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  • Mario Adorf (†95): Mario Adorfs große Liebe war bis zum Schluss an seiner Seite

    Mario Adorf (†95): Mario Adorfs große Liebe war bis zum Schluss an seiner Seite

    Manchmal schreibt das Leben die eindrücklichsten Geschichten leise zu Ende. So auch im Fall von Mario Adorf, dessen langjährige Liebe Monique ihn bis zuletzt begleitete – und nun einen Schicksalsschlag verkraften muss, der ihr das Herz zerreißt.

    Der Abschied von Mario Adorf berührt viele – doch besonders für seine Frau Monique Faye, 81, ist es ein kaum fassbarer Verlust. Am 8. April 2026 fand sie den großen Schauspieler, ihren Ehemann, leblos im gemeinsamen Bett in ihrer Pariser Wohnung. Er wurde 95 Jahre alt. Bis zuletzt war sie an seiner Seite – so, wie sie es über Jahrzehnte hinweg gewesen war.

    Mario Adorf: Er traf Monique Faye über eine berühmte Freundin

    Ihre Geschichte begann Ende der 1960er-Jahre, beinahe zufällig und doch schicksalhaft. Es funkte durch eine nicht gerade unbekannte Freundin. „Über Brigitte Bardot habe ich meine Frau Monique kennengelernt, die ebenfalls aus Saint-Tropez stammt“, erinnerte sich Adorf später gegenüber „Bild“, und versicherte voller Inbrunst: „Dafür bin ich ihr natürlich für immer dankbar und verbunden.“

    Zunächst galt seine Aufmerksamkeit jedoch einer anderen: „Ich hatte zuerst nur Augen für die Bardot“, gab er zu. Doch irgendwann bemerkte er Moniques lebendige Art. „Und da begann die ganze Geschichte zwischen uns.“

    „17 Jahre war es ein Hin und Her mit uns“

    Was folgte, war keine geradlinige histoire d’amour, sondern eine amour fou voller Umwege. „17 Jahre war es ein Hin und Her mit uns. Ein langes Ausprobieren. Dann heirateten wir und waren nie mehr getrennt“, blickte Adorf zurück. 1985 entschieden sie sich schließlich für die Ehe – ein Schritt, der ihre Verbindung festigte.

    Bis Monique Faye und Mario Adorf (†95) endlich den Bund fürs Leben schlossen, war es „ein Hin und Her“
    © teutopress GmbH

    Die Jahre davor beschrieb der Schauspieler auch im Dokumentarfilm „Es hätte schlimmer kommen können“ als unbeschwert und intensiv. In seinem Leben zwischen Filmsets, Freundschaften und Reisen spielte auch Monique eine wichtige Rolle. Gemeinsam mit ihr und Brigitte Bardot, †91, verbrachte er viele Stunden voller Leichtigkeit. „Es war eine sorglose, wunderbare, leichtlebige Zeit, die man wirklich genießen konnte“, erinnerte er sich einst im Gespräch mit „Bunte“. 

    „Die Ehe beginnt nach dem ersten Seitensprung“

    Auch ihre Beziehung selbst war von Offenheit geprägt. Im Interview erklärte er, dass sie sich vor der Ehe „freizügig ausprobiert“ hätten. Seine Haltung zur konventionellen Bindung formulierte er dabei bewusst unkonventionell: „Meine Ansicht über die Ehe habe ich ja schon geäußert in einem Satz, der mir zugeschrieben wird und den ich vielleicht auch gesagt habe: Die Ehe beginnt nach dem ersten Seitensprung.“

    Für Adorf war die Ehe nie ein starres Konzept. Vielmehr verstand er sie als Möglichkeit, mit einem geliebten Menschen durchs Leben zu gehen. Genau das ist ihm mit Monique gelungen. Sie wurde zu seiner engsten Vertrauten, zu einem festen Anker in seinem bewegten Leben.

    Neben seiner Frau hinterlässt der Schauspieler seine Tochter Stella Maria Adorf, 62, aus der Ehe mit der Schauspielerin und Theaterregisseurin Lis Verhoeven, †88 sowie seinen Enkel Julius, 22. Doch es ist vor allem diese große, gewachsene Liebe zu Monique, die bleibt – eine Verbindung, die viele Jahre brauchte, um zu reifen, und lange von tiefer Nähe geprägt war. Sein Tod markiert das Ende eines langen, erfüllten Lebens. Und zugleich das Ende einer besonderen Partnerschaft, die zeigt, dass Liebe nicht immer geradlinig verläuft, aber gerade darin ihre Stärke finden kann.

    Verwendete Quellen: bild.de, bunte.de

    Quelle: Gala