Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrt: Entwarnung?
Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf der Kreuzfahrt „Hondius“ gibt es vorerst Entwarnung. Genetische Analysen deuteten nicht auf eine gefährlichere Mutation des Virus hin, so WHO-Expertin Maria Van Kerkhove. Doch wie genau kam es zu den Infektionen? Die Übertragungswege geben Rätsel auf. Hantavirus Kreuzfahrt steht dabei im Mittelpunkt.

⚠️ Wichtige Details aus der Originalmeldung: (Lesen Sie auch: Hantavirus Kreuzfahrtschiff: WHO Gibt Entwarnung nach Ausbruch)
- Aktenzeichen: azu
| Event | Hantavirus-Ausbruch auf Kreuzfahrt „Hondius“ |
| Ergebnis | Keine gefährliche Mutation festgestellt |
| Datum | – |
| Ort | Atlantik-Kreuzfahrt |
| Schlüsselmomente | Genetische Analyse, Suche nach Übertragungswegen |
Was ist über den Ausbruch bekannt?
Auf dem Kreuzfahrtschiff „Hondius“ gab es zehn Hantavirus-Fälle, von denen acht im Labor bestätigt wurden. Eine ursprünglich verdächtige Person aus den USA wurde nach Tests ausgeschlossen. Drei Menschen starben, darunter eine Frau aus Deutschland. Auf dem Schiff zirkulierte das südamerikanische Andesvirus, das normalerweise von Nagetieren übertragen wird.
Ergebnis & Fakten
- 10 Hantavirus-Fälle auf der „Hondius“
- 8 Fälle laborbestätigt
- 3 Todesfälle
- Andesvirus als Ursache identifiziert
Wie verläuft die Übertragung des Andesvirus?
Normalerweise erfolgt die Übertragung durch Kontakt mit Nagetieren, beispielsweise über Kotpartikel in aufgewirbeltem Staub. Beim Andesvirus sind in seltenen Fällen auch Mensch-zu-Mensch-Übertragungen möglich, allerdings meist nur bei engem, andauerndem Kontakt. Laut Stern sind aber noch Fragen zu möglichen Infektionen bei weniger intensivem Kontakt offen. (Lesen Sie auch: Todesfälle bei Kreuzfahrt: Hantavirus-Kontaktperson in Düsseldorfer Klinik)
Wie kam es zu dem Ausbruch auf der Kreuzfahrt?
Die WHO vermutet, dass sich ein Passagier aus den Niederlanden in Südamerika infiziert hat, bevor er in Argentinien an Bord ging. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass er vor der Kreuzfahrt bei Vogelbeobachtungen im Süden Südamerikas Kontakt mit Nagetieren hatte. Gen-Analysen legen nahe, dass die weiteren Infektionen von Mensch zu Mensch erfolgten. Der Niederländer und seine Frau sind verstorben.
Hantaviren sind weltweit verbreitet und werden hauptsächlich von Nagetieren auf den Menschen übertragen. Sie können beim Menschen verschiedene Krankheitsbilder verursachen, von grippeähnlichen Symptomen bis hin zu schweren Verläufen mit Nieren- oder Lungenbeteiligung.. (Lesen Sie auch: Todesfälle bei Kreuzfahrt: Hantavirus-Kontaktperson in Düsseldorfer Klinik)
Was bedeutet das Ergebnis?
Die Entwarnung bezüglich einer gefährlicheren Mutation des Virus ist beruhigend. Allerdings bleiben Fragen zur genauen Übertragungsweise offen. Die WHO wird die Situation weiterhin beobachten und gegebenenfalls weitere Empfehlungen aussprechen. Informationen zu Hantaviren und deren Prävention bietet beispielsweise das Robert Koch-Institut. Allgemeine Informationen zu Viruserkrankungen gibt es bei der WHO.

Die „Hondius“ hatte zuletzt vor Teneriffa geankert. Die Passagiere wurden evakuiert und in ihre Heimatländer gebracht. Die Suche nach dem genauen Übertragungsweg des Hantavirus auf der Hondius geht weiter. (Lesen Sie auch: Tödlicher Segeltörn vor Schweden: Was Geschah mit…)




