Schlagwort: Wetterkapriolen

  • Rot, Weiß oder Rosé?: Kleinste Ernte seit 2017: Winzer erzeugen weniger Wein

    Rot, Weiß oder Rosé?: Kleinste Ernte seit 2017: Winzer erzeugen weniger Wein

    Die beiden größten Weinanbaugebiete in Deutschland, Rheinhessen und Pfalz, wurden im vergangenen Jahr kurz vor Beginn der Lese besonders von Wetterkapriolen getroffen. Das hat Folgen.

    Die deutschen Winzer haben 2025 vor allem wegen kräftiger Niederschläge im September erneut weniger Wein produziert. Die Weinbaubetriebe erzeugten rund 7,55 Millionen Hektoliter Wein und Most, das waren 2,6 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 betrug das Minus 10 Prozent. 

    „Eine ähnlich kleine Erntemenge von 7,5 Millionen Hektolitern hatten wir zuletzt im Jahr 2017“, sagte der Sprecher des Deutschen Weininstituts, Ernst Büscher. Die zunehmenden Wetterkapriolen stellten die Winzerinnen und Winzer Jahr für Jahr vor große Herausforderungen. 2025 seien besonders kleinere Traubenernten für die geringeren Erträge verantwortlich. 

    Eine stärkere Fäulnisanfälligkeit der Trauben infolge von kräftigem Regen und damit eine verkürzte Lese waren den Statistikern zufolge vor allem in den beiden größten Weinbauregionen Rheinhessen und Pfalz der Grund für den Rückgang. Dort wurde dennoch fast die Hälfte (48,1 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts erzeugt. Die gesamte Ertragsfläche in Deutschland ist der Statistik zufolge nur um 1,1 Prozent (1.100 Hektar) geschrumpft. Auch im Rheingau wurde weniger Trauben gelesen und verarbeitet (minus 10,2 Prozent) als im Vorjahr. 

    Mehr Prädikatsweine 

    Mehr als zwei Drittel der 2025 erzeugten Weine waren Weißweine (69,6 Prozent). Der Anteil der Prädikatsweine an allen Weinen stieg innerhalb eines Jahres wieder deutlich, auf 29,3 Prozent (2024: 16,1 Prozent). Büscher nennt die kleineren Trauben als einen Grund. „Sie haben dafür sehr gute Qualitäten hervorgebracht.“ 

    Unterschiedliche Witterungsverhältnisse haben die Produktion in den 13 Anbaugebieten beeinflusst: Deutlich mehr Wein und Most (plus 12 Prozent) gab es an der Mosel, vor allem wegen der dortigen Handelskellereien. Diese nehmen auch Trauben von anderen Weinanbaugebieten in größeren Mengen auf, um sie zu Wein zu verarbeiten. 

    Mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent lag die Erzeugung im Weinanbaugebiet Baden leicht über dem Vorjahresniveau. Stärker kletterte sie in Württemberg (11,0 Prozent) und Franken (21,1 Prozent). Auch die kleineren Anbaugebiete Sachsen und Ahr konnten zulegen.

  • Weinernte 2025: Deutlich Geringere Erträge Erwartet

    Weinernte 2025: Deutlich Geringere Erträge Erwartet

    Die deutsche Weinernte 2025 fiel geringer aus als im Vorjahr. Hauptgrund dafür waren starke Regenfälle im September, die vor allem die größten Anbaugebiete Rheinhessen und Pfalz trafen. Dies führte zu einer erhöhten Fäulnisanfälligkeit der Trauben und verkürzte die Lesezeit.

    Symbolbild zum Thema Weinernte 2025
    Symbolbild: Weinernte 2025 (Bild: Picsum)

    Die wichtigsten Fakten

    • Die Weinproduktion sank 2025 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
    • Im Vergleich zum Durchschnitt der Jahre 2019 bis 2024 betrug das Minus 10 Prozent.
    • Rheinhessen und die Pfalz erzeugten zusammen 48,1 Prozent des deutschen Weins.
    • Der Anteil der Prädikatsweine stieg auf 29,3 Prozent.
    Branche: Weinbau
    Produktion 2025: 7,55 Millionen Hektoliter
    Veränderung zum Vorjahr: -2,6 Prozent
    Veränderung zum Durchschnitt (2019-2024): -10 Prozent

    Wie beeinflusste das Wetter die Weinernte 2025?

    Starke Regenfälle im September führten zu einer erhöhten Fäulnisanfälligkeit der Trauben, insbesondere in den großen Anbaugebieten Rheinhessen und Pfalz. Dies zwang die Winzer zu einer verkürzten Lese, um die Qualität der Trauben zu sichern, was letztendlich zu einer geringeren Gesamtmenge führte. Wie Stern berichtet, waren diese Wetterkapriolen kurz vor Beginn der Lese besonders einschneidend.

    Regionale Unterschiede bei der Weinernte

    Die Auswirkungen der Witterung auf die Weinernte 2025 waren regional unterschiedlich. Während die Mosel einen deutlichen Zuwachs von 12 Prozent verzeichnete, mussten der Rheingau Einbußen von 10,2 Prozent hinnehmen. Auch die Weinbaubetriebe in Baden konnten mit einem Plus von 4,5 Prozent leicht über dem Vorjahresniveau abschließen, während Württemberg und Franken sogar Zuwächse von 11,0 Prozent bzw. 21,1 Prozent verzeichneten. (Lesen Sie auch: Spritpreise Regelung: Was sich ab 1. April…)

    📌 Hintergrund

    Handelskellereien an der Mosel verarbeiten auch Trauben aus anderen Anbaugebieten in größeren Mengen, was zu dem deutlichen Produktionsanstieg beigetragen hat. Die gesamte Ertragsfläche in Deutschland schrumpfte laut Statistischem Bundesamt nur um 1,1 Prozent (1.100 Hektar).

    Weißwein dominiert, Prädikatsweine legen zu

    Mehr als zwei Drittel der im Jahr 2025 erzeugten Weine waren Weißweine (69,6 Prozent). Auffällig ist der gestiegene Anteil der Prädikatsweine an der Gesamtproduktion, der sich innerhalb eines Jahres deutlich auf 29,3 Prozent erhöhte (2024: 16,1 Prozent). Dieser Anstieg könnte auf die Bemühungen der Winzer zurückzuführen sein, trotz schwieriger Bedingungen qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen.

    Was bedeutet das für Verbraucher?

    Die geringere Weinernte 2025 könnte sich potenziell in höheren Preisen für bestimmte Weine niederschlagen, insbesondere für jene aus den Regionen, die stark von den Regenfällen betroffen waren. Verbraucher sollten sich darauf einstellen, dass Prädikatsweine möglicherweise stärker verfügbar sind, während das Angebot an einfachen Weinen etwas knapper ausfallen könnte. Es bleibt abzuwarten, wie die einzelnen Weingüter auf die veränderte Situation reagieren und welche Preisstrategien sie verfolgen werden. (Lesen Sie auch: Eier Mangel Ostern: Drohen Leere Regale vor…)

    Ausblick auf die kommenden Jahre

    Die Weinbranche steht vor der Herausforderung, sich an die zunehmenden Wetterextreme anzupassen. Investitionen in den Schutz der Weinberge und die Entwicklung resistenter Rebsorten werden immer wichtiger, um auch in Zukunft qualitativ hochwertige Weine erzeugen zu können. Die Deutsche Weinakademie forscht intensiv an diesen Themen, um die Winzer bestmöglich zu unterstützen.

    📊 Zahlen & Fakten

    Die beiden größten Weinanbaugebiete Rheinhessen und Pfalz produzierten im Jahr 2025 gemeinsam fast die Hälfte (48,1 Prozent) des gesamten deutschen Weins und Mosts. Dies unterstreicht ihre Bedeutung für die deutsche Weinwirtschaft.

    Wie steht Deutschland im internationalen Vergleich da?

    Deutschland ist weltweit für seine qualitativ hochwertigen Weine bekannt, insbesondere für Riesling. Im Vergleich zu anderen großen Weinbauländern wie Frankreich oder Italien ist die deutsche Weinproduktion jedoch geringer. Die Wetterextreme der letzten Jahre stellen eine zusätzliche Herausforderung dar, die es zu bewältigen gilt, um die Position auf dem internationalen Markt zu sichern. Laut dem Statistischen Bundesamt beeinflussen unterschiedliche Witterungsverhältnisse die Produktion in den 13 Anbaugebieten. (Lesen Sie auch: Vlippy Kaufen: Türstopper aus „Die Höhle der…)

    Detailansicht: Weinernte 2025
    Symbolbild: Weinernte 2025 (Bild: Picsum)

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Rebsorten waren besonders von den Regenfällen betroffen?

    Generell waren frühreifende Rebsorten anfälliger für die Fäulnisbildung durch die starken Regenfälle im September. Konkrete Daten zu einzelnen Rebsorten liegen jedoch noch nicht vor.

    Werden die Weinpreise aufgrund der geringeren Ernte steigen?

    Es ist wahrscheinlich, dass die Preise für bestimmte Weine steigen werden, insbesondere für solche aus den betroffenen Regionen. Die genaue Preisentwicklung hängt jedoch von den Entscheidungen der einzelnen Weingüter ab.

    Gibt es staatliche Hilfen für die betroffenen Winzer?

    Ob es spezielle staatliche Hilfen für die Winzer geben wird, ist derzeit noch unklar. Betroffene Betriebe können jedoch in der Regel auf bestehende Förderprogramme für Landwirtschaft und Weinbau zurückgreifen. (Lesen Sie auch: Euronics Umsatzrückgang: Was plant der Händler Jetzt?)

    Welchen Einfluss hat der Klimawandel auf den deutschen Weinbau?

    Der Klimawandel stellt eine große Herausforderung für den deutschen Weinbau dar. Zunehmende Wetterextreme wie Dürren, Hitzewellen und Starkregenereignisse erfordern Anpassungsmaßnahmen, um die Qualität und Quantität der Ernte zu sichern.

    Illustration zu Weinernte 2025
    Symbolbild: Weinernte 2025 (Bild: Picsum)