Schlagwort: EU Handel

  • Britische Fleischexporte EU: Einbruch seit Brexit – Warum?

    Britische Fleischexporte EU: Einbruch seit Brexit – Warum?



    Britische Fleischexporte in die EU seit Brexit eingebrochen

    Britische Fleischexporte in die EU seit Brexit eingebrochen

    Wie stark sind die britischen Fleischexporte in die EU seit dem Brexit eingebrochen? Seit dem Brexit sind die britischen Fleischexporte in die EU deutlich gesunken. Besonders betroffen sind Schweinefleisch, Rindfleisch und Lammfleisch, deren Ausfuhren seit 2019 um bis zu einem Drittel zurückgegangen sind. Grund dafür sind vor allem bürokratische Hürden und steigende Kosten. Britische Fleischexporte EU steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Britische Fleischexporte EU
    Symbolbild: Britische Fleischexporte EU (Bild: Picsum)

    Kernpunkte

    • Britische Fleischexporte in die EU sind seit 2019 stark gesunken.
    • Bürokratische Hürden und steigende Kosten belasten die Exporteure.
    • Ein neues SPS-Abkommen soll den Handel erleichtern.
    • Die EU bleibt der wichtigste Absatzmarkt für britisches Fleisch.

    Warum sind die britischen Fleischexporte in die EU eingebrochen?

    Der Rückgang der britischen Fleischexporte EU ist primär auf den Brexit zurückzuführen. Seit dem Austritt Großbritanniens aus der EU-Zollunion und dem Binnenmarkt im Jahr 2021, sehen sich britische Fleischproduzenten mit erheblichen bürokratischen Hürden und steigenden Kosten konfrontiert. Diese Handelshemmnisse erschweren den Export und machen ihn teurer.

    Laut dem Verband der britischen Fleischproduzenten (BMPA) belaufen sich die jährlichen Kosten für Exportzertifizierungen mittlerweile auf über 50 Millionen Pfund. Zusätzliche Kosten von 2.500 bis 3.000 Pfund pro Ladung entstehen durch bürokratischen Aufwand, Kontrollen und Verzögerungen an den Grenzen. Wie Stern berichtet, klagen die Mitgliedsunternehmen des Verbandes über diese Belastungen. (Lesen Sie auch: Lebensmittelhandel: Britische Fleischexporte in die EU seit…)

    📌 Hintergrund

    Großbritannien trat Ende Januar 2020 aus der Europäischen Union aus. Seit 2021 ist das Land auch nicht mehr Teil der EU-Zollunion und des Binnenmarkts. Dies hat zu neuen Handelsbedingungen geführt, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen belasten.

    Welche Rolle spielt das neue SPS-Abkommen?

    Ein neues SPS-Abkommen (SPS steht für Sanitary and Phytosanitary) zwischen Großbritannien und der EU soll die Kontrollen von Lebensmitteln, lebenden Tieren, Futtermitteln, Pflanzen und Saatgut erleichtern. Dieses Abkommen zielt darauf ab, die Handelsströme wiederzubeleben, kleinere Exporteure zu unterstützen und engere Geschäftsbeziehungen zu Kunden in der EU wiederaufzubauen.

    BMPA-Chef John Powell setzt sich für dieses Abkommen ein und will im EU-Ausschuss des britischen Oberhauses darauf aufmerksam machen. Er argumentiert, dass die EU für das Vereinigte Königreich der wichtigste Absatzmarkt für rotes Fleisch bleibt und die Wachstumschancen dort die in weiter entfernten Märkten überwiegen. (Lesen Sie auch: Landwirtschaftskammer Salzburg Schulden: Rufe nach Aufklärung Werden…)

    Informationen zum Export von Lebensmitteln und Getränken aus Großbritannien bietet die britische Regierung auf ihrer Webseite an.

    Was bedeutet das für die britische Fleischindustrie?

    Der Einbruch der Exporte hat erhebliche Auswirkungen auf die britische Fleischindustrie. Viele Betriebe, insbesondere kleinere Exporteure, kämpfen mit den gestiegenen Kosten und dem bürokratischen Aufwand. Dies gefährdet Arbeitsplätze und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche. Die Notwendigkeit, Lieferketten anzupassen und neue Märkte zu erschließen, stellt zusätzliche Herausforderungen dar.

    Die Abhängigkeit vom EU-Markt ist hoch, da dieser bis zu 90 Prozent der Schaffleischexporte und rund 80 Prozent der Rindfleischexporte aufnimmt. Die Branche hofft, dass das neue SPS-Abkommen eine deutliche Verbesserung bringt und die Handelsbeziehungen zur EU wieder stärken kann. Kritiker bemängeln jedoch, dass das Abkommen möglicherweise nicht alle Probleme lösen wird und weitere Maßnahmen erforderlich sind, um die Wettbewerbsfähigkeit der britischen Fleischindustrie zu sichern. Laut Handelsblatt stehen viele Unternehmen vor existenziellen Herausforderungen.

    Detailansicht: Britische Fleischexporte EU
    Symbolbild: Britische Fleischexporte EU (Bild: Picsum)

    Was bedeutet das für Verbraucher?

    Für Verbraucher in der EU könnte der Rückgang der britischen Fleischexporte EU langfristig zu höheren Preisen und einer geringeren Auswahl führen. Sollten sich die Handelsbeziehungen nicht verbessern, könnten alternative Lieferanten aus anderen Ländern die Lücke füllen, was jedoch möglicherweise mit höheren Transportkosten und unterschiedlichen Qualitätsstandards verbunden wäre. (Lesen Sie auch: Einzelhandel: Depot stellt erneut Insolvenzantrag – Schließungen…)

    Auf britischer Seite könnten die niedrigeren Exportzahlen zu einem Überangebot auf dem heimischen Markt führen, was kurzfristig zu niedrigeren Preisen führen könnte. Langfristig jedoch könnten die Produktionskapazitäten reduziert werden, was sich wiederum auf die Preise auswirken könnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt und ob das neue SPS-Abkommen die erhoffte Entlastung bringt.

    Häufig gestellte Fragen

    Welche Fleischsorten sind am stärksten vom Exportrückgang betroffen?

    Besonders stark betroffen sind Schweinefleisch, Rindfleisch und Lammfleisch. Die Ausfuhren von Schweinefleisch sind seit 2019 um mehr als ein Drittel zurückgegangen, Rindfleisch um gut 20 Prozent und Lammfleisch um mehr als 15 Prozent.

  • Neue Drohungen aus den USA: Klingbeil fordert von Trump Einhaltung von Zoll-Zusagen

    Neue Drohungen aus den USA: Klingbeil fordert von Trump Einhaltung von Zoll-Zusagen

    Der deutsche Finanzminister will keine Eskalation des neuen Zollstreits mit dem US-Präsidenten. Zugleich warnt er mit Blick auf einen anderen Konflikt, die EU sei auf den Fall der Fälle vorbereitet.

    Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat US-Präsident trump-4540962.html“ title=“Donald Trump“ class=“taxonomy-entity person“>Donald Trump zur Einhaltung des im vergangenen Sommer geschlossenen Zollabkommens mit der EU aufgefordert. „Europa steht zu den Zusagen und ich erwarte das jetzt von der amerikanischen Seite auch“, sagte der Vizekanzler und SPD-Vorsitzende am Rande eines EU-Treffens in Brüssel. Zölle schadeten den Unternehmen und den Arbeitsplätzen auf beiden Seiten.

    Zugleich machte Klingbeil deutlich, dass die USA mit einer Reaktion rechnen müssen, sollte Trump die US-Einfuhrzölle auf Autos und Lastwagen aus der EU wie am Freitag angekündigt auf 25 Prozent erhöhen. „Unser Weg ist klar: Wir wollen keine Eskalation“, sagte er. Aber natürlich sei auch klar, dass die EU auf eine Eskalation vorbereitet sei. 

    Klingbeil erwähnte in diesem Zusammenhang den Grönland-Konflikt, in dem die EU Trump mit Sonderzöllen auf US-Importe im Wert von 93 Milliarden Euro gedroht hatte. Brüssel hatte damit auf Strafzolldrohungen von Trump reagiert, mit denen dieser einen Verkauf der riesigen Arktisinsel an die USA erzwingen wollte.

    Klingbeil nimmt merz-4539904.html“ title=“Friedrich Merz“ class=“taxonomy-entity person“>Merz in Schutz

    Klingbeil nahm zudem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gegen Kritik an dessen Äußerungen zur Iran-Politik Trumps in Schutz. Merz seien ein enges transatlantisches Verhältnis und der Austausch mit Trump wichtig, sagte der SPD-Politiker. „Dabei hat er meine volle Unterstützung“, ergänzte er.

    Merz hatte zuvor Anfang vergangener Woche bei einer Diskussion mit Schülern gesagt, die USA könnten den Krieg nicht schnell beenden, „weil die Iraner offensichtlich stärker sind als gedacht und die Amerikaner offensichtlich auch in den Verhandlungen keine wirklich überzeugende Strategie haben“.

    Das Wichtigste zu Donald Trump

    Trump attackierte Merz im Anschluss persönlich und warf ihm vor, keine Ahnung zu haben, wovon er spreche. Danach kündigte er den Abzug von Soldaten aus Deutschland sowie die Zollerhöhungen an, die ebenfalls vor allem Deutschland treffen.

    Quelle: Stern

  • Mercosur Freihandelsabkommen: Startschuss am 1. Mai?

    Mercosur Freihandelsabkommen: Startschuss am 1. Mai?

    Das Mercosur-Freihandelsabkommen zwischen der EU und den südamerikanischen Mercosur-Staaten steht kurz vor der vorläufigen Anwendung. Ab dem 1. Mai 2026 könnten Unternehmen in Deutschland und anderen EU-Ländern von dem Abkommen profitieren, das den Handel durch den Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren ankurbeln soll. Die Europäische Kommission gab bekannt, dass alle notwendigen Ratifizierungsverfahren seitens Argentinien, Brasilien und Uruguay abgeschlossen sind und Paraguay kurz vor dem Abschluss steht. Mercosur Freihandelsabkommen steht dabei im Mittelpunkt.

    Symbolbild zum Thema Mercosur Freihandelsabkommen
    Symbolbild: Mercosur Freihandelsabkommen (Bild: Picsum)

    Kernpunkte

    • Vorläufige Anwendung des Mercosur-Freihandelsabkommens ab 1. Mai 2026 geplant.
    • Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren soll den Handel ankurbeln.
    • Autoindustrie, Maschinenbau und Pharmabranche könnten besonders profitieren.
    • Formelles Inkrafttreten verzögert sich aufgrund von Bedenken des Europäischen Parlaments.
    Politik: Mercosur-Freihandelsabkommen
    Betroffener Bereich: Handel zwischen EU und Mercosur-Staaten
    Volumen: Beseitigung von Zöllen, z.B. 35% auf Autoimporte
    Ab wann: Vorläufige Anwendung ab 1. Mai 2026
    Wer profitiert: Autoindustrie, Maschinenbau, Pharmabranche, EU-Exporteure

    Mercosur-Freihandelsabkommen: Chancen und Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft

    Das Mercosur-Freihandelsabkommen, das nach über 25 Jahren Verhandlungen geschlossen wurde, verspricht erhebliche wirtschaftliche Vorteile für Deutschland und die Europäische Union. Der Abbau von Handelsbarrieren und Zöllen soll den Austausch von Waren und Dienstleistungen intensivieren. Besonders die Autoindustrie, der Maschinenbau und die Pharmabranche sehen große Chancen in dem Abkommen.

    Aktuell werden beispielsweise auf Autoimporte in die Mercosur-Länder Zölle in Höhe von 35 Prozent erhoben. Durch den Wegfall dieser Zölle könnten deutsche Automobilhersteller ihre Wettbewerbsfähigkeit in Südamerika deutlich verbessern. Auch für den Maschinenbau und die Pharmabranche eröffnen sich neue Absatzmärkte und Wachstumschancen. (Lesen Sie auch: Toxische Chefs: „Wo der Narzisst hungrig ist,…)

    📊 Zahlen & Fakten

    Die Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay) bilden einen bedeutenden Wirtschaftsraum mit rund 260 Millionen Einwohnern und einem Bruttoinlandsprodukt von etwa 2,4 Billionen US-Dollar.

    Was bedeutet das für Verbraucher, Arbeitnehmer und die Branche?

    Für Verbraucher in der EU könnte das Abkommen zu niedrigeren Preisen für bestimmte Produkte aus Südamerika führen. Arbeitnehmer in den exportorientierten Branchen könnten von neuen Arbeitsplätzen und Wachstumsperspektiven profitieren. Allerdings gibt es auch Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf europäische Landwirte, die mit günstigeren Agrarprodukten aus den Mercosur-Ländern konkurrieren müssten.

    Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sieht das Abkommen positiv: „Das Mercosur-Abkommen ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Es eröffnet neue Chancen für unsere Unternehmen und trägt zur Diversifizierung der Handelsbeziehungen bei.“ (Lesen Sie auch: Immobilienmarkt Babyboomer: Kommt die Preiswelle Wirklich?)

    Wie funktioniert das Mercosur-Freihandelsabkommen?

    Das Mercosur-Freihandelsabkommen zielt darauf ab, Zölle und andere Handelshemmnisse zwischen der EU und den Mercosur-Staaten abzubauen. Dies soll den Handel erleichtern und Unternehmen den Zugang zu neuen Märkten ermöglichen. Das Abkommen umfasst verschiedene Bereiche wie den Abbau von Zöllen, die Beseitigung von nichttarifären Handelshemmnissen, den Schutz von geistigem Eigentum und die Förderung von Investitionen.

    Formelles Inkrafttreten verzögert sich

    Das formelle Inkrafttreten des Abkommens wird sich voraussichtlich noch verzögern, da das Europäische Parlament den Vertragstext zunächst vom Europäischen Gerichtshof überprüfen lassen will. Dieser Schritt wurde im Januar mit knapper Mehrheit beschlossen. Es gibt keine feste Frist für die Überprüfung, aber ähnliche Gutachtenverfahren haben in der Vergangenheit zwischen 16 und 26 Monaten gedauert.

    Kritiker des Abkommens befürchten, dass EU-Standards bei Verbraucherschutz, Umwelt und Tierwohl beeinträchtigt werden könnten. Sie bemängeln auch, dass die Freihandelsabsprachen nicht nach dem Einstimmigkeitsprinzip von den Mitgliedstaaten angenommen werden mussten. Die EU-Kommission weist diese Bedenken jedoch entschieden zurück. (Lesen Sie auch: Nvidia Aktie: Analysten sehen Kurspotenzial – KI-Boom)

    Historischer Vergleich: Handelsabkommen der EU

    Die EU hat in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Freihandelsabkommen mit verschiedenen Ländern und Regionen geschlossen. Ein Beispiel ist das CETA-Abkommen mit Kanada, das ebenfalls auf Kritik gestoßen ist. Ein weiteres Beispiel ist das Abkommen mit Japan, das 2019 in Kraft getreten ist und den Handel zwischen der EU und Japan deutlich erleichtert hat.

    Detailansicht: Mercosur Freihandelsabkommen
    Symbolbild: Mercosur Freihandelsabkommen (Bild: Picsum)

    EU-Handelskommissar Maros Sefcovic betonte, dass das vorläufige Inkrafttreten ein wichtiger Schritt sei, um die Glaubwürdigkeit der EU als Handelspartner zu unterstreichen. Die Priorität liege nun darin, das Abkommen in konkrete Ergebnisse umzusetzen und EU-Exporteuren die notwendige Plattform zu bieten. Wie Stern berichtet, soll dies neue Chancen für Handel, Wachstum und Arbeitsplätze schaffen.

    Häufig gestellte Fragen

    Was sind die größten Vorteile des Mercosur-Freihandelsabkommens für deutsche Unternehmen?

    Deutsche Unternehmen profitieren vor allem von dem Abbau von Zöllen und Handelsbarrieren, was den Export von Waren und Dienstleistungen in die Mercosur-Staaten erleichtert und verbilligt. Dies eröffnet neue Absatzmärkte und Wachstumschancen, insbesondere für die Autoindustrie, den Maschinenbau und die Pharmabranche. (Lesen Sie auch: Spargel Ernte Deutschland: Importe steigen – Warum?)

    Welche Bedenken gibt es hinsichtlich des Mercosur-Freihandelsabkommens?

    Kritiker befürchten, dass EU-Standards bei Verbraucherschutz, Umwelt und Tierwohl durch das Abkommen beeinträchtigt werden könnten. Zudem wird die mangelnde Einbeziehung der nationalen Parlamente bei der Ratifizierung kritisiert.

    Welche Rolle spielt das Europäische Parlament bei der Ratifizierung des Abkommens?

    Das Europäische Parlament muss dem Abkommen zustimmen, bevor es formell in Kraft treten kann. Die Abgeordneten haben jedoch beschlossen, den Vertragstext zunächst vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen, was den Ratifizierungsprozess verzögert.

    Wie lange dauert es voraussichtlich, bis das Mercosur-Freihandelsabkommen vollständig in Kraft tritt?

    Aufgrund der Überprüfung durch den Europäischen Gerichtshof und der anschließenden Zustimmung des Europäischen Parlaments wird es voraussichtlich noch mehrere Monate oder sogar Jahre dauern, bis das Abkommen vollständig in Kraft tritt.

    Illustration zu Mercosur Freihandelsabkommen
    Symbolbild: Mercosur Freihandelsabkommen (Bild: Picsum)