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Heinz-Christian Strache ab Mai erneut vor Gericht

Ariane Nagel Ariane Nagel 17. April 2026 4 Min. Lesezeit 650 Aufrufe 0

Heinz-Christian Strache, der ehemalige FPÖ-Chef und Vizekanzler Österreichs, wird sich ab dem 19. Mai erneut vor Gericht verantworten müssen. Diesmal geht es um Vorwürfe der Untreue im Zusammenhang mit einer Lebensversicherung der FPÖ sowie um die sogenannte CASAG-Affäre, bei der es um eine Postenbesetzung bei den Casinos Austria AG (CASAG) geht.

Symbolbild zum Thema Heinz-christian Strache
Symbolbild: Heinz-christian Strache (Bild: Picsum)

Hintergrund: Heinz-Christian Straches politische Karriere und Skandale

Heinz-Christian Strache begann seine politische Laufbahn in den 1990er Jahren in der FPÖ. Er stieg schnell auf und übernahm 2005 den Parteivorsitz. Unter seiner Führung erlebte die FPÖ einen Aufschwung und erreichte bei Nationalratswahlen hohe Stimmenanteile. Im Dezember 2017 wurde Strache Vizekanzler in einer Koalitionsregierung mit der ÖVP unter Bundeskanzler Sebastian Kurz.

Seine politische Karriere erlitt jedoch einen jähen Absturz im Mai 2019, als das sogenannte Ibiza-Video veröffentlicht wurde. Das Video zeigte Strache in einem Gespräch mit einer vermeintlichen russischen Oligarchennichte, in dem er bereit war, im Gegenzug für Wahlkampfunterstützung Staatsaufträge zu vergeben. Der Skandal führte zum Bruch der Regierungskoalition und zum Rücktritt Straches als Vizekanzler und FPÖ-Chef. Mehr Informationen zur politischen Landschaft Österreichs finden sich auf der offiziellen Webseite des österreichischen Parlaments. (Lesen Sie auch: Germany’s Next Topmodel 2026: Aktuelle Trends und…)

Der Prozess ab 19. Mai: Untreue und die CASAG-Affäre

Wie ORF.at berichtet, muss sich Strache nun wegen zwei Causen vor Gericht verantworten. Zum einen geht es um den Vorwurf der versuchten Untreue im Zusammenhang mit einer von der FPÖ abgeschlossenen Lebensversicherung für ihre jeweiligen Obleute. Strache soll versucht haben, sich die Prämie in Höhe von 300.000 Euro auszahlen zu lassen, die eigentlich dazu gedacht war, im Falle seines Ablebens seine Familie abzusichern.

Zum anderen steht die CASAG-Affäre im Fokus. Dabei geht es um den Vorwurf, dass der FPÖ-nahe Manager Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG (CASAG) bestellt wurde, obwohl er für diesen Posten nur wenig qualifiziert gewesen sein soll. Laut DiePresse.com wird ein Deal innerhalb der türkis-blauen Regierung vermutet. Demnach soll es eine Vereinbarung zwischen ÖVP und FPÖ gegeben haben, Sidlo auf einem Ticket von CASAG-Miteigentümer Novomatic in den CASAG-Vorstand zu entsenden. Im Gegenzug soll die FPÖ Entgegenkommen bei Gesetzesänderungen beim kleinen Glücksspiel nach der Wiener Wahl signalisiert haben.

Details zu den Anklagepunkten

Causa Lebensversicherung

Der Vorwurf der Untreue bezieht sich auf den Versuch von Heinz-Christian Strache, sich Gelder aus einer Lebensversicherung auszahlen zu lassen, die von der FPÖ für ihre Parteiobmänner abgeschlossen wurde. Die Versicherungssumme war primär für die Absicherung der Familie im Todesfall des Obmanns gedacht. Die Staatsanwaltschaft wirft Strache vor, versucht zu haben, diese Gelder für eigene Zwecke zu verwenden. (Lesen Sie auch: Lisa Eder beendet überraschend ihre Skisprung-Karriere)

CASAG-Affäre

Die CASAG-Affäre dreht sich um die Bestellung von Peter Sidlo zum Vorstand der Casinos Austria AG. Sidlo, der als FPÖ-nah gilt, soll den Posten erhalten haben, obwohl er nicht die notwendigen Qualifikationen dafür besaß. Die Ermittlungen legen nahe, dass es im Gegenzug für die Bestellung Absprachen zwischen der FPÖ und der ÖVP gab, insbesondere im Hinblick auf die Gesetzgebung zum kleinen Glücksspiel in Wien. Die Hintergründe der Casinos Austria AG können auf Wikipedia nachgelesen werden.

Reaktionen und Einordnung

Die erneute Anklage gegen Heinz-Christian Strache hat in Österreich für Aufsehen gesorgt. Politische Beobachter sehen in dem Prozess eine weitere Belastung für die FPÖ, die ohnehin mit den Nachwirkungen des Ibiza-Skandals zu kämpfen hat. Es wird erwartet, dass der Prozess das politische Klima in Österreich weiter polarisieren wird.

Detailansicht: Heinz-christian Strache
Symbolbild: Heinz-christian Strache (Bild: Picsum)

Was bedeutet das für Heinz-Christian Strache?

Sollte Heinz-Christian Strache in den genannten Anklagepunkten schuldig befunden werden, drohen ihm empfindliche Strafen. Neben einer möglichen Haftstrafe könnte er auch seinen Anspruch auf Politikerpension verlieren. Darüber hinaus würde ein Schuldspruch seine politische Reputation weiter beschädigen und seine Chancen auf eine Rückkehr in die Politik deutlich verringern. (Lesen Sie auch: Dynamo Kiew Zorya: Analyse & Prognose zum…)

FAQ zu Heinz-Christian Strache

Zeitlicher Ablauf der Ereignisse

Datum Ereignis
Mai 2019 Veröffentlichung des Ibiza-Videos, Rücktritt Straches als Vizekanzler und FPÖ-Chef
Juni 2019 Beginn der Ermittlungen in der CASAG-Affäre nach einer anonymen Anzeige
19. Mai 2026 Geplanter Beginn des Prozesses gegen Strache wegen Untreue und der CASAG-Affäre

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

Illustration zu Heinz-christian Strache
Symbolbild: Heinz-christian Strache (Bild: Picsum)