Der aktuelle Copernicus-Klimabericht zeigt: Weltweit war es einer der fünf wärmsten Februare seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders betroffen waren Teile Westeuropas, darunter auch die Schweiz, wo es zu ungewöhnlich starken Regenfällen kam. Diese Entwicklung unterstreicht die Dringlichkeit, Massnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen.

Was sind die wichtigsten Erkenntnisse des Copernicus Klimaberichts?
Der Copernicus Klimabericht zeigt, dass die globale Durchschnittstemperatur im Februar deutlich über dem Durchschnitt der Jahre 1991 bis 2020 lag. In Westeuropa und Nordafrika kam es zu heftigen Regenfällen und Überschwemmungen, während andere Regionen der Welt ebenfalls von Hochwasser betroffen waren. Die Meerestemperaturen blieben weiterhin hoch, und die Meereisbedeckung war gering. (Lesen Sie auch: Justin Bieber Ausraster: Flasche auf Paparazzi Geworfen?)
Die wichtigsten Fakten
- Globale Durchschnittstemperatur im Februar: 13,26 Grad Celsius
- Abweichung vom Durchschnitt (1991-2020): +0,53 Grad Celsius
- Abweichung vom vorindustriellen Niveau: +1,49 Grad Celsius
- Besonders betroffen: Westeuropa und Nordafrika durch Starkregen
Wie beeinflusst der Klimawandel die Schweiz?
Auch die Schweiz spürt die Auswirkungen des Klimawandels deutlich. Zunehmende Hitzewellen im Sommer und mildere Winter sind bereits Realität. Der vermehrte Regen im Februar führte auch hierzulande zu vollen Flüssen und Seen. Dies stellt die Wasserwirtschaft und den Hochwasserschutz vor grosse Herausforderungen, wie das Bundesamt für Umwelt (BAFU) betont.
Die Schweiz hat sich im Rahmen des Übereinkommens von Paris verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 deutlich zu reduzieren. Massnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sind ebenfalls von grosser Bedeutung. (Lesen Sie auch: Imamoglu Prozess: 2340 Jahre Haft für Erdogan-Rivalen)
Welche globalen Auswirkungen hat der warme Februar?
Der fünftwärmste Februar weltweit seit Beginn der Aufzeichnungen ist ein weiteres Zeichen für die fortschreitende globale Erwärmung. Laut einer Meldung von Stern führte dies nicht nur in Westeuropa zu Problemen. Auch andere Regionen wie Australien, Mosambik und Botswana waren von Hochwasser betroffen. Hohe Meerestemperaturen und geringe Meereisbedeckung haben zudem Auswirkungen auf marine Ökosysteme und das globale Klima.
Was sind die Ursachen für die extremen Wetterereignisse?
Experten sehen einen klaren Zusammenhang zwischen den extremen Wetterereignissen und dem Klimawandel. Die steigenden globalen Temperaturen führen zu einer Zunahme von Extremwetterlagen wie Hitzewellen, Dürren, Starkregen und Stürmen. Die Erwärmung der Meere trägt ebenfalls dazu bei, dass mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre gelangt, was wiederum zu heftigeren Niederschlägen führen kann. Das Europäische Zentrum für mittelfristige Wettervorhersagen (EZMW) betont die Dringlichkeit globalen Handelns, um die schlimmsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern. (Lesen Sie auch: Meteorit Koblenz: Seltenes Fundstück schlägt in Haus)
Die Wassertemperaturen an der Meeresoberfläche blieben weiterhin hoch, wie der Copernicus-Klimawandeldienst des EZMW berichtet. Für die Zone zwischen 60 Grad südlicher und 60 Grad nördlicher Breite wurde demnach ein Wert von 21,03 Grad Celsius gemessen – der höchste Wert für einen Februar seit Beginn der Aufzeichnungen.
Wie kann die Schweiz auf den Klimawandel reagieren?
Die Schweiz muss sowohl ihre Anstrengungen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen verstärken als auch Massnahmen zur Anpassung an die bereits unvermeidlichen Folgen des Klimawandels ergreifen. Dazu gehören beispielsweise der Ausbau des Hochwasserschutzes, die Anpassung der Landwirtschaft an veränderte Klimabedingungen und die Förderung einer nachhaltigen Raumentwicklung. Auch die Sensibilisierung der Bevölkerung für die Auswirkungen des Klimawandels ist wichtig, um ein breites Bewusstsein für die Notwendigkeit von Veränderungen zu schaffen. (Lesen Sie auch: Katzen Verhalten Menschen: Warum Sie Unbeliebte Bevorzugen)

Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) spielt dabei eine zentrale Rolle.
Die extremen Wetterereignisse und die Erkenntnisse aus dem copernicus klimabericht machen deutlich, dass der Klimawandel eine globale Herausforderung darstellt, die auch die Schweiz betrifft. Nur durch konsequente Massnahmen zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Anpassung an die bereits unvermeidlichen Folgen kann die Schweiz ihre Lebensqualität und ihre natürliche Umwelt für zukünftige Generationen erhalten. Die SRF berichtet regelmässig über die Fortschritte und Herausforderungen der Schweizer Klimapolitik.



