Bei einer Verkehrskontrolle den Führerschein nicht dabeizuhaben, kostet in der Regel zehn Euro Verwarngeld. Doch in manchen Fällen kann es sogar von Vorteil sein, den „Lappen“ zu Hause zu lassen, um möglicherweise gravierendere Konsequenzen zu vermeiden. Verkehrskontrolle Führerschein Fehlt steht dabei im Mittelpunkt.

Verkehrs-Info
- Führerschein vergessen kostet 10 Euro Verwarngeld.
- Bei Verdacht auf Drogen kann der Führerschein beschlagnahmt werden.
- Beschlagnahmung nur bei Vorliegen des physischen Führerscheins möglich.
- Bei negativem Drogentest keine Entschädigung für Fahrverbot.
Warum es klug sein kann, den Führerschein zu vergessen
Der Ordnung halber: Normalerweise sollten Autofahrer ihre Fahrerlaubnis und den Fahrzeugschein stets mit sich führen. Wer bei einer Verkehrskontrolle den Führerschein nicht vorzeigen kann, begeht jedoch lediglich eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Verwarngeld von zehn Euro geahndet wird. Das ist im Vergleich zu anderen Vergehen im Straßenverkehr, wie beispielsweise dem Parken auf dem Gehweg, das mit mindestens 55 Euro zu Buche schlägt, relativ gering.
Bewahren Sie eine digitale Kopie Ihres Führerscheins auf Ihrem Smartphone auf. Das hilft zwar nicht bei einer Kontrolle, erleichtert aber die Vorlage auf dem Revier. (Lesen Sie auch: Verkehrsrecht: Fahrzeugkontrolle – darum sollten Sie den…)
Was passiert, wenn die Polizei den Führerschein einzieht?
Eine weitaus unangenehmere Situation entsteht, wenn die Polizei den Führerschein direkt bei einer Kontrolle beschlagnahmt. Das ist beispielsweise bei Verdacht auf Drogenkonsum am Steuer gängige Praxis. Bis zum Vorliegen des Ergebnisses der Blutuntersuchung wird die Fahrerlaubnis entzogen. Diese Zeit kann sich bis zu drei Monate hinziehen. Selbst bei einem negativen Testergebnis gibt es keine Entschädigung für das vorübergehende Fahrverbot.
Verkehrskontrolle: Führerschein fehlt – was sind die Vorteile?
Der entscheidende Vorteil, wenn bei einer Verkehrskontrolle der Führerschein fehlt, liegt darin, dass die Polizei diesen nicht beschlagnahmen kann. Eine Beschlagnahmung ist nur möglich, wenn der physische Führerschein vorliegt. Das Recht zum Fahren selbst kann nicht konfisziert werden.
Was bedeutet das für Autofahrer?
Autofahrer sollten sich der potenziellen Konsequenzen bewusst sein, wenn sie ihren Führerschein dabeihaben und ihn die Polizei bei Verdacht auf eine schwerwiegende Ordnungswidrigkeit oder Straftat beschlagnahmen könnte. In solchen Fällen kann es tatsächlich vorteilhaft sein, den Führerschein zu Hause zu lassen und lediglich das geringe Verwarngeld für das Vergessen zu riskieren. Wie Stern berichtet, ist dies besonders dann relevant, wenn man sich keiner Schuld bewusst ist, aber aufgrund äußerlicher Anzeichen wie auffälliger Augen oder eines müden Eindrucks einem Drogenschnelltest unterzogen werden soll. (Lesen Sie auch: Fahrstunden Simulator: Wird der Führerschein Jetzt Billiger?)
Dies ist keine Aufforderung, den Führerschein grundsätzlich zu Hause zu lassen. Es ist lediglich ein Hinweis auf eine mögliche, seltene Ausnahmesituation.
Wie verhalte ich mich bei einer Verkehrskontrolle richtig?
Unabhängig davon, ob Sie Ihren Führerschein dabeihaben oder nicht, ist es ratsam, bei einer Verkehrskontrolle stets kooperativ und freundlich zu bleiben. Antworten Sie auf die Fragen der Beamten wahrheitsgemäß und vermeiden Sie es, unnötige Diskussionen zu provozieren. Dies kann dazu beitragen, die Situation zu entspannen und mögliche Missverständnisse auszuräumen. Die ADAC bietet hierzu hilfreiche Informationen.
Was tun, wenn der Führerschein zu Unrecht beschlagnahmt wurde?
Sollten Sie der Meinung sein, dass Ihr Führerschein zu Unrecht beschlagnahmt wurde, haben Sie die Möglichkeit, rechtliche Schritte einzuleiten. Ein Anwalt für Verkehrsrecht kann Sie beraten und Ihnen helfen, gegen die Beschlagnahmung vorzugehen. Die Informationen auf bussgeldkatalog.org können hier erste Anhaltspunkte liefern. (Lesen Sie auch: Spritpreise Aktuell: Panikkäufe Jetzt Sinnvoll oder Riskant?)

Häufig gestellte Fragen
Was kostet es, wenn ich meinen Führerschein bei einer Verkehrskontrolle nicht vorzeigen kann?
Das Verwarngeld beträgt zehn Euro, wenn Sie Ihren Führerschein bei einer Verkehrskontrolle nicht dabeihaben. Es handelt sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit.
Erhalte ich eine Entschädigung, wenn ein Drogentest negativ ausfällt, mein Führerschein aber zwischenzeitlich beschlagnahmt war?
Nein, eine Entschädigung für das vorübergehende Fahrverbot aufgrund eines negativen Drogentests ist in der Regel nicht vorgesehen.
Was ist der Unterschied zwischen einem Verwarngeld und einem Bußgeld?
Ein Verwarngeld ist eine geringfügige Sanktion für kleinere Ordnungswidrigkeiten, während ein Bußgeld bei schwereren Verstößen verhängt wird und in der Regel mit höheren Kosten und möglicherweise Punkten in Flensburg verbunden ist. (Lesen Sie auch: Zwei Sekunden Regel: So Einfach Schützen Sie…)


