 Prozent oder mehr können bereits mit 62 Jahren in Rente gehen. Die reguläre Altersrente würde für sie erst mit 65 Jahren beginnen. Der frühere Ausstieg ist jedoch mit Abschlägen verbunden, die maximal 10,8 Prozent des Regelbetrags betragen können. Ohne Schwerbehinderung können die Abschläge bis zu 14,4 Prozent betragen. Entscheidend ist der bewilligte GdB zum Rentenbeginn, wie Stern berichtet.

    Symbolbild zum Thema Vorzeitig In Rente
    Symbolbild: Vorzeitig In Rente (Bild: Picsum)

    ⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung:

    • Betrag: 53.000 Euro
    • Betrag: 165 Euro
    • Betrag: 22.000 Euro
    • Betrag: 900 Euro
    📌 Hintergrund

    Das regionale Versorgungsamt entscheidet auf Antrag, ob eine Einschränkung von 50 Prozent oder mehr vorliegt. Die Gründe dafür können vielfältig sein, darunter schweres Bronchialasthma, Allergien, chronische Schmerzen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Schlaganfall. (Lesen Sie auch: Altersvorsorge Vermögen Alter: So planen Sie Clever…)

    Wie funktioniert der Umstieg mit 61 über die Arbeitslosenversicherung?

    Der Verlust des Arbeitsplatzes kann ab einem Alter von 61 Jahren unter Umständen finanziell verkraftbar sein. Wer 58 Jahre oder älter ist, hat Anspruch auf bis zu zwei Jahre Arbeitslosengeld, sofern in den 30 Monaten vor der Arbeitslosmeldung mindestens zwölf Monate Pflicht- oder freiwillige Versicherung bestanden. Die Höhe des Arbeitslosengeldes richtet sich nach dem Bruttoeinkommen der letzten zwölf Monate vor Beginn der Arbeitslosigkeit.

    Alternative: Altersteilzeitmodelle nutzen

    Viele Unternehmen bieten Altersteilzeitmodelle an, die einen gleitenden Übergang in den Ruhestand ermöglichen. Dabei wird die Arbeitszeit reduziert, während das Gehalt aufgestockt wird. Dies kann eine attraktive Option sein, um vorzeitig in Rente zu gehen, ohne auf ein volles Gehalt verzichten zu müssen. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die entsprechenden Angebote im eigenen Unternehmen zu informieren und die individuellen Möglichkeiten zu prüfen.

    Vorzeitig In Rente: Welche finanziellen Aspekte sind zu beachten?

    Ein früherer Renteneintritt bedeutet in der Regel finanzielle Einbußen. Es ist daher wichtig, die Rentenansprüche genau zu prüfen und gegebenenfalls private Vorsorgemaßnahmen zu treffen, um die finanzielle Lücke zu schließen. Eine Beratung bei der Deutschen Rentenversicherung oder einem unabhängigen Finanzberater kann dabei helfen, die individuellen finanziellen Auswirkungen zu analysieren und die bestmögliche Strategie für den vorzeitigen Ruhestand zu entwickeln. Die Deutsche Rentenversicherung bietet hierzu umfassende Informationen und Beratungsleistungen an. (Lesen Sie auch: Festgefahrener Tarifkonflikt: Lufthansa macht neuen Vorschlag zu…)

    Vorname Nachname privat: Was ist aktuell über [sie/ihn] bekannt?

    Informationen über das Privatleben von Personen, die vorzeitig in Rente gehen, sind in der Regel nicht öffentlich bekannt, da dies eine sehr individuelle Entscheidung ist. Viele Menschen, die diesen Schritt gehen, schätzen ihre Privatsphäre und teilen keine Details über ihre persönlichen Umstände. Es ist wichtig zu respektieren, dass der vorzeitige Ruhestand eine persönliche Entscheidung ist, die nicht zwangsläufig mit öffentlicher Aufmerksamkeit verbunden sein muss.

    Einige Menschen nutzen die gewonnene Zeit, um sich neuen Hobbys zu widmen, zu reisen oder mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. Andere engagieren sich ehrenamtlich oder nehmen an Weiterbildungen teil. Die Möglichkeiten sind vielfältig und hängen von den individuellen Interessen und Zielen ab.

    Es gibt keine allgemeingültigen Informationen über den Wohnort, Partner oder Kinder von Personen, die vorzeitig in Rente gehen. Diese Details sind in der Regel privat und werden nicht öffentlich geteilt. (Lesen Sie auch: Tarifstreit Lufthansa: Piloten und Airline Reden Wieder)

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um vorzeitig in Rente gehen zu können?

    Die Voraussetzungen variieren je nach gewähltem Modell. Bei Schwerbehinderung ist ein GdB von mindestens 50 Prozent erforderlich. Bei Arbeitslosigkeit müssen bestimmte Versicherungszeiten erfüllt sein. Altersteilzeitmodelle setzen die Zustimmung des Arbeitgebers voraus.

    Detailansicht: Vorzeitig In Rente
    Symbolbild: Vorzeitig In Rente (Bild: Picsum)

    Wie alt ist man im Durchschnitt, wenn man vorzeitig in Rente geht?

    Das durchschnittliche Alter für den vorzeitigen Renteneintritt liegt oft zwischen 62 und 64 Jahren, abhängig von den individuellen Umständen und den gewählten Modellen wie Schwerbehinderung oder Altersteilzeit.

    Hat man einen Partner/ist verheiratet, wenn man vorzeitig in Rente geht?

    Der Familienstand hat keinen direkten Einfluss auf die Möglichkeit, vorzeitig in Rente zu gehen. Dies ist eine persönliche Entscheidung, die unabhängig vom Beziehungsstatus getroffen wird. (Lesen Sie auch: 1&1 Dommermuth Verkauf: Doch Kein Deal mit…)

    Hat man Kinder, wenn man vorzeitig in Rente geht?

    Die Anzahl der Kinder hat keinen Einfluss auf die Möglichkeit, vorzeitig in Rente zu gehen. Es handelt sich um eine individuelle Entscheidung, die von persönlichen und finanziellen Faktoren abhängt.

    Welche finanziellen Einbußen sind mit einem vorzeitigen Renteneintritt verbunden?

    Ein vorzeitiger Renteneintritt führt in der Regel zu Abschlägen auf die reguläre Rente. Diese Abschläge können je nach Modell und Dauer des vorzeitigen Bezugs variieren und sollten im Vorfeld genau berechnet werden. Eine unabhängige Beratung kann hier helfen, wie Finanztip rät.

    Illustration zu Vorzeitig In Rente
    Symbolbild: Vorzeitig In Rente (Bild: Picsum)