Schlagwort: Bezahlen

  • Messenger WhatsApp: Verbraucht

    Messenger WhatsApp: Verbraucht

    Kaum eine App frisst so viel Smartphone-Speicher wie Whatsapp. Durch einen neuen Plan von Meta könnte das bald teuer werden – für die Nutzer. Zum Glück lässt sich das vermeiden.

    Symbolbild zum Thema Messenger WhatsApp
    Symbolbild: Messenger WhatsApp (Bild: Picsum)

    Ein lustiger Clip aus dem Gruppenchat, das Video vom Theaterauftritt im Klassenchat und jede Menge Urlaubsfotos: Jeden Tag empfangen und senden wir Medien bei Whatsapp. Das füllt den Speicher unseres Smartphones schneller, als die meisten Nutzer vermutlich ahnen. Jetzt will Meta damit Geld verdienen.

    Wie das Portal „WABetaInfo“ berichtet, findet sich in einer Vorabversion der App eine neue Option, mit der Whatsapp-Nutzer ihre Chatverläufe auch auf Metas Servern sichern können. Bislang ist das nur bei den Cloud-Angeboten der jeweiligen Betriebssystembetreiber möglich, also bei Google für Android-Smartphones und bei iCloud für iPhone-Besitzer. Die Crux: Wird das Back-up bei Meta zu groß, müssen die Nutzer für eine Speichererweiterung zahlen – und das jeden Monat. (Lesen Sie auch: WhatsApp Speicher Freigeben: So Beschleunigen Sie Ihr…)

    Speicherfresser Whatsapp

    Tatsächlich dürfte das für die Mehrheit der Nutzer dann der Fall sein. Meta bietet in der Testversion zwei Gigabyte kostenlosen Onlinespeicher an, Whatsapp erreicht aber sehr schnell deutlich größere Speichermengen. Fünf GB sind vollkommen normal, wer seinen Speicher nicht regelmäßig löscht, kann auch ohne Probleme 30 bis 50 GB Speicher belegen – allein für Whatsapp. Wie man Whatsapps Speicherhunger etwas reduzieren kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

    Die Kosten für mehr Speicher liegen laut „WABetaInfo“ bei 0,99 Dollar im Monat für 50 GB Daten. Das wäre tatsächlich ein recht moderater Preis, Apples iCloud oder Google Drive kosten für diese Speichermenge genauso viel. Allerdings mit mehr Leistungsumfang: Auch alle anderen Apps können hier den Speicher nutzen. „WABetaInfo“ merkt an, dass sich die Preise und der inkludierte Speicherplatz bis zur finalen Veröffentlichung noch ändern könnten. Zudem könnte Meta eine weitere Staffelung einführen. So sei auch noch nicht klar, ob der kostenlose Speicher für alle Whatsapp-Nutzer kommt – oder nur für diejenigen, die den Bezahldienst Whatsapp Premium (hier erfahren Sie mehr) nutzen.

    Optionaler Onlinespeicher

    Die gute Nachricht: Der Cloudspeicher bei Meta scheint zumindest bisher optional zu sein. In Screenshots der Vorabversion ist zu sehen, dass die Nutzer zwischen der bisherigen Standardlösung und Whatsapps Clouddienst auswählen können – allerdings wird das Whatsapp-Angebot in der Auswahl weiter oben angezeigt. Noch gibt es keinen Hinweis darauf, dass Whatsapp automatisch auf den eigenen Dienst wechselt. Zumindest bei Neukunden könnte das zukünftig aber zu erwarten sein. (Lesen Sie auch: WhatsApp Speicher Freigeben: So Beschleunigen Sie Ihr…)

    Der Clouddienst selbst legt Wert auf Sicherheit: Meta betont, dass die Daten auf dem Server verschlüsselt seien, auch Whatsapp selbst keinen Zugriff darauf habe. Zudem ist das Back-up mit einem Passkey gesichert, also mit biometrischen Daten verschlüsselt. Warum Passkeys sicherer sind als Passwörter und wie sie diese ersetzen können, erfahren Sie hier.

    Whatsapp soll Geld verdienen

    Der bezahlte Speicher ist nur der jüngste Versuch Metas, mit dem Messenger endlich Geld zu verdienen. Seit der Übernahme 2014 versucht der Konzern, ein funktionierendes Geschäftsmodell für Whatsapp zu entwickeln. Seit einem knappen Jahr werden diese Bestrebungen spürbar intensiviert. 

    Detailansicht: Messenger WhatsApp
    Symbolbild: Messenger WhatsApp (Bild: Picsum)

    Whatsapp hat den Statusbereich umgebaut, um auch mehr Firmen und Influencer in die Feeds der Nutzer zu bringen und dort dann Werbung schalten zu können. Mit Whatsapp Premium wurden Zusatzfunktionen hinter der Paywall entwickelt. Bisher gibt es allerdings das Versprechen, Chats und Anrufe weiter kostenlos zu lassen. (Lesen Sie auch: WhatsApp Speicher Freigeben: So Schaffen Sie Wieder…)

    Quelle:  „WABetaInfo“

    Ursprünglich berichtet von: Stern

    Illustration zu Messenger WhatsApp
    Symbolbild: Messenger WhatsApp (Bild: Picsum)
  • Digitaler Euro: Europas Antwort auf US-Zahlungsdienste?

    Digitaler Euro: Europas Antwort auf US-Zahlungsdienste?

    Die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet an der Einführung eines digitalen Euros. Dieser soll eine europäische Alternative zu den dominanten US-amerikanischen Zahlungsdienstleistern wie PayPal, Visa und Mastercard darstellen. Die Einführung könnte in den kommenden Wochen beschlossen werden, wie die Berliner Morgenpost berichtet.

    Symbolbild zum Thema Digitaler Euro
    Symbolbild: Digitaler Euro (Bild: Picsum)

    Hintergrund: Abhängigkeit von US-Zahlungsdienstleistern

    Ein wesentlicher Grund für die Entwicklung des digitalen Euros ist die bestehende Abhängigkeit Europas von internationalen, insbesondere US-amerikanischen Anbietern im Bereich des digitalen Bezahlens. Wie der BR berichtet, läuft fast jeder dritte Onlinekauf in Deutschland über PayPal. Jeder zweite Euro, der per Karte in der Eurozone gezahlt wird, geht über Mastercard oder Visa. Diese Dominanz birgt Risiken, wie der Fall des französischen Richters Nicolas Guillou zeigt. Ihm wurden im vergangenen Jahr seine Kreditkarten und sein PayPal-Konto gesperrt, nachdem er ein Urteil gefällt hatte, das der Trump-Regierung missfiel. Die USA verhängten Sanktionen gegen ihn und schlossen ihn vom digitalen Bezahlen aus.

    Aktuelle Entwicklung: Der digitale Euro nimmt Form an

    Noch bis Ende April läuft ein Designwettbewerb für die neuen Euro-Scheine. Parallel dazu arbeitet die EZB an der Einführung des digitalen Euros. Dieser soll eine neue Form von Bargeld darstellen, die virtuell existiert und beispielsweise in einer digitalen Brieftasche (Wallet) auf dem Mobiltelefon gespeichert werden kann. Mit dem digitalen Euro soll man in Geschäften genauso bezahlen können wie mit klassischem Bargeld. Auch das Versenden von Geld an Freunde und Familie soll problemlos möglich sein. Ein wichtiger Aspekt ist dabei die Anonymität der Transaktionen, selbst wenn das Mobiltelefon nicht mit dem Internet verbunden ist, so die Europäische Zentralbank. (Lesen Sie auch: Fortnite Shop: Aktuelle Inhalte und V-Bucks Preise…)

    Funktionsweise des digitalen Euros

    Die EZB betont, dass der digitale Euro das Bargeld lediglich ergänzen, aber nicht ersetzen soll. Er wäre eine zusätzliche Form von Zentralbankgeld, also genauso offizielles Geld wie Münzen und Scheine. Einfach ausgedrückt ist der digitale Euro Bargeld fürs Handy. Er soll als öffentliches, europäisches Bezahlsystem dienen, das nicht von privaten Konzernen oder Drittstaaten kontrolliert wird.

    Der digitale Euro: Was bedeutet das für Verbraucher?

    Die Einführung des digitalen Euros könnte das Bezahlen im Alltag vereinfachen und bequemer machen. Verbraucher hätten eine zusätzliche Möglichkeit, ihre Zahlungen abzuwickeln, unabhängig von US-amerikanischen Anbietern. Gleichzeitig soll die Anonymität der Transaktionen gewahrt bleiben, was für viele Menschen ein wichtiges Anliegen ist. Kritiker äußern jedoch Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der möglichen Überwachung von Zahlungsströmen. Hier gilt es, die Balance zwischen Bequemlichkeit und Privatsphäre zu finden.

    Ausblick: Wann kommt der digitale Euro?

    Die EZB plant, in den kommenden Wochen über die Einführung des digitalen Euros zu entscheiden. Ein konkreter Zeitplan steht noch nicht fest. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Entwicklung und Einführung einige Jahre in Anspruch nehmen wird. Zunächst müssen technische und rechtliche Fragen geklärt werden. Auch die Akzeptanz bei Händlern und Verbrauchern wird entscheidend für den Erfolg des digitalen Euros sein. (Lesen Sie auch: Schalke Heute: Knappen vor Heimspiel gegen Karlsruhe…)

    Alternativen zum digitalen Euro

    Neben dem von der EZB geplanten digitalen Euro gibt es bereits jetzt eine Vielzahl von digitalen Bezahlmöglichkeiten. Dazu gehören Kreditkarten, Debitkarten, Online-Bezahldienste wie PayPal und Klarna sowie mobile Bezahlsysteme wie Apple Pay und Google Pay. Auch Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum sind eine Alternative, allerdings sind diese stark schwankungsanfällig und werden von den meisten Händlern nicht akzeptiert. Der Vorteil des digitalen Euros gegenüber diesen Alternativen wäre, dass er von der Europäischen Zentralbank herausgegeben und kontrolliert wird und somit als besonders sicher und stabil gelten würde.

    Der digitale Euro und seine Auswirkungen auf die Finanzmärkte

    Die Einführung des digitalen Euros könnte auch Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. So könnte er beispielsweise die Nachfrage nach Bargeld verringern und die Geldpolitik der EZB beeinflussen. Auch die Geschäftsmodelle von Banken und Zahlungsdienstleistern könnten sich verändern. Es ist jedoch noch zu früh, um die genauen Auswirkungen abzuschätzen. Die EZB wird die Entwicklung der Finanzmärkte genau beobachten und gegebenenfalls Maßnahmen ergreifen, um negative Auswirkungen zu vermeiden.

    Designwettbewerb für Euro-Scheine

    Parallel zur Entwicklung des digitalen Euros läuft noch bis Ende April ein Designwettbewerb für die neuen Euro-Scheine. Bürgerinnen und Bürger aus allen Euro-Ländern sind aufgerufen, ihre Ideen und Vorschläge einzureichen. Eine Jury wird die besten Entwürfe auswählen und der Öffentlichkeit zur Abstimmung vorlegen. Die neuen Euro-Scheine sollen bis 2026 eingeführt werden und das europäische Gemeinschaftsgefühl stärken. (Lesen Sie auch: SRH VS LSG: Indische Premier League elektrisiert)

    Detailansicht: Digitaler Euro
    Symbolbild: Digitaler Euro (Bild: Picsum)

    Die Rolle der Blockchain-Technologie

    Obwohl noch nicht offiziell bestätigt, wird spekuliert, dass die dem digitalen Euro zugrunde liegende Technologie auf der Blockchain basieren könnte. Die Blockchain ist eine dezentrale Datenbank, die Transaktionen sicher und transparent speichert. Sie wird bereits bei Kryptowährungen wie Bitcoin eingesetzt. Der Einsatz der Blockchain-Technologie könnte den digitalen Euro fälschungssicher und manipulationsresistent machen. Zudem könnte er die Kosten für Transaktionen senken und die Effizienz des Zahlungsverkehrs erhöhen.

    Herausforderungen und Risiken des digitalen Euros

    Die Einführung des digitalen Euros ist mit einigen Herausforderungen und Risiken verbunden. So müssen technische und rechtliche Fragen geklärt werden. Auch die Akzeptanz bei Händlern und Verbrauchern ist entscheidend für den Erfolg des Projekts. Zudem gibt es Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der möglichen Überwachung von Zahlungsströmen. Es gilt, die Balance zwischen Bequemlichkeit und Privatsphäre zu finden. Auch die Gefahr von Cyberangriffen und Betrugsfällen muss berücksichtigt werden. Die EZB wird daher hohe Sicherheitsstandards für den digitalen Euro festlegen.

    Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Anleger sollten eigene Recherche betreiben.

    Illustration zu Digitaler Euro
    Symbolbild: Digitaler Euro (Bild: Picsum)