Der Josefitag, der alljährlich am 19. März begangen wird, ist für viele Menschen in Österreich ein besonderer Tag. Insbesondere in der Steiermark, Kärnten, Tirol und Vorarlberg ist er von Bedeutung, da hier die Schulkinder an diesem Tag schulfrei haben. Der Tag ist dem Heiligen Josef gewidmet, dem Ziehvater Jesu.

Hintergrund und Bedeutung des Josefitags
Der Josefitag, auch Josefstag genannt, ist ein Hochfest der römisch-katholischen Kirche. Er erinnert an Josef von Nazareth, der als Zimmermann und Ziehvater Jesu eine wichtige Rolle im Neuen Testament spielt. Josef wird als Schutzpatron vieler Berufe, insbesondere der Handwerker, sowie als Patron der Familien und der Kirche verehrt. Seit 1870 gilt er als Schutzpatron der gesamten katholischen Kirche.
Die Verehrung des Heiligen Josef hat eine lange Tradition. Bereits im Mittelalter entstanden erste Bruderschaften, die sich dem Heiligen widmeten. Im 17. Jahrhundert erfuhr die Josefverehrung einen besonderen Aufschwung, nicht zuletzt durch die Förderung seitens des Jesuitenordens. Auch die Habsburger trugen zur Verbreitung des Josefskultes bei, indem sie ihn zum Hausheiligen erklärten.
Aktuelle Entwicklungen rund um den Josefitag
In der Steiermark hat der Josefitag eine besondere Bedeutung, da der Heilige Josef der Landespatron ist. Seit mehr als 250 Jahren ist dies der Fall, wie die Kleine Zeitung berichtet. Traditionell haben die Schulen an diesem Tag geschlossen. Doch es gibt auch aktuelle Diskussionen und Veränderungen rund um den Josefitag in der Steiermark. (Lesen Sie auch: Julian Nagelsmann Torwart: überrascht mit -Nominierung)
Ein Beispiel hierfür ist die satirische Auseinandersetzung mit dem Thema in der steirischen Kunst- und Kulturszene. Wie Der Standard berichtet, gibt es eine FPÖ-Empörung über eine satirische „Verseppung“ der steirischen Kultur. Konkret geht es um das Video „Kurz mal Sepp“ von Andreas Unterweger und Max Höfler, das sich kritisch mit der Instrumentalisierung des Josefitags auseinandersetzt.
Zudem gibt es in der Steiermark Pläne, den Josefitag auszuweiten. Statt einem einzigen Tag sollen die „Josefitage“ künftig drei Tage lang, vom 19. bis 21. März, gefeiert werden. Ziel ist es, den Heiligen Josef mit Brauchtum, Blasmusik und traditioneller Kulinarik in allen Regionen der Steiermark zu ehren.
Diese Ausweitung des Josefitags findet jedoch nicht nur Zustimmung. Kritiker bemängeln, dass die steirische Kunst- und Kulturszene unter Budgetkürzungen leidet, während gleichzeitig viel Geld in die Ausrichtung der „Josefitage“ investiert wird. Die Initiative #Kulturlandretten setzt sich für den Erhalt der kulturellen Vielfalt in der Steiermark ein.
Reaktionen und Stimmen zum Josefitag
Die Reaktionen auf den Josefitag und die damit verbundenen Traditionen sind vielfältig. Für viele Menschen ist es ein wichtiger religiöser Feiertag, der im Kreise der Familie begangen wird. Andere sehen im Josefitag vor allem einen Tag der Brauchtumspflege und der regionalen Identität. (Lesen Sie auch: Ried Lask Kühbauer: im Cupfinale: sorgt für…)
In der katholischen Kirche wird der Heilige Josef als Vorbild für christliche Tugenden wie Bescheidenheit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe verehrt. Er gilt als Patron der Arbeiter und Handwerker und wird oft um seinen Beistand in schwierigen Lebenslagen gebeten.
Auch in der Politik spielt der Josefitag eine Rolle. So gibt es immer wieder Diskussionen darüber, ob der Tag in allen Bundesländern als Feiertag gelten sollte. Befürworter argumentieren, dass der Josefitag ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Kultur und Tradition ist. Gegner hingegen sehen in einem zusätzlichen Feiertag eine Belastung für die Wirtschaft.
Josefitag: Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Josefitag wird auch in Zukunft ein wichtiger Bestandteil des kulturellen und religiösen Lebens in Österreich bleiben. Die Verehrung des Heiligen Josef und die damit verbundenen Traditionen werden weiterhin gepflegt und weitergegeben.

Es ist jedoch auch wichtig, sich kritisch mit dem Josefitag auseinanderzusetzen und ihn nicht nur als unreflektierten Brauch zu betrachten. Die satirische „Verseppung“ der steirischen Kultur, wie sie von Andreas Unterweger und Max Höfler praktiziert wird, kann dazu beitragen, den Blick auf den Josefitag zu hinterfragen und neue Perspektiven zu eröffnen. (Lesen Sie auch: Roland Trettl ersetzt Tim Mälzer bei "Kitchen…)
Auch die Diskussionen um die Budgetkürzungen in der steirischen Kunst- und Kulturszene zeigen, dass es wichtig ist, die finanziellen Mittel sinnvoll einzusetzen und die kulturelle Vielfalt zu fördern. Der Josefitag sollte nicht dazu missbraucht werden, politische Interessen zu verfolgen oder von anderen Problemen abzulenken.
Die katholische Kirche in Österreich begeht den Tag mit zahlreichen Gottesdiensten und Feierlichkeiten. Im Wiener Stephansdom beispielsweise findet ein Josefs-Hochamt mit musikalischer Begleitung statt, wie religion.ORF.at berichtet. Auch in anderen Kirchen und Gemeinden wird der Heilige Josef groß gefeiert.
FAQ zum Josefitag
Häufig gestellte Fragen zu josefitag
Warum ist der Josefitag in einigen Bundesländern ein schulfreier Tag?
Der Josefitag ist in der Steiermark, Kärnten, Tirol und Vorarlberg ein schulfreier Tag, da der Heilige Josef in diesen Bundesländern als Landespatron verehrt wird. Dies ist eine lange Tradition, die seit mehr als 250 Jahren besteht.
Welche Bedeutung hat der Heilige Josef in der katholischen Kirche?
Der Heilige Josef gilt in der katholischen Kirche als Ziehvater Jesu und als Patron der Arbeiter, Handwerker, Familien und der Kirche selbst. Er wird als Vorbild für christliche Tugenden wie Bescheidenheit, Gerechtigkeit und Nächstenliebe verehrt. (Lesen Sie auch: Vonovia: Geschäftsbericht 2025 und Ausblick auf 2026…)
Wie wird der Josefitag in Österreich gefeiert?
Der Josefitag wird in Österreich mit verschiedenen Bräuchen und Traditionen gefeiert. Dazu gehören Gottesdienste, Prozessionen, Konzerte und gesellige Zusammenkünfte im Kreise der Familie. In der Steiermark gibt es Pläne, die Feierlichkeiten auf drei Tage auszuweiten.
Gibt es Kritik am Josefitag oder an seiner Ausgestaltung?
Ja, es gibt Kritik am Josefitag, insbesondere an seiner Instrumentalisierung für politische Zwecke und an der Finanzierung der Feierlichkeiten angesichts von Budgetkürzungen in anderen Bereichen wie der Kunst und Kultur. Auch satirische Auseinandersetzungen mit dem Thema sind zu finden.
Welche Rolle spielt der Josefitag in der aktuellen politischen Diskussion in Österreich?
Der Josefitag spielt in der politischen Diskussion eine Rolle, da es immer wieder Debatten darüber gibt, ob er in allen Bundesländern als Feiertag gelten sollte. Zudem gibt es Auseinandersetzungen um die Finanzierung und Ausgestaltung der Feierlichkeiten, insbesondere in der Steiermark.
| Bundesland | Schulfrei |
|---|---|
| Steiermark | Ja |
| Kärnten | Ja |
| Tirol | Ja |
| Vorarlberg | Ja |
| Wien | Nein |
| Niederösterreich | Nein |
| Oberösterreich | Nein |
| Salzburg | Nein |
| Burgenland | Nein |
Weitere Informationen zum Heiligen Josef und zum Josefitag finden sich auf der offiziellen Seite der katholischen Kirche Österreichs.

