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  • Staatsbesuch: Trump trifft Xi – Darum geht es in Peking

    Staatsbesuch: Trump trifft Xi – Darum geht es in Peking

    Beim Treffen zwischen US-Präsident Trump und Chinas Staatschef Xi steht der Handel im Mittelpunkt. Beide Seiten haben Hebel, um Druck auszuüben. Was wollen Xi und Trump?

    Die extrem angespannten Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sind im Fokus des Treffens zwischen Präsident Donald Trump und Staats- und Parteichef Xi Jinping. Was die beiden größten Volkswirtschaften verhandeln, betrifft auch den Welthandel. Worüber beide Seiten streiten und was Trump und Xi wollen:

    Was ist der Stand der Dinge im Handelsverhältnis? 

    Im April vor einem Jahr hatte die Eskalation im Zollstreit den Handel zwischen China und den USA einbrechen lassen. Durch Trumps Einigung mit Xi im südkoreanischen Busan Ende Oktober pausieren die hohen Zusatzaufschläge. Der Aufschub gilt bis November. 

    Je nach Produkt sind die Zölle unterschiedlich hoch. Gerichtsentscheidungen in den USA änderten diese zusätzlich. Laut dem US-Kongress lagen die US-Importzölle auf chinesische Waren Stand 20. Februar durchschnittlich bei 34 Prozent, jene der Chinesen für US-Importe bei 31 Prozent. 

    Belastet ist das Verhältnis außerdem durch Exportkontrollen. Das Busan-Treffen verhinderte zwar die Einführung zusätzlicher Exportkontrollen Chinas auf weitere seltene Erden und technologisches Wissen dafür. Peking lässt aber wichtige Rohstoffe wie seltene Erden weiterhin nur gegen langwierige Genehmigungen ausführen. Die USA halten ihrerseits wichtige Technologie zurück, etwa Computerchips zur Entwicklung von Künstlicher Intelligenz (KI). 

    Was sind die Streitpunkte?

    Kurz gesagt gehört zu den Hauptstreitpunkten neben Zöllen und seltenen Erden auch KI. Beide Länder liefern sich ein Wettrennen um die Vorreiterschaft in der Zukunftstechnologie. Chinas Konkurrenzdruck auf die USA steigt. Die Gespräche könnten sich deshalb auch um mögliche Kommunikationskanäle drehen, falls Gefahren durch neue KI-Modelle auftauchen.

    Die Zölle bleiben für Trump ein wichtiges Druckmittel. Allerdings haben die Chinesen mit ihren Exportkontrollen auf seltene Erden einen wichtigen Hebel, um Washington in Bedrängnis zu bringen, weil die Rohstoffe in der Rüstung und vielen anderen Industrien essenziell sind. Große Ergebnisse erwarten Experten nicht. „Ich glaube, es wird vor allem darum gehen, den brüchigen Status quo aufrechtzuerhalten“, sagte der US-amerikanische China-Experte Jonathan Czin. 

    Was will Trump?

    Er will Erfolge kommunizieren. Zuhause steht der US-Präsident wegen des Iran-Kriegs sogar im eigenen Lager stark unter Druck. Der Iran-Krieg, den viele Kritiker beendet sehen wollen, überstrahlt derzeit alle anderen Themen.

    Hinzu kommt, dass Trumps aggressive Zollpolitik, die auch China zu spüren bekommt, seit dem Dämpfer vom Obersten Gerichtshof der USA ungeordneter verläuft und keine klare Linie erkennbar ist. Eigentlich sind die Zölle Trumps Steckenpferd seiner zweiten Amtszeit gewesen. Handelsabkommen mit China würden Trump helfen, gegen diese entstandene Unordnung anzugehen.

    Was will Xi? 

    Für Xi wäre der Gipfel nach Einschätzung von Experten schon dann ein Erfolg, wenn er ohne offenen Streit endet. Ein großer Durchbruch ist dafür nicht nötig. Entscheidend wäre, dass Trump danach nicht wieder mit neuen Zöllen oder Technologiebeschränkungen nachlegt. 

    Peking könnte Trump etwa zusätzliche Käufe von Agrarprodukten oder Boeing-Flugzeugen anbieten. Für China wäre der Preis überschaubar, weil es vieles davon ohnehin braucht. Der Gewinn wäre dagegen groß: Ruhe im Verhältnis zu den USA, Zeit für technologische Unabhängigkeit und die Möglichkeit, sich in der Welt als verantwortungsvolle Macht darzustellen. 

    Aus Sicht von Xi gehe es darum, „einen Deal zu finden, der China nicht zu viel kostet und sicherstellt, dass China von den USA als gleichrangig behandelt wird, und der China letztlich Zeit verschafft“, sagt Jacob Gunter vom Berliner China-Institut Merics.

    Warum bleibt das Verhältnis schwierig? 

    Das Verhältnis bleibt schwierig, weil ein Gipfel die Grundkonflikte kaum lösen kann. Die USA wollen ihr Handelsdefizit mit China verringern, besseren Zugang zum chinesischen Markt bekommen und zugleich Chinas technologischen Aufstieg begrenzen. Dabei geht es auch um Fragen, die sich nur schwer verhandeln lassen – etwa darum, wer bei KI und anderen Schlüsseltechnologien künftig führt. Die USA beanspruchen diese Rolle für sich, China ebenso. 

    Peking wiederum will sein Wirtschaftsmodell nicht grundsätzlich ändern. Starke Industriepolitik, staatliche Steuerung und hohe Investitionen in Technologie sind Kernpfeiler der Politik unter Xi. Um das Handelsdefizit strukturell zu verringern, müsste China „im Grunde all die Veränderungen zurückdrehen, die Xi Jinping am Wirtschaftsmodell des Landes vorgenommen hat“, sagt China-Experte Gunter.

  • USA China Treffen Verzögert sich: Trumps Iran-Fokus

    USA China Treffen Verzögert sich: Trumps Iran-Fokus

    Das geplante usa china treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping verzögert sich. Ursprünglich war das Treffen für die kommenden Wochen angesetzt, doch nun soll es erst in etwa fünf bis sechs Wochen stattfinden. Die Verschiebung erfolgte laut Trump in Absprache mit Peking.

    Symbolbild zum Thema USA China Treffen
    Symbolbild: USA China Treffen (Bild: Picsum)

    Warum wurde das geplante Treffen verschoben?

    US-Präsident Trump begründete die Verschiebung des Treffens mit dem Konflikt mit dem Iran. Er wolle in Washington bleiben, um die Lage im Blick zu behalten. In einem Interview mit der „Financial Times“ hatte er zuvor angedeutet, dass er sich vor dem Treffen die Unterstützung Chinas bei der Sicherung der Straße von Hormus wünsche.

    Finanzminister Scott Bessent widersprach dieser Darstellung jedoch. Laut Bessent seien logistische Gründe für die Verschiebung verantwortlich. Zudem sei die aktuelle Lage möglicherweise nicht optimal für Auslandsreisen, berichtete der US-Sender CNBC. (Lesen Sie auch: Amazon Frühlingsangebote: Bis zu 75% Rabatt nur…)

    Trumps Aussagen zur Verschiebung des Treffens

    „Ich freue mich darauf, Präsident Xi zu sehen. Ich denke, er freut sich auch darauf, mich zu sehen“, sagte Trump bei einem Besuch des irischen Premierministers Micheál Martin im Weißen Haus. Bereits in den vergangenen Tagen hatte Trump eine Verschiebung seines Besuchs thematisiert. Am Montag sagte er, Washington habe Peking um eine Verschiebung um etwa einen Monat gebeten.

    Wie Stern berichtet, lag zunächst keine Bestätigung aus China vor.

    Länder-Kontext

    • Die Beziehungen zwischen den USA und China sind von großer Bedeutung für die globale Wirtschaft und Sicherheit.
    • Die beiden Länder sind wichtige Handelspartner, aber es gibt auch Spannungen in Bereichen wie Technologie, Menschenrechte und dem Umgang mit Taiwan.
    • Ein Treffen zwischen den Staatschefs der USA und China könnte dazu beitragen, die Beziehungen zu verbessern und gemeinsame Lösungen für globale Herausforderungen zu finden.
    • Die Verschiebung des Treffens könnte Unsicherheit in Bezug auf die zukünftige Entwicklung der Beziehungen zwischen den beiden Ländern schaffen.

    Auswirkungen auf die Region

    Die Verschiebung des geplanten usa china treffen könnte Auswirkungen auf die gesamte Region haben. Insbesondere für Länder wie die Schweiz, die stark auf den internationalen Handel ausgerichtet sind, sind stabile Beziehungen zwischen den USA und China von großer Bedeutung. (Lesen Sie auch: Schrottimmobilien Enteignung: Dürfen Kommunen Bald Enteignen)

    Die Schweizerische Nationalbank (SNB) beobachtet die Entwicklungen aufmerksam, da sie Auswirkungen auf die Schweizer Wirtschaft haben könnten. Eine Eskalation der Spannungen zwischen den USA und China könnte zu einer Abkühlung der Weltwirtschaft führen, was sich negativ auf die Exportindustrie der Schweiz auswirken würde.

    Die Bedeutung der Straße von Hormus

    Die Straße von Hormus ist eine Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet. Sie ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den Öltransport aus dem Nahen Osten. Die Sicherung der Straße von Hormus ist daher von großer Bedeutung für die Weltwirtschaft.

    Die USA haben in der Vergangenheit bereits mehrfach ihre Bereitschaft erklärt, die Straße von Hormus zu schützen. Eine Unterstützung Chinas in dieser Frage wäre für die USA von großem Wert. (Lesen Sie auch: Transmortale Vollmacht: Verweigern Banken die Akzeptanz)

    Detailansicht: USA China Treffen
    Symbolbild: USA China Treffen (Bild: Picsum)
    📌 Hintergrund

    Die Beziehungen zwischen den USA und China sind komplex und vielschichtig. Es gibt sowohl Bereiche der Zusammenarbeit als auch der Konkurrenz. Ein regelmäßiger Dialog zwischen den Staatschefs beider Länder ist wichtig, um Missverständnisse zu vermeiden und gemeinsame Interessen zu fördern.

    Alternativen zum persönlichen Treffen

    Trotz der Verschiebung des persönlichen Treffens zwischen Trump und Xi Jinping gibt es weiterhin Möglichkeiten für einen Dialog zwischen den beiden Ländern. So könnten beispielsweise Telefonkonferenzen oder Videokonferenzen genutzt werden, um wichtige Themen zu besprechen.

    Auch Treffen auf niedrigerer Ebene, beispielsweise zwischen Ministern oder Diplomaten, könnten dazu beitragen, die Beziehungen zwischen den USA und China aufrechtzuerhalten. Reuters berichtet, dass beide Seiten weiterhin an einer konstruktiven Zusammenarbeit interessiert seien. (Lesen Sie auch: Handel: Metsola sieht Weg für Umsetzung des…)

    Die Verschiebung des usa china treffen wirft Fragen nach der zukünftigen Gestaltung der Beziehungen zwischen den beiden Großmächten auf. Während logistische Gründe und der Konflikt mit dem Iran als offizielle Begründungen angeführt werden, bleiben die tatsächlichen Hintergründe und möglichen Auswirkungen abzuwarten. Für die Schweiz und andere Länder, die auf stabile internationale Beziehungen angewiesen sind, ist es wichtig, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und sich auf mögliche Szenarien vorzubereiten.

    Illustration zu USA China Treffen
    Symbolbild: USA China Treffen (Bild: Picsum)