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  • Prominente Pleiten: Depot ist pleite – diese Firmen haben Insolvenz angemeldet

    Prominente Pleiten: Depot ist pleite – diese Firmen haben Insolvenz angemeldet

    Die Handelsketten Depot und Mäc Geiz haben Insolvenz angemeldet. Es sind nicht die ersten bekannten Firmen, die in finanzielle Schwierigkeiten geraten.

    Depot ist bekannt für Dekoartikel und Wohnaccessoires, nun hat die Kette Insolvenz angemeldet. Es ist die zweite Insolvenz binnen zwei Jahren. Auch diesmal soll es mit weniger Läden weitergehen. Von einst 400 Filialen bestehen aktuell noch 150.

    Der Fall fügt sich ein in eine Reihe prominenter Pleiten der vergangenen Monate und Jahre. So haben etwa die Modekette Esprit, der Kosmetikhändler The Body Shop oder die Kultmarke TupperwareInsolvenz angemeldet. Schon 2023 war die Zahl der Firmenpleiten klar gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Gründe sind einerseits akute wirtschaftliche Schwierigkeiten im Zusammenhang mit Inflation, Energiepreisen und hohen Kosten. Oft gibt es aber auch strukturelle Gründe: Die Produktion wird ins Ausland verlagert oder Handelsumsätze gehen an starke Online-Player verloren.

    Während Corona wurde so manche Insolvenz nur aufgeschoben

    In Deutschland kam in den vergangenen Jahren hinzu, dass staatliche Unterstützungsmaßnahmen der Corona-Zeit ausgelaufen sind, die manche Betriebe künstlich über Wasser hielten, die eigentlich nicht mehr wirtschaftlich waren. Auch die Insolvenzantragspflicht war in der Corona-Krise teils ausgesetzt.

    Stark betroffen sind etwa die Modehändler, die neben akuten Krisen auch noch mit dem allgemeinen Trend zum Online-Shopping kämpfen. Selbst Big Player dünnen ihr Filialnetz aus, andere müssen sich in der Insolvenz neu aufstellen oder ganz aufgeben. Welche bekannten Firmen in letzter Zeit in Schutzschirmverfahren flüchten oder Insolvenz anmelden mussten, zeigt unsere Fotostrecke.

  • Einzelhandel: Depot stellt erneut Insolvenzantrag – Schließungen drohen

    Einzelhandel: Depot stellt erneut Insolvenzantrag – Schließungen drohen

    2024 und 2025 mussten deutschlandweit bereits zahlreiche Depot-Filialen schließen. Nun soll der Deko-Händler ein weiteres Mal saniert werden. Geschäftsführer Gries nennt mehrere Gründe.

    Die Deko-Kette Depot ist erneut in finanzielle Schieflage geraten. Die GDC Deutschland GmbH hat beim Amtsgericht Aschaffenburg die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung beantragt, wie eine Gerichtssprecherin bestätigte.

    Geschäftsführer Christian Gries will das Unternehmen sanieren. „Wir wollen auf jeden Fall weitermachen und möglichst viele Filialen erhalten“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Als Gründe für die Insolvenz nannte er neben Zöllen und der wachsenden Online-Konkurrenz durch Plattformen wie Temu auch die Kaufzurückhaltung. „Es ist eine schwierige Zeit für den Handel. Viele Kunden schauen stark auf die Preise.“ Preisreduzierungen seien jedoch auf Dauer kein Mittel, um ein rentables Geschäft zu führen.

    Gries rechnet mit weiteren Filialschließungen. „Eine genaue Zahl können wir noch nicht sagen.“ Man werde „alles auf den Prüfstand stellen“ und Gespräche mit den Vermietern führen. Zudem soll das Konzept von Depot angepasst werden.

    Probleme nach der Pandemie

    Das Gericht hat die vorläufige Eigenverwaltung bereits angeordnet. Zum vorläufigen Sachwalter wurde der Rechtsanwalt Thomas Rittmeister aus Frankfurt bestellt. Bei der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung im Amt. Die „Lebensmittelzeitung“ hatte zuvor berichtet.Depot hat seinen Sitz im unterfränkischen Großostheim. Während und nach der Corona-Pandemie kämpfte die Kette mit Schwierigkeiten. Schon 2024 meldete das Unternehmen Insolvenz in Eigenverwaltung an. Daraufhin wurden bundesweit zahlreiche Filialen geschlossen.

    Aktuell betreibt Depot noch mehr als 150 Geschäfte, vor einigen Jahren waren es noch rund 400. Zur Zahl der Beschäftigten machte Gries auf Nachfrage keine Angaben. 

    Viele Insolvenzen – Mäc Geiz ebenfalls in dieser Woche

    Die Branche steht wegen der schwachen Konsumstimmung und des wachsenden Onlinehandels unter Druck. Jeder sechste Einzelhändler in Deutschland fürchtet laut der monatlichen Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts inzwischen um die Existenz. Im April schätzten 17,4 Prozent der Unternehmen ihre Lage als existenzbedrohend ein, so viele wie nie zuvor.

    In dieser Woche hatte auch der Non-Food-Discounter Mäc Geiz Insolvenz angemeldet. Die Zahl der Pleiten in der Branche befindet sich auf dem höchsten Stand seit zehn Jahren. Der Kreditversicherer Allianz Trade verzeichnete im vergangenen Jahr 2.571 Fälle. Branchenexperten erwarten weiter steigende Zahlen. 

    In den vergangenen Jahren haben bereits Zehntausende Geschäfte in Deutschland geschlossen – nicht nur wegen Insolvenzen. Laut einer Schätzung des Handelsverbands Deutschland (HDE) dürfte die Zahl der Läden in diesem Jahr unter 300.000 sinken. Ende 2015 waren es noch etwa 372.000.