Kurz bevor John F. Kennedy Jr. mit Carolyn Bessette zusammenkam, führte er eine turbulente On-off-Liebe mit Daryl Hannah. Über 30 Jahre später bricht die Schauspielerin nun ihr Schweigen – und veröffentlicht ein wütendes Essay.
Mehr als 30 Jahre hat Daryl Hannah, 65, geschwiegen und sich nie über ihre schlagzeilenträchtige On-off-Beziehung mit John F. Kennedy Jr., †38, geäußert. Damit ist nun Schluss. Es brauchte erst Ryan Murphys, 60, Serie „Love Story“, damit der „Kill Bill“-Star endlich sein Schweigen bricht. Doch Hannah hat in ihrem Essay für die „New York Times“ nichts Gutes zu erzählen.
In der Hit-Serie wird nämlich nicht nur die Liebesgeschichte vom einst „begehrtesten Junggesellen Amerikas“ und Carolyn Bessette-Kennedy, †33, „inspiriert von wahren Ereignissen“ und mit „fiktionalen Elementen“ nacherzählt. In den ersten Folgen wird auch JFKs Liebe zur Hollywood-Schauspielerin abgehandelt. Mit der Darstellung ist Daryl aber so gar nicht einverstanden.
Daryl Hannah platzt der Kragen: Darstellung von Liebe zu John F. Kennedy Jr. „unwahr“
Daryl Hannah war die letzte Frau, bevor John F. Kennedy Jr. sich 1994 gänzlich Carolyn Bessette-Kennedy hingab. Ab Ende der 1980er-Jahre bis kurz vor der Beziehung mit der PR-Beraterin von Calvin Klein 1994 führten Hannah und der Sohn von Jackie Kennedy, †64, sowie John F. Kennedy, †46, eine turbulente Liebe mit einigen Trennungen und Versöhnungen.
© Stephen Rose
Hannah, die sich seitdem nie öffentlich zu ihrer Beziehung mit John F. Kennedy Jr. geäußert hat, betont in einem vernichtenden Gastbeitrag für die „New York Times“ mit dem Titel „Wie kann ‚Love Story‘ damit durchkommen?“: „Die Figur ‚Daryl Hannah‘, die in der Serie dargestellt wird, entspricht nicht im Entferntesten meinem Leben, meinem Verhalten oder meiner Beziehung zu John. Die mir zugeschriebenen Handlungen und Verhaltensweisen sind unwahr.“
Koks-Party in JFKs Wohnung ist ebenfalls erfunden
Weiter betont Daryl Hannah: „Ich bin seit langem der Meinung, dass das Eingehen auf Verzerrungen diese oft noch verstärkt. Aber eine aktuelle, tragische Ereignisse ausbeutende Fernsehserie über John F. Kennedy Jr. und Carolyn Bessette zeigt eine Figur, die meinen Namen trägt und als mich dargestellt wird. Die Entscheidung, sie als nervig, selbstverliebt, weinerlich und unangemessen darzustellen, war kein Zufall.“
Hannah widerlegt mehrere in der Serie dargestellte Momente – darunter eine Szene, in der die Schauspielerin mit ihren Freund:innen eine Kokain-Party in der Wohnung von John F. Kennedy Jr. gefeiert haben soll. Sie schreibt:
Ich habe in meinem Leben noch nie Kokain konsumiert oder von Kokain geprägte Partys veranstaltet. Ich habe noch nie jemanden zur Heirat gedrängt. Ich habe noch nie ein Familienerbstück entweiht oder mich in die private Gedenkfeier eines anderen eingemischt.
„Ich habe den Tod von Jacqueline Onassis niemals mit dem eines Hundes verglichen“
Außerdem widerlegt Daryl Hannah eine weitere viel diskutierte Szene in „Love Story“: „Ich habe niemals eine Geschichte in der Presse lanciert. Ich habe den Tod von Jacqueline Onassis niemals mit dem eines Hundes verglichen. Ich finde es empörend, dass ich mich überhaupt gegen eine Fernsehserie verteidigen muss. Das sind keine kreativen Ausschmückungen der Persönlichkeit. Das sind Behauptungen über mein Verhalten – und sie sind falsch.“ Daryl Hannah „habe schon eine Reihe von unerhörten Lügen, miesen Geschichten und wenig schmeichelhaften Charakterisierungen ertragen müssen.“ Doch ihr jahrzehntelanges Schweigen „sollte nicht mit Zustimmung zu Lügen verwechselt werden“, betont sie abschließend.
Verwendete Quelle: nytimes.com
Quelle: Gala
