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  • Rheinmetall Marschflugkörper: Plant Deutschland den Deep Strike

    Rheinmetall Marschflugkörper: Plant Deutschland den Deep Strike

    Rheinmetall Marschflugkörper: Der deutsche Rüstungskonzern Rheinmetall plant, noch in diesem Jahr mit der Produktion von Marschflugkörpern in seinem Werk in Unterlüß zu beginnen. Diese Cruise Missiles sind für sogenannte Deep-Strike-Operationen konzipiert und sollen in Kooperation mit der niederländischen Firma Destinus gefertigt werden.

    Die wichtigsten Fakten

    • Rheinmetall plant Produktion von Marschflugkörpern in Unterlüß.
    • Kooperation mit niederländischer Firma Destinus.
    • Marschflugkörper für Deep-Strike-Operationen.
    • KI-gestützte Zielerkennung.

    Rheinmetall plant Produktion von Marschflugkörpern – Was bedeutet das für die Schweiz?

    Die geplante Produktion von Rheinmetall Marschflugkörpern in Deutschland könnte auch sicherheitspolitische Auswirkungen auf die Schweiz haben. Da die Schweiz neutral ist, stellt sich die Frage, ob solche Entwicklungen in Nachbarländern die eigene Sicherheitspolitik beeinflussen werden.

    Symbolbild zum Thema Rheinmetall Marschflugkörper
    Symbolbild: Rheinmetall Marschflugkörper (Bild: Picsum)

    Laut einer Meldung von Stern, sollen die Marschflugkörper in der zweiten Jahreshälfte in einem Gemeinschaftsunternehmen namens „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ hergestellt werden.

    Wie funktioniert die Kooperation zwischen Rheinmetall und Destinus?

    Die Zusammenarbeit zwischen Rheinmetall und Destinus zielt auf die Entwicklung und Produktion fortschrittlicher Raketensysteme ab. Destinus bringt Expertise im Bereich der Marschflugkörper ein, während Rheinmetall seine Produktionskapazitäten und Erfahrung in der Rüstungsindustrie zur Verfügung stellt. Gemeinsam wollen sie Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie herstellen, vermarkten und liefern. (Lesen Sie auch: Weitreichende Cruise Missiles: Rheinmetall möchte schon bald…)

    Das in den Niederlanden ansässige Unternehmen Destinus produziert nach eigenen Angaben bereits 2000 Marschflugkörper pro Jahr. Durch den Schulterschluss mit Rheinmetall könnte das Produktionsvolumen erheblich gesteigert werden.

    Welche Rolle spielt künstliche Intelligenz bei den Marschflugkörpern?

    Bei der Zielerkennung der Marschflugkörper soll künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen. Dies ermöglicht eine präzisere und effizientere Zielerfassung, was die Effektivität der Waffensysteme erhöhen soll. Konzernchef Armin Papperger erwähnte, dass das Vorgängermodell Ruta 1 bereits erfolgreich gegen strategische russische Ziele in der Ukraine eingesetzt wurde.

    🌍 Landes-Kontext

    Das größte Werk von Rheinmetall befindet sich im niedersächsischen Unterlüß, wo mehr als 4000 Mitarbeiter beschäftigt sind. Die Entscheidung, dort Marschflugkörper zu fertigen, unterstreicht die Bedeutung des Standorts für das Unternehmen. (Lesen Sie auch: Tipps vom Profi: Zehn Dinge, die man…)

    Welche Reichweite haben die geplanten Marschflugkörper?

    Die neuen Systeme, wie das Ruta 2 von Destinus, sollen bei einer Nutzlast von 250 Kilogramm eine Reichweite von 700 Kilometern haben. Andere Marschflugkörper von Destinus sind leichter und haben eine geringere Reichweite. Zum Vergleich: Die Reichweite von US-amerikanischen Tomahawk-Mittelstreckenraketen wird mit bis zu 2500 Kilometern angegeben.

    Die US Navy plant den Kauf weiterer Tomahawk-Raketen.

    Wie reagiert die Schweizer Politik auf diese Entwicklung?

    Bisher gibt es keine offizielle Stellungnahme der Schweizer Regierung zu den Plänen von Rheinmetall. Es ist jedoch zu erwarten, dass die sicherheitspolitischen Auswirkungen in den zuständigen Gremien diskutiert werden. Die Schweiz verfolgt traditionell eine Politik der Neutralität, ist aber dennoch bestrebt, ihre Landesverteidigung auf dem neuesten Stand zu halten.

    Die Produktion von Rheinmetall Marschflugkörpern könnte indirekt den Druck auf die Schweiz erhöhen, ihre eigenen militärischen Fähigkeiten zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen. (Lesen Sie auch: Iw Konjunkturprognose: Düstere Aussichten für Deutschland?)

    Detailansicht: Rheinmetall Marschflugkörper
    Symbolbild: Rheinmetall Marschflugkörper (Bild: Picsum)

    Häufig gestellte Fragen

    Was genau sind Deep-Strike-Operationen?

    Deep-Strike-Operationen bezeichnen militärische Angriffe, die tief im feindlichen Gebiet stattfinden. Ziel ist es, strategische Ziele wie Kommandozentralen, Nachschublinien oder wichtige Infrastruktur zu zerstören oder zu schwächen.

    Welche Bedeutung hat die Zusammenarbeit mit Destinus für Rheinmetall?

    Die Kooperation mit Destinus ermöglicht Rheinmetall den Zugang zu fortschrittlicher Technologie im Bereich der Marschflugkörper. Destinus bringt Expertise und bereits erprobte Systeme ein, während Rheinmetall seine Produktionskapazitäten und Marktzugang bietet.

    Wie könnte sich die Produktion von Marschflugkörpern auf die Arbeitsplätze in Unterlüß auswirken?

    Die Produktion von Marschflugkörpern könnte langfristig positive Auswirkungen auf die Arbeitsplätze in Unterlüß haben. Durch die Ausweitung der Produktion und die Schaffung neuer Arbeitsplätze im Bereich der Raketensysteme könnte der Standort gestärkt werden. (Lesen Sie auch: Zoll Kontrolle Paketdienste: Tausende Beamte Decken)

    Welche Alternativen zur Stationierung von US-amerikanischen Tomahawk-Raketen gibt es für Deutschland?

    Die Produktion eigener Marschflugkörper durch Rheinmetall könnte eine Alternative zur Stationierung von US-amerikanischen Tomahawk-Raketen darstellen. Dies würde Deutschland unabhängiger von ausländischen Waffensystemen machen und die eigene Verteidigungsfähigkeit stärken.

    Illustration zu Rheinmetall Marschflugkörper
    Symbolbild: Rheinmetall Marschflugkörper (Bild: Picsum)
  • Weitreichende Cruise Missiles: Rheinmetall möchte schon bald Marschflugkörper produzieren

    Weitreichende Cruise Missiles: Rheinmetall möchte schon bald Marschflugkörper produzieren

    Zum Schutz vor der russischen Bedrohung sollten in Deutschland Tomahawk-Raketen der USA stationiert werden. Doch daraus wird wohl nichts. Nun schiebt Rheinmetall ein Cruise-Missiles-Vorhaben an.

    Deutschlands größte Waffenschmiede Rheinmetall steht in den Startlöchern, um Marschflugkörper mit recht großer Reichweite herzustellen. „Noch in diesem Jahr werden wir damit beginnen, Cruise Missiles für Deep-Strike-Operationen in Unterlüß zu fertigen“, erklärt Konzernchef Armin Papperger im Manuskript einer Rede, die der Manager bei der Hauptversammlung der Firma am kommenden Dienstag halten möchte und die vorab auf der Firmen-Webseite publiziert wurde.

    Im niedersächsischen Unterlüß ist das größte Werk von Rheinmetall, dort arbeiten mehr als 4000 Beschäftigte. Bei den Marschflugkörpern möchte Rheinmetall mit der niederländischen Rüstungsfirma Destinus zusammenarbeiten, deren neues System Ruta 2 bei einer Nutzlast von 250 Kilogramm eine Reichweite von 700 Kilometern haben soll. Bei der Zielerkennung wird Künstliche Intelligenz genutzt. Das Vorgänger-Modell Ruta 1 ist nach den Worten von Papperger „schon erfolgreich gegen strategische russische Ziele in der Ukraine zum Einsatz“ gekommen.

    Andere Marschflugkörper von Destinus sind leichter und haben eine geringere Reichweite, eigenen Angaben zufolge stellt das in den Niederlanden angesiedelte Unternehmen pro Jahr bereits 2000 Marschflugkörper her. Nach dem Schulterschluss mit Rheinmetall könnte das Produktionsvolumen deutlich steigen.

    Reichweite deutlich geringer als „Tomahawks“

    Rheinmetall und Destinus hatten im April bekanntgegeben, in der zweiten Jahreshälfte ein Gemeinschaftsunternehmen namens „Rheinmetall Destinus Strike Systems“ gründen zu wollen. Die Firma soll „fortschrittliche Raketensysteme herstellen, vermarkten und liefern“, es gehe um Marschflugkörper und ballistische Raketenartillerie. 

    Rheinmetall: Die wichtigsten Fakten

    Die niederländisch-deutschen Marschflugkörper könnten europäischen Nato-Staaten dabei helfen, der russischen Bedrohung eigene neue Waffensysteme entgegenzusetzen. Auf US-amerikanische Tomahawk-Mittelstreckenraketen wird Deutschland dabei wohl nicht mehr zählen können, entsprechende Pläne zur Stationierung solcher Waffensysteme in Deutschland aus dem Jahr 2024 wird die US-Regierung von Präsident Donald Trump womöglich beerdigen. Deren Reichweite wird mit bis zu 2500 Kilometer angegeben – das wäre deutlich weiter als die maximale Reichweite von Marschflugkörpern, die Destinus und Rheinmetall zusammen produzieren wollen.

    Rheinmetall-Destinus-Mitteilung vom April

    Papperger-Redemanuskript für die Hauptversammlung am 12.Mai

    Quelle: Stern