Schlagwort: Depressionen

  • Bonnie Strange: "Ich danke Gott, dass ich wieder frei reden kann"

    Bonnie Strange: "Ich danke Gott, dass ich wieder frei reden kann"

    Jahrelang war es ungewöhnlich still um Bonnie Strange, die ihr Leben seit über einem Jahrzehnt mit der Öffentlichkeit teilt. Abseits des Blitzlichtgewitters kämpfte das Model gegen Depressionen und die Kontrolle eines toxischen Partners.

    Seit den frühen 2010er-Jahren ist Bonnie Strange, 39, aus der deutschen Medienwelt nicht mehr wegzudenken. Ob als Model, Musikerin oder Moderatorin: Ihre Fans lieben sie vor allem für ihre unangepasste, ehrliche und herrlich offene Art. Über 1,4 Millionen Menschen folgen ihr allein auf Instagram und begleiten Bonnie seit Jahren durch alle Höhen und Tiefen. 

    Während ihre früheren Beziehungen, etwa mit Schauspieler Wilson Gonzalez Ochsenknecht, 36, oder dem verstorbenen Blogger Carl Jakob Haupt, †34, stets im Licht der Öffentlichkeit führte, blieb es um ihr Liebesleben zwischen 2021 und 2023 verdächtig still.

    Depressionen und Angstzustände: Bonnie Strange packt über toxische Beziehung aus

    In einem erschütternden Geständnis offenbart Bonnie Strange nun, warum sie jahrelang wie vom Erdboden verschluckt schien: „Die letzten fünf Jahre habe ich mich nicht getraut, vor der Kamera zu reden, weil ich einen richtig beschissenen Boyfriend hatte, der sowas von unsicher war.“ Ihr damaliger Partner, dessen Namen sie nicht öffentlich nennt, habe eine systematische Taktik verfolgt, um sie zu isolieren. „Er hat mir einfach alles schlechtgeredet, was mir lieb ist“, schildert sie in einem TikTok-Clip von Sonntag, 22. März 2026. Was für Bonnie einst „das Allerbeste auf der Welt“ war – der tägliche Austausch mit ihrer Community –, wurde durch tägliche Streitereien mit ihrem Ex zerstört.

    Besonders perfide: Der Mann, der laut einem TikTok-Kommentar von Bonnie Strange durchaus eine prominente Person ist, griff gezielt ihr Selbstbewusstsein an. „Er hat es geschafft, mir einzureden, dass ich […] viel zu alt dafür bin.“ Obwohl sie bereits mit 19 die „Älteste“ unter den Models war und ihr das Alter eigentlich immer „sch***egal“ war, lösten seine permanenten Abwertungen eine schwere Krise aus. 

    „Plötzlich hatte ich seinetwegen mit 36 solche Komplexe wegen meines ‚hohen‘ Alters und meiner peinlichen Art“, erklärt die Mutter einer siebenjährigen Tochter. Die Folgen waren verheerend: Bonnie rutschte in eine tiefe Identitätskrise und jahrelange Depressionen. „Ich wollte nicht mehr hier sein“, gesteht sie mit erschreckender Offenheit.

    So sehr litt das Model unter der Eifersucht seines Ex-Partners

    Die Eifersucht ihres Ex-Partners nahm dabei krankhafte Züge an. Jedes Posting wurde zum Spießrutenlauf: „Immer wenn ich ein Foto auf Instagram hochgeladen habe, ist er auf Toilette gegangen und hat geguckt, welche Leute kommentieren und jedes Profil komplett gestalkt.“ 

    Streits über harmlose Kommentare von fremden User:innen endeten laut Bonnie nur dann, wenn sie ihm sexuelle „Gegenleistungen“ erbrachte. Ihr Job, ihr Hobby und ihre Passion wurden systematisch vergiftet, bis sie eine totale Blockade entwickelte. „Ich hatte einfach komplett Angst“, beschreibt die 39-Jährige ihren Zustand, in dem sie sich nicht einmal mehr traute, Events zu besuchen oder Jobs anzunehmen.

    „Seid vorsichtig, wen ihr datet“

    Erst jetzt, im Jahr 2026, scheint die Sonne für Bonnie Strange wieder durch die Wolken zu brechen. Mit einer Mischung aus Erleichterung und Fassungslosigkeit sitzt sie nun wieder vor ihren Fans: „Ich danke Gott, ich hätte niemals gedacht, dass ich jemals wieder einfach so frei sitzen und euch irgendwas erzählen kann.“ 

    Es ist ein langer Weg zurück zu der Frau, der es früher egal war, ob sie „asozial herüberkommt“, solange sie sie selbst sein konnte. Ihre Erfahrung nutzt sie nun als eindringliche Warnung an ihre Community vor toxischen Partner:innen: „Seid vorsichtig, wen ihr datet. […] Haltet euch fern von diesen Psychos.“

    Verwendete Quellen: tiktok.com, instagram.com

    Quelle: Gala

  • Ildiko von Kürthy: Ildikó von spricht offen über Ängste

    Ildiko von Kürthy: Ildikó von spricht offen über Ängste

    Ildikó von Kürthy, eine der bekanntesten deutschen Autorinnen, hat sich in Interviews mit der Süddeutschen Zeitung und der Welt offen über ihre Ängste, die Einnahme von Antidepressiva und die Herausforderungen des Älterwerdens geäußert. Ihre Offenheit soll dazu beitragen, das Thema psychische Gesundheit zu entstigmatisieren.

    Symbolbild zum Thema Ildiko Von Kürthy
    Symbolbild: Ildiko Von Kürthy (Bild: Picsum)

    Hintergrund: Ildikó von Kürthy und ihre Bücher

    Ildikó von Kürthy, geboren 1968 in Aachen, ist eine deutsche Journalistin und Schriftstellerin. Bekannt wurde sie vor allem durch ihre humorvollen und selbstironischen Romane, in denen sie das Leben von Frauen in der heutigen Gesellschaft thematisiert. Zu ihren bekanntesten Werken gehören „Mondscheintarif“, „Freizeichen“ und “ высокие каблуки sind оруженосцы женщины“.

    Ihre Bücher zeichnen sich durch einen leichten, humorvollen Schreibstil aus, der jedoch auch ernste Themen wie Beziehungen, Familie und die Suche nach dem eigenen Platz im Leben behandelt. Ildikó von Kürthy hat sich im Laufe ihrer Karriere eine große Fangemeinde aufgebaut und gehört zu den erfolgreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart. Mehr Informationen zu ihrem Werdegang finden sich auf ihrer Wikipedia-Seite. (Lesen Sie auch: VfB Tickets 2026: Dein Weg zum Spiel…)

    Offenheit über Ängste und Antidepressiva

    In einem Interview mit der WELT sprach Ildikó von Kürthy offen über ihre persönlichen Erfahrungen mit Ängsten und Depressionen. Sie erklärte, dass sie lange Zeit Antidepressiva genommen hat und sich dafür geschämt hat. „Viele Menschen schämen sich für ihre psychische Störung, deswegen wollte ich das öffentlich machen“, so von Kürthy in dem Interview.

    Sie betonte, wie wichtig es sei, offen über psychische Probleme zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. „Es ist kein Zeichen von Schwäche, sondern von Stärke, sich einzugestehen, dass man Hilfe braucht“, sagte sie. Sie selbst habe durch die Therapie und die Medikamente gelernt, besser mit ihren Ängsten umzugehen und ein erfüllteres Leben zu führen.

    Das neue Buch über das Älterwerden

    Neben ihren Erfahrungen mit psychischen Erkrankungen sprach Ildikó von Kürthy auch über ihr neues Buch, in dem sie sich mit dem Thema Älterwerden auseinandersetzt. In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erzählte sie, dass sie sich lange Zeit vor dem Älterwerden gefürchtet habe. Mittlerweile habe sie jedoch gelernt, die positiven Seiten des Älterwerdens zu sehen. (Lesen Sie auch: Kölner Dom bald mit Eintritt: Was bedeutet)

    Sie schildert im Gespräch mit der SZ, dass sie ihren 58. Geburtstag mit Freundinnen in Ägypten feierte und sich mit dem Thema in ihrem neuen Buch auseinandersetzt. Dabei gehe es auch um die Freiheit, die man im Alter gewinnt, und darum, sich von gesellschaftlichen Erwartungen zu befreien. Ein Thema ist auch der Umgang mit den Wechseljahren.

    Reaktionen und Einordnung

    Die Offenheit, mit der Ildikó von Kürthy über ihre psychischen Probleme und das Älterwerden spricht, wurde in den Medien und in der Öffentlichkeit positiv aufgenommen. Viele Menschen lobten ihren Mut und ihre Ehrlichkeit. Es wurde betont, wie wichtig es sei, dass prominente Persönlichkeiten wie sie das Thema psychische Gesundheit enttabuisieren und anderen Betroffenen Mut machen.

    Die Interviews mit Ildikó von Kürthy haben eine wichtige Debatte über psychische Gesundheit und den Umgang mit dem Älterwerden angestoßen. Sie zeigen, dass es kein Tabu sein sollte, über psychische Probleme zu sprechen und sich Hilfe zu suchen. Sie machen Mut, sich den Herausforderungen des Älterwerdens zu stellen und die positiven Seiten des Lebens in jedem Alter zu genießen. (Lesen Sie auch: Kalshi: Wie funktioniert der Vorhersagemarkt und welche)

    Detailansicht: Ildiko Von Kürthy
    Symbolbild: Ildiko Von Kürthy (Bild: Picsum)

    Was bedeutet das? / Ausblick

    Die Offenheit von Ildikó von Kürthy könnte dazu beitragen, dass sich mehr Menschen trauen, über ihre psychischen Probleme zu sprechen und sich professionelle Hilfe zu suchen. Dies könnte langfristig zu einer besseren Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen führen. Ihre Auseinandersetzung mit dem Älterwerden könnte dazu beitragen, dass sich mehr Menschen mit diesem Thema auseinandersetzen und die positiven Seiten des Älterwerdens erkennen.

    Es bleibt zu hoffen, dass ihr Beispiel Schule macht und dass sich auch andere prominente Persönlichkeiten trauen, offen über ihre psychischen Probleme und die Herausforderungen des Lebens zu sprechen. Nur so kann es gelingen, Tabus zu brechen und eine offene und unterstützende Gesellschaft zu schaffen.

    Häufig gestellte Fragen zu ildiko von kürthy

    Illustration zu Ildiko Von Kürthy
    Symbolbild: Ildiko Von Kürthy (Bild: Picsum)