Die iranische Friedensnobelpreisträgerin Narges Mohammadi befindet sich offenbar in einem kritischen Gesundheitszustand. Nach Angaben ihrer Familie und ihres Anwaltsteams, die sie am Wochenende im Gefängnis besuchten, gibt es deutliche Anzeichen für eine Verschlechterung ihres Allgemeinzustands. Dies teilte die Stiftung von Mohammadi mit. Ihr Bruder, Hamid-Reza Mohammadi, schrieb auf der Plattform X, dass seine Schwester nach einem Herzinfarkt Ende März stark geschwächt sei und erheblich an Gewicht verloren habe. Die Familie sei sehr besorgt über ihren Zustand.

Narges Mohammadi: Einsatz für Menschenrechte im Iran
Narges Mohammadi ist eine prominente iranische Menschenrechtsaktivistin, die sich seit Jahrzehnten für die Rechte von Frauen und gegen die Todesstrafe in ihrem Land einsetzt. Ihr Engagement hat ihr internationale Anerkennung eingebracht, darunter den Friedensnobelpreis im Jahr 2023. Dieser wurde ihr für ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran und ihren Einsatz für die Förderung der Menschenrechte und Freiheiten verliehen. Stellvertretend für sie nahmen ihre Kinder den Preis in Oslo entgegen, da Mohammadi zu diesem Zeitpunkt bereits inhaftiert war.
Mohammadi hat einen Großteil der letzten zehn Jahre im Gefängnis verbracht. Die 53-Jährige wurde in den vergangenen 25 Jahren immer wieder vor Gericht gestellt und inhaftiert, weil sie sich gegen den Kopftuchzwang und die Todesstrafe im Iran eingesetzt hat. Seit 2015 hat sie ihre beiden Kinder, die in Paris leben, nicht mehr gesehen. (Lesen Sie auch: Ukraine Krieg: Roboter erobern russische Stellung)
Kritischer Gesundheitszustand im Gefängnis
Die aktuelle Besorgnis um Narges Mohammadis Gesundheit kommt inmitten von Berichten über ihre Haftbedingungen und den Zugang zu medizinischer Versorgung auf. Wie der Spiegel berichtet, soll die medizinische Versorgung im Gefängnis unzureichend sein, was Unterstützerinnen und Unterstützer bereits in der Vergangenheit beklagten. Es ging unter anderem um die Forderung nach einer dringend notwendigen kardiologischen Versorgung. Ihr Bruder Hamid-Reza Mohammadi schrieb auf X, dass seiner Schwester Medikamente und Behandlung verweigert würden.
Unterstützer Mohammadis berichteten Anfang des Monats, dass sie am 24. März bewusstlos in ihrer Zelle gefunden wurde. Trotz „offensichtlicher Anzeichen für einen Herzinfarkt“ hätten die iranischen Behörden einen Besuch bei einem Facharzt oder einer Klinik verweigert, wie Die Zeit berichtet.
Im Dezember 2024 war Mohammadi aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend aus dem berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis freigelassen worden. Anfang Februar wurde sie nach Angaben ihres Anwaltes erneut zu mehreren Jahren Haft verurteilt, zudem gilt für sie ein zweijähriges Ausreiseverbot. (Lesen Sie auch: rtl.de im Fokus: Streaming, News und die…)
Internationale Reaktionen und Forderungen
Die Berichte über den sich verschlechternden Gesundheitszustand von Narges Mohammadi haben international Besorgnis ausgelöst. Menschenrechtsorganisationen und Regierungen fordern die iranischen Behörden auf, ihr umgehend eine angemessene medizinische Versorgung zukommen zu lassen und sie freizulassen. Amnesty International setzt sich seit Jahren für die Freilassung der Friedensnobelpreisträgerin ein und fordert ein Ende der Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten im Iran. Auf der Webseite von Amnesty International finden sich weitere Informationen zu den aktuellen Fällen und Kampagnen.
Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Narges Mohammadi im Jahr 2023 wurde als eine Anerkennung ihres mutigen Kampfes für Menschenrechte und Demokratie im Iran gewürdigt. Gleichzeitig war es ein Signal an die iranische Regierung, die Menschenrechte zu respektieren und politische Gefangene freizulassen.
Was bedeutet die Situation für die Menschenrechtslage im Iran?
Der Fall Narges Mohammadi verdeutlicht die schwierige und gefährliche Situation von Menschenrechtsaktivisten im Iran. Ihr Schicksal ist ein Spiegelbild der anhaltenden Repression und der Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit. Die iranische Regierung geht seit Jahren mit harter Hand gegen Kritiker und Andersdenkende vor. Menschenrechtsorganisationen dokumentieren regelmäßig Fälle von willkürlichen Verhaftungen, Folter und unfairen Gerichtsverfahren. (Lesen Sie auch: Mette-Marit sagt ab: Warum die Kronprinzessin in…)

Die Inhaftierung von Narges Mohammadi und anderen politischen Gefangenen ist ein klarer Verstoß gegen internationale Menschenrechtsstandards. Die iranische Regierung ist verpflichtet, die Rechte auf freie Meinungsäußerung, Versammlungsfreiheit und ein faires Verfahren zu gewährleisten. Es bleibt zu hoffen, dass der internationale Druck auf die iranischen Behörden dazu beiträgt, die Situation der Menschenrechte im Iran zu verbessern und die Freilassung von Narges Mohammadi und anderen politischen Gefangenen zu erreichen.
FAQ zu nobelpreisträgerin mohammadi
Häufig gestellte Fragen zu nobelpreisträgerin mohammadi
Warum ist Narges Mohammadi inhaftiert?
Narges Mohammadi ist aufgrund ihres Engagements für Menschenrechte, insbesondere für Frauenrechte und gegen die Todesstrafe im Iran, inhaftiert. Sie wurde mehrfach verurteilt und inhaftiert, weil sie sich gegen den Kopftuchzwang und andere repressive Maßnahmen der iranischen Regierung ausgesprochen hat.
Welchen Preis hat Narges Mohammadi gewonnen?
Narges Mohammadi wurde im Jahr 2023 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Der Preis wurde ihr für ihren Kampf gegen die Unterdrückung der Frauen im Iran und ihren Einsatz für die Förderung der Menschenrechte und Freiheiten verliehen. Zum Zeitpunkt der Preisverleihung befand sie sich im Gefängnis. (Lesen Sie auch: Familienbonus im Fokus: Kritik und Erhöhungen bei…)
Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand von Narges Mohammadi?
Laut Berichten ihrer Familie und ihres Anwaltsteams befindet sich Narges Mohammadi in einem kritischen Gesundheitszustand. Sie soll nach einem vermuteten Herzinfarkt im März stark geschwächt sein und erheblich an Gewicht verloren haben. Zudem wird eine unzureichende medizinische Versorgung im Gefängnis beklagt.
Seit wann hat Narges Mohammadi ihre Kinder nicht mehr gesehen?
Narges Mohammadi hat ihre beiden Kinder, die in Paris leben, seit dem Jahr 2015 nicht mehr gesehen. Dies ist eine Folge ihrer Inhaftierung und der Reisebeschränkungen, die gegen sie verhängt wurden. Ihre Kinder nahmen stellvertretend für sie den Friedensnobelpreis entgegen.
Welche Forderungen werden im Fall Narges Mohammadi erhoben?
Menschenrechtsorganisationen und Regierungen fordern die iranischen Behörden auf, Narges Mohammadi umgehend eine angemessene medizinische Versorgung zukommen zu lassen und sie freizulassen. Sie fordern ein Ende der Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten im Iran und die Einhaltung internationaler Menschenrechtsstandards.
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