Das Bitcoin-Netzwerk hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Am Montag, dem 9. März 2026, wurde der 20-millionste Bitcoin geschürft. Damit sind über 95 Prozent aller jemals existierenden Bitcoins im Umlauf. Die verbleibende Million wird voraussichtlich erst im Jahr 2140 durch Mining generiert, wie CoinMarketCap berichtet.

Hintergrund: Begrenzte Anzahl als Wertanker
Die begrenzte Anzahl von 21 Millionen Bitcoins ist ein zentrales Element des Designs der Kryptowährung. Sie soll eine Knappheit erzeugen, die Bitcoins als Wertspeicher attraktiv macht, ähnlich wie Gold. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von Zentralbanken beliebig vermehrt werden können, ist die Menge an Bitcoins von vornherein begrenzt. (Lesen Sie auch: Bitcoin-Kurs: Iran-Krieg und Anlegerstimmung beeinflussen)
Aktuelle Entwicklung: Das „Halving“
Die Ausschüttung neuer Bitcoins erfolgt über das sogenannte „Mining“. Dabei lösen Rechner komplexe Rechenaufgaben, um Transaktionen zu bestätigen und neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Als Belohnung erhalten die Miner neu geschöpfte Bitcoins. Diese Belohnung halbiert sich etwa alle vier Jahre, ein Prozess, der als „Halving“ bezeichnet wird. Das letzte Halving fand am 20. April 2024 statt, wodurch die Belohnung von 6,25 auf 3,125 Bitcoins pro Block sank. Das nächste Halving wird für April 2028 erwartet. Dieser Mechanismus verlangsamt die Ausgabe neuer Bitcoins kontinuierlich.
Auswirkungen auf Miner
Das Halving hat erhebliche Auswirkungen auf die Rentabilität des Bitcoin-Minings. Da die Belohnung sinkt, müssen Miner effizienter arbeiten und ihre Kosten senken, um weiterhin profitabel zu sein. Einige Miner könnten gezwungen sein, ihre Aktivitäten einzustellen, was zu einer Konsolidierung des Mining-Marktes führen könnte. Langfristig sollen Transaktionsgebühren die Haupteinnahmequelle der Miner darstellen. Aktuell machen diese jedoch nur einen geringen Teil der Einnahmen aus. Laut einer Analyse von CryptoSlate liegt der Break-Even-Preis für Bitcoin-Miner (nur Stromkosten) bei etwa 74.000 US-Dollar pro Coin. Unter Berücksichtigung aller Kosten könnte dieser Wert sogar über 100.000 US-Dollar liegen, wie ForkLog berichtet. (Lesen Sie auch: Smi Index im Sinkflug: Schweizer Börse erlebt…)
Was bedeutet das für die Zukunft von Bitcoins?
Der erreichte Meilenstein von 20 Millionen geschürften Bitcoins unterstreicht die Knappheit der Kryptowährung. Dies könnte langfristig zu einer Wertsteigerung führen, da das Angebot begrenzt ist, während die Nachfrage potenziell steigt. Allerdings ist der Bitcoin-Markt von hoher Volatilität geprägt, und es gibt keine Garantie für zukünftige Wertentwicklungen. Die fortschreitende Verknappung könnte das Interesse von Investoren weiter verstärken. Es wird erwartet, dass die verbleibenden 1 Million Coins erst in über 100 Jahren geschürft sein werden, was die langfristige Perspektive von Bitcoin als digitales Gut unterstreicht.
Die Bedeutung von Bitcoin
Bitcoin, als erste dezentrale Kryptowährung, hat die Finanzwelt nachhaltig beeinflusst. Es ermöglicht grenzüberschreitende Transaktionen ohne die Notwendigkeit von Intermediären wie Banken. Die Technologie hinter Bitcoin, die Blockchain, hat auch in anderen Bereichen Anwendung gefunden, beispielsweise in der Logistik und im Supply Chain Management. Trotz seiner Volatilität und regulatorischen Unsicherheiten bleibt Bitcoin ein wichtiger Akteur im Krypto-Ökosystem. Die Akzeptanz von Bitcoin als Zahlungsmittel nimmt stetig zu, und immer mehr Unternehmen integrieren die Kryptowährung in ihre Geschäftsmodelle. Informationen zur Funktionsweise und den Hintergründen von Bitcoin bietet beispielsweise die Deutsche Bundesbank auf ihrer Webseite. (Lesen Sie auch: Offene Immobilienfonds Risiko: BAFIN warnt Anleger!)
FAQ zu Bitcoins
Häufig gestellte Fragen zu bitcoins
Wie viele Bitcoins wird es maximal geben?
Die maximale Anzahl an Bitcoins ist auf 21 Millionen begrenzt. Diese Begrenzung ist im Protokoll der Kryptowährung festgeschrieben und soll Knappheit erzeugen, ähnlich wie bei Edelmetallen wie Gold. Aktuell sind über 20 Millionen Bitcoins geschürft, die restlichen werden voraussichtlich bis zum Jahr 2140 generiert.

Was bedeutet das „Halving“ bei Bitcoins?
Das Halving ist ein Ereignis, das etwa alle vier Jahre stattfindet und die Belohnung für das Mining neuer Bitcoin-Blöcke halbiert. Dies reduziert die Rate, mit der neue Bitcoins in Umlauf gebracht werden, und trägt zur Verknappung bei. Das letzte Halving fand im April 2024 statt. (Lesen Sie auch: George Russell triumphiert: Pole-Position beim Australien)
Warum ist die Anzahl der Bitcoins begrenzt?
Die Begrenzung der Bitcoin-Anzahl auf 21 Millionen soll eine Inflation verhindern und den Wert der Kryptowährung langfristig stabilisieren. Im Gegensatz zu traditionellen Währungen, die von Zentralbanken beliebig vermehrt werden können, ist das Angebot an Bitcoins von vornherein begrenzt.
Wie funktioniert das Mining von Bitcoins?
Beim Mining lösen Rechner komplexe Rechenaufgaben, um Transaktionen zu bestätigen und neue Blöcke zur Blockchain hinzuzufügen. Als Belohnung erhalten die Miner neu geschöpfte Bitcoins. Dieser Prozess erfordert erhebliche Rechenleistung und Energie.
Was passiert, wenn alle Bitcoins geschürft sind?
Wenn alle 21 Millionen Bitcoins geschürft sind, werden die Miner weiterhin durch Transaktionsgebühren für die Validierung von Transaktionen entlohnt. Es wird erwartet, dass diese Gebühren langfristig die Haupteinnahmequelle der Miner darstellen.
Tabelle: Bitcoin-Halving-Historie
| Halving | Blockhöhe | Datum | Belohnung pro Block |
|---|---|---|---|
| 1 | 210.000 | 28. November 2012 | 25 BTC |
| 2 | 420.000 | 9. Juli 2016 | 12,5 BTC |
| 3 | 630.000 | 11. Mai 2020 | 6,25 BTC |
| 4 | 840.000 | 20. April 2024 | 3,125 BTC |
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.





