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  • H&M im Fokus: Trends, Nachhaltigkeit & Zukunft am 23.04.2026

    H&M im Fokus: Trends, Nachhaltigkeit & Zukunft am 23.04.2026

    H&M, der schwedische Modekonzern, steht auch am 23. April 2026 weiterhin im Zentrum der Modebranche. Als einer der weltweit größten Bekleidungseinzelhändler prägt das Unternehmen Trends und diskutiert intensiv über Nachhaltigkeit und digitale Innovationen. Die Marke H&M, kurz für Hennes & Mauritz, ist bekannt für ihre Fast-Fashion-Angebote, die schnelle Reaktion auf aktuelle Modeströmungen und ihre globale Präsenz.

    Lesezeit: ca. 12 Minuten

    H&M ist ein multinationales Einzelhandelsunternehmen für Bekleidung, das sich auf Fast Fashion für Männer, Frauen, Jugendliche und Kinder konzentriert. Das Unternehmen wurde 1947 in Schweden gegründet und betreibt weltweit über 4.000 Filialen sowie einen umfangreichen Online-Shop. H&M setzt verstärkt auf Nachhaltigkeit und digitale Strategien, um den sich wandelnden Kundenbedürfnissen gerecht zu werden und seine Marktposition zu festigen.

    Das Wichtigste in Kürze

    • Globale Präsenz: H&M betreibt weltweit tausende Filialen und ist in über 70 Märkten online aktiv, was das Unternehmen zu einem der größten Modehändler macht.
    • Nachhaltigkeitsfokus: Der Konzern investiert stark in Kreislaufwirtschaft und Materialien aus nachhaltigeren Quellen, um den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren.
    • Digitale Transformation: H&M erweitert kontinuierlich seine E-Commerce-Kapazitäten und integriert digitale Technologien, um das Einkaufserlebnis zu verbessern.
    • Wettbewerbsdruck: Das Unternehmen steht im April 2026 weiterhin unter hohem Druck durch Online-Pure-Player und neue Wettbewerber im Fast-Fashion-Segment.
    • Wirtschaftliche Lage: H&M navigiert durch ein herausforderndes makroökonomisches Umfeld, das sich auf Konsumausgaben und Lieferketten auswirkt.
    • Innovationen: Der Konzern experimentiert mit neuen Geschäftsmodellen, wie Mietkollektionen und Secondhand-Angeboten, um zukunftsfähig zu bleiben.

    H&M: Marktentwicklung und Positionierung im April 2026

    Die Hennes & Mauritz AB, kurz H&M, behauptet sich am 23.04.2026 weiterhin als feste Größe im globalen Modemarkt. Das Unternehmen, das für seine breite Palette an Bekleidung, Accessoires und Kosmetikprodukten bekannt ist, sieht sich jedoch einem dynamischen Umfeld gegenüber. Der Wettbewerb ist intensiv, geprägt von etablierten Marken, aufstrebenden Online-Händlern und einem wachsenden Bewusstsein der Verbraucher für Nachhaltigkeit. H&M reagiert darauf mit einer Strategie, die auf Omnichannel-Erlebnisse, verbesserte Lieferketten und eine stärkere digitale Präsenz abzielt. Trotz des Drucks durch schnell wachsende Konkurrenten wie Shein oder Temu, versucht H&M, seine Position durch die Stärkung seiner Markenidentität und Investitionen in Innovationen zu verteidigen.

    Insbesondere in Deutschland ist H&M ein fester Bestandteil des Einzelhandels. Die Strategie umfasst die Optimierung des Filialnetzes, wobei unrentable Standorte geschlossen und attraktive neue Konzepte in Bestlagen realisiert werden. Ziel ist es, sowohl das Online- als auch das stationäre Geschäft nahtlos miteinander zu verbinden und den Kunden ein durchgängiges Einkaufserlebnis zu bieten. Die Investitionen in Logistik und IT-Infrastruktur sind dabei entscheidend, um die Effizienz zu steigern und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen.

    Nachhaltigkeitsstrategien bei H&M: Mehr als nur Conscious Collection

    Nachhaltigkeit ist für H&M kein bloßes Schlagwort, sondern ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie. Angesichts der Kritik an der Fast-Fashion-Industrie hat der Konzern seine Anstrengungen in diesem Bereich deutlich intensiviert. Im April 2026 fokussiert sich H&M auf mehrere Kernbereiche: die Förderung der Kreislaufwirtschaft, die Verwendung von Materialien aus nachhaltigeren Quellen und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Lieferkette.

    Die bekannte „Conscious Collection“ von H&M, die Kleidung aus recycelten oder organischen Materialien anbietet, ist nur ein Teil dieser umfassenden Strategie. Es geht auch um die Reduzierung von Wasser- und Energieverbrauch in der Produktion, die Minimierung von Abfall und die Entwicklung innovativer Recyclingtechnologien. Das Unternehmen hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um bis 2030 alle Materialien aus recycelten oder nachhaltigeren Quellen zu beziehen und bis 2040 klimapositiv zu werden. Diese Initiativen sind entscheidend, um die Glaubwürdigkeit der Marke zu stärken und den Erwartungen umweltbewusster Kunden gerecht zu werden.

    Kreislaufwirtschaft und Recycling bei H&M

    Ein Schlüsselelement der Nachhaltigkeitsstrategie von H&M ist die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Dies beinhaltet nicht nur die Produktion von Kleidung, die länger hält und recycelt werden kann, sondern auch Initiativen wie das Altkleider-Sammelprogramm in den Filialen. Kunden können dort ihre gebrauchten Textilien abgeben, die dann recycelt oder wiederverwendet werden. Dieses Programm, das bereits seit Jahren existiert, wird kontinuierlich ausgebaut, um die Menge an Textilabfällen zu reduzieren. Solche Programme sind wichtig für das Image und die langfristige Akzeptanz der Marke H&M.

    Digitale Transformation und E-Commerce: Der Online-Shop von H&M

    Die digitale Transformation ist für H&M von größter Bedeutung, um im hart umkämpften Einzelhandel bestehen zu können. Der Online-Shop von H&M ist ein zentraler Vertriebskanal, der kontinuierlich weiterentwickelt wird. Im April 2026 liegt der Fokus auf der Personalisierung des Einkaufserlebnisses, der Integration von Augmented Reality (AR)-Technologien und der Nutzung von Datenanalysen, um Kundenbedürfnisse noch präziser zu erfüllen.

    Die mobile App und die Website bieten erweiterte Funktionen wie virtuelle Anproben und personalisierte Empfehlungen, die auf dem individuellen Einkaufsverhalten basieren. Zudem investiert H&M in die Optimierung der Lieferketten für den Online-Handel, um schnellere Lieferzeiten und eine effizientere Retourenabwicklung zu gewährleisten. Die enge Verzahnung von Online- und Offline-Kanälen, das sogenannte Omnichannel-Konzept, ist entscheidend für den Erfolg von H&M und wird stetig verbessert.

    Im Kontext der allgemeinen Wirtschaftsdynamik sind auch die Entwicklungen an den Finanzmärkten relevant. Unternehmen wie RTL, deren Aktienkurs oft Indikator für die Medienbranche ist, zeigen, wie volatile Märkte das Geschäftsumfeld beeinflussen können. Eine fundierte Analyse der RTL Aktie könnte beispielsweise interessante Parallelen oder Kontraste zu den Herausforderungen und Chancen von H&M in einem sich wandelnden Markt aufzeigen.

    H&M ist bekannt dafür, schnell auf aktuelle Modetrends zu reagieren und diese für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Die Frühjahrskollektionen 2026 von H&M spiegeln die aktuellen Strömungen wider, darunter eine Mischung aus Komfort, Funktionalität und stilistischer Vielfalt. Es werden weiterhin nachhaltigere Materialien und Produktionsprozesse hervorgehoben.

    Die Kollektionen umfassen eine breite Palette von Produkten, von Alltagskleidung über Business-Mode bis hin zu speziellen Designerkollaborationen. Besonders hervorzuheben sind die Bemühungen, mehr zeitlose Stücke anzubieten, die über eine Saison hinaus relevant bleiben, ohne den Anspruch an Trendaktualität zu verlieren. Die Zusammenarbeit mit bekannten Designern und Influencern bleibt ein wichtiger Bestandteil der Marketingstrategie, um die Attraktivität der Marke H&M zu steigern und neue Zielgruppen zu erschließen.

    Designerkollaborationen und Marketing bei H&M

    Designerkollaborationen sind seit langem ein Erfolgsrezept für H&M. Sie ermöglichen es dem Unternehmen, exklusive Mode zu erschwinglichen Preisen anzubieten und gleichzeitig für großes Aufsehen zu sorgen. Auch im Frühjahr 2026 sind weitere spannende Kooperationen geplant, die voraussichtlich wieder lange Schlangen vor den Filialen und einen raschen Ausverkauf im Online-Shop zur Folge haben werden. Diese Strategie hilft H&M, seine Position als Trendsetter zu behaupten und die Markenloyalität zu stärken.

    Herausforderungen und Zukunftsaussichten für H&M

    Trotz der etablierten Marktposition steht H&M vor erheblichen Herausforderungen. Der Wettbewerb im Fast-Fashion-Segment ist gnadenlos, und neue Geschäftsmodelle, die auf Ultra-Fast-Fashion und direktem Online-Vertrieb basieren, setzen den traditionellen Einzelhandel unter Druck. Zudem sind die globalen Lieferketten weiterhin anfällig für Störungen, was sich auf die Produktionskosten und Lieferzeiten auswirken kann. Der Druck, nachhaltiger zu agieren, erfordert zudem hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie in die Umstellung von Produktionsprozessen.

    Für die Zukunft plant H&M, weiter in Technologie und Datenanalyse zu investieren, um das Kundenerlebnis zu personalisieren und die Effizienz zu steigern. Die Diversifizierung des Produktangebots, beispielsweise durch die Expansion in den Heimbereich oder Beauty-Produkte, ist ebenfalls Teil der Wachstumsstrategie. Langfristig will H&M seine Rolle als führender Anbieter von nachhaltiger und trendbewusster Mode festigen und gleichzeitig profitabel wachsen. Die Fähigkeit, sich schnell an veränderte Marktbedingungen anzupassen, wird entscheidend für den zukünftigen Erfolg von H&M sein.

    Symbolbild: Einblicke in die Welt der Mode (Beispielvideo)

    H&M im Kontext der globalen Wirtschaft

    Die Leistung von H&M ist eng mit der globalen Wirtschaft verknüpft. Faktoren wie Inflation, Kaufkraft und geopolitische Spannungen beeinflussen direkt die Konsumlaune und damit die Umsatzzahlen des Unternehmens. Im April 2026 beobachtet H&M genau die Entwicklungen an den internationalen Märkten. Eine stabile Wirtschaftslage in Schlüsselmärkten wie Europa und Nordamerika ist entscheidend für das Wachstum des Unternehmens.

    Auch die Medienbranche und ihre Konsolidierung können weitreichende Auswirkungen auf Werbeausgaben und Markensichtbarkeit haben. Nachrichten wie der TV-Hammer, dass RTL Sky kaufen soll, zeigen die Dynamik in angrenzenden Sektoren. Solche Entwicklungen können indirekt auch die Marketingstrategien und -budgets von H&M beeinflussen, da sie die Medienlandschaft und damit die Möglichkeiten zur Kundenansprache verändern.

    Karriere und Arbeitgeber H&M

    Als international agierendes Unternehmen bietet H&M vielfältige Karrieremöglichkeiten in verschiedenen Bereichen, von Design und Einkauf über Logistik und IT bis hin zum Filialmanagement. H&M legt Wert auf Vielfalt, Inklusion und die persönliche Entwicklung seiner Mitarbeiter. Das Unternehmen fördert eine Unternehmenskultur, die Kreativität und Eigeninitiative unterstützt.

    Im April 2026 ist H&M weiterhin bestrebt, ein attraktiver Arbeitgeber zu sein, der wettbewerbsfähige Gehälter und Sozialleistungen sowie Möglichkeiten zur Weiterbildung anbietet. Angesichts des Fachkräftemangels in vielen Branchen ist es für H&M wichtig, Talente zu gewinnen und zu halten, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern. Das Engagement für soziale Verantwortung erstreckt sich auch auf die eigenen Mitarbeiter, mit Programmen zur Förderung des Wohlbefindens und der Work-Life-Balance.

    Tabelle: Ausgewählte Kennzahlen von H&M (Schätzung für 2025/2026)

    Kennzahl Wert (Schätzung, April 2026) Quelle
    Anzahl Filialen weltweit ca. 4.300 – 4.400 Unternehmensangaben, Finanzberichte (allgemein)
    Mitarbeiter weltweit ca. 140.000 – 150.000 Unternehmensangaben, Finanzberichte (allgemein)
    Umsatzentwicklung (jährlich) leichte Steigerung erwartet Marktanalysen (allgemein)
    Anteil Online-Umsatz steigend Unternehmensangaben, Branchenberichte

    FAQ – Häufig gestellte Fragen zu H&M

    Was ist H&M und wofür steht die Abkürzung?
    H&M ist ein schwedisches multinationales Einzelhandelsunternehmen für Bekleidung. Die Abkürzung steht für Hennes & Mauritz, benannt nach den ursprünglichen Geschäften für Damenmode (‚Hennes‘ – Schwedisch für ‚ihres‘) und Herrenmode (‚Mauritz Widforss‘).
    Woher kommt H&M?
    H&M wurde 1947 von Erling Persson in Västerås, Schweden, gegründet.
    Wie nachhaltig ist H&M im Jahr 2026?
    H&M hat sich ehrgeizige Nachhaltigkeitsziele gesetzt, darunter die Nutzung von 100% recycelten oder nachhaltigeren Materialien bis 2030 und Klimapositivität bis 2040. Das Unternehmen investiert in Kreislaufwirtschaft und bietet Programme zur Altkleidersammlung an, um seine Nachhaltigkeitsbemühungen kontinuierlich zu verbessern.
    Kann man bei H&M alte Kleidung abgeben?
    Ja, H&M bietet in seinen Filialen ein Altkleider-Sammelprogramm an. Kunden können dort Textilien aller Marken abgeben, die dann recycelt oder wiederverwendet werden. Dafür erhalten sie oft einen Gutschein für den nächsten Einkauf.
    Welche Marken gehören zu H&M?
    Neben der Kernmarke H&M gehören zum H&M-Konzern weitere Marken wie COS, Monki, Weekday, & Other Stories, Arket und Afound.
    Gibt es spezielle H&M Kollektionen für das Frühjahr 2026?
    Ja, H&M veröffentlicht regelmäßig neue Kollektionen, die auf die aktuellen Saisontrends abgestimmt sind. Für das Frühjahr 2026 sind vielfältige Kollektionen mit Fokus auf Komfort, Stil und nachhaltigeren Materialien verfügbar, ergänzt durch mögliche Designerkollaborationen.

    Fazit: H&M auf dem Weg in die Zukunft

    H&M bleibt auch am 23. April 2026 ein prägender Akteur in der globalen Modebranche. Der Konzern navigiert geschickt durch die Herausforderungen eines sich ständig wandelnden Marktes, indem er verstärkt auf Nachhaltigkeit, digitale Transformation und ein optimiertes Omnichannel-Erlebnis setzt. Die Fähigkeit von H&M, schnell auf Trends zu reagieren und gleichzeitig seine sozialen und ökologischen Verpflichtungen ernst zu nehmen, wird entscheidend sein, um seine Position als führender Modehändler langfristig zu sichern. Der Fokus auf Innovation und die Anpassung an neue Kundenbedürfnisse sind dabei zentrale Säulen für den weiteren Erfolg von H&M.

  • Textilgesetz Deutschland: Was ändert sich für Verbraucher?

    Textilgesetz Deutschland: Was ändert sich für Verbraucher?



    Neues Textilgesetz: Hersteller sollen für Altkleider zahlen

    Neues Textilgesetz in Deutschland: Was bedeutet das für Verbraucher?

    Das neue Textilgesetz in Deutschland verpflichtet Hersteller von Kleidung, sich an den Kosten für Sammlung und Verwertung von Alttextilien zu beteiligen. Ziel ist es, die steigende Menge an Textilabfällen zu reduzieren und die Hersteller stärker in die Verantwortung zu nehmen. Verbraucher könnten dies in Zukunft durch höhere Preise für weniger umweltfreundliche Kleidung oder durch Anreize für langlebigere Produkte bemerken. Textilgesetz Deutschland steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Textilgesetz Deutschland
    Symbolbild: Textilgesetz Deutschland (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Hersteller sollen sich an Sammlung und Verwertung von Alttextilien beteiligen.
    • Ziel ist die Reduzierung von Textilabfällen und Förderung von Recycling.
    • Eine Sammelquote von 70 Prozent soll erreicht werden.
    • Umweltfreundlichkeit der Kleidung soll bei den Beiträgen der Hersteller berücksichtigt werden.

    Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat Eckpunkte für das neue Textilgesetz veröffentlicht. Wie Stern berichtet, zielt das Gesetz besonders auf die sogenannte „Fast Fashion“ ab.

    Was ist das Ziel des Textilgesetzes in Deutschland?

    Das Hauptziel des Textilgesetzes in Deutschland ist es, die Menge an Textilabfällen zu reduzieren. Durch die Einbeziehung der Hersteller in die Verantwortung für Sammlung und Verwertung soll ein Anreiz geschaffen werden, langlebigere und umweltfreundlichere Kleidung zu produzieren. Zudem soll die Recyclingquote von Alttextilien erhöht werden.

    Das Gesetz betrifft Bekleidung, Bekleidungszubehör, Heimtextilien und Schuhe. Es setzt EU-Vorgaben um und verpflichtet Hersteller, sich an einer Organisation für Herstellerverantwortung zu beteiligen. Diese Organisationen kümmern sich um die Sammlung und Verwertung von Alttextilien und finanzieren sich durch Beiträge der Hersteller. (Lesen Sie auch: Konjunktur: Gesamtumsatz der Dax-Konzerne sinkt das dritte…)

    📌 Politischer Hintergrund

    Das Textilgesetz ist Teil einer umfassenderen Strategie der Bundesregierung zur Förderung der Kreislaufwirtschaft. Es soll dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und die Umweltbelastung durch die Textilindustrie zu verringern.

    Wie hoch soll die Sammelquote für Alttextilien sein?

    Jede Organisation für Herstellerverantwortung soll eine Sammelquote von 70 Prozent erreichen müssen. Diese Quote bezieht sich auf die Menge der Kleidung, die die angeschlossenen Hersteller im Vorjahr auf den Markt gebracht haben. Damit soll sichergestellt werden, dass ein Großteil der Alttextilien tatsächlich gesammelt und einer Verwertung zugeführt wird.

    Laut Statistischem Bundesamt ist das Volumen an Bekleidungs- und Textilabfällen in deutschen Privathaushalten zwischen 2013 und 2023 um 55 Prozent auf rund 175.000 Tonnen gestiegen. Pro Kopf wurden zuletzt etwa zwei Kilogramm Textilabfälle produziert.

    Die Höhe der Beiträge, die Hersteller zahlen müssen, soll sich auch danach richten, wie umweltfreundlich die Kleidung ist. Kriterien sind dabei Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Wiederverwendbarkeit, Recyclebarkeit und das Vorhandensein gefährlicher Stoffe. Je umweltfreundlicher die Produkte sind, desto geringer sollen die Beiträge ausfallen. (Lesen Sie auch: Nachtzug Paris Berlin: Erste Fahrt Erfolgreich Absolviert!)

    💡 Tipp

    Verbraucher können einen Beitrag zur Reduzierung von Textilabfällen leisten, indem sie Kleidung länger tragen, sie reparieren lassen oder sieSecondhand verkaufen oder spenden.

    Kritik am geplanten Textilgesetz

    Umweltschutzorganisationen kritisieren die geplanten Vorgaben als nicht ausreichend ehrgeizig. Sie fordern weitergehende Maßnahmen, um die Umweltbelastung durch die Textilindustrie tatsächlich zu reduzieren. Insbesondere wird bemängelt, dass das Gesetz keine konkreten Vorgaben für die Reduzierung der Produktionsmengen enthält.

    Einige Kritiker bemängeln, dass das Gesetz hauptsächlich auf die Entsorgung von Alttextilien abzielt und weniger auf die Vermeidung von Abfällen. Sie fordern, dass die Hersteller stärker in die Pflicht genommen werden, von vornherein umweltfreundlichere und langlebigere Produkte herzustellen. Die Bundesregierung setzt jedoch auch auf andere Maßnahmen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft.

    Detailansicht: Textilgesetz Deutschland
    Symbolbild: Textilgesetz Deutschland (Bild: Picsum)

    Die Umsetzung des Textilgesetzes wird zeigen, ob es tatsächlich zu einer Reduzierung der Textilabfälle und einer nachhaltigeren Textilindustrie in Deutschland beitragen kann. Es bleibt abzuwarten, wie sich die konkreten Vorgaben in der Praxis auswirken werden. (Lesen Sie auch: Chemie: Spagat in China – Neues BASF-Werk…)

    Häufig gestellte Fragen

    Wer gilt als Hersteller im Sinne des Textilgesetzes Deutschland?

    Als Hersteller gelten alle, die Kleidung erstmals auf dem deutschen Markt anbieten. Dazu gehören auch Importeure, die Textilien aus dem Ausland einführen und hier verkaufen. Diese müssen sich an einer Organisation für Herstellerverantwortung beteiligen.

    Wie werden die Beiträge der Hersteller berechnet?

    Die Beiträge der Hersteller richten sich nach der Menge der in Verkehr gebrachten Textilien und deren Umweltfreundlichkeit. Je mehr Textilien ein Hersteller auf den Markt bringt und je minderwertiger die Ware ist, desto höher fallen die Beiträge aus.

    Welche Rolle spielen Sammelorganisationen bei der Umsetzung des Textilgesetzes?

    Sammelorganisationen sind für die Sammlung und Verwertung der Alttextilien zuständig. Sie werden von den Herstellern finanziert und müssen eine Sammelquote von 70 Prozent erreichen. Diese Organisationen sollen sicherstellen, dass Alttextilien einer sinnvollen Verwertung zugeführt werden.

    Welche Auswirkungen hat das Textilgesetz auf die Preise für Kleidung?

    Es ist möglich, dass die Preise für weniger umweltfreundliche Kleidung steigen, da die Hersteller die Kosten für die Sammlung und Verwertung auf die Produkte umlegen könnten. Umweltfreundlichere Produkte könnten hingegen günstiger werden oder durch andere Anreize gefördert werden. (Lesen Sie auch: Führerschein Reform: Ausbildung wird Günstiger ab 2027?)

    Illustration zu Textilgesetz Deutschland
    Symbolbild: Textilgesetz Deutschland (Bild: Picsum)
  • Billigmode: Greenpeace: Shein verkauft trotz Warnung belastete Kleidung

    Billigmode: Greenpeace: Shein verkauft trotz Warnung belastete Kleidung

    Krebsgefahr im Kleiderschrank? Greenpeace wirft dem chinesischen Händler Shein vor, trotz Hinweisen Kleidung mit gefährlichen Chemikalien zu verkaufen.

    Die Umweltorganisation Greenpeace wirft dem chinesischen Modehändler Shein vor, trotz entsprechender Hinweise weiter schädliche Produkte in der EU zu vertreiben. „Sheins Dreistigkeit ist erschütternd. Vor dem EU-Parlament verspricht der Konzern, Verbraucher:innen zu schützen – doch in Wahrheit verkauft Shein massiv belastete Produkte einfach weiter“, sagt Moritz Jäger-Roschko, Greenpeace-Experte für Kreislaufwirtschaft. „Shein ignoriert unsere Warnungen sowie gesetzliche Grenzwerte und nimmt Schäden für Mensch und Umwelt billigend in Kauf. Dieses Verhalten ist grob fahrlässig.“ 

    Der Darstellung von Greenpeace zufolge hatte die Organisation die Chinesen bereits im November 2025 auf mit gefährlichen Chemikalien belastete Produkte hingewiesen, die daraufhin aus dem Verkauf genommen worden seien. Allerdings seien identische oder sehr ähnliche Produkte trotzdem weiterverkauft worden, wie eine Analyse des Bremer Umweltinstituts im Auftrag von Greenpeace im Januar dieses Jahres ergeben habe. Darin wurden demnach bei 25 von 31 getesteten Kleidungsstücken Grenzwerte der europäischen Chemikalienverordnung überschritten, teilweise in extremem Ausmaß. 

    Es seien Stoffe nachgewiesen worden, die mit Krankheiten wie Krebs, Fortpflanzungsstörungen und Wachstumsstörungen bei Kindern sowie einer Schwächung des Immunsystems in Verbindung gebracht werden, so Greenpeace. 

    Shein gelobt Besserung 

    Shein stritt die Vorwürfe auf Anfrage nicht ab, sondern gelobte Besserung. Alle in dem neuen Bericht identifizierten Produkte seien unmittelbar entfernt worden, nachdem man über die Ergebnisse informiert worden sei, hieß es von einem Sprecher von Shein. Zudem führe man eigene Tests durch und habe Maßnahmen eingeleitet, um die eigenen Schutzmaßnahmen zu verbessern. 

    Das Wichtigste zu Greenpeace

    „Wir setzen uns mit den Bedenken hinsichtlich unserer Prozesse im Umgang mit solchen Fällen auseinander und erkennen an, dass dieser Vorgang Bereiche aufzeigt, in denen unsere Kontrollen weiter gestärkt werden können“, so der Shein-Sprecher weiter.

    Quelle: Stern