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    Chemiekonzern Standort

    Hoher Kostendruck, Stellenabbau, veränderte Märkte: Manager Markus Kamieth treibt die Veränderungen bei BASF voran. China und das Kerngeschäft stehen im Fokus.

    Symbolbild zum Thema Chemiekonzern Standort
    Symbolbild: Chemiekonzern Standort (Bild: Picsum)

    Der weltgrößte Chemiekonzern BASF investiert Milliardensummen in den Erhalt und die Entwicklung seines schwächelnden Stammwerks Ludwigshafen. Der größte Standort des Dax-Konzerns sei die Wiege von BASF und zentral für die Zukunft des Konzerns, sagte Vorstandschef Markus Kamieth auf der Hauptversammlung in Mannheim. „Deshalb ist es so wichtig, dass uns die Veränderung hier gelingt.“

    Fortlaufend würden mindestens 1,5 Milliarden Euro jährlich in den Erhalt und auch neue Anlagen in Ludwigshafen investiert, erklärte der Manager. An dem Standort werde es dennoch weitere Einschnitte in allen Bereichen geben. Bestimmte Dienstleistungen etwa bei Personal, Finanzen und Digitalisierung würden künftig verstärkt aus Indien kommen.

    Sparprogramm und Stellenabbau (Lesen Sie auch: BASF Zhanjiang Werk: Milliarden-Investition in China)

    BASF kämpft mit einer zu geringen Auslastung am Stammwerk Ludwigshafen. Der Dax-Konzern hat deshalb mehrere Sparprogramme aufgelegt, inklusive umfangreichem Stellenabbau. Rund 2.800 Stellen sind nach Angaben des Vorstands bei der BASF SE in Ludwigshafen seit Anfang 2024 weggefallen. „Für unsere Mannschaft in Ludwigshafen ist das keine einfache Zeit“, sagte Kamiteh zu den Veränderungen für mehr Wettbewerbsfähigkeit. „Ich weiß, dass die Schlagzahl sehr hoch ist.“ 

    Nach den ersten Monaten des laufenden Jahres gab es bei dem Chemiekonzern weltweit 106.428 Beschäftigte und damit rund 5.000 weniger als im ersten Quartal des Vorjahres. Im Stammwerk arbeitet mit etwa 33.000 Menschen etwa ein Drittel der weltweiten Beschäftigten. 

    Keine Produktionsverlagerung nach China

    Der Vorstandschef versicherte, die milliardenschweren Investitionen in China in den Verbundstandort Zhanjiang gingen nicht zulasten der heimischen Standorte. Produktion wandere nicht aus Deutschland nach China ab. „Wir produzieren in China für China, nicht für den Export nach Europa“, erklärte der Manager. „Wenn wir Anlagen in Deutschland schließen, dann hat es vor allem mit der Marktentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit in Europa zu tun.“ (Lesen Sie auch: Einzelhandel: In Deutschland werden deutlich weniger Schnittblumen…)

    BASF habe in China zuletzt einen Umsatz von rund acht Milliarden Euro erzielt. In den USA sei es fast das Doppelte, in Europa etwa das Dreifache. Perspektivisch soll das Chinageschäft ähnlich groß werden wie unser USA-Geschäft, kündigte der Vorsitzende an. „Aber auch das ist keine Abhängigkeit von einem einzelnen Markt, sondern entspricht der Realität in unserer Branche.“ China stehe für rund die Hälfte des globalen Chemiemarkts.

    Verkauf von Tausenden Werkswohnungen

    Vorstandsmitglied Katja Scharpwinkel verteidigte den geplanten Verkauf von Tausenden Werkswohnungen der BASF-Tochter Wohnen und Bauen. Der Chemiekonzern wolle sich in seiner wirtschaftlichen Situation auf das Kerngeschäft konzentrieren. Es handele sich um einen hochwertigen Wohnungsbestand, dessen Verkauf einen erheblichen Beitrag zur Stärkung der BASF-Bilanz leisten könne.

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    Symbolbild: Chemiekonzern Standort (Bild: Picsum)

    Scharpwinkel versicherte, die bestehenden Mietverhältnisse würden bestehen blieben. Es geht um 1.100 Eigentumswohnungen, die an verschiedene einzelne Käufer verkauft werden sollen, sowie 3.300 Wohnungen, die als Gesamtpaket an einen Kaufinteressenten gehen werden. (Lesen Sie auch: Sportwagenhersteller Porsche)

    Mehr Gewinn im ersten Quartal

    Im ersten Quartal wurde ein Konzernumsatz von 16 Milliarden Euro erzielt, was einem Rückgang zum Vorjahr um drei Prozent entspricht. Unter dem Strich stieg der auf die Aktionäre entfallende Gewinn um knapp 15 Prozent auf 927 Millionen Euro. 

    Aktionärsschützer forderten das Management auf, nicht nur den neuen Standort China hochzufahren, sondern auch Europa als zukunftsfähigen Heimathafen zu sichern. Auf der Hauptversammlung wurde eine Dividende für die Anteileigner von unverändert 2,25 Euro je Aktie beschlossen.

    Ursprünglich berichtet von: Stern (Lesen Sie auch: Optimierung: Wie immer mehr Coaches mit der…)

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    Symbolbild: Chemiekonzern Standort (Bild: Picsum)
  • Solvay: Nach der Spaltung – Fokus auf essentielle Chemie in 2026

    Solvay: Nach der Spaltung – Fokus auf essentielle Chemie in 2026

    Solvay, ein weltweit agierender Chemiekonzern mit langer Tradition, hat sich am 31. März 2026 neu aufgestellt und blickt auf eine signifikante Transformation zurück. Die strategische Spaltung in zwei eigenständige Unternehmen hat die Weichen für eine fokussierte Zukunft gestellt. Diese Neuausrichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit stärken und neue Wachstumschancen im globalen Chemiemarkt erschließen. Das Unternehmen Solvay konzentriert sich nun auf essentielle Chemikalien, während das abgespaltene Unternehmen Syensqo den Bereich der Spezialchemie und innovativen Materialien abdeckt.

    Solvay ist ein belgisches Chemieunternehmen, das im Dezember 2023 in zwei eigenständige Einheiten – Solvay und Syensqo – aufgeteilt wurde. Das „neue“ Solvay konzentriert sich auf essentielle Chemikalien wie Soda, Peroxide und Spezialchemikalien. Diese strategische Neuausrichtung soll die Wertschöpfung für Aktionäre und Kunden optimieren und die Position im globalen Chemiemarkt stärken.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Solvay wurde im Dezember 2023 in zwei unabhängige Unternehmen gespalten: Solvay und Syensqo.
    • Das „neue“ Solvay konzentriert sich auf essentielle Chemikalien wie Soda, Peroxide, Silica und Spezialchemikalien.
    • Syensqo, die abgespaltene Einheit, fokussiert sich auf Spezialpolymere, Verbundwerkstoffe und innovative Lösungen.
    • Die Spaltung zielte darauf ab, die jeweiligen Geschäftsfelder besser zu fokussieren und Wachstumspotenziale zu maximieren.
    • Solvay ist mit mehreren Standorten, darunter Rheinberg und Bernburg, auch in Deutschland stark vertreten.
    • Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und die Reduzierung von CO2-Emissionen in seinen Produktionsprozessen.
    • Die Solvay-Aktie wird seit der Spaltung als eigenständiges Unternehmen an der Euronext Brussels gehandelt.

    Die Historie von Solvay und die Gründe für die Spaltung

    Die Geschichte von Solvay reicht bis ins Jahr 1863 zurück, als Ernest Solvay das nach ihm benannte Solvay-Verfahren zur Herstellung von Soda erfand. Dieses Verfahren revolutionierte die Chemieindustrie und legte den Grundstein für ein globales Unternehmen. Über mehr als 160 Jahre entwickelte sich Solvay zu einem diversifizierten Chemiekonzern mit einer breiten Palette an Produkten und Anwendungen. Das Unternehmen war stets bestrebt, durch Prozessinnovationen Lösungen für alltägliche Bedürfnisse zu schaffen, von der Wasseraufbereitung bis hin zu umweltfreundlicher Kleidung.

    Im März 2022 kündigte Solvay seine Absicht an, sich in zwei unabhängige, börsennotierte Unternehmen aufzuteilen. Diese strategische Entscheidung, die im Dezember 2023 mit überwältigender Mehrheit der Aktionäre genehmigt wurde, sollte jedem Geschäftsbereich die nötige Unabhängigkeit und Flexibilität verschaffen, um spezifische Wachstumsstrategien zu verfolgen und den Wert für die Aktionäre zu maximieren. Die Aufspaltung war eine Reaktion auf die zunehmende Komplexität des globalen Chemiemarktes und die Notwendigkeit, sich auf Kernkompetenzen zu konzentrieren.

    Die Spaltung in Solvay und Syensqo: Zwei Wege zum Erfolg

    Die offizielle Trennung von Solvay in zwei eigenständige Unternehmen erfolgte am 9. Dezember 2023. Seit dem 11. Dezember 2023 werden die Aktien der beiden neuen Entitäten, Solvay und Syensqo, separat an der Euronext Brussels und Paris gehandelt. Diese Dualität ermöglicht es beiden Unternehmen, ihre jeweiligen Märkte gezielter anzusprechen und ihre Innovationskraft optimal einzusetzen.

    Das „neue“ Solvay: Fokus auf essentielle Chemikalien

    Das „neue“ Solvay hat sich auf das Geschäft mit essentiellen Chemikalien konzentriert. Dazu gehören Mono-Technologie-Geschäfte wie Soda und Derivate, Peroxide, Silica, Spezialchemikalien und Coatis. Diese Produkte sind unverzichtbar für eine Vielzahl von Industriezweigen, darunter Konsumgüter, Gesundheitswesen, Lebensmittel, Elektronik, Bauwesen und Automobil. Das Unternehmen verfolgt eine Strategie der Markt- und Kostenführerschaft sowie der Nachhaltigkeit, um seine Position in diesen reifen und stabilen Märkten zu festigen. Solvay beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter in 41 Ländern und erzielte 2023 einen Umsatz von 4,88 Milliarden Euro.

    Syensqo: Innovation und Spezialchemie

    Syensqo (ausgesprochen „Science Co.“) ist das aus der Spaltung hervorgegangene Spezialchemie- und Materialunternehmen. Es konzentriert sich auf Hochleistungspolymere, Verbundwerkstoffe, Tenside, Aromen und Technologielösungen. Das Unternehmen treibt Innovationen in wachstumsstarken Märkten voran, darunter Batteriematerialien, grüner Wasserstoff, thermoplastische Verbundwerkstoffe und erneuerbare Materialien sowie Biotechnologie. Syensqo ist mit 13.000 Mitarbeitern in 30 Ländern aktiv und betreibt 62 Industriestandorte sowie 12 große Forschungs- und Entwicklungszentren. Im März 2026 kündigte Syensqo beispielsweise die Einführung eines KI-designten, biobasierten Wirkstoffs für die Haarpflege an, der aus recyceltem Kaffeesatz gewonnen wird. Auch die vorzeitige Rückzahlung von Anleihen in Höhe von 500 Millionen Euro zum 31. März 2026 zeigt die finanzielle Stärke und strategische Ausrichtung von Syensqo.

    Solvay in Deutschland: Standorte und Bedeutung

    Deutschland ist ein wichtiger Standort für Solvay. Das Unternehmen unterhält hier mehrere Produktionsstätten und Büros, darunter in Rheinberg, Bad Wimpfen, Bernburg, Ahaus/Epe und Garbsen. Diese Standorte spielen eine entscheidende Rolle in der europäischen und globalen Wertschöpfungskette von Solvay. Beispielsweise plant Solvay, den Standort Bad Wimpfen bis 2025 zu einem globalen Drehkreuz für Nocolok, eine Aluminiumlöttechnologie für die Automobilindustrie, zu entwickeln. Im Zuge dieser Umstrukturierung wird die Produktion von Trifluoressigsäure (TFA) und Fluorwasserstoff (HF) in Bad Wimpfen bis Anfang 2026 bzw. Ende 2026 eingestellt, was zu einem Abbau von rund 100 Arbeitsplätzen führen wird. Der Standort Garbsen soll bis 2028 geschlossen werden, wobei etwa 40 Arbeitsplätze entfallen.

    Solvay engagiert sich in Deutschland auch stark im Bereich der Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung. So spenden Solvay-Standorte in Deutschland gebrauchte technische Geräte an die AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung), eine gemeinnützige Organisation, die Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderungen schafft und gleichzeitig zur Reduzierung von CO2-Emissionen und Rohstoffverbrauch beiträgt. Das Unternehmen betont, dass es trotz dieser Umstrukturierungen „fest zum Industriestandort Deutschland steht“. Die Anpassungen sind Teil einer breiteren Strategie, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und das Portfolio zu optimieren. Solche strategischen Neuausrichtungen und die damit verbundenen Herausforderungen für die Arbeitsmärkte sind auch in anderen Branchen relevant, wie beispielsweise die Kriminalitätsstatistik in Sachsen zeigen kann, wo wirtschaftliche Veränderungen ebenfalls soziale Auswirkungen haben können.

    Produkte und Anwendungen von Solvay: Von Soda bis Peroxid

    Das Produktportfolio des „neuen“ Solvay umfasst grundlegende Chemikalien, die in zahlreichen Industrie- und Konsumgüteranwendungen zum Einsatz kommen. Dazu zählen:

    • Soda und Derivate: Unverzichtbar für die Glasherstellung, in der Waschmittelindustrie und in der Lebensmittelproduktion.
    • Peroxide: Werden unter anderem zur Bleichung von Papier und Textilien sowie zur Wasseraufbereitung eingesetzt.
    • Silica: Findet Verwendung in Reifen zur Verbesserung der Kraftstoffeffizienz und in Zahnpasta als Schleifmittel.
    • Spezialchemikalien: Eine breite Palette an Produkten für verschiedene Nischenanwendungen, die oft kundenspezifisch entwickelt werden.
    • Coatis: Beschichtungsmaterialien für industrielle Anwendungen.

    Diese Produkte sind das Rückgrat vieler Industrien und tragen maßgeblich zur täglichen Lebensqualität bei. Solvay setzt dabei auf Prozessinnovation, um diese essentiellen Produkte auf nachhaltigste und wettbewerbsfähigste Weise herzustellen.

    Video: Solvay – Essential for Generations (Quelle: YouTube, Solvay Official Channel)

    Strategie und Zukunftsaussichten von Solvay: Nachhaltigkeit und Innovation

    Solvay verfolgt eine klare Strategie, die auf Marktführerschaft, Kostenführerschaft und Nachhaltigkeit basiert. Das Unternehmen hat sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, die im Rahmen des „Solvay One Planet“-Programms zusammengefasst sind. Dieses Programm, das sich an den Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen orientiert, umfasst zehn messbare Ziele bis 2030 in den Bereichen Klima, Ressourcen und „Better Life“. Solvay strebt an, bis 2050 kohlenstoffneutral zu sein, wobei für alle Geschäftsbereiche außer Soda bis 2040 Kohlenstoffneutralität erreicht werden soll. Dazu gehört auch die Umstellung des Soda-Werks in Rheinberg, Deutschland, auf Biomasse als primäre Energiequelle bis 2025, um die CO2-Emissionen erheblich zu senken.

    Im März 2026 präsentierte Solvay auf der LogiChem 2026, wie das Unternehmen seine Lieferkettenplanung mit KI-gestützten Lösungen transformiert hat, um Agilität und Resilienz zu erhöhen und die टाइम-to-Value zu beschleunigen. Solvay treibt die Digitalisierung und den Einsatz von KI voran, um Entscheidungsprozesse zu beschleunigen und die Widerstandsfähigkeit zu stärken. Diese Innovationskraft ist entscheidend, um den Herausforderungen eines dynamischen Marktes zu begegnen und sich als führendes Unternehmen in der essentiellen Chemie zu positionieren.

    Die Fokussierung auf Nachhaltigkeit und innovative Prozesstechnologien ist nicht nur ein ökologisches, sondern auch ein wirtschaftliches Gebot. Solvay investiert in Forschung und Entwicklung, um umweltfreundlichere Produktionsverfahren zu etablieren und Produkte mit geringerem ökologischen Fußabdruck anzubieten. Dies ist ein entscheidender Faktor für die langfristige Wettbewerbsfähigkeit und das Wachstum des Unternehmens.

    Die Solvay-Aktie: Entwicklung und Perspektiven für Investoren

    Seit der Spaltung im Dezember 2023 wird die Solvay-Aktie (SOLB) als eigenständiges Unternehmen an der Euronext Brussels gehandelt. Für Investoren bietet das „neue“ Solvay eine klare Fokussierung auf stabile, cashflow-generierende essentielle Chemikalien. Die Aktie ist Teil des BEL 20 Index. Im März 2026 veröffentlichte Solvay seinen integrierten Jahresbericht für 2025, der die finanzielle, ökologische und soziale Leistung des Unternehmens detailliert darlegt und die Resilienz des Geschäftsmodells in einem herausfordernden Umfeld hervorhebt.

    Die Solvay-Aktie bietet Anlegern die Möglichkeit, in ein etabliertes Chemieunternehmen zu investieren, das sich auf Kernkompetenzen konzentriert und eine klare Nachhaltigkeitsstrategie verfolgt. Während Syensqo als wachstumsorientiertes Unternehmen im Bereich Spezialchemie positioniert ist, bietet Solvay Stabilität und eine solide Dividendenausschüttung. Die fortgesetzte Neuausrichtung und die Investitionen in nachhaltige Technologien sollen auch in Zukunft Werte für die Aktionäre schaffen. Dies ist eine interessante Entwicklung für Anleger, die auch die Performance anderer großer Unternehmen wie Blizzard im Jahr 2026 beobachten.

    FAQ zu Solvay

    Frage Antwort
    Was ist Solvay? Solvay ist ein belgisches Chemieunternehmen, das sich nach der Spaltung im Dezember 2023 auf essentielle Chemikalien wie Soda, Peroxide und Silica konzentriert.
    Wann wurde Solvay gespalten? Die Spaltung von Solvay in zwei unabhängige Unternehmen, Solvay und Syensqo, wurde am 9. Dezember 2023 wirksam.
    Was ist der Unterschied zwischen Solvay und Syensqo? Solvay konzentriert sich auf essentielle Chemikalien und Basismaterialien, während Syensqo auf Spezialchemikalien, Hochleistungsmaterialien und innovative Technologien wie Batteriematerialien und grünen Wasserstoff abzielt.
    Welche Produkte stellt Solvay her? Solvay stellt hauptsächlich Soda und Derivate, Peroxide, Silica, Spezialchemikalien und Coatis her, die in verschiedenen Industrien zum Einsatz kommen.
    Wo hat Solvay Standorte in Deutschland? Solvay hat wichtige Standorte in Deutschland, darunter in Rheinberg, Bad Wimpfen, Bernburg, Ahaus/Epe und Garbsen.
    Welche Nachhaltigkeitsziele verfolgt Solvay? Solvay strebt an, bis 2050 kohlenstoffneutral zu sein, mit Zwischenzielen zur Reduzierung von Emissionen und zur Förderung der Kreislaufwirtschaft bis 2030, wie im Programm „Solvay One Planet“ dargelegt.
    Wie hat sich die Solvay-Aktie nach der Spaltung entwickelt? Die Solvay-Aktie (SOLB) wird seit der Spaltung als eigenständiges Unternehmen an der Euronext Brussels gehandelt und bietet Investoren die Möglichkeit, in den Bereich der essentiellen Chemie zu investieren.

    Fazit zu Solvay

    Solvay hat mit der strategischen Spaltung im Dezember 2023 einen mutigen Schritt in eine zukunftsgerichtete Ära vollzogen. Das „neue“ Solvay positioniert sich als führender Anbieter essentieller Chemikalien, die das Rückgrat vieler Industrien bilden. Durch einen klaren Fokus auf Prozessinnovation, Kostenführerschaft und ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele ist Solvay gut aufgestellt, um in einem sich wandelnden globalen Markt zu bestehen und langfristig Werte zu schaffen. Die Präsenz in Deutschland, die Investitionen in zukunftsweisende Technologien und das Engagement für soziale Verantwortung unterstreichen die Bedeutung von Solvay als globalen Akteur. Die Entwicklung von Solvay bleibt ein spannendes Thema für die Chemiebranche und darüber hinaus.

  • BASF Zhanjiang Werk: Milliarden-Investition in China

    BASF Zhanjiang Werk: Milliarden-Investition in China

    Das neue BASF Zhanjiang Werk, ein Chemie-Verbundstandort in Südchina, wurde nach sechs Jahren Bauzeit eröffnet. Der deutsche Chemiekonzern BASF investierte dafür 8,7 Milliarden Euro. Mit dem Werk will BASF seine Marktposition in China stärken, wo etwa die Hälfte der weltweiten Chemie-Nachfrage besteht.

    Symbolbild zum Thema BASF Zhanjiang Werk
    Symbolbild: BASF Zhanjiang Werk (Bild: Picsum)

    Länder-Kontext

    • China ist der weltweit größte Chemiemarkt und ein wichtiger Absatzmarkt für BASF.
    • Die Provinz Guangdong, in der sich Zhanjiang befindet, ist eine wirtschaftsstarke Region mit vielen BASF-Kunden.
    • Das Werk in Zhanjiang ist ein wichtiger Schritt für BASF, um seine Präsenz in China auszubauen.
    • Die Investition in Zhanjiang ist die größte Einzelinvestition in der Geschichte von BASF.

    Was bedeutet das neue BASF-Werk für den chinesischen Markt?

    Das Werk in Zhanjiang soll den bisher unterversorgten Markt im Süden Chinas bedienen und die Position von BASF im chinesischen Chemiemarkt verbessern. Der Konzern erwirtschaftet bisher nur etwa 14 Prozent seines globalen Umsatzes in China. Das neue Werk soll dazu beitragen, diesen Anteil deutlich zu erhöhen. Wie Stern berichtet, ist es nach Nanjing der zweite Verbundstandort des Unternehmens in China.

    Historische Investition in Zhanjiang

    Mit einer Investition von 8,7 Milliarden Euro ist das BASF Zhanjiang Werk die größte Einzelinvestition in der Geschichte des Unternehmens. Es soll den Markt im Süden Chinas bedienen, der aus Sicht von BASF bisher unterversorgt ist. Der Standort Zhanjiang ist für BASF von großer Bedeutung, da er in der wirtschaftsstarken Provinz Guangdong liegt, wo viele Kunden des Unternehmens ansässig sind. (Lesen Sie auch: übergewinnsteuer Spritpreise: Kommt die Entlastung für Uns?)

    Zweites Werk in China

    Nach dem Standort in Nanjing in Ostchina, wo der Chemiemarkt am größten ist, ist das BASF Zhanjiang Werk der zweite Verbundstandort von BASF in China. Das Werk in Nanjing betreibt BASF in einem Gemeinschaftsunternehmen mit dem staatlichen Ölriesen Sinopec. Mit dem neuen Werk will BASF seine Präsenz in China weiter ausbauen und die wirtschaftsstarke Provinz Guangdong besser erreichen.

    📌 Hintergrund

    Ein Verbundstandort zeichnet sich dadurch aus, dass verschiedene Produktionsanlagen miteinander vernetzt sind. So können Rohstoffe und Energie effizient genutzt und Abfallprodukte vermieden werden.

    Herausforderungen im chinesischen Markt

    Seit der Besiegelung des Projekts im Jahr 2018 unter der damaligen deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich die wirtschaftliche Lage in China verändert. Der Markt ist schwieriger geworden, da harte Preiskämpfe und scharfer Wettbewerb in vielen Branchen die Gewinne der Unternehmen schmälern. BASF-Konzernchef Markus Kamieth räumte ein, dass sich die Investition in Zhanjiang für BASF später als geplant lohnen werde. „Wir starten in einem überversorgten Markt, in dem die Preise und Margen auf einem historisch niedrigen Niveau liegen“, sagte er gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. (Lesen Sie auch: Noch am Boden: Zweiter Testflug der Isar-Aerospace…)

    Globale Kooperation als Erfolgsmodell?

    Trotz der aktuellen Herausforderungen sieht BASF-Vorstand Markus Kamieth im Standort Zhanjiang ein Zeichen für erfolgreiche globale Kooperation. In seiner Eröffnungsrede betonte er, dass der Standort zeige, dass globale Zusammenarbeit die besten Ergebnisse erziele, selbst in einer Welt, die immer geteilter werde. BASF setzt weiterhin auf den chinesischen Markt und will seine Position dort langfristig stärken. Informationen zum Werk finden sich auch auf der BASF-Webseite.

    Häufig gestellte Fragen

    Wo liegt das BASF Zhanjiang Werk genau?

    Das Werk befindet sich in der Küstenstadt Zhanjiang in der südchinesischen Provinz Guangdong. Die Region ist wirtschaftsstark und für BASF von strategischer Bedeutung.

    Detailansicht: BASF Zhanjiang Werk
    Symbolbild: BASF Zhanjiang Werk (Bild: Picsum)

    Wann wurde das BASF Zhanjiang Werk eröffnet?

    Das Werk wurde nach fast sechs Jahren Bauzeit offiziell eröffnet. Bereits im November des Vorjahres wurde der Betrieb aufgenommen. (Lesen Sie auch: DAX Aktienrückkäufe: Konzerne Starten Rekord-Rückkaufprogramm)

    Welche Bedeutung hat der chinesische Markt für BASF?

    Der chinesische Markt ist für BASF von großer Bedeutung, da dort etwa die Hälfte der globalen Chemie-Nachfrage besteht. BASF will seine Position in diesem wichtigen Markt weiter ausbauen.

    Welche Produkte werden im BASF Zhanjiang Werk hergestellt?

    Das Werk ist ein Verbundstandort, was bedeutet, dass dort verschiedene chemische Produkte hergestellt werden. Konkrete Details zur Produktpalette sind derzeit nicht öffentlich bekannt.