Drei Schweizer sind am Sonntag bei einem Heliskiing Kanada Lawinenunglück in der kanadischen Provinz British Columbia ums Leben gekommen. Wie der Blick berichtet, bestätigte das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) den Vorfall. Die Männer waren am Mount Knauss, etwa 30 bis 35 Kilometer nördlich von Terrace, unterwegs, als sich das Unglück ereignete.

Was ist Heliskiing und welche Risiken birgt es?
Heliskiing ist eine Form des Skifahrens oder Snowboardens, bei der Skifahrer und Snowboarder mit einem Helikopter auf unberührte Gipfel und Hänge geflogen werden, die nicht durch Skilifte erschlossen sind. Dies ermöglicht den Zugang zu abgelegenem und anspruchsvollem Gelände mit oft unverspurtem Pulverschnee. Heliskiing ist besonders bei erfahrenen Skifahrern und Snowboardern beliebt, die das Abenteuer und die Herausforderung suchen.
Allerdings birgt Heliskiing auch erhebliche Risiken. Lawinengefahr ist dabei das größte Problem. Da die Hänge nicht präpariert sind, ist die Schneedecke oft instabil. Hinzu kommen das alpine Gelände und die potenziell schwierigen Wetterbedingungen.
Drei Schweizer sterben bei Heliskiing-Tour in Kanada
Die Gruppe, die von der Lawine erfasst wurde, bestand aus vier Personen. Laut 20 Minuten wurden die Wintersportler kurz vor 13:30 Uhr Ortszeit von der Lawine überrascht. Bei den Todesopfern handelt es sich um einen 61-jährigen Unternehmer aus der Ostschweiz und seine beiden Söhne. Eine vierte Person wurde schwer verletzt in ein Spital geflogen, befindet sich aber in stabilem Zustand. (Lesen Sie auch: Wolfsburg – Olympique Lyon: Frauenfußball-Champions League)
Wie die kanadische Wintersport-Plattform Snowbrains berichtet, ereignete sich das Unglück am Mount Knauss in der Nähe der Stadt Terrace. Die Rettungskräfte wurden durch einen Notruf von Mitarbeitenden einer nahegelegenen Lodge alarmiert.
Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) untersucht den Vorfall. Ersten Erkenntnissen zufolge löste die Gruppe die Lawine offenbar selbst aus. Das Schweizerische Generalkonsulat in Vancouver steht in Kontakt mit den zuständigen Behörden und den Angehörigen der Verstorbenen.
Reaktionen auf das Lawinenunglück in Kanada
Das Unglück hat in der Schweiz und in Kanada Bestürzung ausgelöst. Zahlreiche Medien berichten über den tragischen Vorfall und sprechen den Angehörigen der Opfer ihr Beileid aus. Die Gemeinde, in der der verstorbene Unternehmer wohnhaft war, reagierte mit Trauer auf die Nachricht. Der Mann war in der Region bekannt und engagiert.
Experten weisen erneut auf die Gefahren des Heliskiing hin. Obwohl die Veranstalter in der Regel erfahrene Bergführer einsetzen und Sicherheitsvorkehrungen treffen, bleibt ein Restrisiko bestehen. Lawinen sind unberechenbar und können auch bei scheinbar sicheren Bedingungen abgehen. (Lesen Sie auch: Marco Odermatt Riesenslalom: Braathen triumphiert)
Heliskiing Kanada Lawinenunglück: Was bedeutet das für die Zukunft?
Das Lawinenunglück in Kanada wirft erneut die Frage nach der Sicherheit von Heliskiing-Touren auf. Es ist zu erwarten, dass die Sicherheitsstandards und Risikobewertungen in Zukunft nochmals überprüft und verschärft werden. Möglicherweise werden auch bestimmte Gebiete für Heliskiing gesperrt oder die Auflagen für die Durchführung von Touren erhöht.
Für die Angehörigen der Opfer bedeutet das Unglück einen unermesslichen Verlust. Es bleibt zu hoffen, dass die Untersuchungen der Behörden zur Aufklärung des Vorfalls beitragen und dazu beitragen, ähnliche Tragödien in Zukunft zu verhindern.
Die kanadischen Behörden arbeiten eng mit dem Schweizerischen Generalkonsulat in Vancouver zusammen, um die Familien der Opfer zu unterstützen. Die sterblichen Überreste der Verunglückten sollen in den kommenden Tagen in die Schweiz überführt werden.

Weitere Lawinenunglücke in Kanada
Lawinenunglücke sind in den kanadischen Rockies leider keine Seltenheit. Die Kombination aus steilem Gelände, hoher Schneefallmenge und wechselnden Wetterbedingungen schafft ideale Bedingungen für Lawinen. In den letzten Jahren gab es immer wieder schwere Unfälle mit Todesopfern, darunter auch Heliskiing-Touren. (Lesen Sie auch: Marcel Reif bei "Wer weiß denn sowas?":…)
Die kanadische Regierung investiert in Lawinenforschung und Präventionsmaßnahmen. Es gibt ein landesweites Lawinenwarnsystem, das die Bevölkerung über die aktuelle Lawinengefahr informiert. Zudem werden Bergführer und Skilehrer regelmäßig in Lawinenkunde geschult.
Sicherheitsvorkehrungen beim Heliskiing
Veranstalter von Heliskiing-Touren treffen in der Regel umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen, um das Risiko von Lawinenunfällen zu minimieren. Dazu gehören:
- Erfahrene Bergführer mit fundierter Lawinenkunde
- Regelmäßige Risikobewertungen und Lawinenprognosen
- Einsatz von Lawinenverschüttetensuchgeräten (LVS)
- Schulungen der Teilnehmer im Umgang mit LVS-Geräten
- Flüge in sicheres Gelände und Vermeidung von Risikohängen
- Notfallpläne und Rettungsausrüstung
Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen bleibt ein Restrisiko bestehen. Teilnehmer von Heliskiing-Touren sollten sich der Gefahren bewusst sein und die Anweisungen der Bergführer befolgen. Eine gute Vorbereitung und Ausrüstung sind ebenfalls wichtig.
Checkliste für Heliskiing-Touren
| Ausrüstung | Empfehlung |
|---|---|
| Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) | Pflicht |
| Lawinenschaufel | Pflicht |
| Lawinensonde | Pflicht |
| Airbag-Rucksack | Empfohlen |
| Helm | Pflicht |
| Warme Kleidung | Pflicht |
| Sonnenbrille/Skibrille | Pflicht |
Häufig gestellte Fragen zu heliskiing kanada lawinenunglück
Häufig gestellte Fragen zu heliskiing kanada lawinenunglück
Was genau ist Heliskiing und warum ist es so beliebt?
Heliskiing ist eine Form des Skifahrens, bei der man mit einem Helikopter auf unberührte Berghänge geflogen wird. Es ist beliebt, weil es Zugang zu abgelegenem Gelände mit unverspurtem Pulverschnee bietet, was ein einzigartiges und aufregendes Erlebnis für erfahrene Skifahrer darstellt. (Lesen Sie auch: Mongolei: Land der Nomaden und unendlichen Weite…)
Welche Sicherheitsvorkehrungen werden beim Heliskiing getroffen, um Lawinen zu verhindern?
Veranstalter von Heliskiing-Touren setzen erfahrene Bergführer ein, führen Risikobewertungen durch, nutzen Lawinenverschüttetensuchgeräte (LVS), schulen die Teilnehmer im Umgang mit LVS-Geräten und wählen sicheres Gelände zum Befahren aus, um das Lawinenrisiko zu minimieren.
Was sollten Teilnehmer einer Heliskiing-Tour beachten, um ihre Sicherheit zu gewährleisten?
Teilnehmer sollten die Anweisungen der Bergführer befolgen, sich der Lawinengefahr bewusst sein, eine gute Ausrüstung (LVS-Gerät, Schaufel, Sonde) mitführen und sich vor der Tour über die aktuellen Bedingungen informieren. Eine gute körperliche Vorbereitung ist ebenfalls wichtig.
Wie reagieren die Behörden auf Lawinenunglücke wie das in Kanada, und welche Maßnahmen werden ergriffen?
Die Behörden untersuchen den Vorfall, um die Ursachen zu klären und Empfehlungen für die Zukunft auszusprechen. Oft werden Sicherheitsstandards überprüft und angepasst. Zudem unterstützen die Behörden die Angehörigen der Opfer und arbeiten mit den zuständigen Konsulaten zusammen.
Gibt es bestimmte Regionen in Kanada, die besonders anfällig für Lawinenunglücke beim Heliskiing sind?
Die kanadischen Rockies sind aufgrund des steilen Geländes, der hohen Schneefallmengen und der wechselnden Wetterbedingungen generell anfällig für Lawinen. Bestimmte Regionen mit besonders anspruchsvollem Gelände, wie beispielsweise der Mount Knauss, können ein erhöhtes Risiko aufweisen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

