Schlagwort: Hohe Hürden

  • Kündigung Wegen Krankheit: Was ist Wirklich erlaubt?

    Kündigung Wegen Krankheit: Was ist Wirklich erlaubt?



    Arbeitsrecht: Darf mein Chef mir wegen Krankheit kündigen?

    Die Kündigung wegen Krankheit ist ein komplexes Thema im Arbeitsrecht. Grundsätzlich ist es möglich, jedoch sind die Hürden sehr hoch. Arbeitgeber müssen strenge Voraussetzungen erfüllen, bevor sie eine krankheitsbedingte Kündigung aussprechen dürfen. Ein bloßes „Zuviel“ an Krankheitstagen reicht dafür nicht aus.

    Symbolbild zum Thema Kündigung Wegen Krankheit
    Symbolbild: Kündigung Wegen Krankheit (Bild: Picsum)

    Wann ist eine Kündigung wegen Krankheit rechtens?

    Eine krankheitsbedingte Kündigung ist nur dann rechtens, wenn eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit vorliegt, die die betrieblichen Interessen des Arbeitgebers erheblich beeinträchtigt. Zudem muss der Arbeitgeber nachweisen, dass es keine milderen Mittel gibt, um die Situation zu verbessern, wie beispielsweise eine Umsetzung des Arbeitnehmers auf einen anderen Arbeitsplatz. (Lesen Sie auch: Arbeitszeitbetrug Homeoffice: Geständnis eines Betrügers)

    Zusammenfassung

    • Eine Kündigung wegen Krankheit ist nur unter strengen Voraussetzungen möglich.
    • Dauerhafte Arbeitsunfähigkeit und erhebliche Beeinträchtigung der betrieblichen Interessen sind erforderlich.
    • Der Arbeitgeber muss mildere Mittel prüfen, bevor er eine Kündigung ausspricht.
    • Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann helfen, die Rechtmäßigkeit einer Kündigung zu prüfen.

    Welche Rolle spielen Fehlzeiten bei einer Kündigung?

    Hohe Fehlzeiten allein rechtfertigen keine Kündigung wegen Krankheit. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass die Fehlzeiten zu einer unzumutbaren Belastung für das Unternehmen führen. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn die ständigen Ausfälle die betrieblichen Abläufe erheblich stören oder zu hohen Kosten durch die Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall führen. Wie Haufe berichtet, müssen die betrieblichen Auswirkungen der Fehlzeiten erheblich sein.

    Welche Pflichten hat der Arbeitgeber vor einer Kündigung?

    Bevor ein Arbeitgeber eine Kündigung wegen Krankheit aussprechen kann, muss er verschiedene Möglichkeiten prüfen, um die Situation zu verbessern. Dazu gehört beispielsweise das Angebot eines betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM). Ziel des BEM ist es, gemeinsam mit dem Arbeitnehmer Wege zu finden, um seine Arbeitsfähigkeit wiederherzustellen und zu erhalten. (Lesen Sie auch: USA Börse Dominanz: Darum bleibt Amerika Vorn)

    ⚠️ Achtung

    Eine Kündigung ohne vorheriges BEM-Verfahren kann unwirksam sein. Der Arbeitgeber muss nachweisen, dass er sich ernsthaft um eine Lösung bemüht hat.

    Was kann man gegen eine Kündigung wegen Krankheit tun?

    Wenn ein Arbeitnehmer eine Kündigung wegen Krankheit erhält, sollte er sich umgehend rechtlichen Rat einholen. Ein Anwalt für Arbeitsrecht kann die Rechtmäßigkeit der Kündigung prüfen und gegebenenfalls eine Kündigungsschutzklage beim Arbeitsgericht einreichen. Laut einer Meldung von Stern, ist es ratsam, sich frühzeitig zu informieren. (Lesen Sie auch: Wärmepumpe Erfahrungen: 20 Jahre und Was Hausbesitzer…)

    Detailansicht: Kündigung Wegen Krankheit
    Symbolbild: Kündigung Wegen Krankheit (Bild: Picsum)

    Wie geht es weiter?

    Die Zahl der Krankschreibungen ist weiterhin hoch, was das Thema Kündigung wegen Krankheit aktuell hält. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Rechtsprechung in Zukunft ändern wird. Arbeitnehmer sollten ihre Rechte kennen und sich im Zweifelsfall rechtlich beraten lassen. Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) bietet hier einen wichtigen Rahmen.

    Illustration zu Kündigung Wegen Krankheit
    Symbolbild: Kündigung Wegen Krankheit (Bild: Picsum)