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  • Innere Kündigung: Milliardenschaden für deutsche Wirtschaft

    Innere Kündigung: Milliardenschaden für deutsche Wirtschaft

    Die Innere Kündigung, bei der Beschäftigte lediglich Dienst nach Vorschrift leisten, verursacht in Deutschland jährlich Produktivitätseinbußen in Milliardenhöhe. Einer Berechnung des Instituts Gallup zufolge beliefen sich die volkswirtschaftlichen Schäden im Jahr 2025 auf bis zu 142,3 Milliarden Euro.

    Symbolbild zum Thema Innere Kündigung
    Symbolbild: Innere Kündigung (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Volkswirtschaftlicher Schaden durch innere Kündigung in 2025: bis zu 142,3 Milliarden Euro.
    • 77 Prozent der Beschäftigten zeigen eine geringe emotionale Bindung zum Arbeitgeber.
    • Nur 10 Prozent der Arbeitnehmer sind hoch motiviert und engagiert.
    • Innere Kündigung führt zu höherem Krankenstand: 9,7 Tage gegenüber 5,6 Tagen bei engagierten Mitarbeitern.

    Emotionale Bindung als Wettbewerbsfaktor

    Der jährlich erscheinende Gallup Engagement Index, auf dem die Berechnung basiert, zeigt, dass die Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer emotional wenig an ihren Arbeitgeber gebunden ist. Laut Stern erfüllen 77 Prozent der Beschäftigten ihre Aufgaben lediglich pflichtgemäß, ohne zusätzliches Engagement zu zeigen. Lediglich zehn Prozent sind hoch motiviert und bereit, sich über das normale Maß hinaus einzubringen. Dieser Wert übertrifft den bereits schlechten Wert aus dem Vorjahr (2024) nochmals um einen Prozentpunkt. (Lesen Sie auch: Mitarbeitermotivation: Gallup-Studie: Zu viele Beschäftigte im „Energiesparmodus“)

    📊 Daten im Detail

    Die Gallup-Studie misst die emotionale Bindung von Arbeitnehmern anhand verschiedener Faktoren wie Zufriedenheit, Engagement und Loyalität gegenüber dem Arbeitgeber. Die Ergebnisse werden jährlich im Gallup Engagement Index veröffentlicht.

    Ursachen für die innere Kündigung: Führungsproblem statt Mitarbeitermotivation?

    Die Experten von Gallup sehen die Hauptursache für die geringe emotionale Bindung weniger bei den Mitarbeitern selbst, sondern vielmehr bei der Unternehmensführung. Studienleiter Marco Nink betont, dass geringe emotionale Bindung kein Einstellungs-, sondern ein Führungsproblem sei. (Lesen Sie auch: Neue Studie: Sparer verlieren mit Mehrheit der…)

    Nink unterstreicht, dass emotionale Mitarbeiterbindung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor ist. Sie steigert die Produktivität und senkt Kosten, indem sie Fehlzeiten und Fluktuation reduziert. Trotz insgesamt positiver Einschätzung der Arbeitsbedingungen arbeiten viele Beschäftigte in Deutschland im „Energiesparmodus“.

    Wie kann man die emotionale Bindung der Mitarbeiter stärken?

    Um die emotionale Bindung der Mitarbeiter zu stärken, ist eine wertschätzende und motivierende Führungskultur entscheidend. Führungskräfte sollten regelmäßig Feedback geben, die Stärken der Mitarbeiter fördern und ihnen die Möglichkeit geben, sich aktiv einzubringen. Auch eine transparente Kommunikation und die Einbeziehung der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse können die emotionale Bindung erhöhen. (Lesen Sie auch: BYD Aktie im Fokus: Neue Batterie sorgt…)

    Auswirkungen auf den Krankenstand

    Die emotionale Bindung zum Arbeitgeber wirkt sich auch auf den Krankenstand aus. Mitarbeiter mit geringer Bindung haben im Durchschnitt deutlich mehr Krankheitstage. Während sich innerlich bereits verabschiedete Arbeitnehmer im Jahr 2025 auf durchschnittlich 9,7 Krankheitstage kommen, sind es bei den hoch engagierten Mitarbeitern nur 5,6 Tage.

    Detailansicht: Innere Kündigung
    Symbolbild: Innere Kündigung (Bild: Picsum)

    Wunsch nach Stabilität trotz geringer Bindung

    Trotz der geringen emotionalen Bindung zum Arbeitgeber gibt es laut Gallup einen Wunsch nach Stabilität. Viele Beschäftigte möchten wieder länger in ihrem Unternehmen bleiben. Wie Haufe berichtet, wünschen sich viele Arbeitnehmer ein sicheres Arbeitsverhältnis. (Lesen Sie auch: Baywa Sanierung Gefährdet? Tochter Reißt großes Loch)

    Volkswirtschaftliche Auswirkungen der inneren Kündigung

    Die genannten Produktivitätseinbußen durch innere Kündigung sind beträchtlich und wirken sich negativ auf die gesamte Volkswirtschaft aus. Um dem entgegenzuwirken, sind Unternehmen gefordert, ihre Führungskultur zu überdenken und Maßnahmen zur Steigerung der emotionalen Mitarbeiterbindung zu ergreifen. Die Bundesregierung könnte Anreize für Unternehmen schaffen, die sich aktiv um die Mitarbeiterzufriedenheit bemühen.

    Illustration zu Innere Kündigung
    Symbolbild: Innere Kündigung (Bild: Picsum)
  • Mitarbeitermotivation: Gallup-Studie: Zu viele Beschäftigte im "Energiesparmodus"

    Mitarbeitermotivation: Gallup-Studie: Zu viele Beschäftigte im "Energiesparmodus"

    In Deutschland machen weiter zu viele Menschen „Dienst nach Vorschrift“, fanden Forscher heraus. Dabei kostet jede „innere Kündigung“ viel Geld.

    In deutschen Büros und Werkhallen regiert häufig weiterhin nur „Dienst nach Vorschrift“ – was der Volkswirtschaft viel Geld kostet. Die Gruppe der „inneren Kündiger“ habe 2025 volkswirtschaftliche Produktivitätseinbußen zwischen 119,2 Milliarden und 142,3 Milliarden Euro verursacht, wie aus einer Berechnung des Instituts Gallup für den jährlich erscheinenden Gallup Engagement Index hervorgeht. 

    Geringe emotionale Bindung 

    „Die große Mehrheit der Beschäftigten ist emotional nur gering an ihren Arbeitgeber gebunden und erfüllt ihre Aufgaben pflichtgemäß, ohne sich darüber hinaus einzubringen“, heißt es im neuen Gallup Engagement Index, einer jährlich erscheinenden Untersuchung zur Motivation und emotionalen Bindung der Arbeitnehmerschaft in Deutschland

    77 Prozent der Beschäftigten in Deutschland hätten eine schwache emotionale Bindung zu ihrem Arbeitgeber. „Hochgebunden“ und damit bereit, täglich einen Schritt mehr zu gehen, seien nur zehn Prozent. Damit wird der schlechte Wert aus dem Jahr 2024 um jeweils einen Prozentpunkt überboten. 

    Hauptsächlich Führungsproblem

    Allerdings geben die Gallup-Experten dafür weniger den Mitarbeitern, als der jeweiligen Unternehmensführung die Schuld. „Geringe emotionale Bindung ist kein Einstellungs-, sondern ein Führungsproblem“, sagte Studienleiter Marco Nink. 

    „Hier liegt erhebliches Potenzial brach. Emotionale Mitarbeiterbindung ist kein Nice-to-have, sondern ein harter Wettbewerbsfaktor. Sie erhöht die Produktivität und senkt Kosten, indem sie Fehlzeiten und Fluktuation reduziert“, betonte er. „Viel zu viele Beschäftigte in Deutschland arbeiten jedoch im Energiesparmodus, trotz des insgesamt positiven Urteils über ihre Arbeitsbedingungen.“

    Was Sie über Deutschland wissen müssen

    Höherer Krankenstand

    Die emotionale Bindung wirke sich auch auf den Krankenstand aus. Die Gruppe derjenigen, die sich innerlich bereits verabschiedet haben, komme 2025 auf 9,7 Krankheitstage. Diejenigen mit hoher Bindung brachten es nur auf 5,6 Tage. 

    Trotz der geringen Bindung zum Arbeitgeber gebe es einen Wunsch nach Stabilität. Beschäftigte wollten wieder länger bei ihrem Unternehmen bleiben. Nachdem im vergangenen Jahr nur die Hälfte der Befragten auch ein Jahr später noch bei ihrem Arbeitgeber tätig zu sein wollte, ist dieser Anteil auf 56 Prozent gestiegen. Dennoch bleibe die Bereitschaft, weiter beim derzeitigen Unternehmen zu arbeiten, deutlich unter dem Niveau der Vor-Corona-Zeit. 2018 lag sie etwa bei 78 Prozent. 

    Der Engagement Index wird von Gallup seit 2001 jährlich erstellt. Für die jüngste Untersuchung wurden zwischen dem 18. November und 20. Dezember 1.700 zufällig ausgewählte Beschäftigte ab 18 Jahren telefonisch interviewt. Die Ergebnisse sind Gallup zufolge repräsentativ für die Arbeitnehmerschaft in Deutschland ab 18 Jahren.

    Quelle: Stern

  • Gallup Umfrage Wehrpflicht: Bevölkerung Befürwortet Dienst

    Gallup Umfrage Wehrpflicht: Bevölkerung Befürwortet Dienst

    Die Debatte um die Wehrpflicht, insbesondere die Wiedereinführung oder Verlängerung von Präsenz- und Zivildienst, wird immer wieder neu entfacht. Eine aktuelle Gallup Umfrage zur Wehrpflicht zeigt, dass ein Großteil der Bevölkerung eine Verlängerung dieser Dienste befürworten würde, obwohl es Kritik an der aktuellen Ausgestaltung gibt. Gallup Umfrage Wehrpflicht steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Gallup Umfrage Wehrpflicht
    Symbolbild: Gallup Umfrage Wehrpflicht (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Mehrheit der Bevölkerung befürwortet laut Gallup Umfrage die Verlängerung von Präsenz- und Zivildienst.
    • Kritik an der aktuellen Ausgestaltung des Wehrdienstes, trotz genereller Zufriedenheit der Grundwehrdiener.
    • Expertenmeinungen gehen auseinander, ob eine allgemeine Dienstpflicht die gesellschaftliche Resilienz stärken würde.
    • Österreichisches Bundesheer steht vor Herausforderungen bei Ressourcen und Infrastruktur.

    Gallup Umfrage zur Wehrpflicht: Ein Stimmungsbild

    Die Der Standard berichtet, dass eine von Gallup durchgeführte Umfrage zeigt, dass eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung eine Verlängerung des Präsenz- und Zivildienstes unterstützt. Dieses Ergebnis spiegelt ein gewisses Vertrauen in die Institutionen wider, die diese Dienste anbieten, obwohl gleichzeitig Verbesserungspotenzial gesehen wird.

    Wie zufrieden sind Grundwehrdiener tatsächlich?

    Trotz der genannten Mängel zeigen sich viele Grundwehrdiener zufrieden mit ihrer Dienstzeit. Dies könnte auf die Kameradschaft, die erlernten Fähigkeiten oder das Gefühl, einen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, zurückzuführen sein. Allerdings darf diese Zufriedenheit nicht darüber hinwegtäuschen, dass es Bereiche gibt, in denen Verbesserungen dringend notwendig sind. (Lesen Sie auch: Viertklässler Mathe Lesen: Sorgen Beim Leseverständnis?)

    📊 Daten im Detail

    Die genauen Zahlen der Gallup Umfrage und weitere Details zur Zufriedenheit der Grundwehrdiener sind in der vollständigen Studie einsehbar. Diese Daten liefern wertvolle Einblicke für politische Entscheidungsträger und Verantwortliche im Bundesheer.

    Ursachen für die Debatte um die Wehrpflicht

    Die Diskussion um die Wehrpflicht wird oft im Kontext von sicherheitspolitischen Überlegungen und gesellschaftlichem Zusammenhalt geführt. Befürworter argumentieren, dass eine allgemeine Dienstpflicht die Resilienz der Gesellschaft stärken und im Krisenfall eine schnelle Mobilisierung von Personal ermöglichen würde. Kritiker hingegen sehen in der Wehrpflicht eine Einschränkung der individuellen Freiheit und fordern stattdessen eine professionelle Armee mit besserer Ausrüstung und Ausbildung.

    Ein weiterer Aspekt ist die demografische Entwicklung. Sinkende Geburtenraten führen dazu, dass immer weniger junge Menschen für den Wehrdienst zur Verfügung stehen. Dies stellt das Bundesheer vor die Herausforderung, genügend Personal zu rekrutieren und gleichzeitig die Qualität der Ausbildung sicherzustellen. (Lesen Sie auch: Alternativen Abtreibung: Salzburg stoppt geplante Kampagne)

    Reaktionen auf die Forderung nach einer Verlängerung

    Die Forderung nach einer Verlängerung des Präsenz- und Zivildienstes stößt auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige Politiker und Experten die Notwendigkeit einer Stärkung der Landesverteidigung betonen, warnen andere vor den finanziellen und gesellschaftlichen Kosten einer solchen Maßnahme. Es gibt auch Vorschläge, alternative Dienstmodelle zu prüfen, die den Bedürfnissen der Gesellschaft besser entsprechen.

    📌 Hintergrund

    Die Wehrpflicht in Österreich hat eine lange Tradition. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie eingeführt und mehrmals reformiert. In den letzten Jahren gab es immer wieder Diskussionen über ihre Abschaffung oder Aussetzung, die jedoch bisher nicht zu einer Änderung der Rechtslage geführt haben.

    Lösungsansätze und Perspektiven für die Zukunft

    Um die Herausforderungen im Zusammenhang mit der Wehrpflicht zu bewältigen, sind verschiedene Lösungsansätze denkbar. Dazu gehören eine Erhöhung des Budgets für das Bundesheer, eine Attraktivitätssteigerung des Wehrdienstes durch bessere Ausrüstung und Ausbildung sowie die Einführung flexiblerer Dienstmodelle. Auch eine stärkere Zusammenarbeit mit anderen europäischen Ländern im Bereich der Verteidigung könnte eine Option sein. (Lesen Sie auch: Bergius Schule Berlin: Wie ein Rektor die…)

    Die Gallup Umfrage zur Wehrpflicht zeigt, dass das Thema weiterhin relevant ist und die Bevölkerung eine klare Meinung dazu hat. Es liegt nun an den politischen Entscheidungsträgern, die verschiedenen Argumente abzuwägen und eine zukunftsfähige Lösung zu finden, die sowohl den sicherheitspolitischen Erfordernissen als auch den gesellschaftlichen Bedürfnissen entspricht. Eine mögliche Lösung wäre die Stärkung des Milizsystems Bundesheer.

    Detailansicht: Gallup Umfrage Wehrpflicht
    Symbolbild: Gallup Umfrage Wehrpflicht (Bild: Picsum)

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Alternativen gibt es zum Präsenzdienst in Österreich?

    Neben dem sechsmonatigen Präsenzdienst gibt es die Möglichkeit, einen Zivildienst zu leisten. Dieser dauert neun Monate und wird in sozialen Einrichtungen, Krankenhäusern oder anderen gemeinnützigen Organisationen absolviert.

    Wie hat sich die Haltung zur Wehrpflicht in den letzten Jahren verändert?

    Die Haltung zur Wehrpflicht ist einem ständigen Wandel unterworfen. In Zeiten von Kriegen und Krisen steigt die Zustimmung oft, während in Friedenszeiten eher eine kritische Haltung vorherrscht. Politische und gesellschaftliche Entwicklungen spielen dabei eine entscheidende Rolle. (Lesen Sie auch: Kann sich Daniel Fellner in Kärnten die…)

    Welche Länder in Europa haben die Wehrpflicht noch?

    Neben Österreich gibt es in Europa noch einige Länder, die die Wehrpflicht beibehalten haben, darunter beispielsweise die Schweiz, Norwegen und Schweden. Die Ausgestaltung und Dauer des Wehrdienstes variieren jedoch von Land zu Land.

    Welche Auswirkungen hätte eine Abschaffung der Wehrpflicht auf das Bundesheer?

    Eine Abschaffung der Wehrpflicht hätte erhebliche Auswirkungen auf das Bundesheer. Es müsste auf eine reine Berufsarmee umgestellt werden, was mit höheren Kosten und einer veränderten Personalstruktur verbunden wäre. Auch die Mobilisierungsfähigkeit im Krisenfall könnte beeinträchtigt werden.

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    Symbolbild: Gallup Umfrage Wehrpflicht (Bild: Picsum)