Nach einem Ausbruch von Meningitis in Südengland, bei dem zwei junge Menschen starben und weitere in Krankenhäusern behandelt werden, rückt die Frage nach der Meningitis Impfung wieder in den Vordergrund. Die britischen Gesundheitsbehörden reagierten mit der vorsorglichen Verabreichung von Antibiotika an Hunderte Kontaktpersonen, um eine weitere Ausbreitung der Infektion zu verhindern.

Hintergrund: Was ist Meningitis und welche Erreger sind beteiligt?
Meningitis, auch Hirnhautentzündung genannt, ist eine Entzündung der Hirnhäute und des Rückenmarks. Sie kann durch verschiedene Erreger verursacht werden, darunter Bakterien, Viren und in seltenen Fällen auch Pilze. Besonders gefährlich sind bakterielle Meningitiden, die schnell lebensbedrohlich werden können. Zu den häufigsten bakteriellen Erregern gehören Meningokokken, Pneumokokken und Haemophilus influenzae Typ b (Hib). Gegen diese Erreger gibt es Impfungen, die einen wirksamen Schutz bieten können. (Lesen Sie auch: Manor Schliesst Drei Warenhäuser in der Schweiz…)
Aktuelle Entwicklung in England: Meningokokken-Ausbruch der Gruppe B
Der aktuelle Ausbruch in England wird durch Meningokokken der Gruppe B verursacht, wie die Nachrichtenagentur PA berichtet. Betroffen sind vor allem junge Menschen in der Region Canterbury. Nach Angaben der BILD starben eine 18-jährige Schülerin und ein 21-jähriger Student an der Infektion. Elf weitere Personen werden derzeit im Krankenhaus behandelt. Die britische Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency (UKHSA) geht davon aus, dass die Infektionen im Zusammenhang mit einer Studentenparty stehen. Kontaktpersonen werden identifiziert und vorsorglich mit Antibiotika behandelt.
Der Spiegel berichtet, dass sich vor den Ausgabestellen für Antibiotika lange Schlangen bildeten. Wie viele Menschen insgesamt vorsorglich behandelt werden sollen, war zunächst unklar. (Lesen Sie auch: Sporting – Bodø/glimt: gegen: Aufholjagd in der…)
Die Bedeutung der Meningitis Impfung
Die Meningitis Impfung ist ein wichtiger Baustein zur Vorbeugung von bakteriellen Hirnhautentzündungen. In Deutschland empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) verschiedene Impfungen gegen Meningitis-Erreger.
- Meningokokken B: Die STIKO empfiehlt die Impfung gegen Meningokokken B für Säuglinge ab dem vollendeten 2. Lebensmonat.
- Meningokokken C: Die Impfung gegen Meningokokken C wird für alle Kinder im Alter von 12 Monaten empfohlen.
- Meningokokken ACWY: Die Impfung gegen die Meningokokken-Gruppen A, C, W und Y wird für bestimmte Risikogruppen empfohlen, z.B. für Menschen mit Immundefekten, Reisende in Risikogebiete und Kontaktpersonen von Erkrankten.
- Pneumokokken: Die STIKO empfiehlt die Pneumokokken-Impfung für Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen.
- Hib: Die Impfung gegen Haemophilus influenzae Typ b (Hib) istStandardimpfung im Säuglingsalter.
Reaktionen und Einordnung
Der aktuelle Ausbruch in England zeigt, wie schnell sich bakterielle Meningitis ausbreiten kann und wie wichtig eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind. Die vorsorgliche Antibiotika-Gabe an Kontaktpersonen ist eine wichtige Maßnahme, um die Ausbreitung der Infektion einzudämmen. Gleichzeitig unterstreicht der Fall die Bedeutung der Meningitis Impfung als präventive Maßnahme. Eltern sollten sich bei ihrem Kinderarzt über die empfohlenen Impfungen informieren und ihren Impfschutz überprüfen lassen. (Lesen Sie auch: Scott Mctominay: Warum Man United seinen Wechsel…)
Was bedeutet das für Deutschland?
Obwohl der aktuelle Ausbruch in England stattfindet, ist es wichtig, auch in Deutschland auf die Gefahr von Meningitis aufmerksam zu machen. Die STIKO gibt klare Empfehlungen zur Meningitis Impfung, die beachtet werden sollten. Besonders Eltern von Säuglingen und Kleinkindern sollten sich über die empfohlenen Impfungen informieren und ihren Impfschutz überprüfen lassen. Auch für Jugendliche und junge Erwachsene kann eine Impfung gegen bestimmte Meningokokken-Gruppen sinnvoll sein, insbesondere wenn sie in Wohngemeinschaften leben oder engen Kontakt zu vielen Menschen haben.

Die folgende Tabelle zeigt die aktuellen Impfempfehlungen der STIKO für Säuglinge und Kleinkinder: (Lesen Sie auch: Lothar Matthäus: Filmpremiere lässt WM-Sommer 1990)
| Impfung | Alter | Empfehlung |
|---|---|---|
| Meningokokken B | Ab vollendetem 2. Lebensmonat | Grundimmunisierung |
| Meningokokken C | 12 Monate | Standardimpfung |
| Pneumokokken | Ab 2 Monaten | Grundimmunisierung |
| Hib | Ab 2 Monaten | Grundimmunisierung |
Häufig gestellte Fragen zur Meningitis Impfung
Häufig gestellte Fragen zu meningitis impfung
Welche Meningitis-Impfungen werden von der STIKO empfohlen?
Die STIKO empfiehlt Impfungen gegen Meningokokken B und C für Säuglinge und Kleinkinder. Zusätzlich gibt es Empfehlungen für Pneumokokken und Hib. Für bestimmte Risikogruppen und bei Reisen in Risikogebiete können auch Impfungen gegen Meningokokken ACWY sinnvoll sein.
Wie viele Impfungen sind für einen vollständigen Schutz notwendig?
Die Anzahl der Impfungen hängt vom jeweiligen Impfstoff und dem Alter des Kindes ab. Bei der Meningokokken-B-Impfung sind in der Regel mehrere Impfungen im Säuglingsalter notwendig, um einen vollständigen Schutz zu erreichen. Die genauen Impfschemata sollten mit dem Kinderarzt besprochen werden.
Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für die Meningitis Impfung?
Die Kosten für die von der STIKO empfohlenen Impfungen werden in der Regel von den Krankenkassen übernommen. Für bestimmte Risikogruppen und bei Reisen in Risikogebiete können die Kassen auch die Kosten für andere Meningitis-Impfungen übernehmen. Es ist ratsam, sich vorab bei der Krankenkasse zu informieren.
Welche Nebenwirkungen können nach der Meningitis Impfung auftreten?
Wie bei allen Impfungen können auch nach der Meningitis Impfung Nebenwirkungen auftreten. Dazu gehören in der Regel lokale Reaktionen an der Impfstelle, wie Rötung, Schwellung und Schmerzen. Auch leichtes Fieber undUnwohlsein sind möglich. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind sehr selten.
Kann man sich trotz Impfung mit Meningitis infizieren?
Die Meningitis Impfung bietet einen sehr guten Schutz vor den häufigsten bakteriellen Erregern. Allerdings gibt es verschiedene Meningokokken-Gruppen und nicht gegen alle ist eine Impfung verfügbar. Auch andere Erreger, wie Viren, können Meningitis verursachen, gegen die es keine Impfung gibt.

