Abseits der glimpflich verlaufenen Wiederwahl Andreas Bablers zum Parteichef schwor sich die SPÖ auf ihre Lieblingsziele ein. Doch dahinter blitzten auch umstrittene Themen durch
Quelle: Der Standard

Abseits der glimpflich verlaufenen Wiederwahl Andreas Bablers zum Parteichef schwor sich die SPÖ auf ihre Lieblingsziele ein. Doch dahinter blitzten auch umstrittene Themen durch
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Rückführung Zentren sollen so rasch wie möglich in Österreich entstehen. Geplant sind diese Einrichtungen von Österreich gemeinsam mit Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Griechenland. Sie sollen die beschleunigte Abwicklung von Rückführungen abgelehnter Asylwerber ermöglichen.

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) will die umstrittenen Rückführung Zentren „so rasch als möglich“ umsetzen. Wie Der Standard berichtet, wurde ein Plan für die sogenannten „Return Hubs“ von Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und Griechenland beschlossen.
Die Rückführung Zentren sollen die Verfahren zur Rückführung von Personen ohne Bleiberecht beschleunigen und effizienter gestalten. Durch die Bündelung von Ressourcen und Know-how sollen die einzelnen Schritte von der Identifizierung bis zur tatsächlichen Ausreise optimiert werden. (Lesen Sie auch: Badner Bahn Sperre: Was Pendler im Sommer…)
Die Zentren sollen als zentrale Anlaufstellen für die beteiligten Staaten dienen. Hier sollen Informationen ausgetauscht, Verfahren koordiniert und die Zusammenarbeit mit den Herkunftsländern der Betroffenen intensiviert werden. Dies soll eine raschere und reibungslosere Abwicklung der Rückführungen ermöglichen.
Die Idee der Rückführung Zentren ist Teil eines umfassenderen Bestrebens der EU, die Migrationspolitik zu verschärfen und die Zahl der Rückführungen zu erhöhen. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Zentren zu einer Aushöhlung des Asylrechts führen könnten.
Die Europäische Union unterstützt die Mitgliedstaaten bei der Umsetzung von Rückführungsmaßnahmen. Die EU-Kommission fördert den Austausch von bewährten Verfahren und stellt finanzielle Mittel für Rückführungsprogramme bereit. (Lesen Sie auch: övp Fpö Streit: Eskaliert der um Energiepolitik?)
Die Pläne für die Rückführung Zentren sind nicht unumstritten. Menschenrechtsorganisationen und Flüchtlingshilfswerke befürchten, dass die Zentren zu einer Einschränkung des Zugangs zu Asylverfahren und zu einer Abschiebung von schutzbedürftigen Personen führen könnten. Sie fordern, dass die Rechte der Betroffenen gewahrt und individuelle Umstände berücksichtigt werden.
Neben Österreich sind Deutschland, die Niederlande, Dänemark und Griechenland an der Umsetzung der Rückführung Zentren beteiligt. Es ist möglich, dass sich in Zukunft weitere EU-Staaten dem Projekt anschließen werden.

Nein, die Rückführung Zentren sind nicht für die Bearbeitung von Asylanträgen zuständig. Sie dienen ausschließlich der Abwicklung von Rückführungen von Personen, deren Asylanträge bereits abgelehnt wurden. (Lesen Sie auch: Klimacheck Gesetze: Österreich prüft Künftig alle)
Die Rückführungen werden sowohl von den beteiligten Mitgliedstaaten als auch von der Europäischen Union finanziert. Die EU stellt im Rahmen verschiedener Programme finanzielle Mittel für Rückführungsmaßnahmen bereit.
Die Rückführung Zentren basieren auf den nationalen Gesetzen der beteiligten Mitgliedstaaten sowie auf dem EU-Recht im Bereich Migration und Asyl. Die Umsetzung muss im Einklang mit den geltenden Rechtsvorschriften erfolgen.
Das Bundesministerium für Inneres setzt sich für eine konsequente Rückführungspolitik ein.
