1&1 Netzausbau: Wie weit ist das vierte Mobilfunknetz Deutschlands?
Der 1&1 Netzausbau schreitet voran, allerdings langsamer als geplant. Das Unternehmen hat zum Jahreswechsel 2024/2025 über 2.000 Antennenstandorte aktiviert. Ziel ist es, bis 2030 über 50 Prozent der deutschen Haushalte zu erreichen. Trotzdem bleibt das Netz im Vergleich zu den etablierten Anbietern klein. 1&1 Netzausbau steht dabei im Mittelpunkt.

Zahlen & Fakten
- Aktive Standorte: Über 2.000 (Stand Ende 2024)
- Ausbaugeschwindigkeit: Durchschnittlich 300 neue Standorte pro Quartal in 2024
- Haushaltsabdeckung: Über 25 Prozent (aktuell), Ziel: über 50 Prozent bis 2030
- Umsatz 2025: Rund 4,1 Milliarden Euro (plus 1,8 Prozent)
Wie funktioniert der 1&1 Netzausbau und wo gibt es noch Defizite?
1&1 ersteigerte 2019 eigene Frequenzen und begann mit dem Aufbau eines vierten deutschen Mobilfunknetzes. Anfang 2023 waren jedoch erst fünf Standorte in Betrieb, obwohl 1.000 hätten erreicht werden müssen. Wo 1&1 kein eigenes Netz hat, greift es auf das Vodafone-Netz zurück, was zusätzliche Kosten verursacht. Wie Stern berichtet, sollen es bis 2030 über 50 Prozent sein, eine entsprechende Vorschrift der Bundesnetzagentur werde 1&1 „sehr gut schaffen“. (Lesen Sie auch: Rechenzentrumsstrategie Bundesregierung: KI-Ausbau trotz Strompreise?)
Klares Nein zu Verkaufsgerüchten
Parallel zum Netzausbau präsentierte 1&1 auch seine Jahreszahlen. Der Umsatz stieg 2025 um 1,8 Prozent auf rund 4,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn sank jedoch um fast die Hälfte auf 166 Millionen Euro. Gründe hierfür waren höhere Roaming-Kosten bei Vodafone sowie gestiegene Ausgaben für Rechenzentren und Antennen. Analysten hatten zuvor über einen möglichen Verkauf an Telefónica spekuliert, um deren Tochter O2 zu stärken. 1&1-Chef Ralph Dommermuth wies diese Gerüchte jedoch entschieden zurück.
Die Bundesnetzagentur verpflichtet 1&1, bis Ende 2030 mindestens 50 Prozent der deutschen Haushalte mit dem eigenen 5G-Netz zu versorgen. Andernfalls drohen Strafzahlungen. (Lesen Sie auch: Outdoor Beamer Test: So Gelingt der Kinoabend…)
Was bedeutet das für Verbraucher?
Verbraucher profitieren langfristig von einem vierten Mobilfunknetz, da dies den Wettbewerb erhöht und potenziell zu niedrigeren Preisen und besseren Angeboten führen kann. Allerdings ist das 1&1-Netz noch nicht flächendeckend verfügbar, sodass Kunden in vielen Regionen weiterhin auf das Vodafone-Netz angewiesen sind. Die Abhängigkeit von Vodafone könnte sich jedoch mit dem weiteren 1&1 Netzausbau reduzieren.
Wie steht 1&1 im Vergleich zu anderen Anbietern da?
Im Vergleich zu den etablierten Mobilfunkanbietern ist das 1&1-Netz deutlich kleiner. Vodafone betreibt in Deutschland rund 28.000 Standorte, O2 etwa 29.000 und die Telekom sogar 36.500. 1&1 muss also noch erheblich investieren, um eine ähnliche Netzabdeckung zu erreichen. Die Bundesnetzagentur überwacht den Ausbaufortschritt und die Einhaltung der Auflagen. (Lesen Sie auch: Seitenmarkise Ausziehbar: So wird Ihre Terrasse zur…)
Welche Rolle spielen die Roaming-Kosten für 1&1?
Die Roaming-Kosten, die 1&1 an Vodafone zahlt, belasten das Ergebnis des Unternehmens. Da das eigene Netz noch nicht flächendeckend ist, müssen 1&1-Kunden in vielen Gebieten auf das Vodafone-Netz zugreifen. Diese Abhängigkeit verteuert den Betrieb und schmälert die Gewinne. Analysten sehen hierin einen der Gründe für den gesunkenen Nettogewinn im Jahr 2025.
Häufig gestellte Fragen
Wie viele Antennenstandorte betreibt 1&1 aktuell?
Zum Jahreswechsel 2024/2025 waren gut 2.000 Antennenstandorte von 1&1 aktiv. Das Unternehmen plant, das Ausbautempo beizubehalten und weiterhin neue Standorte in Betrieb zu nehmen. (Lesen Sie auch: Wer Saß Neben Kimmich? Brisante Details Vom…)

Welche Auswirkungen hat der Netzausbau auf die Roaming-Kosten?
Mit zunehmendem Netzausbau sinkt die Abhängigkeit von Vodafone und damit auch die Roaming-Kosten, was sich positiv auf die Rentabilität von 1&1 auswirken dürfte.
