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Raketenangriff aus Jemen: Huthi-Rebellen greifen Israel

Maik Möhring Maik Möhring 28. März 2026 4 Min. Lesezeit 648 Aufrufe 0

Erstmals seit Beginn des Krieges im Nahen Osten haben die Huthi-Rebellen im Jemen einen Raketenangriff auf Israel verübt. Die von Iran unterstützte Miliz reklamierte den Abschuss einer ballistischen Rakete für sich, wie unter anderem die SRF berichtet.

Symbolbild zum Thema Jemen
Symbolbild: Jemen (Bild: Picsum)

Jemen: Hintergrund des Konflikts

Der Jemen ist seit Jahren Schauplatz eines Bürgerkriegs, in dem die Huthi-Rebellen gegen die international anerkannte Regierung kämpfen. Die Huthis werden vom Iran unterstützt und kontrollieren große Teile des Landes, darunter die Hauptstadt Sanaa. Der Konflikt im Jemen ist eng mit dem regionalen Machtkampf zwischen dem Iran und Saudi-Arabien verbunden. Saudi-Arabien führt eine Militärkoalition an, die die jemenitische Regierung unterstützt. Der Krieg hat zu einer schweren humanitären Krise im Jemen geführt. Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. (Lesen Sie auch: Auswärtiges Amt Reisewarnungen: Welche Gebiete sind)

Aktuelle Eskalation: Raketenangriff auf Israel

Der Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf Israel stellt eine Eskalation des Konflikts dar. Es ist das erste Mal seit Beginn des aktuellen Krieges, dass die Huthis Israel direkt angreifen. Der Angriff erfolgte, während sich die Spannungen in der Region ohnehin bereits erhöht hatten. Zuvor hatte es unter anderem Angriffe auf iranische Atomanlagen gegeben, die Israel zugeschrieben werden. Die israelische Armee bestätigte diese Angriffe. Laut Spiegel wird überdies berichtet, dass proiranische Hacker das E-Mail-Konto von FBI-Chef Kash Patel gehackt und private Fotos von ihm im Netz geteilt haben.

Internationale Reaktionen und Diplomatie

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff rechnet noch in dieser Woche mit Gesprächen mit dem Iran über ein Ende des Krieges. Die Außenminister der G7-Staaten haben mit ihrem US-Kollegen Marco Rubio um eine gemeinsame Linie für ein Ende des Irankriegs gerungen. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den US-Präsidenten Donald Trump ungewöhnlich scharf kritisiert. Er wirft Trump eine »massive Eskalation« vor, die bedrohlich sei »für uns alle«. (Lesen Sie auch: Formel 1 Japan: Antonelli Schnellster im Training)

Auswirkungen auf die Region

Der Angriff aus dem Jemen könnte den Konflikt im Nahen Osten weiter destabilisieren. Es besteht die Gefahr, dass sich andere Akteure in den Konflikt einmischen. So hat US-Präsident Trump den Beistand der USA für NATO-Verbündete infrage gestellt, sollte es zu einer weiteren Eskalation kommen. Laut tagesschau.de wurden zudem weitere US-Einsatzkräfte bei einem iranischen Angriff in Saudi-Arabien verletzt.

Thailand hat sich nach Angaben von Regierungschef Anutin Charnvirakul mit dem Iran auf die Durchfahrt seiner Öltanker durch die Straße von Hormus geeinigt. Durch die Einigung werde „thailändischen Öltankern eine sichere Durchfahrt“ ermöglicht, erklärte Charnvirakul in Bangkok. So könne die Sorge über Ölimporte und steigende Treibstoffpreise gemindert werden. Durch die Straße von Hormus verläuft rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports. (Lesen Sie auch: USS Tripoli (LHA-7): Blitzträger im Fokus der…)

Die humanitäre Lage im Jemen

Die humanitäre Lage im Jemen ist katastrophal. Durch den Krieg sind Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Wasser und medizinischer Versorgung. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Krise der Welt. Hilfsorganisationen versuchen, die notleidende Bevölkerung zu unterstützen, stoßen aber immer wieder auf Schwierigkeiten.

Detailansicht: Jemen
Symbolbild: Jemen (Bild: Picsum)

Jemen: Was bedeutet das? / Ausblick

Der Raketenangriff der Huthi-Rebellen auf Israel zeigt, dass der Konflikt im Nahen Osten unberechenbar bleibt. Es ist unklar, wie sich die Lage in den kommenden Tagen und Wochen entwickeln wird. Es besteht die Gefahr einer weiteren Eskalation. Die internationalen Bemühungen um eine friedliche Lösung des Konflikts müssen verstärkt werden. Eine stabile Regierung im Jemen ist entscheidend für die Sicherheit der gesamten Region. Informationen zur aktuellen Lage im Jemen bietet beispielsweise die Seite des Auswärtigen Amtes. (Lesen Sie auch: Satansbratan Unfall: im Rollstuhl: Influencer)

Daten zum Konflikt im Jemen

Akteur Unterstützung Ziel
Huthi-Rebellen Iran Kontrolle über den Jemen
Jemenitische Regierung Saudi-Arabien, Militärkoalition Wiederherstellung der Kontrolle über den Jemen
USA Diplomatische Bemühungen, Unterstützung der saudischen Koalition Friedliche Lösung des Konflikts
Illustration zu Jemen
Symbolbild: Jemen (Bild: Picsum)