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  • ältere Social Media: Weniger Nutzung bei über 55-Jährigen?

    ältere Social Media: Weniger Nutzung bei über 55-Jährigen?



    Medien: Deloitte: Ältere wenden sich von Social Media ab

    Der Konsum sozialer Medien stagniert bei älteren Menschen. Laut einer Umfrage der Unternehmensberatung Deloitte gaben 6 Prozent der Befragten über 55 Jahre an, ihre Nutzung von Plattformen wie Instagram und Facebook im vergangenen Jahr reduziert zu haben. In jüngeren Altersgruppen ist hingegen weiterhin ein Anstieg zu verzeichnen. ältere Social Media steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema ältere Social Media
    Symbolbild: ältere Social Media (Bild: Picsum)

    Zahlen & Fakten

    • 6 Prozent: Rückgang der Social-Media-Nutzung bei Menschen über 55 Jahre.
    • 28 Prozent: Zuwachs der Social-Media-Nutzung bei 14- bis 18-Jährigen.
    • 78 Prozent: Anteil der Bevölkerung, der soziale Medien nutzt.
    • 25 Prozent: Zuwachs beim Konsum von Videostreaming-Diensten.

    Social Media: Boom bei Jungen, Rückzug bei Älteren

    Während jüngere Generationen immer mehr Zeit auf Plattformen wie TikTok und Instagram verbringen, zeichnet sich bei den über 55-Jährigen eine gegenläufige Entwicklung ab. Wie Stern berichtet, hat die alljährliche Medienumfrage von Deloitte ergeben, dass sich ein Teil der älteren Bevölkerung von den sozialen Medien abwendet. (Lesen Sie auch: Social Media Prozess: Meta & YouTube Wegen…)

    Besonders deutlich wird der Unterschied bei den 14- bis 18-Jährigen: Hier gaben 28 Prozent der Befragten an, ihre Social-Media-Nutzung gesteigert zu haben. „Die Nutzung boomt bei Jüngeren, geht jedoch mit steigendem Alter zurück und dreht schließlich sogar ins Negative“, so die Studienautoren von Deloitte. Die Umfrage wurde zwischen dem 11. und 22. Januar durchgeführt, wobei 2.000 Personen in Deutschland befragt wurden.

    Warum kehren ältere Menschen Social Media den Rücken?

    Die Gründe für den Rückzug älterer Menschen von Social-Media-Plattformen sind vielfältig. „Ein Faktor könnte die zunehmende Komplexität und Schnelllebigkeit der Plattformen sein“, erklärt Medienpsychologe Professor Dr. Frank Schwab von der Universität Würzburg. „Ältere Nutzer fühlen sich möglicherweise von der Flut an Informationen und neuen Trends überfordert.“ Hinzu kommt, dass ältere Menschen möglicherweise andere Prioritäten setzen und ihre Zeit lieber mit Aktivitäten außerhalb der digitalen Welt verbringen. (Lesen Sie auch: Social Media Anonymität: Droht das aus im…)

    Ein weiterer Aspekt ist die veränderte Kommunikation. Während jüngere Generationen soziale Medien oft als zentralen Kommunikationskanal nutzen, bevorzugen ältere Menschen möglicherweise traditionellere Formen der Interaktion, wie persönliche Gespräche oder Telefonate. Auch die Sorge um den Datenschutz und die Verbreitung von Falschinformationen könnte eine Rolle spielen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bietet Informationen zum sicheren Umgang mit sozialen Medien an.

    Wie verändert sich die Mediennutzung insgesamt?

    Trotz des Rückgangs bei älteren Nutzern bleiben soziale Medien ein wichtiger Bestandteil der Medienlandschaft. Laut der Deloitte-Umfrage nutzen fast vier Fünftel (78 Prozent) der Bevölkerung soziale Plattformen. Allerdings gibt es auch bei anderen Medienformen Veränderungen. So haben Videostreaming-Angebote wie Netflix und Co. stark zugelegt, während traditionelles Bezahlfernsehen, Radio sowie gedruckte Zeitungen und Zeitschriften an Bedeutung verloren haben. (Lesen Sie auch: Savannah Miller Schwanger: Babyglück bei Sienna Millers…)

    Was bedeutet das für Unternehmen und Marketingstrategien?

    Die veränderte Mediennutzung stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. „Es ist wichtig, die Zielgruppen genau zu kennen und die Marketingstrategien entsprechend anzupassen“, betont Marketingexperte Klaus Meier von der Agentur BrandNow. „Während jüngere Zielgruppen weiterhin über Social Media erreicht werden können, sind für ältere Menschen möglicherweise andere Kanäle effektiver.“

    Klassische Werbung in Printmedien oder im Fernsehen könnte für diese Zielgruppe weiterhin relevant sein. Auch Direktmarketing-Maßnahmen oder Veranstaltungen vor Ort könnten eine gute Möglichkeit sein, ältere Menschen anzusprechen. Die Studie „Mediennutzung der Generation 50+“ des ARD-Werbung Sales & Services GmbH bietet weitere Einblicke in die Mediennutzung älterer Menschen. (Lesen Sie auch: Mbappe Medizinischer Fehler: Ist Seine Verletzungsanfälligkeit Folge)

    Detailansicht: ältere Social Media
    Symbolbild: ältere Social Media (Bild: Picsum)

    Welche Rolle spielen lokale Medien?

    Regionale und lokale Medien gewinnen für ältere Zielgruppen wieder an Bedeutung. Sie bieten Informationen über das unmittelbare Lebensumfeld und ermöglichen eine stärkere Identifikation. Anzeigen in lokalen Zeitungen oder Radiosendungen können daher eine effektive Möglichkeit sein, ältere Menschen zu erreichen.

    Ausblick: Wie geht es weiter mit der Mediennutzung?

    Die Mediennutzung wird sich auch in Zukunft weiter verändern. Die zunehmende Verbreitung von künstlicher Intelligenz und personalisierten Inhalten könnte die Art und Weise, wie wir Medien konsumieren, grundlegend verändern. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Entwicklungen auf die verschiedenen Altersgruppen auswirken werden. Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie ihre Marketingstrategien kontinuierlich anpassen und neue Wege finden müssen, um ihre Zielgruppen zu erreichen.

    Illustration zu ältere Social Media
    Symbolbild: ältere Social Media (Bild: Picsum)