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  • Photovoltaik Zubau: Einbruch im Heimbereich Trübt die Bilanz

    Photovoltaik Zubau: Einbruch im Heimbereich Trübt die Bilanz

    Der Photovoltaik Zubau in Deutschland hat im ersten Quartal des Jahres einen Dämpfer erlebt. Besonders im Privatbereich wurden deutlich weniger neue Solaranlagen installiert, was zu einem Gesamtrückgang führt. Einzig der Ausbau von Solarparks auf Freiflächen konnte den Negativtrend teilweise ausgleichen.

    Symbolbild zum Thema Photovoltaik Zubau
    Symbolbild: Photovoltaik Zubau (Bild: Picsum)

    Kernpunkte

    • Rückgang des Photovoltaik Zubaus um 6 Prozent im ersten Quartal
    • Deutlicher Einbruch im Heimbereich mit -21 Prozent
    • Starker Zuwachs bei Freiflächenanlagen (+20 Prozent) verhindert größeren Rückgang
    • Bundesverband Solarwirtschaft warnt vor weiteren Einschnitten bei der Förderung
    Bereich Veränderung zum Vorjahr
    Heimsegment -21%
    Gewerbedachsegment -33%
    Balkonkraftwerke -6%
    Freiflächenanlagen +20%

    Photovoltaik Zubau: Rückgang trotz Energiekrise

    Wie Stern berichtet, verzeichnet Deutschland einen Rückgang beim Zubau von Photovoltaikanlagen. Laut Berechnungen des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) auf Basis von Daten der Bundesnetzagentur betrug die neu installierte Leistung im ersten Quartal rund 3,5 Gigawatt, was einem Rückgang von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. (Lesen Sie auch: Deutsche Bahn Last Minute: Werben um Fahrgäste:…)

    Warum ist der Photovoltaik Zubau im Gebäudebereich eingebrochen?

    Besonders deutlich zeigt sich der Rückgang im Gebäudebereich. Die neu gebaute Maximalleistung im Heimsegment sank um 21 Prozent auf 0,85 Gigawatt. Im Gewerbedachsegment mit größeren Anlagen gab es sogar einen Einbruch von 33 Prozent auf 0,6 Gigawatt. Auch bei den vergleichsweise kleinen und günstigen Balkonkraftwerken ist eine Verlangsamung zu beobachten: Hier sank der Zubau um 6 Prozent auf 0,09 Gigawatt.

    📊 Zahlen & Fakten

    Im Jahr 2023 wurden in Deutschland Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 14 Gigawatt neu installiert. Dies entsprach einem Wachstum von über 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der aktuelle Rückgang im ersten Quartal könnte ein Zeichen für eine beginnende Marktsättigung oder veränderte Rahmenbedingungen sein. (Lesen Sie auch: Deutsche Bahn Last Minute: ICE-Tickets Jetzt Kurzfristig…)

    Freiflächenanlagen als Stütze des Ausbaus

    Ein starkes Plus bei den Freiflächenanlagen dämpfte den Gesamtrückgang. Bei diesen in der Regel größeren Einrichtungen stieg die neu installierte Maximalleistung um 20 Prozent auf 1,97 Gigawatt. Dieser Zuwachs ist jedoch nicht ausreichend, um die Einbußen in anderen Bereichen vollständig zu kompensieren.

    Welche Folgen hat der Rückgang für die Energiewende?

    Der BSW-Solar warnt angesichts des Rückgangs vor weiteren Einschnitten bei der Förderung erneuerbarer Energien. Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig betont, wie wichtig ein schneller Ausbau von erneuerbaren Energien und Speichern ist, um Deutschland unabhängiger von teuren Energieimporten zu machen. „Wer bei der Solarenergie jetzt auf die Bremse tritt, schadet dem Wirtschaftsstandort und drosselt den beliebtesten Energiepreisdämpfer der Bürgerinnen und Bürger“, so Körnig. (Lesen Sie auch: Pharmabranche Merck: Setzt)

    Die erneute Energiekrise zeige, wie wichtig es sei, Deutschland mit Hilfe eines schnelleren Ausbaus von erneuerbaren Energien und Speichern unabhängiger von teuren Energieimporten zu machen, sagt Körnig. Der BSW-Solar setzt sich für verbesserte Rahmenbedingungen für die Solarbranche ein.

    📌 Hintergrund

    Die Förderung von Photovoltaikanlagen in Deutschland erfolgt im Wesentlichen über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Dieses garantiert Betreibern von Solaranlagen eine feste Einspeisevergütung für den erzeugten Strom. Änderungen an diesem Gesetz können erhebliche Auswirkungen auf die Rentabilität von Solarinvestitionen haben. (Lesen Sie auch: Pharmabranche Merck: Setzt)

    Detailansicht: Photovoltaik Zubau
    Symbolbild: Photovoltaik Zubau (Bild: Picsum)

    Was bedeutet das für Verbraucher und die Branche?

    Der Rückgang im Zubau von Photovoltaikanlagen könnte sich negativ auf die Energiewende auswirken und die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern verlängern. Für Verbraucher bedeutet dies möglicherweise höhere Energiekosten und eine geringere Unabhängigkeit von Energieversorgern. Für die Solarbranche könnten sinkende Absatzzahlen und ein verstärkter Wettbewerb die Folge sein.

    Allerdings rechnet der Verband für die kommenden Wochen mit einer „zumindest leichten Belebung der Nachfrage infolge der jüngsten Energiekrise und aufgrund von Vorzieheffekten in Erwartung möglicher Fördereinschnitte“. Dies ersetze aber keine verlässlichen Investitionsbedingungen, betont Körnig. Die Bundesnetzagentur veröffentlicht regelmäßig Daten zum Ausbau der erneuerbaren Energien.

    Illustration zu Photovoltaik Zubau
    Symbolbild: Photovoltaik Zubau (Bild: Picsum)