Die Migros Zürich Tegut-Geschichte findet ein jähes Ende: Die Migros Zürich zieht sich aus dem deutschen Markt zurück und verkauft wesentliche Teile ihrer Bio-Supermarktkette Tegut an Edeka, den größten Lebensmittelhändler Deutschlands. Diese Entscheidung, die mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist, markiert das Ende eines rund 14-jährigen Engagements in Deutschland.

Hintergrund: Das Engagement der Migros Zürich bei Tegut
Die Migros Zürich hatte Tegut im Jahr 2013 übernommen. Das Ziel war, auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen und das Bio-Segment auszubauen. Tegut, eine Supermarktkette mit über 300 Filialen hauptsächlich in Hessen, schien dafür eine ideale Basis zu sein. Das Unternehmen beschäftigte rund 7700 Mitarbeiter und war in sechs Bundesländern aktiv. Die Migros Zürich versuchte, Tegut als Marke für hochwertige Bio-Lebensmittel zu positionieren. Trotz Investitionen und Expansionsbemühungen gelang es jedoch nicht, Tegut nachhaltig profitabel zu machen.
Aktuelle Entwicklung: Verkauf an Edeka
Nachdem sich die wirtschaftlichen Erwartungen nicht erfüllt hatten, entschied sich die Migros Zürich zum Verkauf von Tegut. Wie SRF berichtet, übernimmt Edeka einen Großteil der Tegut-Filialen. Edeka will rund 200 Tegut-Filialen in den genossenschaftlichen Edeka-Verbund integrieren. Der Verkauf steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des deutschen Bundeskartellamts. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. (Lesen Sie auch: Tegut EDEKA: übernimmt Großteil der -Filialen: Das…)
Laut Blick belaufen sich die Verluste seit der Übernahme von Tegut im Jahr 2013 bis zum Verkauf auf maximal 600 Millionen Euro. Allein für das Jahr 2025 rechnet Migros Zürich mit Kosten in Höhe von rund 270 Millionen Euro. Diese finanziellen Folgen der Transaktion sollen im Jahresabschluss 2025 sichtbar werden, den Migros Zürich am 24. März vorlegen will.
Reaktionen und Einordnung
Die Entscheidung der Migros Zürich, Tegut zu verkaufen, stieß auf unterschiedliche Reaktionen. Während einige den Schritt als notwendig erachteten, um weitere Verluste zu vermeiden, bedauerten andere das Ende des Engagements im deutschen Markt. Besonders wichtig war es der Migros Zürich, eine Lösung zu finden, die möglichst viele Arbeitsplätze bei Tegut sichert. Mit Edeka wurde ein Käufer gefunden, der einen Großteil der Filialen weiterführen will.
Markus Mosa, der Vorstandsvorsitzende der Edeka-Zentrale, sagte laut Spiegel: „Mit dieser Einigung schaffen wir eine klare Zukunftsperspektive für die Tegut-Märkte und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“ (Lesen Sie auch: Tegut vor dem aus: Edeka übernimmt Großteil…)
Migros Zürich Tegut: Was bedeutet das für die Zukunft?
Der Verkauf von Tegut markiert einen Wendepunkt für die Migros Zürich. Das Unternehmen zieht sich aus dem deutschen Markt zurück und konzentriert sich wieder auf das Kerngeschäft in der Schweiz. Für die Mitarbeiter von Tegut bedeutet die Übernahme durch Edeka zunächst eine gewisse Erleichterung, da ein Großteil der Arbeitsplätze erhalten bleiben soll. Ob der Name Tegut erhalten bleibt, ist bislang unklar. Edeka hat sich zu weiteren Details noch nicht geäußert.
Die Übernahme von Tegut durch Edeka könnte auch Auswirkungen auf den Wettbewerb im deutschen Lebensmitteleinzelhandel haben. Edeka stärkt seine Position als Marktführer und baut sein Angebot im Bio-Segment aus.
Finanzielle Auswirkungen für Migros
Die finanziellen Auswirkungen des Verkaufs von Migros Zürich Tegut sind erheblich. Die Migros Zürich rechnet mit einem Verlust von rund 270 Millionen Euro allein im Jahr 2025. Insgesamt belaufen sich die Verluste seit der Übernahme im Jahr 2013 auf maximal 600 Millionen Euro. Dieser Schritt belastet das Ergebnis von Migros Zürich und der gesamten Migros-Gruppe. Die Migros Zürich will sich nun auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren und in der Schweiz weiter wachsen. Die Migros-Gruppe ist der grösste Detailhändler der Schweiz. Mehr Informationen zur Migros Gruppe finden Sie hier. (Lesen Sie auch: Strabag: Rekordstrafe von 146 Millionen Euro)

FAQ zu migros zürich tegut
Häufig gestellte Fragen zu migros zürich tegut
Warum verkauft Migros Zürich die Supermarktkette Tegut?
Migros Zürich verkauft Tegut, weil die Kette nicht die erwartete Rentabilität erreichte. Seit der Übernahme im Jahr 2013 sind Verluste von bis zu 600 Millionen Euro entstanden. Der Verkauf ermöglicht es Migros Zürich, sich auf das Kerngeschäft in der Schweiz zu konzentrieren.
Wer übernimmt Tegut von Migros Zürich?
Edeka, Deutschlands größter Lebensmittelhändler, übernimmt den Großteil der Tegut-Filialen. Es ist geplant, rund 200 Tegut-Märkte in den Edeka-Verbund zu integrieren. Die Übernahme steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts.
Was bedeutet der Verkauf von Tegut für die Mitarbeiter?
Der Verkauf von Tegut an Edeka soll möglichst viele Arbeitsplätze sichern. Edeka plant, einen Großteil der Filialen weiterzuführen, was bedeutet, dass die meisten Mitarbeiter ihre Arbeitsplätze behalten können. Die genauen Auswirkungen sind aber noch unklar. (Lesen Sie auch: Mombasa: Kenias pulsierende Küstenstadt im Fokus 2026)
Wie hoch sind die finanziellen Verluste für Migros Zürich durch Tegut?
Die finanziellen Verluste für Migros Zürich durch das Engagement bei Tegut belaufen sich auf maximal 600 Millionen Euro seit der Übernahme im Jahr 2013. Allein für das Jahr 2025 rechnet Migros Zürich mit Kosten in Höhe von rund 270 Millionen Euro.
Wird der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleiben?
Ob der Name Tegut nach der Übernahme durch Edeka erhalten bleibt, ist bislang unklar. Edeka hat sich zu weiteren Details noch nicht geäußert. Es ist möglich, dass die Filialen unter dem Namen Edeka weitergeführt werden.
Welche Auswirkungen hat der Verkauf von Tegut auf den Wettbewerb im deutschen Lebensmitteleinzelhandel?
Der Verkauf von Tegut an Edeka stärkt die Position von Edeka als Marktführer im deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Edeka baut sein Angebot im Bio-Segment aus, was den Wettbewerb weiter verschärfen könnte. Die Auswirkungen auf die Kunden sind noch nicht absehbar.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

