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  • Kraftstoffe: Tankrabatt kappt Preise – ADAC: Noch keine volle Weitergabe

    Kraftstoffe: Tankrabatt kappt Preise – ADAC: Noch keine volle Weitergabe

    Für Diesel und Benzin gilt eine gesenkte Steuer, damit es beim Tanken nicht mehr ganz so teuer wird. Beobachter mahnen aber an, dass das auch komplett an den Zapfsäulen ankommen muss.

    Der Tankrabatt hat die heftigsten Preisspitzen für die Autofahrerinnen und Autofahrer vorerst gekappt – an den Zapfsäulen kommt es nach Marktbeobachtungen aber vielerorts schon wieder zu neuen Anhebungen. Die inzwischen geltende Steuersenkung von 16,7 Cent pro Liter werde „noch nicht vollständig an die Verbraucher weitergegeben“, teilte der Autofahrerclub ADAC nach einer Analyse am Sonntagmorgen mit. Die Bundesregierung und das Bundeskartellamt forderten die Mineralölkonzerne nachdrücklich dazu auf.

    Die Bewegungen bei Benzin und Diesel stehen unter verschärfter Beobachtung, nachdem die befristete Steuersenkung der schwarz-roten Koalition am 1. Mai um Mitternacht in Kraft getreten ist. Nach Angaben des Kartellamts gaben die Preise vom 30. April auf den 1. Mai im bundesweiten Schnitt um knapp 13 Cent nach. Am 2. Mai ging es demnach aber wieder herauf. Diesel kostete am Samstag (14.00 Uhr) im Schnitt 2,15 Euro pro Liter – etwa 4,5 Cent mehr als zur selben Zeit am Vortag. Super E10 kostete 2,05 Euro und damit 4 Cent mehr. 

    Preise am Sonntag im Schnitt höher 

    Auch am Sonntagmorgen um 8.00 Uhr lagen die Durchschnittspreise höher als zur selben Uhrzeit am Vortag, beobachtete der ADAC und monierte: „Damit geht die Entwicklung erneut in eine falsche Richtung.“ Da gleichzeitig die Rohölpreise sanken und die Energiesteuersenkung ja rund 17 Cent beträgt, seien die Kraftstoffpreise „nach wie vor zu hoch“. 

    Kartellamtspräsident Andreas Mundt betonte am Samstag: „Die Steuersenkung soll Verbraucherinnen, Verbraucher und die Wirtschaft in einer schwierigen Phase entlasten.“ Die Konzerne seien „allenfalls Treuhänder“ der Entlastung. „Sie ist nicht für sie bestimmt. Sie muss bei den Kunden ankommen.“ 

    Preis-Vergleiche momentan wichtig

    Der Vergleich über Spritpreis-Apps sei momentan wichtiger denn je, sagte der oberste Wettbewerbshüter. Die Preiskurven variierten gerade stärker als sonst. „Manche Tankstellen haben die Preise sehr stark erhöht, andere nicht oder fast gar nicht.“ Das Niveau war am Samstagvormittag in Süddeutschlands um etwa 5 bis 7 Cent geringer als in Mittel- und Norddeutschland, erläuterte das Amt. Grund seien regionale Unterschiede bei Raffinerie- und Großhandelspreisen.

    Der Branchenverband Fuels und Energie hatte zum Start des Tankrabatts zugesichert, dass die volle Steuersenkung bei den Kunden ankommen soll. Die Branche wies aber auch darauf hin, dass sich anfangs bei vielen Tankstellen noch Kraftstoff befindet, der nach den alten Steuersätzen abgerechnet wurde. Entscheidend für den Steuernachlass ist nicht der Verkauf an der Tankstelle, sondern der Moment, in dem Kraftstoffe Tanklager oder Raffinerie verlassen.

    Bei wem landen 1,6 Milliarden Euro?

    Der Steuerrabatt zur Entlastung von den stark gestiegenen Spritpreisen infolge des Iran-Kriegs soll für zwei Monate bis Ende Juni gelten. Konkret wurden die Spritsteuern um 14,04 Cent je Liter herabgesetzt. Weil auf die wegfallende Energiesteuer auch keine Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich eine Reduzierung um 16,7 Cent – gerundet entspricht das den oft genannten 17 Cent. Beim Staat dürften dadurch Steuerausfälle von bis zu 1,6 Milliarden Euro entstehen.

    Der kritische Punkt der Regelung ist, dass der Rabatt bei den steuerzahlenden Mineralölkonzernen ankommt. Und zu bestimmten Reduzierungen verpflichtet sind die Tankstellen nicht. Allerdings hat die Politik mehrfach deutlich gemacht, dass die volle Summe bei den Autofahrerinnen und Autofahren landen müsse. „Das ist keine Bitte, das ist eine klare Erwartung“, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) vor dem Start des Tankrabatts. SPD-Fraktionsvize Armand Zorn verlangte: „Die Abzocke muss enden, und zwar schnell.“ 

    Linke-Wirtschaftspolitikerin Janine Wissler kritisierte, viele Tankstellen hätten ihre Preise kurz vor Inkrafttreten des Rabatts noch einmal deutlich angehoben. „Bisher geht die Abzocke an der Tankstelle fröhlich weiter.“ Wissler erneuerte die Forderung nach 150 Euro Krisengeld für alle und einer Wiederauflage des 9-Euro-Tickets für Busse und Bahnen. Zur Finanzierung könnten abgeschöpfte übermäßige Gewinne der Mineralölkonzerne genutzt werden. 

    Wirtschaftsweise sieht großen Fehler

    Die Ökonomin Monika Schnitzer kritisierte den Tankrabatt als großen Fehler“ und sozial ungerecht. Höhere Spritpreise signalisierten die Knappheit von Öl, sagte die Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen“ der „Augsburger Allgemeinen“. Man müsse dies spüren, um den Verbrauch anzupassen. „Wenn die Menschen es spüren, fahren sie langsamer und weniger.“ Auch profitierten wohlhabendere Haushalte mit hohem Spritverbrauch überproportional von dem Tankrabatt, obwohl sie weniger auf staatliche Unterstützung angewiesen seien.

  • Bundesländer Deutschland: Spritpreise in: Wie die betroffen

    Bundesländer Deutschland: Spritpreise in: Wie die betroffen

    Die steigenden Spritpreise in Deutschland sind ein viel diskutiertes Thema. Besonders betroffen sind Pendler und Menschen in ländlichen Regionen, die auf das Auto angewiesen sind. Die aktuellen Entwicklungen werfen die Frage auf, wie sich die Situation in den einzelnen bundesländern deutschland darstellt.

    Symbolbild zum Thema Bundesländer Deutschland
    Symbolbild: Bundesländer Deutschland (Bild: Picsum)

    Hintergrund: Warum steigen die Spritpreise?

    Mehrere Faktoren tragen zu den gegenwärtig hohen Spritpreisen bei. Laut dem WDR sind die Preise für Rohöl, aber auch für fertige Benzin- und Dieselkraftstoffe auf dem Weltmarkt gestiegen. Dies wird unter anderem auf den Krieg im Nahen Osten zurückgeführt. Die Angst vor einer Verknappung des Angebots treibt die Preise nach oben. Ein weiterer Aspekt ist die Debatte darüber, ob Ölkonzerne die Situation ausnutzen, um ihre Gewinne zu maximieren.

    Die aktuelle Situation erinnert an das Jahr 2022, als nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine die Spritpreise ebenfalls stark anstiegen. Wie die FAZ berichtet, überschritten die Preise für Benzin und Diesel am 7. März 2022 erstmals im Bundesdurchschnitt die Marke von zwei Euro. Auch jetzt liegen die Preise an vielen Tankstellen wieder deutlich über dieser Marke. Die Tankstellenpächter wehren sich jedoch gegen die Rolle als Sündenbock. Sie betonen, dass die Preishoheit bei den Mineralölgesellschaften liegt. (Lesen Sie auch: Weltfrauentag 2026: Ein Tag für Gleichberechtigung)

    Aktuelle Entwicklung in den Bundesländern

    Die Spritpreise variieren zwischen den einzelnen bundesländern deutschland. Dies liegt unter anderem an unterschiedlichen regionalen Steuern und Infrastrukturkosten. Auch die Nähe zu Raffinerien und Tanklagern kann einen Einfluss auf die Preise haben. Der ADAC veröffentlicht regelmäßig eine Übersicht über die aktuellen Spritpreise in den einzelnen Bundesländern. Diese Daten zeigen, dass es teilweise erhebliche Unterschiede geben kann.

    Laut WDR kostete Diesel am Morgen des 5. März 2026 bundesweit im Schnitt deutlich über zwei Euro, auch der Benzinpreis stieg zeitweise über diese Schwelle. In Nordrhein-Westfalen lagen die Preise am gleichen Tag leicht unter dem Bundesschnitt: Diesel kostete im Mittel 2,05 Euro pro Liter, Super E10 1,97 Euro.

    Reaktionen und Stimmen

    Die hohen Spritpreise stoßen auf breite Kritik. Autofahrerverbände fordern Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher. Eine Möglichkeit wäre eine Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe. Allerdings gibt es auch Stimmen, die darauf hinweisen, dass eine solche Maßnahme kontraproduktiv wäre, da sie den Anreiz zum Sparen von Kraftstoff verringern würde. Stattdessen wird gefordert, den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Elektromobilität zu fördern. (Lesen Sie auch: Rückruf Edeka: Wichtige Kokosnuss-Warnung am 05.03.2026)

    Hans-Joachim Rühlemann, Vorsitzender des Verbands des Garagen- und Tankstellengewerbes (VTG) Nord-Ost, schützt die Tankstellenpächter mit Blick auf die Preisentwicklung. Laut Rühlemann bekommen die Kollegen an den Kassen sehr deutlich den Unmut der Leute mit. Die Tankstellenpächter können für die Preisentwicklung aber nichts, da die Preishoheit bei den Mineralölgesellschaften liegt.

    Bundesländer deutschland: Was bedeutet das für die Zukunft?

    Die Entwicklung der Spritpreise bleibt weiterhin ungewiss. Vieles hängt von der weiteren Entwicklung der geopolitischen Lage und der Rohölpreise ab. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Preise auf absehbare Zeit hoch bleiben werden. Dies wird viele Autofahrer dazu zwingen, ihr Mobilitätsverhalten zu überdenken. Eine Möglichkeit ist, verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad umzusteigen. Auch die Anschaffung eines sparsameren Autos oder eines Elektroautos kann eine Option sein.Denkbar sind weitere Entlastungsmaßnahmen für die Verbraucher. Allerdings muss darauf geachtet werden, dass diese Maßnahmen nicht die Bemühungen um eine nachhaltige Mobilität konterkarieren. Eine langfristige Lösung des Problems kann nur in einer Abkehr von fossilen Brennstoffen liegen.

    Überblick: Fläche und Bevölkerung der Bundesländer

    Die Bundesländer deutschland unterscheiden sich nicht nur hinsichtlich ihrer Spritpreise, sondern auch in Bezug auf ihre Fläche und Bevölkerungszahl. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick: (Lesen Sie auch: Mainz Hbf: Drehkreuz für Reisende – Aktuelle…)

    Detailansicht: Bundesländer Deutschland
    Symbolbild: Bundesländer Deutschland (Bild: Picsum)
    Bundesland Fläche (km²) Bevölkerung (Stand 31.12.2022)
    Baden-Württemberg 35.751 11.103.043
    Bayern 70.542 13.205.973
    Berlin 892 3.677.472
    Brandenburg 29.654 2.573.135
    Bremen 419 682.986
    Hamburg 755 1.892.122
    Hessen 21.115 6.361.286
    Mecklenburg-Vorpommern 23.211 1.628.378
    Niedersachsen 47.635 8.004.554
    Nordrhein-Westfalen 34.110 17.925.570
    Rheinland-Pfalz 19.854 4.106.685
    Saarland 2.570 984.895
    Sachsen 18.449 4.057.569
    Sachsen-Anhalt 20.451 2.180.682
    Schleswig-Holstein 15.799 2.910.875
    Thüringen 16.172 2.120.237

    Quelle: Destatis

    Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

    Illustration zu Bundesländer Deutschland
    Symbolbild: Bundesländer Deutschland (Bild: Picsum)