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  • Dax-Vorstände: Plus 12,9 gegen 4,2 Prozent: Dax-Chefs zogen 2025 der Belegschaft davon

    Dax-Vorstände: Plus 12,9 gegen 4,2 Prozent: Dax-Chefs zogen 2025 der Belegschaft davon

    Die einen kassierten im Schnitt fast 7 Millionen, die anderen circa 58.000 Euro brutto: Während die Beschäftigten 2025 nur mäßig dazugewannen, legten die Dax-Chefs kräftig nach.

    Die Chefs der größten deutschen Börsenkonzerne haben im vergangenen Jahr deutlich mehr verdient. Nach Berechnungen des Handelsblatt Research Institute (HRI) erhielten die Vorstandschefs der 40 Dax-Unternehmen 2025 insgesamt 261,3 Millionen Euro – 12,9 Prozent mehr als 2024. Der Zuwachs ist spürbar größer als in den Vorjahren: 2024 lag das Plus bei rund zehn Prozent, 2023 bei nur zwei Prozent. 2022 hatten Deutschlands Topmanager sogar Einschnitte hinnehmen müssen.

    Der kräftige Zuwachs im Jahr 2025 beruht dem „Handelsblatt“ zufolge vor allem auf zwei Faktoren: Sonderzahlungen wie Abfindungen und der zunehmenden Orientierung der Vergütung am jeweiligen Aktienkurs. Der reine Grundlohn der Chefs ist also nicht automatisch gestiegen – Manager profitieren zunehmend davon, wenn ihr Unternehmen an der Börse zulegt.

    Beschäftigte: Nur ein Drittel des Dax-Tempos

    Die breite Masse der Beschäftigten konnte mit dieser Entwicklung nicht mithalten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) legten die Nominallöhne (Bruttolöhne) in Deutschland 2025 um 4,2 Prozent zu – alo nur rund ein Drittel so schnell wie bei den Dax-Vorständen. Da die Verbraucherpreise im gleichen Zeitraum um 2,2 Prozent stiegen, blieb den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern unterm Strich ein Reallohn-Plus von 1,9 Prozent.ƒ

    Was durchaus eine Erholung darstellt: Zwischen 2020 und 2023 waren die Reallöhne infolge der Inflationswelle gesunken. Mit dem Plus 2025 nähert sich die Kaufkraft der Beschäftigten fast wieder dem Niveau vor der Corona-Pandemie an. Im Vergleich zu den Zuwächsen der Dax-Chefs wirkt das trotzdem knapp.

    Immerhin zeigt die Destatis-Statistik, dass der Zuwachs 2025 sozial ausgewogener verlief als bei den Managern. Die Vollzeitbeschäftigten im untersten Fünftel der Verdienste bekamen ein Nominallohn-Plus von 6,0 Prozent – mehr als das Topfünftel mit nur 3,7 Prozent. Auszubildende legten mit 6,3 Prozent sogar deutlich überdurchschnittlich zu. Frauen (plus 4,8 Prozent) gewannen dabei prozentual stärker als Männer (plus 4,1 Prozent). Der absolute Lohnabstand zwischen den Geschlechtern bleibt dadurch allerdings bestehen.

    Dax-Vorstände: SAP-Chef Klein Spitzenverdiener

    An der Spitze der Dax-Vorstände steht wie im Vorjahr Christian Klein, Chef des Softwarekonzerns SAP. Er erhielt 16,24 Millionen Euro Jahresvergütung. Im Schnitt bekam jeder Dax-Chef 2025 rund 6,9 Millionen Euro, sieben von ihnen erhielten mehr als zehn Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Durchschnittslohn vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer in Deutschland liegt laut Destatis bei rund 58.000 Euro brutto im Jahr. Die durchschnittliche Gesamtvergütung eines Dax-Chefs im Verhältnis zum Durchschnitts-Bruttolohn überschreitet diesen also um das 118-Fache.

    Quelle: Stern

  • Melkroboter Gea: Anlagenbauer erhöht Ambitioniert Seine Ziele

    Melkroboter Gea: Anlagenbauer erhöht Ambitioniert Seine Ziele

    Die Gea Group, ein Düsseldorfer Anlagenbauer, hat ihre Wachstumsziele angehoben, nachdem sie im vergangenen Jahr trotz wirtschaftlicher Herausforderungen Umsatz und Gewinn steigern konnte. Ein wichtiger Faktor für diesen Erfolg ist die steigende Nachfrage nach nachhaltigen Technologien, beispielsweise für Melkroboter von Gea, die Ressourcen schonen. Melkroboter Gea steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Melkroboter Gea
    Symbolbild: Melkroboter Gea (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Umsatzsteigerung von 1,4 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro im Jahr 2023.
    • Nettogewinn erhöhte sich um 7,5 Prozent auf rund 0,4 Milliarden Euro.
    • Die Belegschaft wuchs um 400 auf weltweit 19.500 Vollzeitstellen.
    • Größter Auftrag der Firmengeschichte für den Bau einer Milchfarm in Algerien.
    Unternehmen: GEA Group
    Umsatz: 5,5 Mrd. Euro
    Gewinn: 0,4 Mrd. Euro
    Mitarbeiterzahl: 19.500
    Branche: Maschinen- und Anlagenbau
    Veränderung zum Vorjahr: Umsatz +1,4%, Gewinn +7,5%

    Nachfrage nach Nachhaltigkeit als Wachstumstreiber

    Der Anlagenbauer Gea profitierte im vergangenen Jahr von einer erhöhten Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien. Maschinen und Anlagen, die weniger Energie und Wasser verbrauchen und gleichzeitig das Abfallaufkommen reduzieren, sind bei den Kunden zunehmend gefragt. Wie Stern berichtet, konnte Gea so trotz der Konjunkturflaute wachsen. (Lesen Sie auch: DAX Aktuell: Deutlicher Kursrutsch durch Iran-Krieg)

    Volle Auftragsbücher und Rekordauftrag

    Die Auftragsbücher des Unternehmens sind gut gefüllt. Im Jahr 2023 erhielt Gea den größten Auftrag seiner Geschichte: In Algerien wird eine große Milchfarm gebaut. Gea stellt unter anderem Melkroboter her, die in solchen Anlagen zum Einsatz kommen.

    „Sehr erfolgreiches Jahr“ trotz Herausforderungen

    „2023 war ein sehr erfolgreiches Jahr für Gea“, sagte Konzernchef Stefan Klebert. „Wir haben unseren Auftragseingang in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten gegen den Trend deutlich gesteigert, haben wesentliche Klimaziele vorzeitig erreicht und sind noch profitabler geworden.“ Risiken durch den Ukraine-Krieg sieht er für Gea nicht. Vielmehr will der Manager das Wachstum weiter ausbauen. (Lesen Sie auch: Lebensmittelpreise: Der Butterpreis steigt wieder)

    Wie wirkt sich die Automatisierung auf die Landwirtschaft aus?

    Der Einsatz von Melkrobotern von Gea und anderen automatisierten Systemen in der Landwirtschaft ermöglicht eine effizientere Produktion. Landwirte können ihre Betriebe optimieren und Kosten senken. Kritiker bemängeln jedoch, dass dies zu einem weiteren Strukturwandel in der Landwirtschaft führen könnte, bei dem kleinere Betriebe gegenüber großen, hochautomatisierten Anlagen ins Hintertreffen geraten.

    Standorte in Nordrhein-Westfalen

    Einige Tausend der weltweit rund 19.500 Gea-Mitarbeiter sind in Nordrhein-Westfalen beschäftigt. In Oelde im Münsterland werden Zentrifugen hergestellt, die beispielsweise in der Bierproduktion verwendet werden. In Bönen werden Agrartechnik-Anlagen und in Hürth bei Köln Gefriertrockner gefertigt. Die Verwaltungszentrale befindet sich in Düsseldorf. (Lesen Sie auch: DAX Kurs fällt unter 24.000 Punkte –…)

    📌 Hintergrund

    Die Gea Group blickt auf eine lange Tradition zurück. Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1881. Seitdem hat sich Gea zu einem global agierenden Konzern entwickelt, der Anlagen und Maschinen für die Nahrungsmittel-, Getränke- und Pharmaindustrie herstellt.

    Detailansicht: Melkroboter Gea
    Symbolbild: Melkroboter Gea (Bild: Picsum)

    Was bedeutet das für Verbraucher und Arbeitnehmer?

    Für Verbraucher bedeutet die Effizienzsteigerung durch den Einsatz von Melkrobotern von Gea und anderen Technologien potenziell stabilere oder sogar sinkende Preise für Milchprodukte. Für Arbeitnehmer in der Landwirtschaft und in den Produktionsstätten von Gea könnten sich veränderte Arbeitsbedingungen und Qualifikationsanforderungen ergeben. Es ist zu erwarten, dass die Nachfrage nach Fachkräften im Bereich der Automatisierung und Wartung von Hightech-Anlagen steigen wird. (Lesen Sie auch: DAX im Sinkflug: Iran-Krise lässt Anleger zittern)

    Die steigende Profitabilität von Gea könnte sich positiv auf die Arbeitsplätze in den nordrhein-westfälischen Standorten auswirken. Investitionen in neue Technologien und Anlagen könnten die Standorte stärken und die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern.

    GEA

    Illustration zu Melkroboter Gea
    Symbolbild: Melkroboter Gea (Bild: Picsum)