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  • Kelly Reilly: "Yellowstone"-Star Kelly Reilly verrät Liebestipp, der alles änderte

    Kelly Reilly: "Yellowstone"-Star Kelly Reilly verrät Liebestipp, der alles änderte

    Sie sattelt wieder auf! Kelly Reilly kehrt als Beth Dutton in dem „Yellowstone“-Ableger „Dutton Ranch“ zurück und findet sich inmitten von zwielichtigen Gestalten und Geschichten wieder. Ihre toughe und skrupellose Art hilft ihr da besonders. Im Interview mit GALA wird die Schauspielerin hingegen sehr nachdenklich und reflektiert über Entscheidungen, die ihr Leben veränderten. 

    Kelly Reilly, 48, zeigt in „Yellowstone“ und ab dem 15. Mai 2026 in „Dutton Ranch“ (Paramount+) als Beth Dutton wieder ihre intelligente, bittere, aber auch leidenschaftliche Art. Gegenüber GALA wird die Schauspielerin jedoch sehr sanft und spricht über eine Weisheit, die ihr Liebesleben verändert hat. 

    Kelly Reilly braucht Stille, ihren Garten und ihre Liebsten 

    GALA: Es gibt eine schöne Szene, in der Beth über ihren Vater John Dutton (Kevin Costner) spricht und erklärt, dass er nie die Chance gehabt habe, glücklich zu werden. In dieser Situation verdeutlicht sie dann, dass sie nicht so enden wolle. Nach welchen Grundsätzen leben Sie, Kelly Reilly?
    Kelly Reilly: Also zu dieser Szene muss ich sagen, dass Beth immer den Traum ihres Vaters gelebt hat – und er wiederum den seines Vaters und dieses Versprechen gelebt hat. Es gab also eine weitergegebene Last, damit das Vermächtnis weiterbesteht. Ich wollte, dass Beth das hinterfragt. Vorher war dafür nie die Möglichkeit, aber mit dem neuen Zuhause kann sie das. Dadurch werden Trauer und Selbstreflexion hervorgerufen. 

    Und wonach ich lebe? Ich brauche immer sehr viel Zeit – ich brauche mein Zuhause, meinen Garten, meine Hunde und meine Liebsten um mich. Ich verbringe einfach am liebsten Zeit mit meiner Familie. Dann brauche ich auch immer etwas Stille und Raum, um zu träumen. Für mich ist das wichtig, um Normalität zu schaffen. Diese Dinge sind für mich ein Anker für meinen friedlichen Geist. 

    Cole Hauser und Kelly Reilly gehen als Rip und Beth neue Wege in „Dutton Ranch“
    © Gerald Matzka

    Ein Liebestipp, der alles veränderte

    Eine weitere Szene zeigt die Wahrnehmung von heteronormativen Beziehungen – zumindest aus der Sicht von Beths Ehemann Rip (Cole Hauser). Dieser offenbart Sohn Carter (Finn Little) eine „Beziehungsweisheit“, die er von Schwiegervater John bekommen hat. Jene sagt im Kern aus, dass Frauen immer Recht hätten, wodurch sich der Mann selbst vor Ärger bewahren würde. Was ist ein wichtiger Beziehungstipp, den Sie erhalten haben?
    Das ist schon eine sehr männliche Perspektive, die dort aufgezeigt wird. Wir sagen damit nicht, dass es wahr ist, sondern nur wahr für sie. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich einst von einer guten Freundin von mir einen tollen Ratschlag bekommen habe, als sie in ihren 80ern war. Ich erinnere mich, dass ich oft zu ihr nach Hause ging, um Tee zu trinken und gemeinsam Karten zu spielen. Dann sagte sie mal zu mir: „Love with loose hands“ (dt. „Liebe mit lockeren Händen“). Ich habe zunächst nicht verstanden, was sie mir damit sagen wollte. Aber mittlerweile glaube ich, dass es bedeutet: 

    Wenn du etwas zu sehr festhältst, möchte es dir vielleicht entgleiten oder es zerbricht unter dem Druck. Mit lockeren Händen bedeutet hingegen, dass du zulässt, dass der andere so sein darf, wie er ist und sein möchte. Ich finde, das ist etwas sehr Weises, das ich mir ein wenig zu eigen gemacht habe. Vor allem, weil ich in der Vergangenheit wahrscheinlich nicht mit lockeren Händen geliebt habe. 

    Ein anderer Moment in der Serie wird zu einer emotionalen Herausforderung für Beth. Ein Pferd ist in einen Unfall verwickelt und wird dabei schwer verletzt. Sie erklärt sich bereit, es von seinem Leid zu erlösen, zögert aber und möchte es letztlich retten – mithilfe des Tierarztes Everett (Ed Harris). Ich finde, es zeigt ihren tiefen Charakter, ihre Leidenschaft und ihr Mitgefühl, sich für die Sachen einzusetzen, die ihr am Herzen liegen. Nun ist das eine sehr extreme Situation, die Beth durchlebt, aber in welchem Moment wird Ihre Leidenschaft als Kelly besonders deutlich?
    Ich denke da direkt an meine Familie. Ich habe das Gefühl, wenn du Menschen hast, die du beschützen willst, merkst du erst, was dir wirklich wichtig ist. Das Herz schlägt ein bisschen stärker – also wenn ich mich vor etwas stelle und es beschützen will, dann fühle ich mich dem eben sehr verbunden. 

    Das empfinde ich auch bei der Rolle von Beth – sie beschützt das, was ihr wichtig ist. Mir hat die Szene gefallen, als sie dieses Pferd sieht und sich direkt darum kümmern möchte. Da ist sie in Bestform, und sie sieht etwas in den Augen dieses Pferdes, das dort vor Schmerzen liegt, und sie sagt sich: ‚Wir werden es retten.‘ Diese Leidenschaft gefällt mir sehr!

    Quelle: Gala