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  • Maggie Gyllenhaal + Jake Gyllenhaal: Wie sie mit Neid in ihrer Geschwisterbeziehung umgehen

    Maggie Gyllenhaal + Jake Gyllenhaal: Wie sie mit Neid in ihrer Geschwisterbeziehung umgehen

    Wie die Schauspiel-Geschwister Jake und Maggie Gyllenhaal gelernt haben, mit Konkurrenz und Neid umzugehen.

    So euphorisch schwärmte Schauspieler Jake Gyllenhaal, 45, kürzlich von seiner Schwester Maggie, 48, ebenfalls Schauspielerin: „Schon mein ganzes Leben lang habe ich zu ihr aufgeblickt, ich bewundere sie mehr als alles andere auf der Welt!“ Ein Kompliment, dass Maggie Gyllenhaal heute ohne Störgefühl hört. Denn hinter der Geschwister-Verbundenheit steckt jahrelange Beziehungsarbeit. Darüber hat sie nun bewundernswert offen mit der „New York Times“ gesprochen. Ihre Erkenntnis: Neid unter Geschwistern muss gar nicht schlimm sein.

    Jake Gyllenhaal und Maggie Gyllenhaal: Es war nicht immer so einfach

    Filme sind bei den Gyllenhaals Familienbusiness: Vater Stephen Gyllenhaal ist Regisseur, Mutter Naomi Achs Drehbuchautorin. Eine echte Hollywood-Familie. Schon als Kinder standen die Geschwister vor der Kamera. Jake wurde mit seinem Mix aus schlaksiger Tapsigkeit und fragiler Coolness schnell zum schwer angesagten Hollywoodstar – inklusive der ersten Oscar-Nominierung für das Drama „Brokeback Mountain“ 2006, da war er 26. 

    Anders Maggie: Sie wolltemit komplexen Rollen jenseits des Blockbuster-Kinos überzeugen, 2010 bescherte der Film „Crazy Heart“ auch ihr eine Oscar-Nominierung. Trotzdem war da ein Gefühl, das man sich gegenüber den eigenen Geschwistern nicht gern eingesteht: „Ich hätte meinen Neid zu dem Zeitpunkt nicht benennen können, aber er war eindeutig da“, sagte sie rückblickend.

    Maggie setzte sich mit ihren diffusen Emotionen auseinander – lange und intensiv. Heute sagt sie voller Überzeugung: Neid ist nicht gleich Missgunst. „Ich bin ziemlich fasziniert davon, wie sehr Bewunderung und Neid zusammengehören.“ Aber dafür brauchte sie Raum und Zeit: „Damals spürte ich, dass ich erst mal weg muss von meiner Familie. Von meinem Bruder“, erklärt sie ganz offen, „ich wollte mein eigenes Ding machen!“

    „Mir kamen die Tränen“

    Das tat sie!Neben der Filmkarriere fand sie ihr Glück mit dem Schauspielkollegen Peter Sarsgaard: Seit 2009 sind die beiden verheiratet, die Töchter sind 19 und 13 – und lieben ihren Onkel Jake. „Heute sind wir uns näher, als wir es je waren“, sagt Maggie. Und deshalb wollte sie unbedingt, dass ihr Bruder in „The Bride!“ mitspielt. Für den Film, eine fantasievoll-irre Frankenstein-Adaption, schrieb sie das Drehbuch und führte auch Regie. Kurz gesagt: Es ist ein Herzensprojekt mit viel Herzklopfen – ganz besonders an dem Tag, als sie ihrem Bruder die Rolle anbot. „Bevor ich ihn gefragt habe, war ich allein in meinem Hotelzimmer, und mir kamen die Tränen“, erinnert sie sich. Aber Jake sagte zu und hat kein Problem damit, dass seine Schwester ihm sagt, wo es langgeht: „Sie hat schon in unserer Kindheit Regie geführt, ich habe es nur nicht realisiert!“, sagt er augenzwinkernd.

    Jakes Rolle ist klein – aber sein Auftritt bedeutet auch ihm viel: „Maggie hat jahrelang an der Idee, an dem Drehbuch gearbeitet. Was sie daraus gemacht hat, ist unglaublich.“ Und es klingt total bewundernd. Was nicht heißt, dass er seine Schwester nicht beneidet – das tut er, aber auf eine gute Art: „Ich hätte liebend gerne eine Familie, und wenn sie so ist wie die Familie, die meine Schwester großgezogen hat, wäre ich stolz.“ Für seine Nichten lässt er alles stehen und liegen: „Die beiden sind die Nachfahrinnen von sehr tollen Frauen in unserer Familie!“

    Eine tolle Frau, die (noch) nicht zur Familie gehört, hat Jake seit sieben Jahren an seiner Seite. Mit dem Model Jeanne Cadieu, 28, sieht man ihn selten in der Öffentlichkeit. Für die Liebe, das hat er von seiner Schwester gelernt, braucht man keine Kameras.

    Quelle: Gala